Kopfschmerzen

Jeder nimmt Kopfschmerzen anders wahr

 

KopfschmerzenKopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz. Jeder Mensch empfindet Kopfschmerzen anders und nimmt diese auch anders wahr. Grund dafür sind nicht nur die verschiedenen Ausgangspunkte, die diesen Schmerz verursachen können, sondern auch wie schmerzempfindlich Betroffene sind. Auch das Geschlecht spielt dabei eine Rolle. Viele Betroffene sind durch den Kopfschmerz sogar im Alltag eingeschränkt. Doch Kopfschmerzen sollten nicht unterschätzt werden. So sollte bei andauernden oder immer wiederkehrenden Kopfschmerzen ein Arzt aufgesucht werden, der eine genaue Diagnose stellen kann.

Spezialisten teilen Kopfschmerzen in zwei Gruppen auf. Kopfschmerzen, die keinen erkennbaren Grund haben, sondern selbst ALS Krankheit eingestuft werden, sind primäre Kopfschmerzen. Bei sekundären Kopfschmerzen handelt es sich um Kopfschmerzen, die auf einem Grund basieren. Der Körper nutzt diese als Signal, um mitzuteilen, dass etwas nicht stimmt. Über 220 Arten von Kopfschmerzen unterscheiden die Spezialisten. Bei vielen Betroffenen beginnen die Kopfschmerzen im Bereich des Nackens oder am Hinterkopf. Die genaue Bestimmung des Ausgangsortes, der Dauer und Begleiterscheinungen wie Übelkeit beispielsweise ermöglichen dem Arzt zügig eine Diagnose.

 

Viele Menschen leiden unter Migräne. Diese Art von Kopfschmerzen treten bei Betroffenen bis zu sechs Mal pro Monat auf. Beginnt ein Migräneanfall, ist dieser von vielen Betroffenen nur in einer Hälfte des Kopfes wahrnehmbar. Es ist durchaus möglich, dass dieser Schmerz auf die andere Seite des Kopfes wechselt oder zu einem späteren Zeitpunkt den ganzen Kopf betrifft. Die Dauer eines Migräneanfalls liegt meist zwischen 4 und 72 Stunden. Nicht selten klagen Betroffene über Begleiterscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen. Außerdem sind viele Patienten während eines Migräneanfalls besonders empfindlich für Licht und Geräusche. Öfter treten Spannungskopfschmerzen auf. Diese Kopfschmerzen sind leicht bis mittelmäßig wahrnehmbar. Spannungskopfschmerzen entstehen aufgrund einer Störung der Schmerzhemmung, die infolge einer Reizung auftreten kann. Die Schmerzen beginnen leicht und werden dann stärker. Von vielen Betroffenen sind die Schmerzen im Bereich der Schläfen, der Stirn oder des Scheitels wahrnehmbar. KopfschmerzenJe nach Intensität können Spannungskopfschmerzen nur wenige Minuten, aber auch einige Tage andauern. Leiden Betroffene mehr als 10 Tage pro Monat unter diesen Schmerzen, spricht man von chronischen Spannungskopfschmerzen. Medikamenteninduzierter Kopfschmerz kommt häufiger vor als man im ersten Augenblick denkt. Dabei werden Kopfschmerzen durch die Einnahme eines Medikamentes ausgelöst. Die Art des Kopfschmerzes ist auf Dauer mittel bis stark von den Betroffenen wahrnehmbar. Diese Art der Kopfschmerzen wird meist nur infolge einer großen und tiefgründigen Untersuchung und Analyse des Patienten diagnostiziert. Cluster-Kopfschmerzen werden von den Betroffenen als besonders stark und intensiv wahrgenommen. In nur wenigen Minuten ist das Maximum des Schmerzes erreicht. Diese Kopfschmerzen dauern meist zwischen 15 Minuten und maximal drei Stunden an. Neben den Kopfschmerzen treten bei einer Vielzahl der Betroffenen außerdem ein tränendes Auge oder eine verstopfte Nase auf. Allerdings tritt diese Art des Kopfschmerzes eher selten auf.

