In romantischen Beziehungen zählt für Jugendliche und junge Erwachsene die Qualität

Jugendliche, die romantische Beziehungen haben, eigen tendenziell dazu mehr Probleme mit psychosoziale Anpassung zu haben. Im Gegensatz dazu sieht es bei jungen Erwachsenen, die romantische Beziehungen haben anders aus. Sie neigen tendenziell zu weniger Problemen mit psychosoziale Anpassung. Obwohl sich die Verbindungen zwischen der romantischen Beziehung und psychosozialer Anpassung mit dem Alter ändern, hat eine neue Langzeitstudie festgestellt, dass es ist nicht nur eine Beziehung ist, was zählt, sondern vor allem die Qualität der Beziehung: Höherwertige romantische Beziehungen werden mit weniger psychosozialen Schwierigkeiten assoziierten im jungen Erwachsenenalter. Die Studie wurde an der Universität von Denver durchgeführt und erscheint in der Zeitschrift Child Development.

Die Autoren versuchten zu verstehen, wie die Beziehungen bei den jugendlichen und jungen Erwachsenen an sich von den Partner bewertet werden und welche ausschlaggebenden Faktoren hier eine Rolle spielen. Sie waren besonders daran interessiert zu erfahren, wann der Entwicklungsprozess beginnt, an dem die Beziehung zu einer Art Schutz für die jungen Erwachsenen wird.

Im Rahmen der Studie wurden 100 männliche und 100 weibliche Zehntklässler überwiegend aus der mittleren bis oberen Mittelschicht gebeten Fragebögen auszufüllen. Der Studienzeitraum erstreckte sich über neun Jahre. Sie wurden gebeten ihre Liebesbeziehungen zu bewerten. Dabei gab es Punkte zur psychosozialen Funktion, einschließlich der Symptome Angst, Depression, sozialer Rückzug. Auch Dinge wie Aggression, Impulsivität, Alkohol- und Drogenkonsum wurden notiert. Darüber hinaus war auch die Zufriedenheit zu bewerten.

Die Forscher untersuchten, wie Unterstützung in einer romantische Beziehung bewerte t wird. Weiterhin werteten sie aus, wie Kameradschaft, Förderung der anderen, Konflikte und Persönlichkeit angenommen wurden.

Sie betrachteten auch darauf, wie sich die Beziehungen zwischen den Qualitäten der romantischen Beziehungen und Jugendpsychosozialer Anpassung änderten, als die Jugendlichen zu jungen Erwachsenen heran wuchsen.

„Wir fanden heraus, dass Beziehungen, die mehr Unterstützung boten, befriedigender waren und eine weniger negative Wechselwirkungen aufwiesen, mit einer besseren psychosoziale Anpassung bewertet wurden. Darüber hinaus wurden auch die allgemeinen Auswirkungen in einer Beziehung einfacher assoziiert“, so Charlene Collibee, Doktorandin an der Universität von Denver, die die Studie mitverfasst hatte. „Daher ist es nicht nur eine romantische Beziehung die mit psychosozialen Funktionen verknüpft ist, sondern auch die Art dieser Beziehung.“ Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Erfahrungen von Liebesbeziehungen für Jugendliche sehr wichtig sind um im Erwachsenenalter soziale Kompetenzen zu entwickeln. „Diese Ergebnisse sind im Einklang mit der bisherigen Vorstellung, dass die Entwicklung von intimen Liebesbeziehungen ein wichtiges Ziel ist und die Bedeutung dieses Ziel ist es, zu einem reifen jungen Erwachsenen heranzuwachsen“, erklärt Collibee.

Die Förderung hochwertiger romantischer Beziehungen im Jugendalter und vor allem unter jungen Erwachsenen kann die positive psychosoziale Entwicklung zu fördern. Tatsächlich unterstreichen die Ergebnisse ,dass Lehrer und Eltern erkennen sollten, dass romantische Beziehungen nicht alle gleich sind, und dass die Qualität der Beziehung der Schlüssel ist. Jugendliche und junge Erwachsene sollten ermutigt werden zu prüfen, ob sie in einer für sie guten und befriedigenden Beziehung sind, oder nicht.

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