Globuli

Was sind Globuli?

Globuli sind kleine Kügelchen, die auch Streukügelchen genannt werden können und zu den beliebtesten und am weitest verbreiteten Darreichungsformen der Homöopathie zählen. Hergestellt werden sie aus Rohrzucker (Saccharose) welcher mit dem Wirkstoff oder der verdünnten Urtinktur besprüht wird. Anschließend erfolgt die Trocknung an der Luft, bei welcher die Globuli ihre feste Konsistenz erhalten. Alternativ zum Rohrzucker (Haushaltszucker) gibt es auch Rezepturen, welche die Verwendung von Xylitol vorsehen. Zudem werden die Globuli in verschiedenen Größentypen angeboten, die von der jeweiligen Potenz des homöopathischen Mittels abhängen.

Arnika Pflanze Globulin

Globuli und Homöopathische Mittel

Die kleinen Kugeln besitzen ein sehr geringes Gewicht (z. B. 500 Stück pro 1 g) und bieten damit den vorteilhaften Transport größerer Mengen (z. B. Taschenapotheke). Zudem kann die Anwendung auf Grund des kleinen Durchmessers (0,5 bis 1,5 mm) auch bei Babys und Kleinkindern erfolgen. Sie sind völlig frei von Alkohol und erleichtern die Einnahme durch den süßen Geschmack. Selbst die kleinsten Patienten erfreuen sich daran behalten die Kugeln zum Lutschen sehr lange im Mund.

Da bei der Herstellung statt Milchzucker (für andere Formen üblich) Rohrzucker verwendet wird, können auch Menschen mit Laktoseintoleranz von der Einnahme und den Wirkstoffen profitieren. Der verwendete Wirkstoff liegt stark verdünnt vor und schließt damit Nebenwirkungen fast gänzlich aus. Diese können ausschließlich im Rahmen der homöopathischen Erstverschlimmerung erwartet werden. Globuli werden in den meisten Fällen nur als Einzelmittel angeboten, sie enthalten also nur einen einzigen Wirkstoff.

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homöopathische Tabletten

Homöopathische Tabletten bilden ebenfalls eine beliebte Darreichungsform in der alternativen Medizin. Für die Herstellung wird eine unlösliche bzw. pulverisierte Ausgangssubstanz durch Trituration (Verreibung) mit dem sogenannten Milchzucker (Laktose) vermischt. Diese Form der Herstellung eignet sich ganz klar für Substanzen, bei welchen der Wirkstoff nicht mit Alkohol gelöst (unlöslich) werden kann. Die anschließende Verreibung mit dem Milchzucker erfolgt mittels Mörser für circa 1 Stunde. Dabei entsteht zwar keine Urtinktur (der flüssige Ausgangsstoff), eine Potenzierung wird aber dennoch durch das verreiben erreicht. Die Verreibung zwischen den einzelnen Potenzierungsstufen dauert ebenfalls jeweils eine Stunde. Ist die gewünschte Potenz erreicht, wird das entstandene Pulver in Tablettenform gepresst.

Im Gegensatz zu den Globuli (Einzelmittel) werden Tabletten auch als Komplexmittel, mit mehreren Wirkstoffen angeboten.

Tabletten lassen sich leicht dosieren und weisen neben der minimalen Größe auch ein leichtes Gewicht auf. Für den Transport in einer Taschenapotheke sind Tabletten also ebenfalls geeignet. Für die Einnahme werden die Tabletten entweder in Wasser aufgelöst und im Mund zergehen gelassen. Das Schlucken der Tabletten wird nicht empfohlen, da die Wirkstoffe am besten über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Der süßliche Geschmack ist nicht nur bei Erwachsenen beliebt, sondern vereinfacht auch die Anwendung bei kleinen Kindern. Menschen mit Laktoseintoleranz sollten jedoch lieber auf eine milchzuckerfreie Darreichungsform zurückgreifen.

