Pflege

Hilfe und Pflege im Alter zu Hause

Informationen für ältere Menschen und pflegende Angehörige

Kurze aber informative Ratgeber zum Thema Pflege

Es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten der Pflege. Wir möchten Ihnen auch hier die wichtigsten vorstellen:

Die ambulante Pflege findet in häuslicher Umgebung statt, d. h. die Pflegedienste kommen zu den Senioren nach Hause in ihre vertraute, evtl. familiäre, Umgebung. Bei der ambulanten Pflege ist ein Zusammenspiel von pflegenden Angehörigen und professionellen Pflegekräften möglich.

Die Teilstationäre Pflege ist eine vorübergehende Pflege in der Einrichtung, nur zu bestimmten Tages- oder Nachtzeiten und kann so auch individuell zu den Bedürfnissen der Betroffenen gestaltet werden. Die teilstationäre Pflege schließt somit die Lücke zwischen der stationären Betreuung im Heim und der ambulanten Pflege durch Pflegedienste zu Hause. Diese Pflegeform bietet die Möglichkeit, trotzdem weiter zu Hause oder bei der Familie zu wohnen.

Stationäre Pflege bedeutet, Wohnen und Pflege finden in der Einrichtung statt. Traditionell wird unterschieden in betreutes Wohnen oder Altersheime für ältere Menschen mit niedrigem Pflegebedarf und in Pflegeheime für Personen mit hohem Pflegebedarf. Allein stehend, schwer dement und hochaltrig (85+) sind die hauptsächlichen Merkmale beim Einzug ins Pflegheim.

Pflege Ratgeber

Die meisten älteren Menschen möchten so lange wie möglich in ihrer eigenen Wohnung oder im eigenen Haus leben. Um auch bei Hilfe- und Pflegebedürftigkeit in der vertrauten Umgebung wohnen bleiben zu können, ist es wichtig, sich frühzeitig zu informieren, welche Angebote und Möglichkeiten es zur häuslichen Pflege gibt.

Der Internetratgeber „Hilfe und Pflege im Alter“ bietet einen Überblick und erläutert anschaulich die vielfältigen Hilfen und Dienstleistungen, die für Ältere angeboten werden. Das Spektrum reicht von Beratungsstellen über ambulante Dienste bis hin zur Finanzierung der häuslichen Pflege.

Älteren Menschen und ihren Angehörigen soll mit dieser Internetseite dazu verholfen werden, die Angebote und Hilfeleistungen zu finden und zu nutzen, die für ihre individuelle Situation angemessen sind.

Wohnen

Es gibt die unterschiedlichsten Wohnformen, wie beispielsweise Altersheim, betreutes Wohnen, für Senioren. Wir versuchen Ihnen hier die wichtigsten Wohnformen zu erläutern. Klare Definitionen gibt es leider nur nach den täglichen Betreuungszeiten und dem Ort, an dem gepflegt wird.

Altersheim oder Pflegeheim, Seniorenheim, -zentrum oder -residenz bieten die umfassendste stationäre Pflege und sind eine Wohneinrichtung für ältere Menschen, die nicht mehr zu Hause leben können oder wollen. Die wichtigste Heimform sind in Deutschland die Pflegeheime.

Gemeint ist damit eine Einrichtung zur Unterbringung, Betreuung und Pflege alter Menschen. Altersheime werden in staatliche (städtischer), kirchlicher oder privater Trägerschaft geführt.

Bei Wohnen mit Service oder betreutes Wohnen werden Appartements zusammen mit einem flexiblen Pflegeangebot vermietet.

Kurzzeitpflegeplätze sind die optimale Lösung bei kurzfristiger Verhinderung (z.B. Urlaub oder Krankheit) der pflegenden Angehörigen oder für die Wartezeit bis ein Pflegeplatz frei wird.

Teilstationäre Pflege bietet ähnlich wie die Kurzzeitpflege, Möglichkeiten für Angehörige, die täglich Bedarf an Unterstützung haben (z.B. weil sie tagsüber zur Arbeit müssen).


Altersgerecht Wohnen ein wichtiges Thema

Die demografische Entwicklung in Deutschland zeigt, dass es in Zukunft immer mehr ältere Menschen gibt, die pflegebedürftig sind.

