Weiter Blick auf die Ernährungssicherheit: Von Hunger und Armut zu einem innovativen Nahrungsversorgungs-Systemansatz

Schon eine lange Zeit wurde der Zusammenhang zwischen Unterernährung und humanitärer Hilfe sowie der Lebensmittelsicherheitspolitik betrachtet. Diese Untersuchungen sollten sich jedoch auf einem besonders breit gefächerten Gebiet bewegen und die Konzentration auf die regelmäßige Versorgung von Lebensmitteln sowie die Möglichkeit sicher auf Lebensmittel zugreifen zu können gewährleisten. Eine Bevölkerung von über neun Milliarden Personen, wie es bis zum Jahr 2050 der Fall sein wird, benötigt dringend eine konsequente Versorgung, damit keine Knappheit an Lebensmitteln entstehen kann. Wie ein Bericht der GFS zeigt, fehlt jedoch vielen Ländern und Gemeinden dieser weitreichende Blick auf die nahe Zukunft. Der Bericht beschäftigte sich unter anderem auch mit der Prognose für den Zeitraum von 2030 – 2050.

Durch steigende Bevölkerungszahlen, den allgemeinen Klimawandel und weitere globale Ursachen, kommt es zu einer Ausweitung der Begrenzung von landwirtschaftlich genutzten Flächen. Gleichzeitig steigt aber auch die Nachfrage nach Nahrungsmitteln. Dieses Zusammenspiel stellt für die internationale Ernährungssicherheit eine der größten Herausforderungen dar. Diese Probleme werden sich in den nächsten Jahren deutlich verstärken, sodass Lösungen mit Weitblick gefunden werden müssen.

Klassischer Weise beschäftigt sich die Debatte über Nahrungsmittelsicherheit mit den Punkten wie Produktion und landwirtschaftliche Aspekte. Weiterhin gehören hier auch die Faktoren wie Hunger, Armut und humanitären Aspekte dazu. Auf diese Punkte muss sich nun noch verstärkter konzentriert werden. Aufgrund der durchgeführten Analyse in Form einer Zukunftsstudie, schlägt nun das JRC vor, die Forschungen weiter voranzutreiben und einen umfassenden und systematischen Ansatz zu entwickeln, der dieses komplexe Thema weitreichend erforschen kann.

Bis zum Jahr 2030 und darüber hinaus, muss im Bereich der Ernährungssicherheit und der dazugehörigen Politik zunehmend auf die Sicherung der Nahrungsmittelversorgung in Reaktion auf der sich stark verändernden und wachsenden globalen Nachfrage berücksichtigt werden. Hier muss das Augenmerk konsequent darauf gesetzt werden.

Die allgemeine Lebensmittelsicherheit ist nicht nur eine globale und systemische Herausforderung sondern auch eine Chance für die EU. Hier kann eine wichtige Rolle bei der Innovation, Handel, Gesundheit, Wohlstand und Geopolitik in Anspruch genommen werden, welche die Eu hier in diesem Bereich spielen sollte.

Eine bessere Koordinierung und Kohärenz auf EU-Ebene sind notwendig, um sich im Allgemeinen von einer einfachen Lebensmittelsicherheit zu einem Lebensmittel-Systemansatz bewegen zu können. Dies ist zwingend notwendig.

Der GFS Ausblick auf die globale Ernährungssicherheit brachte die Europäische Kommission, externe Experten und Interessengruppen zusammen, um eine Vision für die Ernährungssicherheit im Jahr 2030 zu entwickeln. Der Ansatz sieht eine deutliche Verringerung der relativen Zahl der unterernährten oder schlecht versorgten Menschen vor. Nahrungsmittelsicherheit wird auf einer nachhaltigen Basis durch vier Prozesse gewährleistet: Umfassende Umgestaltung der landwirtschaftlichen Produktionssysteme durch Investitionen, Forschung und Ausbildung; Angemessene ländlichen Transformation; Ausgleich von Produktion und Konsum in den Nahrungsmittelsystemen zwischen lokalen, regionalen und globalen Ebenen, und schließlich hin zu einem nachfrageorientierten Nahrungsmittelsystem, mit verantwortlichen Verbraucherverhalten zur Gestaltung von nachhaltigen Zielen.

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