Wann zum Arzt, Behandlung & Therapie

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Schwellen die Gelenke der Finger an oder tun sie weh, sollte man sofort einen Termin beim Hausarzt vereinbaren. Insbesondere dann, wenn man um Familie von Rheuma in seiner Familie weiß und also einen begründeten verdacht auf eine solche Erkrankung hat.

Zwar ist eine frühe Erkennung der Krankheit, wie bereits erwähnt, sehr schwierig, aber davon sollte man sich nicht abhalten lassen. Denn auch hier gilt der Vorsatz: Je früher desto besser. Denn gerade am Anfang einer rheumatischen Erkrankung kann man noch viel bewegen.


Behandlung & Therapie

Bei entzündlichen rheumatischen Krankheiten werden anti-entzündliche Medikamente und Schmerzmittel verabreicht. Bei entzündlichen Schüben können Kälteanwendungen lindernd wirken. Bewegung, Physiotherapie und Beschäftigungstherapie verbessern die Beweglichkeit und erhalten Kraft und Geschicklichkeit.

Zur Stärkung der Muskulatur können elektrische Muskelstimulationsgeräte eingesetzt werden. Bei degenerativen rheumatischen Erkrankungen kann Gewichtsreduktion erforderlich sein. Ernährung kann den Verlauf rheumatischer Erkrankungen positiv beeinflussen, wenn tierisches Eiweiß reduziert wird und auf Kaffee, Schwarztee, Alkohol und Nikotin weitgehend verzichtet wird.

Zur Besserung der Symptome und des Krankheitsverlaufs kann operative Behandlung wie Korrektur von Fehlstellungen oder künstlicher Gelenkersatz notwendig sein, z.B. eine Endoprothese des Kniegelenks bei schweren Knieschmerzen. Eine psychologische Betreuung ist besonders bei Auftreten körperlicher Deformationen und Verlust der Kraft von Bedeutung.

Antirheumatika werden als Dauertherapie eingesetzt, besonders Prostaglandinsynthesehemmer und Glukokortikoide zur Entzündungshemmung sowie Goldpräparate und Chloroquin (Malaria-Prophylaxe) als Basis-Medikamente.

Da bei einer Dauertherapie unerwünschte Nebenwirkungen auftreten können, sollten regelmäßig Blutuntersuchungen durchgeführt werden. Anwendung von Badezusätzen mit Heublumen, Moor oder Salizylsäure und von Rheumapflastern kann zur Schmerzlinderung beitragen.

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