Dennoch sind die Ansprüche und Pflegebedürftigkeit der Senioren sehr unterschiedlich. Um einen schönen Lebensabend zu genießen sollte man sich rechtzeitig mit den Auswahlmöglichkeiten auseinander setzen.

Viele Rentner möchten im hohen Alter  nicht umziehen und die gewohnte Umgebung verlassen. Um als Pflegebedürftiger weiterhin zu Hause zu leben gibt es aber einige Dinge, die man beachten sollte. So ist es auf jeden Fall empfehlenswert rechtzeitig eine Wohnberatungsstelle zu kontaktieren, damit diese über die Kriterien einer seniorengerechten Wohnung informieren kann.

Eine andere Alternative, die für besonders pflegebedürftige Fälle in Frage kommt, ist die Unterbringung in Pflegeheimen. Diese übernehmen eine Rundum-Versorgung und begleiten auch meistens in die Krankenhäuser.

Eine gute Kombination aus beidem sind die Betreuten Wohngemeinschaften. Hier leben ältere und bereits pflegebedürftige Personen zusammen in einer barrierefreien Wohnung oder einem Haus und unterstützen sich gegenseitig im Alltag. Jeder Mitbewohner hat seinen eigenen Bereich, der Alltag spielt sich jedoch hauptsächlich in der Gemeinschaft ab.

Ein Ambulanter Pflegedienst kann nach Bedarf bestellt werden. Ein Nachteil kann allerdings sein, dass die Wohngemeinschaften meist privat gegründet werden und deshalb keinen Qualitätskontrollen unterliegen.

Wichtig bei der Entscheidung sind definitiv ausreichende Informationen und eine gute Selbsteinschätzung. Auch die Angehörigen und Freunde des Betroffenen können um Rat gefragt werden.


Das Aussehen von Senioren ist doch wichtig

Dänische Forscher haben durch Untersuchungen an 1.826 Zwillingen, die älter als 70 Jahre waren, bestätigt, dass Senioren, die für ihr Alter noch jung aussehen, auch eine höhere Lebenserwartung haben, als solche, die älter aussehen als sie tatsächlich sind.

Das Team um Professor Kaare Christensen von der University of Southern Denmark untersuchte den Zusammenhang zwischen dem optischen Alter und dem letztendlich erreichten Alter. Hierfür wurden nicht nur die Gesichter der Probanden fotografiert, sondern sie mussten sich auch geistigen und körperlichen Tests unterziehen.

Drei unabhängige Teams haben nun das Alter der auf den Fotos gezeigten Personen geschätzt, wobei nie beide Zwillinge am selben Tag gezeigt wurden. Anhand der über 7 Jahre erstellten Sterbestatistik konnte glaubhaft bestätigt werden, dass junges Aussehen oft mit einer hohen Lebenserwartung einhergeht.

Je größer also der optische Unterschied zwischen den Zwillingen war, desto wahrscheinlicher war es, dass der älter Aussehende der beiden auch früher starb. Als Bedingung für die Teilnahme an dieser Studie als Proband wurde natürlich vorausgesetzt, dass keinerlei chirurgische Veränderungen vorgenommen wurden.


Dramatische Entwicklung der Personalkosten in der Pflege

Diakonie-Vorstand Joachim von der Osten schlägt Alarm: In 10 Jahren wird es bundesweit ca. 3,6 Mio. stationär betreute Pflegefälle geben; über die Hälfte mehr als jetzt. Die Personalkosten sind jedoch der Dreh- und Angelpunkt in der Pflege, denn sie umfassen 80% der Gesamtkosten eines Pflegeheims.

Jedoch ist dies über die erhaltenen Entgelte wie bisher bereits kaum noch finanzierbar. Wettbewerbsfähig zu bleiben ist durch die steigende Anzahl an privaten Dienstleistern derzeit schwer machbar. In offenen Gesprächen soll nun versucht werden, einvernehmliche Lösungen zu finden; bspw. in der Absenkung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

Personaleinsparungen stehen nicht zur Debatte, denn wegen der Vielzahl an Pflegefälle kann auf keine Pflegekraft verzichtet werden. Weitere Einsparmöglichkeiten gäbe es keine.

Seit der Einführung der Pflegeversicherung wurde bereits vieles umorganisiert und derart optimiert, dass Kostenreduktionen bei Lebensmitteln, in der Ausstattung oder bei den Energiekosten nicht mehr möglich sind.


