Medizinischer Stand bezüglich der Makuladegeneration?

Kurzsichtigkeit, Grauer Star, Grüner Star, Augenschmerzen, Augeninnendruck erhöht, Weitsichtigkeit, Fehlsichtigkeit, Blindheit, Bindehautentzündung, Konjunktivitis, trockenes Auge, Maculadegeneration, etc. ...

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b.mueller
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Medizinischer Stand bezüglich der Makuladegeneration?

Beitrag von b.mueller » 30.01.2012, 13:54

Hallo,
mein Onkel leidet seit Jahren unter einer Makuladegeneration beider Augen und ist - trotz Operationen fast blind. Das ist nicht einfach, denn wenn man sein ganzes Leben lang das Augenlicht hatte und es dann verliert, kann man nur schwer damit zurechtkommen.
In einem Fernsehbericht hörte ich jetzt, dass es nun Erfolg versprechendere Behandlungsmöglichkeiten mit Injektionen gibt, die einmal im Monat direkt ins betroffene Auge in den Glaskörper gespritzt werden und so die Erkrankung aufhalten oder zum Stillstand bringen können. Ist das richtig? Das wäre ja wie ein Wunder. Nur traurig, dass diese Entwicklung für Menschen wie meinem Onkel zu spät kam.

Bremen01
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Re: Medizinischer Stand bezüglich der Makuladegeneration?

Beitrag von Bremen01 » 29.09.2012, 13:09

b.mueller hat geschrieben:Hallo,
mein Onkel leidet seit Jahren unter einer Makuladegeneration beider Augen und ist - trotz Operationen fast blind. Das ist nicht einfach, denn wenn man sein ganzes Leben lang das Augenlicht hatte und es dann verliert, kann man nur schwer damit zurechtkommen.
In einem Fernsehbericht hörte ich jetzt, dass es nun Erfolg versprechendere Behandlungsmöglichkeiten mit Injektionen gibt, die einmal im Monat direkt ins betroffene Auge in den Glaskörper gespritzt werden und so die Erkrankung aufhalten oder zum Stillstand bringen können. Ist das richtig? Das wäre ja wie ein Wunder. Nur traurig, dass diese Entwicklung für Menschen wie meinem Onkel zu spät kam.
Moin.

Ja, es ist richtig.
Seit 2007 gibt es in Deutschland ein zugelassenes Mittel.
Der Name ist ""Lucentis""

Ich bin gerade in Behandlung, habe die erste von drei Spritzen bekommen.

Einiges ist zu Beachten:

Die Behandlung wird über ein ""Privatrezept"" vorgenommen.
Die Übernahme der hohen Kosten für die Spritzen und die Behandlung müssen bei der jeweiligen
Krankenkasse, bzw dem zuständigen MDK beantragt werden.
Ablehnungen sind in seeehr seltenen Fällen schon mal möglich.
Auch ein Eigenanteil zu den Kosten kann nicht ausgeschlossen werden.

Vorhandene Schäden werden nach derzeitigen Stand NICHT behoben.
Es wird bestenfalls eine weitere Verschlechterung aufgehalten.
Aber das ist ja auch schon mal was.

Die Behandlung wird in einer Augenklinik vorgenommen, da ein ""Reinraum"" notwendig ist.
Der eigentliche ""Operative Eingriff"" ist in 20 min. erledigt.
Etwas Betäubungsmittel einträufeln; Auge reinigen; Spritze setzen; Auge eincremen; etwas Mullbinde
auf das Auge, mit Pflaster fixieren; fertig.
Die Spritze hat einen Inhalt von 0,23 ml.

Alles in Allem ist die Behandlung etwas unangenehm, aber es gibt keine Alternative.

Brem.

becca
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Re: Medizinischer Stand bezüglich der Makuladegeneration?

Beitrag von becca » 22.10.2012, 15:07

Meine Mutter leidet auch unter einer Makuladegeneration seitdem sie ein Teenager war. Ihr Arzt hat ihr auch vor ca. einem Jahr gesagt, es gäbe nun eine Behandlungsmethode - jedoch würde diese ihr nichts mehr bringen, da man mit ihr im Anfangsstadium beginnen muss...
Aber für alle, bei denen es noch nicht fortgeschritten ist, ein erster Schritt...!

Bremen01
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Re: Medizinischer Stand bezüglich der Makuladegeneration?

Beitrag von Bremen01 » 25.10.2012, 08:10

becca hat geschrieben:Meine Mutter leidet auch unter einer Makuladegeneration seitdem sie ein Teenager war. Ihr Arzt hat ihr auch vor ca. einem Jahr gesagt, es gäbe nun eine Behandlungsmethode - jedoch würde diese ihr nichts mehr bringen, da man mit ihr im Anfangsstadium beginnen muss...
Aber für alle, bei denen es noch nicht fortgeschritten ist, ein erster Schritt...!
Hallo becca.

Ich lese heute erst Deine Zeilen.

Nach meinem Verständnis ist die Makuladegeneration eine reine Alterserscheinung.
Daher wundert es mich weil Deine Mutter die Krankheit schon als Teenager hatte.
Kann es bei Deiner Mutter nicht doch etwas anderes sein?

Wie Du schon in meiner ersten Antwort lesen kannst verbessert das Medikament die Heilung nicht.
Es soll nur ein weiteres Fortschreiten aufgehalten werden.

PS: ich bekomme heute so um die Mittagszeit meine zweite Spritze.

Brem.

becca
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Re: Medizinischer Stand bezüglich der Makuladegeneration?

Beitrag von becca » 12.11.2012, 17:40

Hi,
es handelt sich wirklich um eine Makuladegeneration!
Du hast recht, dass diese zumeist altersbedingt ist - aber nicht immer. Es gibt diese z.B. auch von Geburt an.
Wie das ganze bei meiner Mutter entstanden ist bzw seit wann Sie es im Endeffekt hat, konnten die Ärzte auch nicht herausfinden - als Teenager hat Sie es halt zum ersten mal "bemerkt" und untersuchen lassen.
Aber damals gabs wohl nich nix dagegen (bzw. um den Prozess zu stoppen/verlangsamen).
Darum ein Hoch auf den Fortschritt der Medizin und viel Erfolg allen, die sich nun behandeln lassen ;)

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