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Homöopathische Externa

Bei dieser Form der homöopathischen Arzneimittel handelt es sich meist um Salben zur äußerlichen Anwendung. Hier können mehrere homöopathische Wirkstoffe einer zusatzstoffarme, neutrale Creme zugesetzt werden. Somit stellen die Salben ein Komplexmittel dar. Auf dem Markt finden sich aber auch Salben mit nur eine Wirkstoff (Einzelmittel). Ausgangsstoff bilden Salben auf Fettbasis, wie zum Beispiel Vaseline oder Glycerin, bzw. ein kühlendes Gel. In diese werden die entsprechenden Wirkstoffe mit benötigter Menge und Potenz eingearbeitet. Zudem kommen auch Urtinkturen zum Einsatz.

Verwendung finden die Salben bei stumpfen Verletzungen (Verstauchungen, Zerrungen, Prellungen). So können zum Beispiel leichte Sportverletzungen gut behandelt werden. Der Einsatz erfolgt aber auch zur Unterstützung der Wundheilung (frische Schürf- und Risswunden) oder bei eiternden Verletzungen. Die Behandlung bei einem Wunden Baby-Po ist ebenfalls möglich. Handelt es sich bei dem Ausgangsstoff um ein Gel, kann dieses zusätzlich kühlen und erfrischen. Dies ist besonders bei entzündlichen Prozessen (z. B. Sonnenbrand) oder Schwellungen empfehlenswert. Weitere Anwendungsgebiete sind Hauterkrankungen (z. B. Neurodermitis), Rheuma, Hämorrhoiden, Durchblutungsstörungen oder Arthrose.

Da die Salben einen hohen Fettanteil besitzen, sollten sie bei der Verwendung sehr dünn aufgetragen werden. In diesem Fall können die Wirkstoffe besser vom Körper aufgenommen werden. Für die optimale Wirkung müssen die Salben mehrmals täglich aufgetragen werden.

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Homöopathische Ampullen

Bei den Ampullen handelt es sich um ein Behältnis, das für homöopathische Arzneimittel zur parenteralen Applikation (Interjektion) genutzt wird. Häufig verwendete Materialien sind Kunststoff oder Glas, welches farblos oder gefärbt zur Herstellung genutzt wird. Gefärbtes Material kann zum Beispiel vor Licht schützen und damit die Haltbarkeit des Arzneimittel erhöhen. Gefüllt werden die Ampullen meist mit einer Einzeldosis, die für eine einmalige Injektion bestimmt ist.

Bei Arzneimittel in der Ampulle handelt es sich um einen verdünnten homöopathischen Wirkstoff. Für diesen wird zunächst eine Urtinktur gewonnen, welche anschließend für die gewünschte Potenz mehrmals verdünnt wird. Diese Verdünnung ist ein zeitaufwendiger Herstellungsprozess, bei welchem in der Regel ein Ethanol-Wasser-Gemisch Verwendung findet. Die Verdünnung erfolgt mit Handarbeit und sehr genauen Vorschriften. Die Ampullenpräparate können separat Anwendung finden (Einzelmittel) oder gemischt werden (Komplexmittel). Da die Injektion Alkohol enthält, sollte sie bei schweren Erkrankungen (z. B. Leber oder Niere) keine Verwendung finden. Hier bieten sich alkoholfreie Darreichungsformen (z. B. Globuli) an.


Homöopathische Dilutionen

Bei den Dilutionen handelt es sich um homöopathische Arzneimittel in Tropfenform, die durch Verschüttelung ihre Potenzierung erhalten. Ausgangssubstanzen bilden die Urtinktur/ Trituration mit dem Wirkstoff und ein Ethanol-Wasser-Gemisch. Die Herstellung ist sehr aufwendig und enthält im Gegensatz zu Globuli oder Tabletten keinen Zucker (Rohrzucker und Milchzucker). Die Verwendung ist für laktoseintolerante Menschen geeignet, auf Grund des Alkoholgehalts aber nicht für schwer kranke Menschen, sowie Säuglinge und Kinder.

Dilution bedeutet aus dem lateinischen übersetzt „Verdünnung“, stellt also eine flüssige, verdünnte Substanz dar. Die Potenzierung erfolgt durch die Verschüttelung der Wirkstoffe mit einem Ethanol-Wasser-Gemisch. Je Stufe sind hier 100 leichte Schläge auf einen geeigneten Gegenstand (z. B. ein in Leder gebundenes Buch) erforderlich. Um dieselbe Wirkung einer Tablette oder der Globuli zu erreichen, sind drei bis fünf Tropfen der Dilution nötig. Diese werden ebenfalls am besten über die Mundschleimhaut aufgenommen und sollten vor dem Schlucken für eine gewisse Zeit im Mund behalten werden. Die Anwendung erfolgt in der Regel mehrmals täglich (bis zu zwölfmal).

