katzenhaarallergie sensibilisieren

Allergische Reaktionen verursacht durch Schimmelpilze, Hausstaubmilben und Arzneimittel, sowie Laktoseintoleranz, Heuschnupfen und vieles mehr...

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malibu
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katzenhaarallergie sensibilisieren

Beitrag von malibu » 20.08.2010, 10:22

ich habe mal eine frage bezüglich katzenhaarallergie:

mein freund reagiert allergisch gegen katzen-, hundehaare usw...

Jedenfalls wünsche ich mir schon lange eine Katze, aber er hat natürlich was dagegen wegen der allergie. Ich weiß aber das man sich dagegen sensibilisieren kann. Wisst ihr wo man das machen kann, wie das funktioniert und was das kostet???

Seine Allergie zeigt sich damit das er Schnupfen und rote Augen bekommt. Also akute Lebensgefahr besteht nicht :)

Tanja1979
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Hyposensibilisierung gegen Katzenhaare

Beitrag von Tanja1979 » 07.09.2011, 19:55

Hallo,
worauf du hinaus möchtest, ist die so genannte Hyposensibilisierung. Sie ist ein wirksames Mittel zur Bekämpfung der Ursachen von Allergien und vor allem bei Heuschnupfen sehr erfolgreich. Nachweislich wirkt die Hyposensibilisierung auch bei Tierhaaren gut, wobei vor allem die Krankenkassen dies gerne abstreiten. Fakt ist, dass der Erfolg umso größer ist, wenn im Therapiezeitraum kein direkter Kontakt zum Allergieauslöser besteht. Also die größte Wirkung wird erzielt, wenn für die Dauer der Hyposensibilisierung keine Katze im Haus ist. Das solltest du bedenken, wenn du über die "Adoption" eines Tiers nachdenkt, auch wenn für deinen Freund keine akute Lebensgefahr besteht.

Die Hyposensibilisierung basiert darauf, den Körper an das Allergen zu gewöhnen, so dass er es nicht mehr als bekämpfungswürdig ansieht. Hierfür werden über Spritzen die Allergene verabreicht - am Anfang in geringer Dosis, die dann im Verlauf gesteigert wird.

Die Therapiedauer wird dich nun wahrscheinlich enttäuschen. Insgesamt drei Jahre vergehen, ehe die Hyposensibilisierung abgeschlossen ist. Diese Zeit solltest du deinem Freund geben, bevor eine Katze einzieht, gerade wenn du bedenkst, dass nach den ersten Therapiespritzen die so genannte Erstverschlimmerung auftreten kann.

Durchgeführt wird diese Therapie von einem Allergologen. Die meisten Krankenkassen übernehmen bei nachgewiesener Indikation die Therapiekosten. Ansonsten kann die Geschichte ganz schön ins Geld gehen. Deshalb vorab unbedingt mit der Krankenkasse in Verbindung setzen und eventuell einen Notwendigkeitsnachweis des Allergologen vorlegen.

Als alternative Behandlungsmöglichkeiten kämen noch die Eigenbluttherapie und die Akkupunktur in Betracht. Bei beidem tun sich die Krankenkassen mit der Kostenübernahme jedoch ziemlich schwer.

Viele Grüße
Tanja1979

Nicola D.
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Wie schlimm?

Beitrag von Nicola D. » 08.09.2011, 11:22

Hallo,
wie schlimm reagiert Dein Freund denn auf die Katzenhaare? Ist das seine einzige Allergie?
Denn wenn man die Kostenübernahme der Krankenkassen nutzen möchte, dann müssten die Symptome auch schon sehr heftig sein. Oder man kann den Allergenen nicht entkommen - das heißt, wie bei Heuschnupfen - denn dabei fliegen die Pollen ja überall herum.
Wenn der Allergiker stark reagiert kommt es drauf an, ob man das Risiko der Hyposensibilisierung überhaupt eingehen sollte.
Sonst ist die Therapie nicht gerade angenehm, aber durchführbar. Und das ist doch dann ein größerer Liebesbeweis wie eine Einladung zum Valentinstag :)
Gruß
Nicola D.

