Berufsbedingte Allergie - Was macht die Berufsgenossenschaft

Allergische Reaktionen verursacht durch Schimmelpilze, Hausstaubmilben und Arzneimittel, sowie Laktoseintoleranz, Heuschnupfen und vieles mehr...

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Mira80
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Berufsbedingte Allergie - Was macht die Berufsgenossenschaft

Beitrag von Mira80 » 22.06.2012, 17:04

Hallo zusammen,

ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann.

Seit etwas mehr als zwei Jahren bin ich in einer Firma tätig, in der ich Hautausschlag bekommen habe. Im letzten Jahr war ich bei einem Hautarzt, der mir mitteilte, dass das, was ich habe, keine allergische Reaktion auf irgendwas ist (hat noch nicht mal einen Allergietest gemacht) und verschrieb mir Salbe. Leider wurde es nicht besser und ich habe in diesem Jahr einen weiteren Hautarzt aufgesucht, der einen Standard-Allergietest gemacht hat und einen mit berufsbedingten Materialien, wie Kunststoffe und Metalle, wobei bei beiden Tests mehrere Fragezeichen notiert wurden und informierte die ortsansässige Berufsgenossenschaft.

Formular wurde meinerseits bereits ausgefüllt und zurückgeschickt. Die Berufsgenossenschaft war der Meinung, dass es nicht an meiner Arbeit liegt, dass ich diesen Hautausschlag habe, könnte aber innerhalb eines Monats Widerspruch einlegen.

Nach einem nochmaligen Besuch bei meinem Hautarzt ist dieser der Meinung, dass es eine berufsbedingte Allergie ist und wird nochmal einen Brief an die BG senden. So jetzt meine Fragen:

1. Muss ich auch Widerspruch einlegen bei der BG?

2. Was passiert im Anschluss bzw. welche Maßnahmen wird die BG einleiten?

Hoffentlich kennt sich irgendjemand in so einer Situation aus.

LG Mira80

tissi
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Registriert: 05.06.2012, 00:57

Re: Berufsbedingte Allergie - Was macht die Berufsgenossensc

Beitrag von tissi » 27.06.2012, 00:41

Hallo Mira, grundsätzlich kannst Du Widerspruch bei der Berufsgenossenschaft einlegen - schau mal unter http://www.arbeitsunfall.de/widerspruchsverfahren-widerspruch-berufsgenossenschaft.htm - ich weiß nicht, ob Dir der Link etwas bringt.
Ich kenne mich mit der Berufsgenossenschaft nicht aus, da ich selbstständig tätig bin, vermute aber, dass Du hieb- und stichfest nachweisen musst, was genau an Deinem Arbeitsplatz die Allergie auslöst, um erfolgreich zu sein. Dazu bräuchtest Du sicher eine detaillierte Diagnose und Begründung des Arztes. Möglicherweise waren die entsprechenden Angaben, die Du der Berufsgenossenschaft gemacht hast, zu schwammig.
Ich kenne solche Allergieprobleme hauptsächlich von Friseurinnen, die mit den Mitteln nicht zurecht kamen, die im Betrieb täglich benutzt werden. Wenn die Allergie zu krass auftritt und ein Weiterarbeiten unmöglich macht, bleibt meines Erachtens nur ein Wechsel des Tätigkeitsfeldes. Was genau willst Du denn bei der Berufsgenossenschaft erreichen? Möchtest Du eine Invalidisierung zugestanden bekommen? Das hieße ja, dass Du aus dem Arbeitsleben ausscheidest. Würdest Du das wollen bzw. gäbe es denn keine Alternativen, irgendwo zu arbeiten, wo Du mit den Materialien, die die Allergien auslösen, nicht in Berührung kommst?

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