Dilutionen werden in Fläschenform angeboten und können bei Schütteln ihre Potenz verändern. Wird das Fläschen zum Beispiel in einer Handtasche getragen, verändert es seine Dynamik und gibt dem Körper bei der Einnahme einen neuen Reiz.

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Homöopathische Triturationen

Bei dieser Form handelt es sich um Verreibungen der Wirkstoffe und Milchzucker zur Pulverform. Dieses Pulver dient häufig als Ausgangsstoff für die Herstellung von Tabletten oder Salben. Einige Wirkstoffe der Homöopathie sind unlöslich und lassen sich daher nicht mit Alkohol aus der Ausgangssubstanz (z. B. einer Pflanze) lösen. Um dennoch den Wirkstoff für die Homöopathika nutzen zu können, erfolgt eine Verreibung mit Milchzucker. Mit der Verreibung ist ebenfalls eine Potenzierung (Verdünnung nach Stufen) möglich. Für die jeweilige Stufe einer Potenz ist eine Verreibung von circa 6 bis 10 Minuten erforderlich. Sie erfolgt in einem Keramikgefäß mit Mörser, wobei der

Da diese Form Milchzucker (Laktose) enthält, ist sie nicht für Menschen mit Laktoseintoleranz geeignet. Das Endprodukt schmeckt süßlich und erfreut sich daher bei der Anwendung einer großen Beliebtheit. Selbst Kinder können von der einfachen Einnahme profitieren. Da für das Herauslösen des Wirkstoffs kein Alkohol verwendet wird, eignet sich diese Form des homöopathischen Arzneimittels für alkoholkranke Menschen oder Menschen mit schweren Organschäden (z. B. an Leber oder Niere).

Die verwendeten Präparate können in Einzelform (Einzelmittel), also mit nur einem Wirkstoff oder als Komplexmittel mit mehreren Wirkstoffen vorliegen. Die Darreichung hängt natürlich von den jeweiligen Beschwerden und dem Krankheitsbild ab. Das Pulver kann mehrmals täglich, unverdünnt kurz vor den Mahlzeiten eingenommen werden.


Homöopathische Urtinkturen

Umgangssprachlich wird die Urtinktur auch als „Mutter der homöopathischen Mittel“ bezeichnet. Sie kann als Basis anderer Formen Verwendung finden, aber auch als eigenständiges Heilmittel. Für die Verabreichung als Urtinktur sind jedoch nicht alle Wirkstoffe geeignet, da die unverdünnte Form in einigen Fällen giftig sein kann. Um dem Körper einer Vergiftung vorzubeugen erfolgt die Potenzierung (Verschütteln, Verreiben), also die Verdünnung des Wirkstoffs.

Um die verschiedenen Formen der homöopathischen Arzneimittel herzustellen, müssen die Wirkstoffe zunächst von den Rohstoffen gelöst werden (z. B. Lösung, Verreibung, Urtinktur). Rohstoffe bilden verschiedene pflanzliche und tierische Substanzen. Die Filtration einer Urtinktur erfolgt über mehrere Wochen in Alkohol oder Wasser. Danach kann sie potenziert und zu Globuli, Ampullen oder Dilutionen weiterverarbeitet werden. Die unverdünnte Form der Urtinktur kann bei folgenden Wirkstoffen zum Einsatz kommen:

  • Frauenmantel
  • Ringelblume (Calendula)
  • Propolis (Schutzharz von Bienen)
  • Thymian
  • Rosskastanie

Urtinkturen können sowohl innerlich als auch äußerlich Anwendung finden. Zu den äußerlichen Anwendungen zählen zum Beispiel Bäder. Dennoch ist die Verwendung der unverdünnten Form oft nicht so wirkungsvoll, da sich durch die Potenzierung die Wirkstoffe erst richtig entwickeln und ihre besondere Dynamik finden.

