Häufigkeit, Diagnosedaten & Komplikationen

Häufigkeit & Diagnosedaten

Angaben zur Häufigkeit des Rheumatismus schwanken sehr stark. Das einzige, was zunächst sicher scheint, ist die Tatsache, dass die Erkrankung immer gehäufter Auftritt. Gründe hierfür sind die zunehmende Lebenserwartung der Menschen und damit eine automatische Vergrößerung der Risikogruppe sowie diverse andere Faktoren. Die Lehrmeinungen gehen hier aber durchaus sehr weit auseinander.

In Deutschland sind etwa 0,65% der gesamten Bevölkerung betroffen. Hiervon hauptsächlich Männer jenseits des 50. Lebensjahres. Damit steht Deutschland im internationalen Vergleich realtiv gut dar. In bestimmten Regionen der Erde ist der Rheumatismus wesentlich häufiger zu beobachten. So beispielsweise in skandinavischen Ländern und Kanada.

Diagnosedaten

Wie bereits erwähnt, sind Diagnosen in der Frühphase der Erkrankung nur sehr schwer zu stellen und es kommt nicht selten zu fehlerhaften Interpretationen der vorhandenen Daten. Dies liegt unter anderem daran, dass die auftretenden Symptome zumeist sehr unspezifisch sind. Sie könnten ebenso für eine vollkommen andere Krankheit sprechen. Hierdurch fällt es selbst erfahrenen Ärzten nicht immer ganz leicht, Rheuma als solches zu erkennen und anzusprechen.

Diese Schwierigkeiten machen es umso wichtiger, dass sie spärlich zur Verfügung stehenden Daten umso genauer und gewissenhafter ausgewertet werden. Allerdings lösen sich diese Probleme mit einem Voranschreiten der Krankheit meist von selbst. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sich die Symptome nach und nach immer mehr verdeutlichen und somit gezielter auf die vorliegende Krankheit hinweisen.


Komplikationen bei der Krankheit

Komplikationen sind leider keine Seltenheit, wenn es um Rheuma geht.

So steht diese Erkrankung unter anderem in direktem Zusammenhang mit:

  • Osteoporose – Sowohl die rheumatische Erkrankung selbst sowie die zur Behandlung eingesetzten Medikamente können eine Osteoporose befördern. Diese schwächt die Knochen und macht sie anfälliger für Brüche.
  • Trockenheit der Augen und des Mundes – Die Austrocknung von Augen und Mund ist auch als Sjögren Syndrom bekannt. Von Rheuma betroffene Personen leiden oftmals sehr häufig an dieser Krankheit. Die genauen Gründe dafür sind allerdings noch nicht geklärt.
  • Infektionen – Rheuma geht oftmals mit einer besonders starken Schwächung des Immunsystems einher. Das macht Betroffene sehr viel stärker anfällig für Infektrionen aller Arten und Ausprägungen.
  • Herzprobleme – Herzbeutelentzündungen sowie Blockaden der Arterien sind keine seltenen Folgen einer rheumatischen Erkrankung.
  • Lungenbeschwerden – Die Lungen von Rheumatikern sind oftmals besonders stark von der Krankheit betroffen. Es kommt zur Bildung von Narbengewebe und infolgedessen zu einer chronischen Atemnot.
  • Lymphome – Hierbei handelt es sich um eine Gruppe von Krebserkrankungen des Blutes, die von den Lymphgefäßen ausgehen. Nicht selten leiden Rheuma-Patienten auch an dieser Komplikation.
  • Abnormale Körperform – Der Rheumatismus verändert das Aussehen des Körpers. Verschiebungen kommen recht häufig vor und führen im Endeffekt zu einem befremdlichen Körperbild. Darüber hinaus verteilt sich auch das körpereigene Fett zumeist sehr unproportional, wodurch der Eindruck einer starken physischen Entstellung noch weiter verstärkt wird. Dieser Umstand betrifft selbst Person, deren BMI im normalen Bereich liegt.
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