Studie findet Gehirnerkrankungen bei 95 Prozent verstorbener NFL-Spieler

Im Rahmen einer Untersuchung stellten Forscher fest, dass 95 Prozent der verstorbenen NFL-Spieler an einer Gehirnerkrankung gelitten haben. Seit Jahren wird über die Rolle des Football in Zusammenhang mit Gehirnerkrankungen bei den Spielern diskutiert.

Die Forscher des  Department of Veterans Affairs und der Boston University identifizierten eine chronische traumatische Enzephalopathie (CTE) bei 87 von 91 verstorbenen NFL-Spielern. Die Ergebnisse zeigen eine Verbindung zwischen dem Footballspielen und einer langfristigen Erkrankung des Gehirns.

Die Ergebnisse wurden erstmals von PBS gemeldet und auf der Internetseite der Concussion Legacy Foundation veröffentlicht. Im Jahr 2010 hatte sie ein Forschungsstipendium von 1 Million US-Dollar Umfang von der NFL erhalten.

Das Team entdeckte CTE in Gehirnen von Fussballspielern, die ihr Gehirn der Wissenschaft gespendet haben. Insgesamt bei 131 von 165 Personen wurde die Gehirnerkrankung festgestellt.

Die Erkrankung tritt bei einzelnen Schlägen auf den Kopf auf, wenn dies über eine längere Zeit geschieht und zu einer fortschreitenden Schädigung der Nervenzellen im Gehirn führt. Der Zustand beeinträchtigt die kognitiven Funktionen, was zu Schwierigkeiten beim Denken und Emotionen führt. Die Folge können Depressionen und Demenz sein. Eine abnormale Ansammlung an Proteinen, Störungen in der Zelle-zu-ZelleKommunikation und eine Veränderung der weißen Substanz im Gehirn lassen CTE entstehen. Kleinere sich wiederholende Kopfschläge würden den Forschern zufolge für die Spieler ein höheres Risiko darstellen als seltene gewalttätige Zusammenstöße.

Von den untersuchten Spielern mit CTE waren 40 Prozent auf der offensive und defensive Linie aktiv. Diese Positionen führen in jedem Spiel zu Zusammenstößen mit anderen Spielern.

Eine ganze Reihe ehemaliger Footballspieler hat Klage gegen die NFL-Liga wegen Verletzungen und Gesundheitsproblemen eingereicht, die in Verbindung mit dem Sport stehen und sich nach ihrer aktiven Zeit negativ auf ihr Leben auswirken. Im April wurde eine Vereinbarung über 1 Milliarde US-Dollar für 5000 ehemalige NFL-Spieler getroffen.

Die NFL ist basierend auf den Ergebnissen entschlossen, die Sicherheit ihrer Spieler zu verbessern. Die Forschung soll dafür weiter unterstützt werden, um Wege zu finden das Risiko der Spieler an CTE zu erkranken zu minimieren. Die Gehirnerkrankung CTE kann erst nach dem Tod vollständig identifiziert werden. Eine Heilung von CTE ist zum aktuellen Stand der Forschung nicht möglich.

 

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