Existenzgründung als Job-Chance in der Altenpflege

In Deutschland arbeiten derzeit ca. 800.000 Menschen im Bereich der Betreuung und Pflege älterer oder behinderter Menschen.

Aufgrund der Vielfältigkeit des Berufes mit der ambulanten und der stationären Pflege, mit Wohngemeinschaften und betreutem Wohnen sowie der Nacht- und Kurzzeitpflege von Kranken und Senioren bis hin zu stationären Hospizen sind die Möglichkeiten in diesem Arbeitsfeld immens.

Gegenwärtig sind mehr als 2 Mio. Menschen in Deutschland pflegebedürftig, wobei bis zum Jahre 2020 mit einem Anstieg von 37% bis 2030 sogar bis zu 58% gerechnet wird (Zahlenangaben vgl. Bundesministerium).

Die Marktpotentiale, die sich hier bieten, sind gewaltig. Für Leute, die die Selbständigkeit als Alternative sehen, eröffnen sich gerade durch das Franchising hier ungeahnte Wege. Insbesondere ausgebildetes Pflegepersonal wir von Franchisegebern gesucht, damit qualitativ hochwertige Dienstleistungen überall angeboten werden können. Inzwischen gibt es Lizenzsysteme für fast alle Bereiche des täglichen Lebens: Haushaltshilfen, Haustierbetreuung, Hausmeisterdienste etc.

Hierbei erfolgt die Unterstützung des Selbständigen durch den Lizenzgeber, welche sich auf Marketing, Finanzierung, Ausstattung, Weiterbildungsmöglichkeiten uvm. bezieht. Hier wird die Selbständigkeit zur lukrativen und zielbewussten Alternative gegenüber der reinen Weiterbildung, denn aufgrund des enormen Marktpotentials sind die Wettbewerber zu immer qualitativ hochwertigeren Leistungen gezwungen. Ob sich das Franchising im Pflegebereich allerdings zu einem Erfolgsmodell entwickelt, bleibt abzuwarten.


Gesetzlich Versicherte sterben früher

Bei einer Studie hat die Rostocker Demografin Eva Kiberle entdeckt, dass ein großer Anteil gesetzlich Versicherter deutlich früher stirbt als privat Versicherte. Es wurde herausgefunden, dass Privatversicherte durch aus so genannte „Überlebensvorteile“ gegenüber den Gesetzlich Versicherten hätten, diese jedoch nicht für das Ergebnis der Studie verantwortlich seien.

Vielmehr erklärt Kiberle: Was dahinter steckt, sind Bildung, Einkommen und Art der Beschäftigung. Der Status der Versicherung ist also eher Folge als Ursache für diese Erkenntnis. Die Analyse der Forschungsgruppe hat ergeben, dass es auch innerhalb Deutschlands einen sozialen Gradienten bei der Sterblichkeit gibt: Die Sterblichkeit ist in Gruppen mit hohem sozioökonomischen Status geringer als in Gruppen mit niedrigerem sozioökonomischen Status.

Einen besonders großer Einfluss hat die Art der körperlichen Belastung während der Beschäftigungsphase. Auch wenn das Durchschnittsalter von Senioren, auch durch gute Pflege in Altersheimen im Allgemeinen steigt, steigt es dennoch langsamer bei Ex-Arbeitern als bei ehemaligen Angestellten. Das spiegelt sich auch im Versicherungsstatus der Personen wider. Angestellte sind meist Menschen mit höherem Einkommen als Arbeiter und können sich eher eine Private Krankenversicherung leisten als Angestellte.

Kiberle warnt allerdings davor den Umkehrschluss zu ziehen, dass die gesundheitliche Versorgung von Besserverdienenden auch automatisch besser ist. Rechtzeitig auf einen gesunden Lebenswandel umzusteigen ist immer noch der beste Schutz!


Immer mehr ältere Menschen haben Angst vor dem Altersheim

Laut einer Umfrage gaben 70% aller Befragten an, dass sie Angst vor einem Lebensabend im Altersheim, bzw. Pflegeheim haben. Besonders große Furcht bereitet den Menschen neben schlechter Pflege, die Abhängigkeit von Anderen und den Verlust des Gedächtnisses.
Auch viele Angehörige überlassen die Pflege der geliebten Angehörigen nur ungern Heimmitarbeitern, da sie sich schuldig fühlen den Pflegebedürftigen „abgeschoben“ zu haben.

