Lebensmittel

LebensmittelLebensmittel und ihre Bedeutung

Schon in der Steinzeit begann die Menschheit unsere Ressourcen der Erde zu entdecken und durch gezielte Lagerung sowie Zubereitung, haltbarer zu machen.

Über Jahrtausende wurden diese Fähigkeiten weitergegeben und stetig erweitert.

Schon damals entdeckten unsere Vorfahren, die Vielzahl an Wirkungen der Ressourcen, welche uns nicht nur am Leben erhalten, sondern auch gesundheitsfördernde Wirkungen erzielen können. Später begann dann die Herstellung von Lebensmitteln. Durch Kombination unterschiedlicher Komponenten entstanden die verschiedensten Lebensmittel, die wir bis heute kennen und täglich verzehren.

Noch immer arbeiten Wissenschaftler und Lebensmittelkonzerne an einer konstanten Weiterentwicklung, um bestmögliche Qualität sowie eine hohe Nährstoffdichte, bei langer Haltbarkeit, zu gewährleisten. Fett- und Zuckerarme Produkte werden bei den Endverbrauchern immer beliebter. Aber auch an einer besseren Verträglichkeit der Lebensmittel (z. B. bei Unverträglichkeiten gegenüber Laktose, Fruktose oder Gluten) wird täglich gearbeitet.

Die verschiedenen Lebensmittel werden in Gruppen unterteilt, über die folgende Übersicht, einen informativen Einblick bieten soll.

Produkte pflanzlichen Ursprungs

Diese Gruppe beinhaltet alle verzehrbaren Teile einer Pflanze. Verzehrbare Teile sind z. B. Früchte, Knollen, Zwiebeln oder Blätter. Pflanzliche Lebensmittel liefern eine große Vielzahl essentieller Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe.

Gemüse und Obst bilden hier den größten Teil pflanzlicher Produkte, welche täglich in unserem Speiseplan auftauchen. Gerade hier wird besonders viel Wert auf hochwertige Qualität, regionalen Anbau sowie den Verzicht auf Gentechnik gelegt. Sogenannte „Biolebensmittel“ erobern immer mehr unsere Obst- und Gemüsetheken. Aber auch der Einkauf von Obst und Gemüse beim Regionalbauern um die Ecke oder der Eigenanbau im heimischen Garten, nimmt immer mehr Beliebtheit an.

Pflanzliche Lebensmittel liefern uns hauptsächlich

  • Kohlenhydrate
  • pflanzliches Eiweiß
  • wasserlösliche und fettlösliche Vitamine
  • Mineralstoffe
  • Wasser
  • Ballaststoffe
  • sekundäre Pflanzenstoffe

Gemüse, Kartoffeln, Hülsenfrüchte

Zählen zu den Grundnahrungsmitteln und bilden damit den größten Teil unserer täglichen Ernährung. Sie liefern uns mit Kohlenhydraten notwendige Energie sowie ein ausgewogenes Verhältnis an Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen. Außerdem beinhalten sie eine große Menge an Ballaststoffen, welche für Sättigung und eine gesunde Darmflora sorgen.

Obst (Früchte)

Auch Obst sollte einen größeren Teil unserer täglichen Ernährung ausmachen. „Fünf“ Portionen pro Tag bildet eine gute Richtlinie. Obst liefert uns reichlich Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe. Der Ballaststoffgehalt dieser Lebensmittel liegt eher im unterem Bereich.

Pilze

Jeder kennt sie, nicht jeder isst sie. Doch auch Pilze können unseren Körper mit einer Vielzahl an gesunden Vitalstoffen versorgen. Gerade der hohe Eiweißgehalt spielt hierbei eine Rolle und kann, in einer fleischfreien Ernährung, sogar als Ersatzlieferant dienen. Jedoch ist Vorsicht geboten, da nicht jeder Pilz essbar ist. Gerade wer selber sammelt sollte sich vorher genau über verzehrbare und giftige Pilze informieren.

Kräuter

Auch Kräuter spielen seit jeher eine große Rolle bei der Lebensmittelzubereitung. Nicht nur die geschmackliche Veränderung von Speisen ist hier ein großer Pluspunkt, sondern auch der hohe Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen. Außerdem besitzen Kräuter eine Vielzahl an ätherischen Pflanzenölen, die in der Medizin eine wichtige Rolle spielen.

Brot und Backwaren

Anders als Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs, müssen Brot und Backwaren erst hergestellt werden. Hier finden unterschiedliche Produktionsverfahren Anwendung. Durch die Kombination verschiedener Rohstoffe (meist Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs wie Getreidesorten), bieten diese Produkte eine schmackhafte Versorgung mit den wichtigsten Nährstoffen. Auch hier wird viel Wert auf einwandfreie Qualität und hohe Nährstoffdichte gelegt.