 

Die Ursachen für Kopfschmerzen haben verschiedene Gründe

 

Viele Menschen klagen regelmäßig über Kopfschmerzen. Gehören die Kopfschmerzen zur Gruppe der primären Kopfschmerzen, können beispielsweise unruhiger Schlaf oder auch Schlafmangel ein Grund dafür sein. Rauchen und Alkohol sind bei vielen Menschen ebenfalls Gründe, die zu Kopfschmerzen führen können. Unterschätzt werden oft schlecht gelüftete Räume, langes Arbeiten vor einem Bildschirm und Flüssigkeitsmangel. Diese sind sehr oft der Auslöser für Kopfschmerzen. Auch Wetterumschwünge und Stress werden häufig als Ausgangspunkt für Kopfschmerzen Vergessen. Manche Frauen klagen während ihres Zyklus über Kopfschmerzen, die als Folge der Hormonschwankungen entstehen können.

 

Sekundäre Kopfschmerzen beruhen im Regelfall auf einem anderen Ursprung und sind eine Art Signal des Körpers, der damit auf etwas aufmerksam machen möchte. Diabetiker stellen diese oftmals bei Unterzuckerung fest. Ebenso kann eine Verspannung der Nackenmuskulatur oder Bluthochdruck vorliegen. Virusinfekte oder Entzündungen im Körper können hier ebenfalls vorliegen. Kopf- oder Halswirbelverletzungen, ein Bandscheibenvorfall oder auch ein Hitzschlag können infolge der auftretenden Kopfschmerzen vorliegen. Es gibt unzählige Möglichkeiten, die aufgrund der Kopfschmerzen diagnostiziert werden können.

 

Kopfschmerzen und die Möglichkeiten diese zu bekämpfen

Man muss nicht immer gleich zu Medikamenten greifen,

wenn man Kopfschmerzen bekämpfen möchte. Bei leichten bis mittelmäßigen Schmerzen helfen oftmals schon Hausmittel. Durch das Trinken einer Tasse Kaffee und dem darin enthaltenen Koffein können die Schmerzen gelindert werden. Oft bewährt hat sich der Einsatz von Pfefferminz- oder auch Teebaumöl. Diese Öle werden auf den Schläfen einmassiert oder getupft. Bereits kurze Zeit später können die Kopfschmerzen vergangen sein. Ebenso hilfreich können Kompressen oder Umschläge im Nacken oder auf der Stirn sein. Sie sollten eine Entspannung anregen, was wiederum die Kopfschmerzen lindert. Auch homöopathische Mittel oder andere pflanzliche Mittel können hilfreich sein, um die Kopfschmerzen ohne Medikamente zu bekämpfen.

 

Eine gesunde Lebenshaltung ist der Grundstein für ein gesundes Leben bzw. ein Leben weitgehend ohne Kopfschmerzen. Eine gesunde und ausgeglichene Ernährung spielt dabei eine große Rolle. Viel Bewegung und Aktivitäten an der frischen Luft und ausreichend Schlaf sind weitere Faktoren. Auch der Verzicht auf Alkohol und Nikotin und das eingeschränkte Trinken koffeinhaltiger Getränke wie Kaffee kann das Risiko von Kopfschmerzen eindämmen. Eine ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit ist nicht nur im Sommer besonders wichtig. Gerade wenn man viel Kaffee zu sich nimmt, sollte man zusätzlich Getränke zu sich nehmen. Am besten eignen sich hierfür Wasser und Saftschorlen. Ist der Alltag so geplant bzw. gestaltet, dass möglichst wenig Stress entsteht, wirkt sich dies ebenfalls positiv aus.

 

Bei leichten bis mittelstarken Kopfschmerzen können Mittel, die Ibuprofen, ASS oder Paracetamol enthalten, oftmals eine rasche Linderung bewirken. Jedoch sollten die Mittel nicht länger als 10 Tage am StüCK eingenommen werden, da dies auf Dauer nicht gesund für den Körper ist. Patienten, die unter Migräne leiden haben dafür bestimmte Medikamente zur Verfügung, die im Regelfall auch hier eine rasche Besserung versprechen. Dennoch sollten Kopfschmerzen nicht unterschätzt werden. Treten diese regelmäßig oder über einen längeren Zeitraum auf, sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen. Dieser kann anhand der Angaben oder auch aus den Ergebnisse verschiedener Untersuchungen eine Diagnose stellen. Dementsprechend können die Medikamente eingestellt werden. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn bereits Kinder über Kopfschmerzen klagen. Hier sollte nicht mit Medikamenten herumexperimentiert werden, sondern möglichst zeitnah ein Arzt aufgesucht werden.

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