Im Nachhinein sind dann aber doch vor allem die älteren Menschen froh, dass sie sich für diesen Schritt entschieden haben. Ihnen wird die Versorgung und Pflege abgenommen und ihr Alltag erleichtert sich enorm. Außerdem genießen sie nach der meist langen Einsamkeit das Zusammensein unter Gleichgesinnten.

Die Pflegeleitung bespricht mit den Senioren die Details ihres Privatlebens, der Krankengeschichte und übernimmt meist die Organisation aller notwendigen Papiere sowie der Medikamente und die Begleitung zu den Sanitätshäusern.
Natürlich bedeutet, dass der Einzug in ein Pflegeheim eine enorme Veränderung. Um sich jedoch dennoch heimisch zu fühlen bieten viele Heime an, dass man sich einige liebgewonnene Möbelstücke und Bilder mitnehmen kann, um seinen Bereich persönlich zu gestalten und sich schnellstmöglichst heimisch zu fühlen.

Den schlechten Ruf der Altersheime möchte die Politik mit strengeren Kontrollen entgegenwirken, dennoch sollte man sich rechtzeitig und möglichst umfangreich über die Heime informieren um somit schlechte Erfahrungen zu vermeiden.


Kein Altersheim: eine Wohngemeinschaft zwischen Senior und Student

Das Hamburger Studentenwerk hat eine neue Initiative zum Zusammenbringen von Generationen. Das Projekt lautet „Wohnen mit Hilfe“. Die Idee: Studenten bewohnen ein Zimmer im Haus eines Senioren und bezahlen die Miete nicht mit Geld, sondern mit Haushaltshilfe.

als Faustregel hat die Asta Hamburg 1 Stunde Hausarbeit pro Quadratmeter festgelegt. Eine Hamburger Studentin hat das Angebot einer Seniorin angenommen und eine Wohngemeinschaft mit ihr gegründet. Zusätzlich zu den 14 Stunden, die die Studentin für ihre Zimmermiete hilft, hilft sie noch 5Stunden und erspart sich somit die Nebenkosten.

Die Vorteile der beiden Parteien liegen auf der Hand. Die Studentin kann sich auf zeitaufwendige Nebenjobs sparen und mehr Zeit in ihr Studium investieren. Außerdem bietet ihr das Wohnen mit einer Seniorin Ruhe, die sie für das lernen und zum Erholen von Feiern braucht. Von der familiären Atmosphäre, die durch das Zusammenwohnen von mehreren Generationen entsteht, profitieren beide.

Die Senioren haben den Vorteil, dass sie eine fleißige und kostengünstige Haushaltshilfe haben. Da viele Rentner nicht mehr so mobil und fit sind, ist das eine große Erleichterung. Außerdem werden die Rentner nicht sozial abgeschnitten und können den Studenten mit ihrer Erfahrung zur Seite stehen.

Falls Sie sich auch für eine solche Gemeinschaft interessieren, fragen Sie doch mal beim Studentenwerk in ihrer Nähe nach und bringen Sie diese Idee auch in ihrer Region ins Rollen. In Hamburg gibt es laut Asta mehr interessierte Studenten als Senioren.


Kontrolle in Pflegeheimen

Bereits seit Juli diesen Jahres werden in Alten- und Pflegeheimen unangekündigte Kontrollen durchgeführt, deren Ergebnis auch im Internet veröffentlicht wird. Die Inspekteure überprüfen u. a., ob die Heimbewohner die Pflege und Hilfe erhalten, die sie benötigen.

Sowohl die Pflegeeinrichtungen als auch die Bewohner werden noch dem Zufallsprinzip ausgewählt. Bereits Ende 2010 sollen alle Altenheime Deutschlands nach folgenden Kategorien getestet werden:

–    Pflege und medizinische Versorgung
–    Umgang mit demenzkranken Bewohnern
–    Soziale Betreuung und Alltagsgestaltung
–    Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene

Die Noten von 1 bis 5 werden in 82 Kriterien erhoben und anschließend in einer Note zusammengefasst. So sollen sich Angehörige einen Überblick über den Wachstumsmarkt Pflege verschaffen können.


