Schüssler Salze

schüssler salze

Reichen zwölf Mineralstoffe aus, um den Körper gesund zu halten und eventuelle (Organ-)Störungen zu beseitigen? Dr Wilhelm Heinrich Schüßler, ein deutscher homöopathischer Arzt, der im 19. Jahrhundert lebte und wirkte, war davon überzeugt.

In seinen Forschungen entdeckte er, dass oft ein Mangel an Mineralstoffen für Erkrankungen verantwortlich ist und behandelte seine Patienten dementsprechend mit Gabe der jeweiligen Mineralstoffe. Heute werden diese als die zwölf Funktionsmittel bezeichnet und können ihre Wirkung für sich allein oder in Kombination mit anderen Mineralstoffen entfalten. Die Schüßler-Salze, wie die Funktionsmittel schon bald genannt wurden, fanden schnell Anhänger, die auch nach dem Tod von Dr. Schüßler die Heilmethode fortsetzten und weiter entwickelten.

Was sind Schüßler-Salze?

Die Schüßler-Salze, die bis heute verwendet werden, gehören in den Bereich der Alternativmedizin. Die Mineralsalze werden in homöopathischer Dosierung verwendet und sollen Störungen des Mineralhaushalts der Körperzellen regulieren. Wissenschaftlich anerkannt ist das nicht und auch die Wirksamkeit konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Das hindert jedoch zahlreiche Menschen nicht daran, auf die zwölf Funktionsmittel samt der 15 Ergänzungsmittel zu setzen, um Krankheiten zu lindern und das Wohlbefinden zu steigern.

Die Mineralstoffe sind oft in Tabletten- oder Pulverform in Apotheken erhältlich und decken mit ihrer nachgesagten Wirkung viele Bereiche der Gesundheit ab. Als eine der beliebtesten Formen der klassischen Naturheilkunde werden sie vielfältig eingesetzt und inzwischen gibt es auch Salben, die zur äußerlichen Anwendung dienen.

Die Mineralstoffe, die häufig auch als Salze des Lebens bezeichnet werden, kommen im menschlichen Körper sowohl im Blut als auch im Gewebe vor und sind laut Dr. Schüßler als die wichtigsten Zellnährstoffe anzusehen. Laut seiner Theorie wirken diese biochemischen Funktionsmittel auf bestimmte Funktionen des Organismus ein und stellen so wieder ein Gleichgewicht her. Interessant dabei ist vor allem, dass hier nicht einfach Mineralstoffe hinzugeführt werden, sondern das Dr. Schüßler mit seiner Heilmethode erreichen wollte, dass der Körper überhaupt wieder in die Lage gerät, diese Mineralstoffe auch anzunehmen. Denn genau in der Nicht-Aufnahme lag nach seiner Meinung das Problem.

Schüßler-Salze in unserer Zeit

Egal ob Kopfschmerzen, Erkältungen, Erschöpfungszustände oder auch Hautunreinheiten – nach der Lehre von Dr. Schüßler finden die Schüßler-Salze in unterschiedlicher Kombination und Dosierung ihre Anwendung und können zur Besserung der Beschwerden führen. Die ursprünglichen zwölf Funktionsmittel wurden mit der Zeit um 15 Ergänzungsmittel erweitert, die heute vor allem von Heilpraktikern gern zur Behandlung unterschiedlicher Krankheiten und Leiden eingesetzt werden. Obwohl die Wirkung nie bewiesen werden konnte beziehungsweise niemand nachvollziehen kann, was genau zur Wirkung führt, halten viele Menschen an dieser Heilmethode fest und sehen sie als unabdingbaren Bestandteil der Hausapotheke an.

Während in Fachkreisen die Lehre des Dr. Schüßlers immer noch diskutiert wird und sehr unterschiedliche Ansichten aufeinander treffen, sprechen die positiven Erfahrungen von Therapeuten und Patienten eine deutliche Sprache und auch in Apotheken werden gern Schüßler-Salze empfohlen, wenn nach einer naturheilkundlichen Lösung für ein Problem gesucht wird. Und da es mit den Schüßler-Salze Nr. 3, Nr. 7 und Nr. 20 sogar ein Mittel gegen Leichtgläubigkeit gibt, kann es doch nicht verkehrt sein, die Mittel auch anzuwenden, oder? Tatsächlich sind keine direkten Nebenwirkungen bekannt, nur eine Erstverschlimmerung kann auftreten, bevor es zu einer Besserung kommt. Gerade diese Erstverschlimmerung wird jedoch bei Anhängern der Schüßler-Salze durchaus positiv gesehen und sogar begrüßt, zeigt sie doch, dass die richtigen Salze gewählt wurden und der eingeschlagene Weg zur Besserung führen kann.

Die Herstellung von Schüßler-Salzen

Bei der Herstellung der Schüßler-Salze zeigt sich die Nähe zur Homöopathie. Grundsätzlich gibt es die Salze in den Tiefpotenzen D3, D6 und D12. Zur Herstellung wird die Substanz in mehreren Schritten verdünnt, bis die beabsichtige Tiefpotenz erreicht ist. Im Gegensatz zu anderen homöopathischen Mitteln werden jedoch Schüßler-Salze nicht verschüttet (zehnmal auf eine Unterlage geschlagen) und somit dynamisiert. Für den Gebrauch kann das jedoch bedeuten, dass im Vergleich zu anderen Homöopathika bei gleicher Potenz die Einnahme häufiger erfolgen muss.

