Alle homöopathischen Mittel ohne Nebenwirkungen?

Die Nebenwirkungen, Wechselwirkungen, Anwendungsgebiete, Dosierung, Unbedenklichkeit von Arzneimitteln und vieles mehr rund um Medikamente wird hier besprochen...

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Swantjie
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Alle homöopathischen Mittel ohne Nebenwirkungen?

Beitrag von Swantjie » 25.07.2007, 19:57

Ich versuche meine Kinder mit homöopathischen Mitteln zu behandeln, weil ich die Nebenwirkungen der "chemischen" Mittel vermeiden möchte.
Während meinen beiden Schwangerschaften hat mir die Homöopathie auch wirklich geholfen bei meinen Kopfschmerzen und besonders bei der Übelkeit in den ersten Monaten.

Zudem sollen Homöopathika ja wirklich fast frei von Nebenwirkungen sein. Aber stimmt das, gibt es wirklich gar keine Nebenwirkungen? Oder gilt das nur für die niedrigen Potenzen von D6 bis D12?

Die geringeren Potenzen und die sehr hohen Potenzen sollen ja schon mit vorsicht zu genießen sein. Aber warum, was ist da anders? Was kann da passieren?

Joshua
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Re: Alle homöopathischen Mittel ohne Nebenwirkungen?

Beitrag von Joshua » 28.07.2007, 12:28

Swantjie hat geschrieben:Ich versuche meine Kinder mit homöopathischen Mitteln zu behandeln, weil ich die Nebenwirkungen der "chemischen" Mittel vermeiden möchte.
Während meinen beiden Schwangerschaften hat mir die Homöopathie auch wirklich geholfen bei meinen Kopfschmerzen und besonders bei der Übelkeit in den ersten Monaten.

Zudem sollen Homöopathika ja wirklich fast frei von Nebenwirkungen sein. Aber stimmt das, gibt es wirklich gar keine Nebenwirkungen? Oder gilt das nur für die niedrigen Potenzen von D6 bis D12?

Die geringeren Potenzen und die sehr hohen Potenzen sollen ja schon mit vorsicht zu genießen sein. Aber warum, was ist da anders? Was kann da passieren?
Also, ich benutze Homöopathie auch, weil sie so super verträglich und nebenwirkungsfrei ist. Allerdings sollte man die Potenzen unter D6, wie z.B. D4 in der Selbstmedikation (also ohne das mit dem Homöopathen zu besprechen) vermeiden, da in dieser Verdünnung noch zu viele chemische Bestandteile der Ausgangssubstanz enthalten sind. Arsenicum z.B. kann, wenn man zu viel von den nur wenig verdünnten Potenzen einnimmt, Symptome einer Arsenvergiftung hervorrufen.

Ab der Verdünnung D6 ist die Ausgangssubstanz aber soweit herunterverdünnt, (bzw.aufpotenziert nach homöopathischem Verständnis), dass keine chemische Wirkung mehr zu erwarten ist.

Ich hoffe das war einigermaßen verständlich....

Nicky
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Dosierungsempfehlungen für Homöopathika

Beitrag von Nicky » 05.08.2007, 13:45

Hi,
hier die "Dosierungsempfehlungen der Kommission D für homöopathische Arzneimittel". Darin wird nochmal eindeutig gesagt, dass man bei höheren Potenzen wirklich einen erfahrenen Therapeuten benötigt. Daher würde ich auch immer empfehlen auf "Nummer Sicher" zu gehen und in der Selbstbehandlung nur die Potenzen D6-D12 zu benutzen. Ich habe die entsprechenden Stellen nochmal durch Kursivschrift und Unterstreichung hervorgehoben.
Neufassung der Dosierungsempfehlungen der Kommission D für homöopathische Arzneimittel
Vorbemerkung:
Nachstehend wird die Neufassung der Dosierungsempfehlungen der Kommission D für homöopathische Arzneimittel veröffentlicht, die auf der 18. Sitzung der Kommission D am 12.06.2002 verabschiedet und auf der 20. Sitzung der Kommission D am 25.06.2003 überarbeitet wurde. Sie wurde gemäß der Bekanntmachung des BfArM „Änderung der Dosierungsempfehlungen der Kommission D für homöopathische Arzneimittel in hohen Verdünnungsgraden (ab D24/C12)“ redaktionell angepasst.
Sie ersetzt die Dosierungsrichtlinie BAnz. Nr.177 vom 21.09.1993.
Die Dosierungsrichtlinie findet Anwendung für die Dosierung bei Erwachsenen, soweit kein präparatespezifisches Erkenntnismaterial vorliegt, das eine Einzelfallentscheidung ermöglicht.