Neue Ausbildungsmöglichkeiten in der Pflege

Aufgrund des Rückgangs an Ausbildungsplätzen trotz steigenden Bedarfs an qualifiziertem Pflegepersonal, wurde nun in Hamburg sowie in NRW das Ziel gesetzt, diesem Mangel Abhilfe zu schaffen. In NRW werden lt. RWI bis zum Jahre 2020 50.000 zusätzliche Pflegekräfte im stationären und 27.000 im ambulanten Bereich benötigt. Um diesem Notstand entgegen zu wirken fordert u. a. die Gewerkschaft Verdi ambulante und stationäre Einrichtungen dazu auf, den Pflegeberuf attraktiver zu gestalten und mehr Ausbildungsplätze anzubieten.

Um dies zu finanzieren, müssen die entstehenden Wettbewerbsnachteile gegenüber Einrichtungen, die nicht ausbilden, behoben werden, so der Sozialverband Deutschlands. Konkrete Finanzierungskonzepte seien bspw. durch die Integration der Ausbildungen von Alten- und Krankenpfleger gegeben, welche zu ca. 90% übereinstimmen.

In Hamburg wurde ein arbeitsmarktpolitisches Sonderprogramm ins Leben gerufen, das nach Absprache mit der Behörde für Schule und Berufsausbildung neue Ausbildungsplätze finanziert, sofern es gelingt, diese Plätze soweit zu besetzen, dass eine Klassenstärke gewährleistet ist. Jede ambulante Pflegeeinrichtung kann an diesem Programm teilnehmen und von den Fördermöglichkeiten profitieren.


Noten für die Tages- und Nachtpflege

Die Vertragspartner der Pflege-Selbstverwaltung auf der Bundesebene wollen mehr Transparenz in die Pflege bringen und haben daher beschlossen, Prüfkriterien und Noten für die Tages- und Nachtpflege in einem Qualitätsbericht zusammenzustellen. Pflegebedürftige, die daheim versorgt werden, benötigen zumindest für eine bestimmte Zeit am Tag qualifizierte Hilfe. Ebenso wie die pflegenden Angehörigen soziale Unterstützung als Entlastung brauchen. Dennoch  sind die Kriterien für die Benotung einer Pflegeeinrichtung hier völlig ungeeignet.

Auf der Basis der Pflegereform vom 01.07.2008 haben die Spitzenverbände der Leistungserbringer, der GKV-Spitzenverband und die Sozialhilfeträger Kriterien (für stationäre Pflegeeinrichtungen 82 und für ambulante 49) beschlossen, welche zusammen mit den Noten „sehr gut“ bis „mangelhaft“ die Qualität einer Pflegeeinrichtung wiedergeben sollen.

Nach diesen Kriterien werden bisher auch die Bereiche der Tages- und Nachtpflege bewertet, was jedoch als sehr unzureichend gilt. Daher begrüßt auch der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) die neuen Regelungen und hofft auf gute Ergebnisse.


Qualitätsprüfung: Viele Pflegeheime erhalten nur die Note mangelhaft

Der medizinische Dienst der Krankenkassen (MdK) hat seit Anfang Juli 1000 Heime einer Qualitätsprüfung unterzogen; mit erschreckendem Ergebnis!

Jedes 6. Altenheim weist starke Mängel in der medizinischen Versorgung, ebenso wie in der Altenpflege, auf. Hochgerechnet auf alle 10.300 Pflegeheime in Deutschland zählen damit bundesweit 800 Heime zum sog. „kritischen Bereiche“, lt. Vorstand des Spitzenverbands der Krankenkassen Dieter Voß. Obwohl sich 99,8% der Bewohner positiv über ihr Altenheim äußerten, wurde die Versorgung, insbesondere die demenzkranker Patienten, zumeist als ausreichend und sehr häufig auch als mangelhaft eingestuft.

Chef des medizinischen Dienstes Peter Pick bezweifelt jedoch die Aussagekraft der Heimbewohner, denn es sei bekannt, dass gerade Abhängige, wozu die Bewohner eines Altenheimes definitiv zählen, keine Kritik äußern.

Dies ist jedoch lediglich das Ergebnis ersten 1000 Prüfungen von Altenheimen.


Senioren am Steuer eine Gefahr?