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Unterschiede zu anderen Arzneimittelformen

Während zum Beispiel bei der Phytotherapie die Wirkstoffe von Heilpflanzen und Kräutern genutzt werden um Symptome zu lindern, stellen homöopathische Mittel mit ihren Wirkungen eine Sonderform dar. Hier liegt das Ziel der Behandlung auf der Behandlung der Symptomatik, mit ähnlich hervorgerufenen Symptomen des homöopathischen Mittels. Dabei kommt die Ähnlichkeitsformel: „Ähnliches mit Ähnlichem heilen“ zum Einsatz. Hat der Betroffene zum Beispiel Husten, wird ein Mittel verabreicht, dass bei einem gesunden Menschen den Husten hervorrufen würde. Dabei wird das Symptom nicht unterdrückt oder gelindert, sondern die Selbstheilungskräfte des Körpers angeregt, den Husten zu bekämpfen. Prinzip der homöopathischen Behandlung ist das Potenzierung, bei der es zu einer Verdünnung der Wirkstoffe kommt. Dabei werden diese aber verstärkt und freigesetzt und können auf den Körper wirken. Homöopathische Mittel werden zudem nicht bei einer bestimmten Erkrankung angewandt, da die Auswahl von der Individualität des Menschen abhängt. Jedes Mittel kann dabei anders auf den Menschen wirken.


Dosierungsformen und Einnahme

Homöopathische Mittel werden zum Beispiel in Form von Globuli, Tabletten, Pulver oder Tropfen angeboten. Während Tropfen Alkohol enthalten und nicht bei Kindern oder kranken Menschen Anwendung finden sollten, enthalten Pulver und Tabletten Milchzucker und sind daher für laktoseintolerante Menschen ungeeignet. Globuli enthalten dagegen Zucker, dieser ist jedoch in so geringen Mengen enthalten, dass eine Verwendung auf für Diabetiker unbedenklich ist.

Bei den Dosierungen handelt es sich um eine Gabe. Diese hängt wiederrum vom Alter ab. So ist die Gabe bei Erwachsenen höher als bei Kindern.

Erwachsene und Jugendliche

  • Fünf Tropfen
  • Fünf Globuli
  • Eine bis zwei Tabletten

Kinder (6 bis 12 Jahre)

  • Drei bis vier Tropfen
  • Drei bis vier Globuli
  • Eine Tablette

Kinder (1 bis 6 Jahre)

  • Zwei bis drei Tropfen
  • Zwei bis drei Globuli
  • Eine Tablette

Babys (bis 1 Jahr)

  • Eine halbe Tablette
  • Eine bis zwei Globuli

Die jeweiligen Potenzen (Dosierungsformen) die zur Anregung der Selbstheilungskräfte nützlich sind, werden von den Symptomen bestimmt.

Wie oft sollte die Einnahme erfolgen?

Je stärker die Beschwerden oder Symptome auftreten, desto häufiger sollte die Einnahme des homöopathischen Mittels erfolgen. Tritt eine Besserung ein, kann die Einnahme reduziert werden.

Bei starken Beschwerden oder einem heftigem Verlauf kann die Wasserglasmethode bei der Einnahme Anwendung finden. Dafür wird das Mittel in 200 ml Wasser aufgelöst, verrührt und anschließend alle 3 bis 15 Minuten ein kleiner Schluck getrunken.

Standarddosierung

Da die Dosierung von den Potenzen abhängt, gibt es bestimmte Richtlinien für die Gabe.

  • Bis Potenz D6/ C6 – dreimal täglich
  • Bis Potenz D15/ C15 – zweimal täglich
  • Potenz C30 – einmal wöchentlich
  • LM-Potenzen – dreimal wöchentlich

Sehr hohe Potenzen (ab D200/ C200) sollten erst wieder eingenommen werden, wenn die Wirkung der ersten Einnahme vorbei ist. Dies kann in einigen Fällen 4 bis 8 Wochen lang dauern. Diese hohen Potenzen sollten auch nicht für die Selbstbehandlung genutzt werden, sondern nur von einem erfahrenen Heilpraktiker.

Treten zwischen den Gaben Veränderungen auf, verdoppelt sich der Abstand zur nächsten Gabe. Wer das Gefühl hat, wieder gesund zu sein, sollte dennoch zwei weitere Tage lang die Hälfte der empfohlenen Dosis einnehmen.

Wie werden die Gaben eingenommen?