Die Auswahl der Rohstoffe erfolgt nach strikten Vorgaben und streckt auch hier seine Fühler nach „Bio“ aus. Doch auch eine allergenarme Produktion spielt, in dieser Untergruppe, eine wichtige Rolle. Aufgrund häufiger Erkrankungen wie z. B. Zöliakie (Unverträglichkeit gegenüber des Klebereiweiß Gluten) wird bei der Lebensmittelproduktion, immer öfter auf glutenfreie Rohstoffe zurückgegriffen.

Brot und Backwaren liefern uns hauptsächlich

  • Kohlenhydrate
  • pflanzliches Eiweiß
  • Ballaststoffe
  • Vitamine
  • Mineralstoffe
  • pflanzliche/ gesunde Fette

Getreidetrockenprodukte (Mehl, Nährmittel, Reis, Stärke, Grieß, Graupen, Nudeln)

Diese zählen ebenfalls zu unseren Grundnahrungsmitteln und bilden nach Kartoffeln, Gemüse und Hülsenfrüchten, die größten Energielieferanten unseres Körpers. Je nach Verarbeitungsgrad (so wenig wie möglich verarbeitet ist am besten), liefern Getreidetrockenprodukte eine Vielzahl an Ballaststoffen. Hier sollte auf sogenannte Vollkornprodukte zurückgegriffen werden, da neben dem hohen Ballaststoffgehalt, auch noch ein hoher Vitamin- und Mineralstoffgehalt vorliegt.

Pflanzliche Speiseöle und -fette, wie Margarine

Die enthaltenen Fette werden vorwiegend aus pflanzlichen Rohstoffen gewonnen (z. B. Raps oder Oliven). Pflanzliche Fette werden im Allgemeinen als „gute Fette“ bezeichnet, da sie hochwertige Fettsäuren enthalten. Diese belasten den Körper nicht zusätzlich und sind optimal für den täglichen Verzehr geeignet.

Süßwaren (Marmelade, Schokolade, Sirup, Zucker)

Diese Lebensmittel machen ihrem Namen alle Ehre, sie schmecken nicht nur danach, sondern enthalten auch Unmengen des beliebten Zuckers. Zucker wird aus pflanzlichen Rohstoffen wie Zuckerrohr oder Zuckerrüben gewonnen. Süßwaren enthalten fast ausschließlich Kohlenhydrate und keinerlei nennenswerte Mengen an Vitaminen oder Mineralstoffen. Deshalb sollten sie wirklich nur in Maßen verzehrt werden.

Gewürze

Auch Gewürze spielen seit geraumer Zeit eine große Rolle in der Herstellung von Speisen. Sie liefern eine große Menge anregender Stoffe, die z. B. für Geschmack und Geruch wichtig sind. Aber auch in der Medizin werden Gewürze, mit ihrer breiten Palette an Wirkstoffen, ab und zu eingesetzt.

Salzgebäck und Snacks

Diese Lebensmittel werden aus verschiedenen Getreidesorten hergestellt und unter Zugabe weiterer Produkte (z. B. Salz, Fette, Gewürze, Kräuter oder Käse) verfeinert. Neben dem hohen Kohlenhydratgehalt, weisen Salzgebäck und Snacks, viele Industriefette und hohe Mengen Salz auf. Aus diesem Grund sind diese Lebensmittel nur in Maßen zu verzehren.

Produkte tierischen Ursprungs

Diese Gruppe beinhaltet alle verzehrbaren Teile eines Tieres oder Produkte, welche aus diesen Teilen hergestellt werden. Verzehrbare Teile sind z. B. Muskelfleisch, Innereien und Blut. Aber auch Produkte, die aus der Milch von verschiedenen Säugetieren, hergestellt werden sowie Eier und Honig, zählen zur Gruppe der tierischen Lebensmittel.

Tierische Lebensmittel liefern eine Vielzahl essentieller Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Das tierische Eiweiß spielt hierbei die wichtigste Rolle, da es unserem körpereigenen Eiweiß am ähnlichsten ist und somit optimal als Bau- und Strukturmaterial verwertet werden kann.

In der Schlacht- und Nutztierhaltung wird bei den Endverbrauchern großer Wert auf artgerechte Haltung sowie Verzicht auf genmanipuliertes Futter gelegt. Aber auch die Anforderungen an Nährstoffgehalt, Frische, Haltbarkeit sowie kurze Liefer- und Produktionswege, stellen in der Lebensmittelindustrie eine große Herausforderung dar.

