Outdoor-Aktivitäten können helfen Kurzsichtigkeit bei Kindern zu verhindern

Kinder die Zeit mit Aktivitäten im Freien verbringen, scheinen ein geringeres Risiko der Entwicklung von Kurzsichtigkeit, oder Myopie zu haben. Dies berichtet eine neue Studie der Sun Yat-sen-Universität in Guangzhou, China. Bei Kurzsichtigkeit können nahe stehende Objekte klar gesehen werden, weiter entfernte Dinge sind unscharf. Dies tritt auf, wenn der Augapfel zu lang ist, oder die Hornhaut zu viel Krümmung aufweist. Dies bewirkt, dass das Licht, welches in das Auge fällt, falsch ausgerichtet wird und so entfernte Dinge unscharf gesehen werden.

Es gibt einige Hinweise darauf, dass Kurzsichtigkeit vererbbar ist, aber Forschungen zeigen auch, dass auch Faktoren wie Stress und starke Belastungen der Augen bei der Arbeit eine Rolle spielen. In der Studie heißt es, dass die Rate der Kurzsichtigkeit zunimmt. Besonders Europa und der Nahe Osten seien davon betroffen. In vielen Stadtgebieten von Ost- und Südostasien, ist Myopie eine „epidemische Ausmaße“ unter jungen Erwachsenen und betrifft dabei 80-90% der Abiturienten.

Das Forschungsteam von Dr. Mingguang Er, PhD, erforschte bei 1903 Grundschülern, mehr als 3 Jahren lang, welchen Unterschied es ausmacht, wenn eine 40-minütige Aktivität im Freien in den Schulalltag integriert würde. Alle Kinder wiesen zu Beginn der Studie keine Kurzsichtigkeit auf. Die Eltern der Testgruppe wurde angehalten, ihren Kindern in der Freizeit Outdoor-Aktivitäten nahezulegen und die freie Zeit möglichst draußen zu verbringen. In der Kontrollgruppe wurde der Alltag wie gehabt gestaltet, ohne die Freizeitgestaltung zu verändern oder mehr Zeit im Freien zu verbringen. Das Durchschnittsalter der Kinder lag bei 6,6 Jahren.

 

Bessere Sicht für diejenigen, die im Freien spielten

Nach 3 Jahren wurden die optischen Messungen von Kindern vorgenommen und analysiert. Die Rate der Kurzsichtigkeit war um 9,1% geringer als bei den Kindern, die nicht im Freien zusätzlich aktiv waren. Bei der Kontrollgruppe entwickelten 39,5% der Kinder Kurzsichtigkeit. Bei der Aktiven-Gruppe waren es lediglich 30,4%. Dies entspricht einer relativen Reduktion von 23% über 3 Jahre.

Zwar beschreibt dies einen „niedriger als der erwarteten Rückgang“, dennoch glauben die Forscher immer noch, es sei „klinisch wichtig.“ Kleine Kinder, die früh Kurzsichtigkeit entwickeln, neigen eher dazu, schwerere Formen im späteren Leben zu entwickeln, so dass die Verzögerung des Ausbruchs einen optischen Nutzen für die Gesundheit auf lange Sicht bieten kann. Das Team empfiehlt, weitere Studien zur Langzeit-Beobachtung für Kinder und um die Verallgemeinerbarkeit der Ergebnisse zu beurteilen.

 

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