Neurofeedback

Analyse der Gehirnstromkurven

Behandlung NeurofeedbackBei einem Neurofeedback handelt es sich um eine spezielle Unterform des Biofeedbacks.

Mit Hilfe eines Computers ist es möglich, die Gehirnstromkurven eines Menschens zu analysieren und diese im Nachhinein auf einem Bildschirm bildlich darzustellen.

In diesem Ratgeber erläutern wir alles Wissenswerte zur Thematik. 

Was ist ein Neurofeedback?

An sich ist ein Neurofeedback ein Biofeedback der Gehirnaktivität eines Menschen. Mit Hilfe von Enzephalogrammen ist es möglich, die Gehirnaktivität des Menschen ideal während des Verfahrens zu messen.

Zudem wird ein Computer angeschlossen. Dies ermöglicht, eine umfassende Rückmeldung zur Messung zu erhalten. Dank der Messung der Gehirnaktivität ist es den Menschen möglich, diese effektiver zu regulieren.

Zahlreiche Erkrankungen sowie Fehlverhalten sorgen oftmals für die Fehlregulierungen der Gehirnaktivität. Nimmt man das Neurofeedback zu Hilfe, so ist es möglich, einen optimalen Ausgleich der Fehlregulierungen zu erlernen.

Das Wort „Feedback“ stammt an sich aus der englischen Sprache. Dort bedeutet es soviel wie „Rückkopplung“. Diese ist wichtig, wenn der Mensch eine Verbindung zwischen dem, was er will und zwischen dem, was er erreicht erhalten möchte.

Beispiel: Radfahren ist nicht möglich, wenn der Mensch die Schräglage nicht spüren könnte. In diesem Fall würde es zu einem Sturz führen.

Der Mensch ist nicht in der Lage, die meisten Funktionen von Körper und Geist wahrzunehmen. Sie sind kaum beeinflussbar, da sie meist automatisch gesteuert werden. Dies ist widerum sehr nachteilhaft, wenn eine solcher Funktionen ausfällt. Die Trainingsmöglichkeiten sind sehr beschränkt und somit ist die Funktion schwer wieder aufzunehmen.

Mit einem Biofeedback hingegen kann dem Auslöser auf den Grund gegangen werden. Somit kann eine zu trainierende Größe gemessen werden. Mit Hilfe von speziellen Geräten werden diese durch Signale in optischer und auch akustischer Form unterstützt.

Ursprung & Entwicklung:

Das EEG wurde im Jahre 1924 von Hans Berger konstruiert. Hierdurch wurde eine grafische Registrierung möglich, welche einen Zusammenhang zwischen der Kopffläche und der messbaren Gehirnaktivitäten zulässt. Während bestimmten Phasen wurden verschiedene Wellen verbucht.

1958 begann Joe Kamiya mit der Forschung, ob diese Wellen gesteuert werden können. Auf diesem Wege wurde das Neurofeedback geboren. 1971 wurde diese Therapieform das erste Mal durch Barry Sterman durchgeführt. Jedoch fand dies an Tieren statt. Erst Ende der 70er Jahre wurden erste Versuche an Kindern durchgeführt, welche Untergewicht hatten oder auch an Hyperaktivität litten.

Problem der Verbreitung dieser Methode waren die hohen Kosten der Gerätschaften. Früher lagen die Preise bei 5 bis 20 Tausend Dollar. Auch die Qualität ließ oftmals zu wünschen übrig. Nachdem sich am Anfang der 90er Jahre der PC verbreitet hat, wurden auch diese Geräte günstiger. Die Preise lagen nun bei 1 bis 5 Tausend Dollar.

Funktion, Wirkung & Ziele – Behandlungen & Therapien

Handelt es sich um ein Neurofeedback, so kann man kurz und knapp das Biofeedback des Gehirns darunter verstehen. Zahlreiche Gehirnaktivitäten können vom Menschen weder gespürt noch beeinflusst werden.

Behandlung NeurofeedbackUm dies zu ändern, kommt das Neufeedback in das Spiel. Mit Hilfe eines EEG’s (Elektroenzephalogramm) können Gehirnströme gemessen werden.