Tierische Lebensmittel liefern uns hauptsächlich

  • tierisches Eiweiß
  • Fette
  • fettlösliche und wasserlösliche Vitamine
  • Mineralstoffe

Eier

Vogeleier sind für den menschlichen Verzehr geeignet. Sie besitzen eine hohe biologische Wertigkeit. Besonders das Hühnerei ist in der Lebensmittelproduktion ein beliebter Rohstoff. Vorsicht ist jedoch auf Grund des hohen Cholesteringehalts geboten. Der Verzehr von 2 bis 3 Eiern (inklusive in Lebensmitteln enthalten) sollte in der Woche ausreichen.

Fleisch und Wurstwaren

Während Fleisch ohne großartige Verarbeitungsprozesse verwendet werden kann, durchlaufen Wurstwaren einen langen Produktionsweg, unter Zugabe verschiedener Rohstoffe (z. B. weitere Fette, Salz, Gewürze und Kräuter). Fleisch und Wurstwaren gelten neben Fisch als Haupteiweißlieferanten, sollten jedoch auf Grund ihres oft hohen Fett- und Salzgehalts, nur 2- bis 3-mal in der Woche verzehrt werden.

Milchprodukte (Butter, Joghurt, Käse, Milch Quark, Sahne, Speiseeis)

Milchprodukte werden aus der Milch von verschiedenen Säugetieren gewonnen. Zu diesen Säugetieren zählen Kühe, Ziegen und Schafe. Durch verschiedene Herstellungsprozesse und unter Zugabe weiterer Rohstoffe entstehen die verschiedenen Produkte. Milchprodukte Punkten auf Grund ihres hohen Eiweißgehalts sowie den verschiedenen Fettstufen. Aber auch der hohe Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen (z. B. Calcium), spricht für einen täglichen Verzehr dieser Lebensmittel.

Fisch

Fisch dient neben Fleisch und Wurstwaren als Haupteiweißlieferant. Im Gegensatz zu diesen Produkten liefert Fisch eine große Menge an „guten Fetten“ und kann ohne Bedenken öfters Verzehrt werden. Abstand ist dabei jedoch von verarbeiteten Produkten zu nehmen, da diese wiederrum einen hohen Gehalt an Salz aufweisen.

Honig

Honig ist ein sehr beliebtes Produkt in der Lebensmittelindustrie. Er weist einen hohen Eiweiß-, Vitamin- und Mineralstoffgehalt auf. Außerdem wird er in der Naturmedizin, auf Grund vieler positive Eigenschaften, hoch angepriesen.

Getränke

Alkoholfreie Getränke (Mineralwasser, Wasser, Erfrischungsgetränke, Säfte, Heißgetränke)

Bilden die Grundlage unserer täglichen Flüssigkeitsversorgung. Nebenbei liefern sie uns wichtige Vitamine und Mineralstoffe.

Unterschieden wird dabei zwischen nichtanregenden Getränken wie Wasser, Erfrischungsgetränke und Säften oder anregenden Getränken wie Kaffee, Tee und Kakao. Die anregenden Getränke sollten in der täglichen Verzehrmenge den geringeren Teil ausmachen, da z. B. eine hohe Aufnahme von Koffein, sich nachteilig auf die Gesundheit auswirken kann.

Alkoholische Getränke (Bier, Wein und Sekt, Spirituosen, Mischgetränke)

Hier wird durch Gärprozesse der verschiedenen Rohstoffe Alkohol gewonnen und unter Zugabe weiterer Produkte (z. B. Zucker), ein alkoholisches Getränk produziert. Neben einem hohen Energiegehalt, enthalten diese Getränke nur sehr geringe Mengen anderer Nährstoffe, Vitamine oder Mineralstoffe. Auf Grund der gesundheitlichen Bedenklichkeit von Alkohol sowie dem hohen Energiegehalt, sollten diese Getränke nur in Maßen verzehrt werden.

Sonstiges

Salz (Mineralstoffe)

Speisesalze (z. B. Kochsalz, Meersalz) können in der menschlichen Ernährung verwendet werden. Aber auch Pökelsalze finden in der Lebensmittelherstellung Anwendung. Ebenfalls wichtig sind die sogenannten Mineralsalze (Mineralstoffe). Sie sorgen für einwandfreie Regelfunktionen im Körper.

Bitte bewerten Sie diesen Artikel
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (113 Stimmen, Durchschnitt: 4,35 von 5)
Loading...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Die Informationen auf Krank.de dürfen auf keinen Fall als Ersatz für eine professionelle Behandlung oder Beratung durch anerkannte und ausgebildete Ärzte angesehen werden. Der Inhalt von Krank.de kann und darf nicht verwendet werden, um selbstständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen zu Beginnen. Mehr hierzu unter „Rechtliche Hinweise“