Homöopathische Mittel werden am besten über die Mundschleimhaut vom Körper aufgenommen. Daher sollten die Mittel für etwa 1 Minute im Mund verbleiben und erst danach hinuntergeschluckt werden.

Zudem sollten die Mittel nicht direkt vor oder nach dem Trinken, Essen, Rauchen oder Zähneputzen eingenommen werden. Der Mund sollte außerdem frei von Geschmack sein, damit die Mittel ihre Wirkung richtig entfalten können. Werden unterschiedliche Mittel eingenommen, sollte hier ein Abstand von 15 bis 30 Minuten zwischen der Einnahme liegen.

Homöopathische Mittel sollten nicht mit metallischen Gegenständen oder den Händen in Berührung kommen. Die empfindlichen Mittel werden stark durch die äußeren Reize beeinflusst. Gefäße und Löffel aus Glas, Plastik oder Porzellan können dagegen problemlos verwendet werden.


Gebräuchliche Potenzen

Um die jeweilige Potenz eines Mittels zu erreichen, wird der sogenannte Potenzierungsvorgang durchgeführt. Dieser ist sehr aufwändig und erfolgt nach genauen Vorgaben. Häufigste Form der Potenzierung ist das Verschütteln, wobei z. B. ein Tropfen der Urtinktur, mit der jeweiligen Menge Wasser oder Alkohol einer Potenzierungsstufe verdünnt wird. Dafür wird das Gefäß für jede Potenzierungsstufe 100 Mal auf ein in Leder gebundenes Buch geschlagen.

Die Buchstaben geben die Verdünnung an, während die Zahlen hinter den jeweiligen Buchstaben die Stufe der Potenzierung angibt, also wie oft ein Mittel verschüttelt bzw. verrieben wurde.

D-Potenzen

Bei dieser Form der Potenzen wird das Mittel in Zehnerschritten verdünnt. Basis der Verdünnung ist also die Zahl 10 (Dezimal – D-Potenz). Die Zahl nach dem Buchstaben gibt die jeweilige Potenzierungsstufe an. Folgende Auflistung zeigt einige Beispiele der D-Potenzen)

  • D1 (1:10)
  • D2 (1:100 – entspricht in etwa einem Teelöffel)
  • D4 (1:10.000 – selbst bei giftigen Urtinkturen unbedenklich)
  • D30 (1:1 Quintillion – entspricht 50 Erdvolumen)

Weitere gebräuchliche Potenzen

Neben der D-Reihe gibt es auch noch weitere Potenzen, die größere Verdünnungsschritte aufweisen. Zu den ebenfalls am weitest verbreiteten zählen die C-Potenzen, M-Potenzen und LM-Potenzen.

Potenz-Reihen Verdünnungsstufen

  • D-Potenzen: 10
  • C-Potenzen: 100
  • M-Potenzen: 1000
  • XM-Potenzen: 10.000
  • LM-Potenzen: 50.000
  • Q-Potenzen: 50.000
  • CM-Potenzen: 100.000

Aufbewahrung und Haltbarkeit

In der Regel weisen Homöopathika eine sehr lange Haltbarkeit auf. Es wird jedoch vom Arzneimittelgesetz vorgeschrieben, dass jedes Medikament mit einem Verfallsdatum versehen werden muss. Dazu zählen auch die Homöopathika.

Rein physikalisch Gehen Globuli, Tabletten und Pulver kaputt, wenn sie zu feucht aufbewahrt werden. Daher sollten zum Beispiel Globuli am besten in einem kleinen Glasröhrchen aufbewahrt. Glasröhrchen stellen auch die typischste Verkaufsform der Globuli dar. Eine dunkle Färbung des Glas kann das Mittel zusätzlich vor Licht schützen, da neben der trockenen und kühlen auch eine lichtgeschützte Lagerung zu empfehlen ist.

Zudem sollten die homöopathischen Mittel von ätherischen Ölen und elektrischen Geräten (z. B. Mikrowelle, Fernseher oder Handy) ferngehalten werden. Denn werden die Mittel starker Strahlung oder Hitze ausgesetzt, gelangen die Moleküle in Schwingung. Diese müssen sich dann neu orientieren, wobei die Wirkung verloren geht.


