Schwangere Mütter beeinflussen das fötale Wachstum durch Genetik nicht durch ihre Größe

Offenbar beeinflussen die Gene der Mutter das Wachstum des Fötus. Es wurde oft angenommen, dass vor allem die Größe der Frau für Einschränkungen beim Wachstum des Kindes eine Rolle spielen würden.

Die Größe der Schwangeren spiele dennoch eine Rolle. Allerdings gibt auch das Gewicht einen ausschlaggebenden Punkt zur Einschränkung bei der Entwicklung im Bauch. Die körperliche Beschaffenheit beeinflusst durchaus die Größe und das Geburtsgewicht des Babys. Doch  nach einer neuen Studie zu Folge, welche im Plos Medicine veröffentlicht wurde, spielen auch die Gene der Frau eine Rolle. Die genetische Veranlagung kann nämlich einen Einfluss darauf haben, wie sich das Kind körperlich entwickelt während der Schwangerschaft.

Der Bericht von Ge Zhang und Louis Muglia des Cincinnati Kinder-Hospital Medical Center und der March of Dimes Frühgeburten Center Ohio Collaborative und Kollegen haben jedoch darauf hingewiesen, dass die Größe der Frau einen direkten Einfluss auf die Entwicklung des Kindes haben kann. Außerdem habe es ebenfalls Auswirkungen auf die Dauer der Schwangerschaft und ob eine Frühgeburt in Frage kommen kann.

Um zu verstehen, ob diese Verbindungen tatsächlich bestehen, analysierten Zhang und Kollegen  die Größe und genetische Daten von Neugeborenen. Es wurden auch Einzel-Nukleotid-Polymorphismen (SNPs) untersucht, die Unterschiede zwischen den Faktoren in Genen anzeigen. Dabei handelt es sich ins besondere um die Merkmale wie z.B. Größe und Gewicht. Es standen hierfür Daten von 3485 Mutter / Kind-Paaren zur Verfügung.

Die Forscher nutzten für ihre Auswertungen eine Analysemethode, die auch unter dem Namen Mendelsche Randomisierung bekannt ist, um die für die Zusammenhänge zwischen genetischen Eigenschaften der Mutter sowie deren körperliche Voraussetzungen und die tatsächlichen Daten des Neugeborenen zu auszuwerten. Sie versuchten anhand der vorliegenden Daten der Schwangeren das Geburtsgewicht und die Größe des Babys vorherzusagen. Die tatsächlich ermittelten Daten nach der Geburt des Kindes und die vorhergesagten Daten wurden dann verglichen und aufwändig ausgewertet.

Dabei wurde festgestellt, dass spezifische Arten von Genen dafür verantwortlich sein können, dass das Kind als Frühgeburt auf die Welt kommt. Auch die Körpergröße und das Geburtsgewicht können davon beeinflusst werden. Diese Erkenntnis kann ein Vorteil für die Behandlung und Begleitung von risikoreichen Schwangerschaften darstellen. Kann anhand der genetischen Daten festgestellt werden, dass ein Risiko auf eine Frühgeburt oder ein besonders kleines oder zu großes Kind besteht, so könnte dies bereits frühzeitig mit in die Versorgung der Schwangeren und später bei der Versorgung des Neugeborenen einbezogen werden.

Es gibt Gene, welche die von der Mutter übertragen werden und welche die nicht übertragen werden. Diese Erkenntnis ist sehr wichtig, um den Zusammenhang zwischen genetischen Voraussetzungen sowie der Größe und des Gewichts der Mutter in Bezug auf das Kind und dessen Entwicklung zu verstehen.

Zusätzlich können diese Erkenntnisse nicht verallgemeinert werden, auch das Einkommen und die damit verbundene Ernährung und Möglichkeit auf gesundheitliche Versorgung können ausschlaggebende Faktoren sein, die ebenfalls berücksichtigt werden müssen.

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