Diabetes über Nacht

Zuckereinstellung, Überzuckerung, Unterzuckerung, Spätfolgen, Begleiterkrankungen, Typ 1, Typ 2, Schwangerschaftsdiabetes, etc...

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jasa
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Diabetes über Nacht

Beitrag von jasa » 15.01.2012, 23:19

Hallo ihr Lieben,

ich wollte mal fragen, was ihr hierzu meint:

Meine Mitbewohnerin hat in einer Nacht (da hat sie sich von ihrem Freund getrennt) auf einmal 2 Kilo an Gewicht verloren. Da musste sie ständig auf die Toilette und hatte schrecklichen Durst. Ich musste irgendwie gleich an Diabetes denken, weil ihre Eltern beide auch Typ II haben. Kann es denn sein, dass es auf einmal anfallartig auftritt?

hugo89
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Stresseinfluss auf Diabetes

Beitrag von hugo89 » 16.01.2012, 13:09

Also zwei Kilo in einer Nacht an Gewicht zu verlieren, ist ja fast schon ein Unding.

Diabetes entwickelt sich nicht Schlag auf Schlag, sondern eher in einem langsamen Prozess. Allerdings wird der Einfluss der Psyche bei dieser Krankheit immer außer Acht gelassen. Stress und emotionale Instabilität können nämlich Schwankungen im Blutzuckerspiegel auslösen. Deshalb könnte es sein, dass die Trennung vom Freund den Blutzucker in die Höhe schießen ließ.

Gerade aufgrund ihrer familiären Vorbelastung sollte deine Freundin den Blutzucker Langzeitwert beim Hausarzt bestimmten lassen.

jasa
Beiträge: 15
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Beitrag von jasa » 18.01.2012, 01:34

Ok, ich wusste gar nicht, dass die Psyche bei Diabetes ne Rolle spielt. Könnten dann diese Schwankungen so ein Gewichtsverlust hervorrufen, weil man dann schlagartig oft aufs Klo muss? Und was ist genau dieser Langzeitwert?

Gesa
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Blutzuckerlangzeitwert

Beitrag von Gesa » 19.01.2012, 11:40

Hallo,
der Blutzuckerlangzeitwert ist sozusagen ein Durchschnittswert aus verschiedenen Blutwerten und zeigt nicht wie die normalen Teststreifen die aktuelle Blutzuckerkonzentration an, sondern ist eben das Ergebnis des Blutzuckerspiegels über einen längeren Zeitraum. Er wird aus verschiedenen Laborparametern ermittelt.
Gruß Gesa

jasa
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Beitrag von jasa » 22.01.2012, 00:02

Ok, danke Gesa. Meine Freundin war jetzt beim Arzt und hat den Blutzucker messen lassen. Erst mal war alles in Ordnung. Die Ärztin meinte auch, es hätte was mit der Psyche zu tun gehabt.

inzellpeter
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Re: Diabetes über Nacht

Beitrag von inzellpeter » 13.05.2014, 22:02

Und klar kann man auch 2kg in einer nacht abnehmen. Allerdings ist dann ganz sicher nicht Fett sondern eher Flüssigkeit.

AliGator86
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Re: Diabetes über Nacht

Beitrag von AliGator86 » 23.05.2014, 18:10

Hallo,

extremer Durst ist noch kein Anzeichen für Diabetes, nur die Gewichtsschwankung.
Aber bei solch extrem psychischer Belastung ist erstmal nicht von einer Krankheit auszugehen.
Nur noch mal zur Info, Symptome von Diabetes sind zum Beispiel
  • -Juckreiz
    -ständiges Hungergefühl
    -Gewichtsveränderungen
    -depressive Verstimmung
    -wiederkehrende Harnwegsinfekte
    -schlecht verheilende Wunden
Quelle: http://www.zuckerkrank.de/diabetes-typ-2

Oft wird die Psyche und die Auswirkung dieser auf den Körper unterschätzt.
Extreme Emotionen können zu heftigen Reaktionen des Körpers führen.

