Insektenspray in Häusern ein Krebsrisiko für Kinder

Wie eine Studie berichtet werden Kinder einem unnötigen Risiko ausgesetzt an Krebsarten zu erkranken, wenn Sprays gegen Insekten in Wohnungen und Häusern eingesetzt werden.

Das Forscherteam der Harvard T.H. Chan School of Public Health aus Boston fragte sich, ob ein Zusammenhang zwischen Pestiziden und Krebserkrankungen bei Kindern unter Berücksichtigung früherer Studien besteht. Im Rahmen einer ersten Suche wurden 277 Studien entdeckt welche die Kriterien einer Analyse erfüllen. Von diesen Studien wurden 16 genauer untersucht.

Die Ergebnisse ihrer Analyse wurden in der Zeitschrift Pediatrics veröffentlicht. Die Autoren verweisen allerdings auf die geringe Anzahl der untersuchten Studien. Dennoch weisen die Erkenntnisse daraufhin, dass der Einsatz von Insektiziden in Innenräumen während der Kindheit signifikant mit einem erhöhten Risiko von Krebserkrankungen bei Kindern aber nicht Tumoren in Verbindung steht. Die Studie wurde von Chensheng Lu, PhD, von der Abteilung für Umwelt und Gesundheit der Harvard T.H. Chan School of Public Health verfasst. Das Pestizid könne zuhause weniger als in der Luft im Freien verdünnt werden, weshalb die Gefahr für die Gesundheit höher sei und dies vor allem bei Kindern.

Die Pestizide kommen überall vor, sei es in Lebensmitteln, Insektenschutzmitteln, Produkten zur Bekämpfung von Nagetieren oder Rasenprodukten. Die Menschen mit Kindern seien aufgefordert keine giftigen Pestizide in ihrer Wohnung, im Garten oder Orten wo sich ihre Kinder unterwegs zu verwenden. Der breite Einsatz von Insektenschutzmitteln sollte vermieden werden. Prof. Lu warnt, dass die Leber bei Kindern noch nicht voll entwickelt seien und dies deshalb die Fähigkeit oder Kapazität hätten die Pestizide zu bekämpfen. Der Professor empfiehlt den Einsatz von Pestiziden in Wohnräumen zu reduzieren. Die US Environmental Protection Agency (EPA) schlägt vor, Insektenschutzmittel  nur bei Bedarf einzusetzen und die Wohnräume nach der Verteilung der Pestizide ausreichend zu lüften. Die beste Lösung sei es allerdings auf Pestizide zu verzichten. Nach Angaben der Forscher sind weitere Untersuchungen erforderlich, um den Zusammenhang zwischen der Verteilung von Pestiziden in Wohnräumen und Krebserkrankungen zu bestätigen.

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