Dadurch erhält man etliche Informationen über die einzelnen Vorgänge im Gehirn.

Mit Hilfe dieser Informationen kann das menschliche Gehirn in einen Biofeedback-Kreislauf versetzt werden.

Hierdurch können beispielsweise Aufmerksamkeitsphasen des Menschen erhöht werden, indem man die Unaufmerksamkeitsphasen ermittelt. Diese Informstionen können durch das EEG bequem gemessen werden.

Wissenswert: Dieser Vorgang kann mit einem Biofeedback-Training bis zu 2.000 Mal geschehen. Das Gehirn lernt mit der Zeit, einen optimalen Zustand der Aufmerksamkeit zu erreichen.

An sich soll durch das Neurofeedback-Training ein angemessener Zustand des Gehirns erzielt und beibehalten werden. An sich steigert es also die Selbstregulierungseigenschaften des menschlichen Gehirns.

Durchführung & Wirkungsweise:

Bevor die Messungen beginnen, klebt der Arzt dem Patienten Elektroden auf die Kopfhaut. Dabei handelt es sich an der Zahl um 3 Elektroden, welche mit einer speziellen Paste versehen werden. Mit Hilfe der Elektroden können die Schwankungen des elektrischen Potentials gemessen werden, welche durch das Gehirn entstehen.

Hierbei legt der Therapeut im Vorfeld fest, an welchen Stellen die einzelnen Elektroden befestigt werden. Dies gilt ebenfalls für die herauszufilternden Frequenzen, welche durch die elektrischen Signale entnommen werden können. Diese geben dem Patienten die passende Rückmeldung.

An sich werden die Gehirnströme in Wellen dargestellt. Allerdings sind diese von dem Patienten schwer zu verstehen. Aus diesem Grund erhält er stattdessen eine Grafik-Sequenz. Meist wird hier ein Flugzeug verwendet. Je nach Aktivität des Gehirnes sinkt dieses oder steigt empor.

Wissenswert: Durch die vereinfachte und bildliche Darstellung ist es dem Patienten möglich, gezielt seine elektrische Gehirnaktivitäten zu beeinflussen.

In einigen Fällen erhält der Patient auch einen Trainingscomputer für zu Hause. Kinder können diesen sogar mit in die Schule nehmen. Das liegt daran, dass man viel Übung benötigt, um seine Gehirnaktivitäten positiv beeinflussen zu können.

  • Patient wird mit Elektroden verbunden.
  • Messung findet statt.
  • Auf einem angeschlossenen Bildschirm werden Grafiken angezeigt.
  • Gehirnaktivität kann gleichzeitig und aktiv beeinflusst werden.
  • Nach 20 Sitzungen findet eine Auswertung statt.

Hilft gegen:

  • Panikattacken
  • Autismus
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsstörungen
  • Schizophrenie
  • Schlaganfälle
  • Epilepsie
  • Posttraumatische Belastungsstörungen
  • Depressionen
  • Angststörungen
  • Tic-Störungen
  • Stressbedingte Erkrankungen
  • ADHS (Aufmerksamkeits-Hyperaktivitäts-Syndrom)

Das Neurofeedback wird nicht nur verwendet, um die Aufmerksamkeit zu steigern. Auch sämtliche Erkrankungen können auf diesem Weg behandelt werden.

Fördert & stärkt:

  • Fördert die schulischen Leistungen
  • Schützt vor Instabilität
  • Verhilft zu mentalen Höchstleistungen im Berufsleben
  • Fördert die allgemeine Gesundheit
  • Fördert die geistige Flexibilität
  • Stress lässt sich vermindern und bewältigen

Neben der Behandlung sämtlicher Beschwerden und Erkrankungen kann auch die Gesundheit des Menschen gefördert werden. Im Alter bleibt beispielsweise die geistige Flexibilität erhalten. Somit beugt es Alzheimer und Demenz vor. Zudem kann auf diesem Wege Stress optimal bewältigt und vermindert werden. Somit wird auch eine Burn-Out Erkrankung verhindert.