Wirkstoffe der Globuli

Wer die Globuli genauer betrachtet stellt schnell fest, dass es sich bei den enthaltenen Wirkstoffen nicht um richtige Wirkstoffe handelt. Vielmehr fungieren die Globuli als Trägersubstanz und speichern die energetischen Informationen verschiedener Substanzen. Diese „Heilenergie“ wird aktiv, wenn das homöopathische Mittel und das Symptom des Betroffenen zusammenpassen. Bei der Herstellung werden sie mit der hochverdünnten Urtinktur besprüht und anschließend getrocknet.


Globuli & Homöopathische Mittel von A-Z

 


Fragen & Antworten zu Globuli

Handelt es sich bei den Globuli um einen Placebo-Effekt?

Eine Behandlungsmethode oder Substanz ohne arzneiliche Substanz wird als „Placebo“ bezeichnet. Diese können zum Beispiel die positiven Wirkungen einer Arznei nachahmen, ohne den spezifischen Wirkstoff zu enthalten. Dennoch tritt bei der Scheinbehandlung eine Verbesserung des Zustands ein. Die Wirkungen der homöopathischen Globuli können jedoch nicht als Placebo-Effekt gesehen werden, da sie ihnen in den Effekten weit überlegen sind. Eine homöopathische Behandlung kann nach den ersten Einnahmen sogar gar keine Wirkung hervorrufen oder den Zustand des Betroffenen sogar verschlechtern (Erstverschlimmerung).

Warum liegen Globuli in verdünnter Form vor?

Ursprünglich wurden bei den homöopathischen Mitteln nur die Grundsubstanzen bei der Behandlung verwendet. Teils sind diese jedoch toxisch und überschatteten die Behandlung mit ihren giftigen Wirkungen. Folglich wurde vor der Behandlung die Grundsubstanz verdünnt, was jedoch auch die Wirkung einschränkte. Zufällig entdeckte der Erfinder (Samuel Hahnemann) bei einer Kutschfahrt, dass sich die Wirkung durch das Schütteln der Substanzen verstärkte. Somit konnten die schädlichen Nebenwirkungen reduziert und die therapeutische Wirkung erhöht werden.

Was gibt es bezüglich der Sicherheit zu beachten?

Homöopathische Globuli sind stark verdünnt und daher für den Körper unschädlich. Die Einnahme kann die Selbstheilungskräfte des Körpers stärken und damit bei der Bekämpfung einer Erkrankung unterstützen. Dennoch können sie bei schweren Erkrankungen keine schulmedizinische Behandlung ersetzen.

Kann es mir schlechter gehen, bevor es besser wird?

Oft geht es hier um den Begriff „Erstverschlimmerung“, welcher mit Homöopathie und der Einnahme von Globuli im Zusammenhang steht. Zu Beginn der Einnahme treten die Symptome verstärkt auf, lassen jedoch nach kurzer Zeit nach und verschwinden dann ganz. Dies ist die Folge der sogenannten Ähnlichkeitsformel, welche bei der Homöopathie zum Einsatz kommt. Hier sollen die bestehenden Symptome mit Ähnlichen behandelt werden, da somit die Selbstheilungskräfte des Körpers angeregt werden. Aus diesem Grund ist es in den meisten Fällen sogar üblich, dass sich die Betroffenen nach der Ersteinnahme der Globuli schlechter fühlen als vorher. Dieser Zustand ist jedoch nur vorrübergehend, bis das Immunsystem seine Aktivitäten in Gang setzt. Anschließend geht es den Betroffenen viel besser und die Symptome verschwinden.

Wie kann ich bei akuten Beschwerden das richtige Mittel wählen?

Die Wahl der richtigen Globuli hängt nicht allein von der Diagnose ab. Hier spielen auch die persönlichen Symptome eine wichtige Rolle. Zunächst sollten die Beschwerden ausgewählt und dabei das persönliche Symptom, welches im Mittelpunkt der Beschwerde steht bestimmt werden. Anschließend wird ein Einstieg gewählt, der weiter zu den passenden Wirkstoffen führt. Dabei müssen nicht alle Symptome auf den Betroffen selbst zutreffen. Wenn der erste Einstieg nicht mit den Beschwerden übereinstimmt, sollte ein anderes gewählt werden.

Ist die Gabe von Globuli bei Kindern sinnvoll?

