Aktive und sportliche Hunde brauchen besondere tierärztliche Versorgung

Viele Menschen mit einem aktiven Lebensstil und einer aktiven Freizeitgestaltung haben Hunde, die ebenfalls aktiv und agil sind: Es ist üblich, dass Menschen die viel zu Fuß unterwegs sind, Laufen, Wandern und sonst aktiv sind sich einen Hund zulegen. Viele Viehzüchter haben Hütehunde, die helfen sollen Rinder und Schafe zu hüten. Jäger haben ebenfalls oft einen Hund als Begleiter zu ihren Ausflügen dabei. Außerdem gibt es viele Menschen, welche mit ihren Hunden an sportlichen Wettkämpfen wie Agility teilnehmen. So wie die menschlichen Athleten benötigen jedoch auch Hunde oftmals eine spezielle medizinische Versorgung.

Auch Hunde können einer erhöhten Verletzungsgefahr ausgesetzt sein, wenn sie anstrengende Tätigkeiten ausüben, oder sportlich sehr aktiv sind.

Aus diesem Grund erkannte die American Veterinary Medical Association im Jahr 2010 offiziell den Bereich der Sportmedizin und Rehabilitation, mit Spezialisierung auf kleinere Tiere und Pferde zur tierärztlichen Versorgung.  Tierärzte können sich speziell auf diesem Gebiet ausbilden lassen und erhalten dann von der AVMA eine Zertifizierung, welche beurkundet, dass es sich um einen Facharzt handelt.

Dieser neue Veterinärbereich zielt darauf ab, Diagnosen und Behandlungen von Verletzungen durch die Förderung von Wissen in der Struktur der physiologischen, medizinischen und den chirurgischen Bedürfnisse der athletischen Tiere zu unterstützen. Dabei muss auch die Wiederherstellung der normalen Form und Funktion nach einer Verletzung oder Krankheit gewährleistet werden.

Hier an der Colorado State University, haben wir Spezialisten in den Bereichen für Kleintier- und Pferdesportmedizin und Rehabilitation. Wir haben ein schnell wachsendes Interesse an diesen Veterinärdiensten unter Hunde- und Pferdebesitzern mit aktiven und sportlichen Tiere gesehen.

Die Spezialisierung ist notwendig, da im Bereich der Tier-Orthopädie Verletzungen des Bewegungsapparates, wie zum Beispiel Knochenbrüchen und Bänderverletzungen, oder Gelenkersatz, wie beispielsweise bei Arthritis so behandelt werden müssen, dass eine Funktion gegeben bleibt. Dies ist vergleichbar mit der Behandlung in der Humanmedizin.

Small Animal Sports Medicine fügt hinzu, den Fokus von Verletzungen und Arthritis Prävention zu setzen. Denn dies sei besonders wichtig für Hundesportler, da es schwierig ist, eine volle Funktion wieder herzustellen, sobald eine Verletzung aufgetreten ist. Sollte eine Verletzung auftreten so sollte eine Rehabilitation zur Wiederherstellung der Funktion so schnell wie möglich und so normal wie möglich ablaufen.

Um schwere Verletzungen oder gesundheitliche Folgen durch Überanstrengung der Tiere zu verhindern gibt die American Veterinary Medical Association weitreichende Tipps und Informationsblätter für Tierhalter aus. Hier wird explizit darauf hingewiesen, sein Tier gut zu beobachten, um seine Grenzen erkennen zu können und erklärt, dass dieses Grenzen nicht überschritten werden dürfen. Weiterhin werden wichtige Details bei akuten Verletzungen erklärt, sodass Tierhalter wissen, wie sie richtig reagieren können.

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