Empfehlung gegen die regelmäßige Überprüfung „setzt Männern ein höheres Risiko für Prostatakrebs“ aus

Nach der Kontroverse über die Empfehlung der US Preventive Services Task Force im Jahr 2011 Prostata-spezifisches Antigen-Screening für Prostatakrebs zu verringern, zeigt eine neue Studie die Vor-und Nachteile.

Im Oktober 2011 hat die US Preventive Services Task Force (USPSTF) entschieden, dass die Schäden gegenüber den Vorteilen des regelmäßigen Prostata-spezifischen Antigens (PSA) Screening überwiegen. Dies führte dazu, dass eine Empfehlung gegen regelmäßige Screenings gegen Prostatakrebs ausgesprochen wurde.

Eine Kombination von Strahlentherapie, Chirurgie und Komplikationen im Zusammenhang mit der Untersuchung haben zu große negative Auswirkungen auf die Lebensqualität der vielen Menschen, die so behandelt werden. Ein Team der Abteilung für Urologische Chirurgie des Vanderbilt University Medical Center in Nashville, TN, wollte wissen, welche Auswirkungen die neuen Leitlinien tatsächlich aufwiesen.

Krebserkrankungen, die in der National Cancer Datenbank zwischen Januar 2010 und Dezember 2012 diagnostiziert wurden, wurden hierbei untersucht, um monatliche Trends in neue Prostatakrebsdiagnosen vor und nach der USPSTF Richtlinien zu bewerten. Sie verglichen diese Trends mit denen von Darmkrebs.

Im Monat nachdem der USPSTF Entwurf ausgegeben wurden, sank in allen Altersgruppen, Komorbidität, Rasse, Einkommen und Versicherungen die Zahl der Gesamtprostatakrebsdiagnosen um mehr als 12%, und die Diagnosen werden weiterhin für weitere 11 Monate fallen .

Die Zahl der Nieder-, Mittel- und Hochrisiko-Prostatakarzinome haben sich in den ersten 12 Monaten nach den Empfehlungen geändert. Sie wurden weniger, während die Zahl der neuen Diagnosen der Krankheit stabil blieb.

Die Studie identifiziert jedoch auch einen Rückgang von 28,1% in der Diagnose von Risiko-Krankheit, sowie eine Verringerung der Hochrisiko-Prostatakrebsrate 23,1%, 1 Jahr nach der Veröffentlichung der Empfehlung.

Zum Einen wurde die Rate deutlich gesenkt, doch auch viele Männer, die hätten frühzeitig behandelt werden können, hatten die Chance durch die neue Richtlinie nicht, sich einer Behandlung zu unterziehen, da die weitere Diagnose nicht gestellt wurde.

Während auf der einen Seite die USPSTF Richtlinien die beabsichtigte Wirkung der Verringerung regelmäßiger Überprüfung erreichte und sich als richtig erwies für risikoarme Krebsarten, vor allem im Zusammenhang mit Überdiagnose und Übertherapie, sagt die Studie klar, dass eine Gefahr besteht, dass die Verringerung der Diagnose der Zwischen- und Hochrisiko-Krebsaten zu höherem Risiko Krebserkrankungen führen könnte.

Dr. Barocas sagt: „Zukünftige Forschungen sollten sich auf Prostata-Krebs-Screening Paradigmen konzentrieren, die sowohl die Gefahren minimieren und zur Maximierung der potenziellen Vorteile des Screenings sowie Bilanzierung von einzelnen Patienten Risikofaktoren und Vorlieben führen.“

 

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