Globuli eignen sich sehr gut als homöopathisches Mittel bei Kindern. Die süßen Kugeln zergehen leicht auf der Zunge und hinterlassen keinen bitteren Geschmack wie andere Medikamente. Homöopathie kann bei vielen Beschwerden und Kinderkrankheiten eine wirksame Unterstützung sein. Hier lassen sich die typischsten Beschwerden leicht lindern und verschiedene Krankheiten sogar vorbeugen. Gerade der kindliche Organismus wird nicht den störenden Einflüssen (z. B. Alkohol, Nikotin und Kaffee) ausgesetzt, wodurch die Kinder auf die alternativen Mittel sehr gut ansprechen. Homöopathie sollte jedoch immer als Ergänzung und nicht als Ersatz der Schulmedizin gesehen werden. Zudem ist von einer Selbstbehandlung ebenfalls abzuraten.

Kann ich meinem Haustier ebenfalls Globuli geben?

Auch bei Tieren ist die homöopathische Behandlung von Beschwerden und Krankheiten möglich. Diese tragen zu einem schonenden Therapieverfahren der Tiermedizin bei. Zudem ist bei Tieren eine Selbstbehandlung durch den Besitzer denkbar. Bei Auswahl der Mitte, Dosierung und Wirkung gibt es jedoch einige Feinheiten zu beachten, da sich die Tier vor allem in Größe und Gewicht, aber auch von Tierart und Rasse unterscheiden. Bei der Behandlung ist ebenfalls die Verbesserung der Symptome und des Allgemeinzustandes entscheidend. Zudem sollte beachtet werden, dass einige Mittel für den Menschen zwar verträglich, für die Tiere aber schädlich sein können. Globuli und Tabletten finden hier am häufigsten Anwendung, da die süßlich schmeckenden Präparate sehr gut von den Tieren angenommen werden.

Können Globuli von jedem Menschen eingenommen werden?

Da es sich bei den Globuli nicht um eine alkoholische Verdünnung handelt, können sie bedenkenlos bei Säuglingen, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Anwendung finden. Vorliegende schwere Erkrankungen werden dabei nicht beeinflusst. Auch Diabetiker können die kleinen Kugeln einnehmen, da der Zuckergehalt mit welchem sie hergestellt werden, im Verhältnis gesehen sehr gering ist. Zudem sind Globuli laktosefrei und können auch von laktoseintoleranten Menschen problemlos eingenommen werden. Auch Schwangere können von der Einnahme der Globuli profitieren, sollten sich hier jedoch im Voraus gut beraten lassen.

Werden Globuli auch als Komplexmittel angeboten?

Nein, Globuli werden als Einzelmittel angeboten, wobei die Dosierung hier geringer ist als bei Komplexmitteln (z. B. Tropfen). Einzelmittel können immer nur bei einer bestimmtes Symptom/ eine bestimmte Beschwerde Anwendung finden.

Ist es sinnvoll einen Vorrat an Globuli anzulegen?

Oft kommt es im Alltag zu Situationen, in denen ein kleiner Vorrat der Globuli sich als sehr praktisch erweist. Hierfür eignet sich eine sogenannte Taschenapotheke, die für verschiedene Situationen mit den spezifischen Präparaten bestückt wird. Hier sollte natürlich regelmäßig das Verfallsdatum überprüft und die abgelaufenen Medikamente ausgetauscht werden.


Unser Fazit

Homöopathische Mittel nahmen in den letzten Jahren stark an Beliebtheit zu. Immer mehr Menschen möchten von der Schulmedizin und den Nebenwirkungen bekannter Medikamente Abstand nehmen und greifen zu verschiedenen Präparaten der Alternativmedizin. Globuli finden dabei am häufigsten Anwendung, da sie nicht nur eine leichte Einnahme garantieren, sondern auch leicht verträglich sind. Selbst Säuglinge und Schwangere können von den positiven Eigenschaften der kleinen Kügelchen profitieren. Die verwendete „Ähnlichkeitsformel“ hat sich dabei immer wieder stark bewährt und verspricht den Betroffenen eine optimale Unterstützung der Selbstheilungskräfte. Bei der Verwendung sollte nur darauf geachtet werden die Mittel nicht wahllos einzunehmen und Homöopathie immer als Ergänzung zur Schulmedizin zu sehen.

 

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