Scharfes Chili könnte eine neue Behandlung gegen Fettleibigkeit ermöglichen

Forscher der renommierten University of Adelaide haben entdeckt, dass eine fettreiche Diät dazu führen kann, dass wichtige Rezeptoren im Magen, die das Sättigungsgefühl signalisieren beeinträchtigt werden.

Der Bericht wurde in der Zeitschrift PLoS ONE veröffentlicht. Die Forscher von der Universität und Einrichtung für Ernährung und MagenDarmKrankheiten (basierend auf dem South Australian Health und Medical Research Institute) untersuchten den Zusammenhang zwischen scharfer Chili und den Rezeptoren (TRPV1), die im Magen liegen sowie die Verbindung zum Sättigungsgefühl. Die Studie wurde als Laborstudie durchgeführt.

„Der Magen dehnt sich, wenn er gefüllt wird. Die Nerven im Magen werden aktiviert, um dem Körper zu sagen, dass er genug Nahrung hat. Wir fanden in der Studie heraus, dass diese Aktivierung durch Paprikapfeffer oder TRPV1-Rezeptoren reguliert wird“, sagt Professor Amanda Page, Senior Research Fellow an der Universität von Adelaide School of Medicine und führende Autorin in ihrem Bericht aus.

„Es ist aus früheren Studien bekannt, dass Capsaicin, das in scharfen Chili vorhanden ist, dafür bekannt ist, die Nahrungsaufnahme bei Menschen zu verringern und das, was wir entdeckt haben, ist, quasi die Löschung von TRPV1-Rezeptoren, welche die Reaktion dämpft, dass die Magennerven signalisieren, dass der Magen sich ausdehnen soll. Was zu einem verzögerten Gefühl von Sättigung und der Verbrauch von mehr Nahrung führt. Daher kann ein Teil der Wirkung von Capsaicin auf die Nahrungsaufnahme über den Magen vermittelt werden. Wir haben auch festgestellt, dass TRPV1-Rezeptoren bei fettreichen Diät induzierte Fettleibigkeit stören kann“, sagt sie.

Dr. Stephen Kent sagt, dass diese Erkenntnisse weitere Studien und die Entwicklung neuer Therapien bieten können. Durch das Signal an den Magen, dass der Körper satt ist und keine weitere Nahrung mehr benötigt, kann somit der Konsum von zu viel Liebesmitteln eingeschränkt werden. Außerdem kann dies ein guter Weg zur Reduktion der Fettleibigkeit darstellen. Weiß der Körper, dass er keine weiteren Nahrungsmittel mehr aufnehmen braucht und der Mensch beendet die Zufuhr, so vermindert dies das Risiko von einer übermäßigen Aufnahme von Lebensmitteln. Daher kann durch dieses wichtige Signal Fettleibigkeit abgebaut werden. Es könnte ein Weg sein, dieses Wissen in gezielten Diäten gegen Fettleibigkeit einzusetzen, um so den Betroffenen den Weg zu einem Normalgewicht zu vereinfachen und zu öffnen.

„Es ist aufregend, dass wir jetzt mehr über die TRPV1-Rezeptor-Wege wissen, und dass der Konsum von Capsaicin in der Lage sein kann eine Überernährung durch eine Aktion auf die Nerven im Magen zu verhindern“, sagt Dr. Kentish, National Health und Medical Research Council (NHMRC) Fellow aus die Universität von Adelaide School of Medicine.

„Die nächste Stufe der Forschung wird sich der Untersuchung der Mechanismen hinter TRPV1-Rezeptor-Aktivierung widmen. Das Ziel hierbei ist eine schmackhafte Therapieform zu entwickeln. Wir werden auch die weitere Arbeit darauf ausrichten, um zu ermitteln, warum eine fettreiche Ernährung die Funktion der TRPV1-Rezeptoren de sensibilisiert und werden untersuchen, ob wir den Schaden rückgängig zu machen können,“ sagt er.

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