Nachdem die Anzahl der Verkehrsunfälle verursacht durch Senioren gestiegen ist und sie somit ein größeres Verkehrsrisiko sind als Fahranfänger, hat das Schweizer Bundesamt für Strassen beschlossen entsprechend zu reagieren und bis Ende des Jahres einen Maßnahmenkatalog für den Bundesrat vorbereiten.

Unter anderem sollen die insgesamt 350 000 Senioren mit Führerschein diesen nur noch auf 2 Jahre befristet erhalten und sich danach regelmäßig einem obligatorischen Fahrtauglichkeitstest unterziehen und beim Straßenverkehrsamt ein Ärzte-Attest einreichen.

In Deutschland liegen zurzeit keine aktuellen Informationen zu einem ähnlichen Vorhaben vor, dennoch sollte man eigenverantwortlich handeln und sich bei einem Fahrer-Fitness-Check die eigenen Fahrfähigkeiten attestieren lassen.
Passen Sie ihre Konzentrationsfähigkeit ihren Fahrzeiten an und vermeiden Sie Nacht- bzw. Regenfahrten, wenn Sie merken, dass es Sie zu sehr anstrengt. Des Weiteren sollte man regelmäßig einen schnellen Sehtest beim Optiker machen um sicher zu Gehen, dass man Verkehrsschilder und andere Fahrzeuge früh genug wahrnimmt.

Außerdem kann es nicht schaden, wenn man sein Wissen auf den neusten Stand bringt und sich ab und zu nach neuen Fahrregeln erkundigt. Viele Fahrschulen bieten einen eigenen Service für Senioren an um sowohl Theorie als auch Praxis wieder aufzufrischen. Eine Abschlussprüfung wird hier nicht verlangt.

Wer sich ganz sicher sein möchte, kann auch bei ADAC oder TÜV ein Fahrsicherheitstraining ableisten und sich somit auch in Extremsituationen geschützt oder zumindest vorbereitet zu fühlen.

Wir wünschen Ihnen eine gute Fahrt!


Seniorenpolitik der neuen Bundesregierung

Aufgrund der stetig wachsenden Zahl an Pflegebedürftigen ist eine Reform des bisherigen Umlageverfahrens der Pflegeversicherung dringend notwenig. Die neue Regierung strebt hier eine Kapitaldeckung an, d.h. jeder Bürger ist verpflichtet, eine private Zusatzversicherung für den Pflegefall abzuschließen.

Jeder Angestellte muss also über den bisherigen Beitrag hinaus noch eine Pauschale bezahlen, mit welcher der hinzukommende Pflegebedarf gedeckt werden soll. Die Versicherten würden hierbei, wie bei der Riester-Rente, mindestens den angelegten Beitrag als Leistung erhalten.

Aufgrund fehlenden Geldes konnten sich pflegende Familien bisher keine ausgebildeten deutschen Pflegekräfte leisten, sondern nur solche aus osteuropäischen Staaten, die dann meist auch nur schwarz angestellt sind. Zudem sollen nun auch ausländische ebenso wie deutsche Hilfskräfte und pflegende Angehörige die notwendigen pflegerischen  Alltagshilfen erbringen können.

Wie die Finanzierung jedoch konkret aussehen soll, steht allerdings noch nicht fest. Wir sind gespannt!


Sport im Altersheim

Die Altersgruppe der über80-Jährigen ist die am schnellsten wachsende Bevölkerungsgruppe Deutschlands. Hiervon leidet ca. ein Drittel an Demenz. Um dieser Krankheit frühzeitig präventiv entgegenzuwirken, wurde nun die Wirkung von einfachen Bewegungsprogrammen auf den geistigen Verfall hin untersucht.

Gerade die meist etwas gebrechlichen Senioren profitieren von solchen Angeboten, wie sie heutzutage in vielen Pflegeeinrichtungen bestehen. Es wurde tatsächlich bestätigt, dass selbst mit simplen Übungen für Beweglichkeit, Koordination und Kraft die Lebensqualität der Älteren enorm gesteigert werden konnte.

Für sie ist es schon ein großer Fortschritt, wenn sie sich selbst wieder die Haare hinter dem Kopf zusammenbinden oder sich selbst die Socken anziehen können. Auch Balancetraining und Sturzprophylaxe wurden bereits erfolgreich getestet und eingesetzt.

Die deutschlandweite Verbreitung ist am kommen und für die Senioren in Altersheimen ist das von großem Vorteil.


 


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