Ostheopath

OstheopathOsteopathie bezeichnet eine Heilkundeform, bei welcher die behandelnden Osteopathen den Patienten allein mit den Händen untersuchen.

Osteopathen spüren Gewebeverspannungen und Funktionsstörungen, sogenannte somatische Dysfunktionen, mit ihren Händen auf und helfen mit manuellen Techniken diese Dysfunktionen bestimmter Gewebe wieder zu ihrer ursprünglichen Bewegungsfreiheit/Bewegungen zurückzuführen.

Was genau ist ein Ostheopath?

Die Osteopathie geht auf die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. zu der sie von Dr. A.T. Still entwickelt wurde. Nach ihm basiert die Osteopathie auf dem Zusammenspiel von Körper und Geist. Auch das Zusammenwirken von allen organischen Kreisläufen, allen Muskeln, Sehnen, Bändern und Organen.

Der Begriff geht auf die griechischen Begriffe für Leiden und Knochen zurück. Doktor Still war es wichtig mit dieser Bezeichnung die Wechselbeziehung zwischen den allen körperlichen Komponenten darzustellen. Wer den Begriff also stur übersetzen würde, der würde Osteopath mit knochenkrank und Osteopathie mit einer Erkrankung der Knochen übersetzen. Doch genau das meint die Osteopathie natürlich nicht!

Ein Osteopath ist ein Therapeut, der mit Hilfe der manuellen Techniken nach Dr. Still versucht die Ursache hinter dem vom Patienten geäußerten Symptom zu finden und diese behandelt. Dies ist immer das primäre Ziel eines Osteopathen, ganz im Gegensatz zu vielen anderen medizinischen Ansätzen, die lediglich Symptome behandeln.

Damit ist die Osteopathie ein manuelles Heilverfahren/ eine manuelle Behandlung, für die Gewebe, die Organe und den Bewegungsapparat.

Diagnose und Untersuchungsmethoden

Wenn ein Patient einen Osteopathen aufsucht, dann wird sich dieser anfangs viel Zeit für eine ausführliche Befragung nehmen. Er geht mit dem Patienten seine gesundheitlichen Daten durch, es kann auch sein das er/ sie um das Mitbringen von Blutbildern, Röntgen-, CT- oder MRT- Aufnahmen bittet um sich ein genaues Bild zu machen.

Doch auch die Lebensgeschichte des Patienten spielt eine Rolle. Wichtige Lebensereignisse, wie etwa Traumata, Verluste oder andere bewegende Einschnitte werden erfragt. Dann wird ein Osteopath viele Fragen zu den Beschwerden stellen um ein Gesamtbild des Zustands zu bekommen.
Auf die Anamnese folgt dann eine gründliche Untersuchung. Der gesamte Körper wird abgetastet, die Knochenstruktur, die unterschiedlichen Gewebe und Sehnen, das Zusammenspiel aller Komponenten.

Der Therapeut untersucht allein mit seinen Händen das Zusammenspiel aller körperlichen Komponenten und ertastet so auch Störungen im Zusammenspiel oder Verhärtungen. Mittels manueller Therapie bringt er/ sie den Körper wieder in ein gesundes/ gesundheitsförderndes Zusammenspiel.

Behandlungen und Therapien

Wie auch bei den Untersuchungen, erfolgt die Therapie ausschließlich manuell, also mit den Händen des Therapeuten. Schicht für Schicht des Gewebes wird palpiert (erspürt). Bewegungsstörungen und Spannungen werden erspürt. Das Palpieren ist die Grundvoraussetzung für Diagnose als auch für die Behandlung. Dabei wird der Patient und sein Sein völlig wertfrei wahrgenommen. So nimmt der Therapeut sämtliche Funktionen, Zusammenspiele und Beschaffenheiten wahr und kann sich vom Körper selbst leiten lassen. Es wird niemals nur das Symptom behandelt, es wird die Gesundheit in der Krankheit gesucht und der Organismus dahingehend gefördert und gelenkt.

Da in der Osteopathie der gesamte Körper im Fokus steht, ist der Osteopath auch für den ganzen Körper zuständig. Sämtliche Zellen, Muskeln, Sehnen, Gewebe, Faszien, Organe und auch die Kreisläufe spielen ineinander. Wird ein Teil krank oder zeigt Symptome, dann wirkt sich dies auf den gesamten Körper aus. Verhärtet sich ein Gewebe, kann ein Organ vielleicht nicht mehr so arbeiten wie es sollte, da ihm der Platz fehlt oder weil es gequetscht wird. Auch bei gewissen Blockaden kann der Fluss von Lymph- oder Nervensystem gestört werden.

Diese Dysfunktionen werden immer mittels manueller Therapie behandelt. Mit den Händen des Therapeuten werden Blockaden und Verspannungen sanft gelöst und auch Energieflüsse wiederhergestellt.

Worauf sollte der Patient achten?

Die Kosten für die Behandlung bei einem Osteopathen werden immer öfter von den Krankenkassen übernommen. Wer sich diesbezüglich unsicher ist, kann beim Hausarzt oder dem behandelnden Arzt nachfragen. Oder aber auch direkt bei der Krankenkasse.

Um dann auch einen guten und fähigen Osteopathen auszuwählen, sollte man darauf achten, dass der Osteopath eine richtige und langjährige Ausbildung gemacht hat und nicht nur einen sechs Wochen Kurs.

Man sollte wissen, das der Begriff des Osteopathen nicht geschützt ist. Deshalb ist es umso wichtiger sich bezüglich der Ausbildung des gewünschten Therapeuten zu informieren.

Es gibt die Bundesarbeitsgemeinschaft Osteopathie (BAO), in welcher nur Therapeuten aufgenommen werden, die eine entsprechende Ausbildung vorweisen können. Eine Mitgliedschaft bei der BAO ist also ein gutes Zeichen.

Hat man erst einmal den richtigen Therapeuten gefunden sollte man auch noch darauf achten, was eine osteopathische Behandlung mit dem Körper macht.

Wie bei vielen heilpraktischen Behandlungen, reagiert der Körper bis zu vier Wochen nach der Behandlung auf diese. Auch kann es zu einer sogenannten Erstverschlimmerung der Symptome kommen, die allerdings nur kurz anhält bevor die Besserung eintritt. Ein guter Osteopath klärt seinen Patienten über den möglichen und wahrscheinlichen Verlauf nach der Behandlung auf, aber auch über Risiken und die eventuelle Erstverschlimmerung.

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