Maddi
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Beitrag von Maddi » 03.11.2011, 10:58

Ich habe auch so eine Allergie und mich nervt die ganz furchtbar. Ich kann immer nur etwas 15 Minuten bei Freunden die eine Katze haben auf dem Sofa sitzen und dann fange ich auch schon an zu niesen und meine Augen jucken. Reicht das schon für eine Kostenübernahme von der Krankenkasse? Und wenn nicht, weiß jemand wie teuer so eine Behandlung dann wäre, wenn ich sie aus eigener Tasche zahle?

Tanja1979
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Kostenübernahme Hyposensibilisierung Katzenhaare

Beitrag von Tanja1979 » 03.11.2011, 12:18

Hallo,
insofern die Hyposensibilisierung nicht gegen Pollen erfolgen soll, tun sich die meisten Krankenkassen mit der Kostenübernahme sehr schwer. Vor allem dann, wenn der Betroffene selbst keine Katze hat und sich dennoch gegen Katzenhaare sensibilisieren lassen möchte.

Ich denke es ist generell eine Frage der Krankenkasse, so dass du vielleicht bei deiner zuständigen Beratungsstelle mal nachfragen solltest, wie die Kasse generell zur Hyposensibilisierung steht. Solltest du wirklich massiv in deinem gesellschaftlichen Leben eingeschränkt sein, eben weil du nirgendwo hingehen kannst wo es Katzen gibt oder weil du vielleicht schon zu niesen anfängst, weil neben dir jemand sitzt der eine Katze und entsprechend Haare auf seiner Kleidung hat, dann stehen deine Chancen für eine Kostenübernahme nicht schlecht.

Am besten ist es wohl wie gesagt, zunächst mal bei deiner Kasse vorzufühlen und dir dann einen Kostenvoranschlag von einem Allergologen anfertigen zu lassen, in dem auch eine individuelle Notwendigkeitsbegründung enthalten ist.

Du solltest bezüglich der Kostenübernahme bei deiner Krankenkasse unbedingt am Ball bleiben, denn aus eigener Tasche diese Behandlungsmethode zu zahlen, geht unheimlich ins Geld. Ein Behandlungsabschnitt kostet etwa 600 Euro und dauert ein Jahr. Insgesamt sind aber drei Behandlungsabschnitte erforderlich, so dass die Hyposensibilisierung rund 1.800 Euro Gesamtkosten verschlingt. Das ist schon eine Menge Geld wenn man bedenkt, dass es keine Erfolgsgarantie gibt.

Aber wie gesagt, da es sich bei der Hyposensibilisierung um eine von der Weltgesundheitsorganisation als sinnvoll eingestufte Maßnahme und die einzige, welche ursächlich agiert, handelt, sind die Kostenübernahmechancen dann doch nicht ganz so trübe.

Viele Grüße
Tanja

Nicola D.
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Kosten

Beitrag von Nicola D. » 03.11.2011, 13:47

Hallo,
nein, für eine Kostenübernahme reicht das nicht aus. Da muss man schon evtl. einen allergischen Schock befürchten, ehe die Kassen sich einschalten.
Kostenvoranschläge würde ich mir beim Allergologen und auch beim einem Homöopathen einholen. Denn gerade auf diesem Gebiet haben die meist verblüffende Erfolge zu verzeichnen.
Danach kannst Du ja entscheiden, ob oder wie viel Du dafür ausgeben möchtest. Sonst sollte Deine Freundin besser zu Dir kommen. Obwohl bei solch "leichten" Beschwerden würde ich mich auch einmal in der Apotheke beraten lassen, ob man nicht einfach ein Präparat gegen Heuschnupfen anwenden kann. Die sind ja erschwinglich.
Gruß
Nicola D.

hansi1987
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Beitrag von hansi1987 » 28.12.2011, 10:04

Denke das ssollte man akzeptieren.. Eine Allergie kann zwar vermindert werden aber kann immer wieder auftreten.. Und eine Katze lebt schon um die 15 Jahre deswegen respektier es doch einfach..

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