Verwendung von Kontakt-Vorsichtsmaßnahmen sollten maßgeschneidert sein und auf den lokalen Bedürfnissen und Ressourcen basieren

University of Maryland School of Medicine Epidemiologe führt umfangreiche Bewertung der Vor- und Nachteile von Kontakt-Vorsichtsmaßnahmen durch, um Verbreitung von MRSA und VRE bei stationär behandelten Patienten zu verhindern.

Die Verwendung von Kontaktschutzmaßnahmen, die ein Patient benötigt sind weitreichend. Dies bezieht sich auch auf ein Einzelzimmer im Krankenhaus, spezielle Kleidung und Handschuhe für das Pflegepersonal. Dies alles muss gewährleistet werden, wenn ein Patient isoliert behandelt werden muss. Diese Maßnahmen sind weit verbreitet, doch sie werden auch ebenso hitzig unter Medizin-Experten diskutiert.

Um hier konkret zu helfen, informieren Best Practices, eine Gruppe von Epidemiologen und Infektionsprävention Spezialisten von Daniel Morgan, MD, ms, Associate Professor für Epidemiologie und Public Health an der University of Maryland School of Medicine darüber, dass die vorhandene Literatur über die derzeitige Praxis überprüft werden muss. Auch sollte sie im Anschluss ausgebaut und ein kompetenter Rahmen für die weitere Datenerfassung geschaffen werden.

Nachdem vorhandene Literatur überprüft wurde und eine anschließende Analyse stattfand, wurde festgestellt, dass es keine qualitativ hochwertigen Daten gibt, die es ermöglichen eine Basis zu schaffen, welche für Krankenhäuser oder Pflegepersonal geeignet scheint. Bei der Einhaltung von Kontakt-Vorkehrungen können keine einheitlichen Richtlinien herausgegeben werden, denn die Bedürfnisse von Kliniken und deren Ressourcen sind extrem unterschiedlich. So müsste jede Vorsichtsmaßnahme individuell an die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Klinik angepasst werden.

„Theoretische Vorsichtsmaßnahmen für den Kontakt von Isolationspatienten ist sinnvoll“, sagt Dr. Morgan. „Das Isolieren von Patienten und das Agieren mit Handschuhen und spezieller Kleidung sollte die Ausbreitung von Bakterien verhindern, aber Studien haben nicht gezeigt, dass diese Praktiken einen messbaren Einfluss auf die Verringerung der Infektionsraten haben. Sie haben jedoch einen Einfluss auf die Zufriedenheit der Patienten“, ergänzt Dr. Morgan. „Studien zeigen, dass Patienten, die Kontakt-Vorsichtsmaßnahmen erhalten, weniger Besuche von Gesundheitspersonal wünschen. Da dies mit geringer Patientenzufriedenheit, Depression und Angst in Verbindung gebracht werden könnte. Vielleicht, weil An- und Ausziehen als arbeitsintensiver und zeitaufwändiger aufgefasst wird“ stellt Dr. . Morgan fest.

„Wir haben die  Praxis der Kontakt-Vorkehrungen für die Bekämpfung von endemischen Krankheitserregern kritisch beurteilt und haben dabei festgestellt, dass ein Großteil unserer Praxis nicht durch konkrete Daten unterstützt wird“, sagt Co-Autor Gonzalo Bearman, MD, MPH, BMZ, FSHEA, Vorsitzender der Abteilung für Infektionskrankheiten an der Virginia Commonwealth University (VCU) und Krankenhaus Epidemiologe, VCU Medical Center.

„Wir glauben, dass die lokalen Bedürfnisse und Ressourcen entscheidend sind. Es sollten keine Mandate für die Infektionsprävention und deren Praktiken festgelegt werden. Vor allem in Bezug auf schwere Krankheiten wie MRSA und VRE sollten spezielle Vorsichtsmaßnahmen erarbeitet werden.“ Weitere Untersuchungen von alternativen Methoden sind notwendig, damit Wege gefunden werden, um die Infektionsraten stabil oder rückläufig zu halten.

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