Nutzt man das Neurofeedback während der Schulzeit, dann können die schulischen Leistungen eindeutig gesteigert werden. Auch einer Instabilität wird optimal vorgebeugt. Im Berufsleben hingegen können mentale Höchstleistungen erreicht werden.

Diagnose & Untersuchungsmethoden

Bevor es zu einer Durchführung des Neurofeedbacks kommt, wird eine Anamnese durchgeführt. Hierbei handelt es sich um ein ausführliches Vorgespräch. Die Krankheitsgeschichte, Beschwerden sowie Ziele nach der Behandlung werden bis in das kleinste Detail besprochen.

Im Anschluss können je nach Anwendungsgebiet unterschiedliche Testverfahren durchgeführt werden. Hierzu gehören Reiz-Reaktions-Tests. Nachdem das Gespräch beendet wurde, kann der Therapeut entscheiden, ob die Durchführung eines Neurofeedbacks sinnvoll ist. Zudem erstellt er einen umfassenden Therapieplan für den Patienten.

Tipp: Um ideale Neurofeedback-Sitzungen durchführen zu können, muss eine gute Zusammenarbeit zwischen Patient und Therapeut herrschen.

Wird ein Neurofeedback verschrieben, so kann dies ein bis drei Mal in der Woche durchgeführt werden. Nachdem 20 Messungen erfolgt sind, findet ein erneutes Gespräch mit dem Therapeuten statt. Die erreichten Ziele entscheiden, ob es sinnvoll ist, die Therapieform beizubehalten.

 

  • Anamnese (Vorgespräch)
  • Reiz-Reaktions-Tests

Risiken & Nebenwirkungen:

 

  • Erregung
  • Schlafstörungen
  • Depressionen
  • Angststörungen
  • Benommenheit
  • Epileptische Anfälle
  • Verstärkung der vorhandenen Krankheitsbilder

Ein Neurofeedback bringt an sich keinerlei Risiken mit sich. Jedoch können unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, wenn die Durchführung nicht auf eine korrekte Weise stattfindet.

Dazu gehören Erregung, Benommenheit, epileptische Anfälle, Schlafstörungen, Angststörungen sowie Depressionen. Idealerweise halten diese unerwünschten Nebeneffekte nur für kurze Zeit an, solange das Training nicht über einen längeren Zeitraum stattfindet.

Achtung: Bestehen jedoch bereits Beschwerden, so können sie durch eine falsche Durchführung verstärkt werden. Aus diesem Grund sollte man eine Neurofeedback-Therapie nie ohne Fachleute durchführen.

Die Elektroden jedoch sind unbedenklich. Oftmals wird fälschlicherweise angenommen, dass durch diese Messgeräte Stromstöße an den Patienten abgegeben werden. Dies ist jedoch keinesfalls korrekt. Es gehen also keinerlei Gefahren von Elektroden aus.

Wer behandelt?

 

  • Neurologe
  • Therapeut
  • Hausarzt

Je nach Anwendung und Krankheitsbild können unterschiedliche Personen in die Behandlungsphase eintreten. In erster Linie holt man Rat bei seinem Hausarzt. Dieser kann entweder die Anamnese durchführen und dann eine Überweisung durchführen oder bei eindeutigen Anzeichen bereits an einen Neurologen übergeben.

Dieser führt dann weitere Schritte mit dem Patienten durch. Handelt es sich jedoch nicht um die Behandlung von Erkrankungen, so kann auch ein Therapeut das durchführende Glied darstellen. Hierzu zählen beispielsweise Kinder, dessen Leistung für schulische Zwecke gesteigert werden sollen.

Unser Fazit:

Das Neurofeedback ist ein wissenschaftlich hoher Fortschritt, welcher die Gehirnaktivitäten enorm steigern und verbessern kann. Somit ist er nicht nur geeignet, um Krankheiten zu behandeln, sondern fördert obendrein die Gesundheit.

Auch Alzheimer und ähnlichen Erkrankungen kann vorbeugt werden, indem man die geistliche Flexibilität auch im Alter erhält. Mit Hilfe bildlicher Darstellung lernt der Patient zudem, wie er aktiv in die Gehirnaktivität eingreifen kann.

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