Neufassung der Dosierungsempfehlungen der Kommission D für homöopathische Arzneimittel (Stand 17.03.2004)

Dosierung von D- und C-Verdünnungsgraden. Urtinktur und niedrige Verdünnungsgrade: (Verdünnungsgrade bis einschließlich D23/C11)
„Soweit nicht anders verordnet:
Bei akuten Zuständen alle halbe bis ganze Stunde, höchstens 6-mal täglich, je ((an die Darreichungsform anpassen: 5 Tropfen oder 1 Tablette oder 5 Streukügelchen oder 1 Messerspitze Verreibung)) einnehmen; parenteral 1-2 ml bis zu 3-mal täglich ((an das jeweilige Präparat anpassen: i.v., i.m. oder s.c.)) injizieren.
Eine über eine Woche hinausgehende Anwendung sollte nur nach Rücksprache mit einem homöopathisch erfahrenen Therapeuten erfolgen.
Bei chronischen Verlaufsformen 1- bis 3-mal täglich je ((an die Darreichungsform anpassen:
5 Tropfen oder 1 Tablette oder 5 Streukügelchen oder 1 Messerspitze Verreibung)) einnehmen; parenteral 1-2 ml täglich ((an das jeweilige Präparat anpassen: i.v., i.m. oder s.c.)) injizieren.
Bei Besserung der Beschwerden ist die Häufigkeit der Anwendung zu reduzieren.“

Hohe Verdünnungsgrade (Verdünnungsgrade ab D24/C12)
„Soweit nicht anders verordnet:
Die Anwendung erfordert eine individuelle Dosierung durch einen homöopathisch erfahrenen Therapeuten. Im Rahmen der Selbstmedikation sollte daher nur eine Gabe von ((an die Darreichungsform anpassen: 5 Tropfen, 1 Tablette oder 5 Streukügelchen oder 1 Messerspitze Verreibung)) eingenommen werden oder parenteral einmal 1-2 ml ((an das jeweilige Präparat anpassen: i.v., i.m. oder s.c.)) injiziert werden.
Zur Fortsetzung der Therapie wird empfohlen, sich an einen homöopathisch erfahrenen Therapeuten zu wenden.“

Dosierung von LM/Q- Potenzen

Globuli
„Soweit nicht anders verordnet:
1.) 1–2 Kügelchen werden in einer Flasche (10 ml) in Wasser oder 15 Vol. % Ethanol aufgelöst.
2.) Vor jeder Einnahme wird die Flasche 10-mal kräftig geschüttelt.
3.) 1-2 Tropfen werden in einem Glas Wasser (ca. 150 ml) gelöst.
4.) Hiervon wird 1-mal täglich 1 Teelöffel voll eingenommen, der Rest weggeschüttet.
Die Zubereitungsschritte 2-4 sind vor jeder Einnahme zu wiederholen.
Die Einnahme ist auf maximal 10 Tage zu beschränken und sollte nur nach Rücksprache mit einem homöopathisch erfahrenen Therapeuten fortgesetzt werden.
Die alkoholfreie Lösung ist im Kühlschrank aufzubewahren.“
Dilutionen
„Soweit nicht anders verordnet:
Vor jeder Einnahme wird die Flasche 10-mal kräftig geschüttelt.1-2 Tropfen werden in einem Glas Wasser (ca.150 ml) gelöst. Hiervon wird 1-mal täglich 1 Teelöffel voll eingenommen, der Rest weggeschüttet. Diese Zubereitung ist bei jeder Einnahme zu wiederholen. Die Einnahme ist auf maximal 10 Tage zu beschränken und sollte nur nach nach Rücksprache mit einem homöopathisch erfahrenen Therapeuten fortgesetzt werden.“
Quelle: http://www.bfarm.de (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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