Lg

DamianBa
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Re: Diabetes über Nacht

Beitrag von DamianBa » 21.06.2014, 11:28

Also ich habe noch nie gehört, dass man über Nacht zwei Kilo verlieren kann. Wie soll das denn gehen und woher weiß sie das es zwei Kilo waren. Der Körper schwitzt zwar nachts beim Schlafen aber dadurch verliert man keine zwei Kilo. Der Durst kam halt, weil ihr warm war. Aber Diabetes über Nacht gibt es auch nicht.

Condets
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Re: Diabetes über Nacht

Beitrag von Condets » 10.07.2014, 11:22

Das ist mir auch völlig unbekannt,dass 2 kg Gewicht in einer einzigen Nacht verloren gehen. Selbst wenn man dauernd auf Toilette muss und vielleicht ständig Weint. Meine Eltern haben Diabetes, da schwankt auch mal der Zuckerwert und sie fühlen sich auch Mal unwohl-aber abgenommen haben die Beiden noch kein Gramm.

TaraZ
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Re: Diabetes über Nacht

Beitrag von TaraZ » 16.03.2015, 11:02

Condets hat geschrieben:Das ist mir auch völlig unbekannt,dass 2 kg Gewicht in einer einzigen Nacht verloren gehen. Selbst wenn man dauernd auf Toilette muss und vielleicht ständig Weint. Meine Eltern haben Diabetes, da schwankt auch mal der Zuckerwert und sie fühlen sich auch Mal unwohl-aber abgenommen haben die Beiden noch kein Gramm.
Außerdem wäre eher ein Verlust an Wasser denkbar. In so kurzer Zeit sind die Fettzellen nie betroffen -- besonders wenn keine Bewegung vorhanden war..

martinna
Beiträge: 25
Registriert: 26.09.2014, 10:30

Re: Stresseinfluss auf Diabetes

Beitrag von martinna » 29.04.2015, 02:41

hugo89 hat geschrieben:Also zwei Kilo in einer Nacht an Gewicht zu verlieren, ist ja fast schon ein Unding.

Diabetes entwickelt sich nicht Schlag auf Schlag, sondern eher in einem langsamen Prozess. Allerdings wird der Einfluss der Psyche bei dieser Krankheit immer außer Acht gelassen. Stress und emotionale Instabilität können nämlich Schwankungen im Blutzuckerspiegel auslösen. Deshalb könnte es sein, dass die Trennung vom Freund den Blutzucker in die Höhe schießen ließ.

Gerade aufgrund ihrer familiären Vorbelastung sollte deine Freundin den Blutzucker Langzeitwert beim Hausarzt bestimmten lassen.
Sehe ich genauso!

MiMü
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Registriert: 28.04.2015, 14:40

Re: Stresseinfluss auf Diabetes

Beitrag von MiMü » 29.04.2015, 07:38

martinna hat geschrieben:
hugo89 hat geschrieben:Also zwei Kilo in einer Nacht an Gewicht zu verlieren, ist ja fast schon ein Unding.

Diabetes entwickelt sich nicht Schlag auf Schlag, sondern eher in einem langsamen Prozess. Allerdings wird der Einfluss der Psyche bei dieser Krankheit immer außer Acht gelassen. Stress und emotionale Instabilität können nämlich Schwankungen im Blutzuckerspiegel auslösen. Deshalb könnte es sein, dass die Trennung vom Freund den Blutzucker in die Höhe schießen ließ.

Gerade aufgrund ihrer familiären Vorbelastung sollte deine Freundin den Blutzucker Langzeitwert beim Hausarzt bestimmten lassen.
Sehe ich genauso!

Ich schließe mich an, die Entstehung von Diabetes ist ein schleichender Prozess - "über Nacht" ist das nicht auf einmal da.

Wegen der 2 verlorenen Kilos: Das Tagesgewicht schwankt - morgens meistens weniger als abends, da morgens die Wasserspeicher leer sind und auch keine frische Nahrung im Magen/Darm ist. Ein Unterschied von bis zu einem Kilo zwischen morgens und abends ist durchaus denkbar, warum also nicht 2 von abends auf morgens?

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