Nach dem deutschen Arzneimittelgesetz gelten Schüßler-Salze als Fertigarzneimittel und unterliegen dem vereinfachten Genehmigungsverfahren. Das bedeutet vor allem, dass bei diesen Mitteln die Wirksamkeit nicht nachgewiesen werden uns, sondern eine Registrierung, bei der Qualität und Unbedenklichkeit geprüft werden, ausreicht. Als Nachteil kann dabei angesehen werden, dass bei den Schüßler-Salzen keine Anwendungsbereiche genannt werden dürfen.

Schüßler-Salze: Anwendungsgebiete

Im Volksmund heißt es häufig: „Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen.“ In diesem Fall könnte man jedoch auch sagen, dass gegen jede Krankheit ein Mineralstoff in Form der Schüßler-Salze helfen kann. Schaut man sich die Liste der möglichen Anwendungsgebiete an, scheint der Behandlung mit Schüßler-Salzen keine Grenzen gesetzt zu sein. So gibt es Salze, die beim Abnehmen unterstützen, andere sollen bei akuten Schmerzen und Erkrankungen unterstützend wirken und wieder andere sind gut für Haut, Haare und Nägel oder unterstützen die Seele bei Depressionen, Ängsten und anderem. Auch Sportler können von Schüßler-Salzen profitieren, ebenso wie Schwangere, Kinder und Frauen in den Wechseljahren.

Schüßler-Salze: Liste der Funktionsmittel 1-12

Nach der Heilmethode von Dr. Wilhelm Schüßler sind es zwölf Mineralstoffe, die Krankheiten und Leiden lindern können. Diese Mineralstoffe bezeichnete er als Funktionsmittel. Noch heute basiert die Heilmethode auf diesen zwölf Funktionsmitteln, die jedoch um weitere Mineralstoffe ergänzt wurden. Die Funktionsmittel bilden jedoch die Basis und wirken einzeln oder kombiniert. Für die richtige Anwendung ist es wichtig, die einzelnen Salze samt ihrer Wirkungsweisen zu kennen und dementsprechend auch richtig zu nutzen. Nur dann kann auch eine Verbesserung der Leiden auftreten. Je nachdem, wie akut eine Erkrankung ist, ist auch die Dosierung unterschiedlich, wobei starre Vorgaben sich jedoch auch als unnütz heraus gestellt haben, da unterschiedliche Therapeuten mit abweichenden Dosierungsmustern Erfolge verzeichnen konnten.

Die Formen der Schüßler-Salze

Schüßler-Salze sind im Ursprung ein Pulver und könne auch heute noch als solches erworben werden. Da es aber gerade in der heutigen Zeit nicht immer praktisch ist, ein Pulver mit sich zu führen, sind inzwischen Tabletten die am weitesten verbreitete und beliebteste Form, es gibt jedoch auch Kapseln und Globuli, die die Einnahme überall und jederzeit möglich machen. Zur äußeren Anwendung der Schüßler-Salze werden Salben, Lotionen oder Gele verwendet, die auch in Apotheken erhältlich sind.

Da die Schüßler-Salze-Tabletten Laktose (Milchzucker) als Trägersubstanz nutzen, sind sie nicht für Menschen geeignet, die unter einer Laktose-Intoleranz leiden. Hier empfiehlt es sich auf Globulin auszuweichen, die aus Rohrzucker bestehen. Auch alkoholische Tropfen bieten sich als Alternative an. Natürlich sollten die aber nicht von Kindern, Schwangeren oder (trockenen) Alkoholikern verwendet werden.

Schüßler-Salze in Tabletten-Form enthalten darüber hinaus auch Weizenstärke und weitere Hilfsstoffe. Für Allergiker ist es daher ratsam, die Inhaltsangaben vor der Anwendung genau zu lesen und eventuell mit einem Arzt zu sprechen, inwieweit eine Behandlung mit den Schüßler-Salzen möglich ist. Auch wenn keine Allergien bekannt sind, gilt es während der Behandlung darauf zu achten, ob Empfindlichkeiten auftreten und wie sich diese äußern. Sollte es dazu kommen, können dann Schüßler-Salze in anderen Formen konsumiert werden.

Bei der Verwendung von Salben, Lotionen und Cremes kann es natürlich auch aufgrund der zugesetzten Inhaltsstoffe zu Unverträglichkeiten kommen. Auch hier gilt es vor der Anwendung zu schauen, ob es zu Problemen kommen kann. Während der Anwendung können Rötungen und andere Veränderungen der Haut auf Unverträglichkeiten hinweisen. In diesem Fall sollte die Behandlung abgebrochen beziehungsweise in anderer Form fortgeführt werden. Ärzte, Therapeuten/Heilpraktiker und Apotheker sind gerne behilflich und unterstützen bei der Auswahl der richtigen Form zur Verwendung von Schüßler-Salzen.

Die Auswahl der Schüßler-Salze

Schüßler-Salze werden zum einen von Heilpraktikern gern zur Behandlung von Erkrankungen und Leiden eingesetzt, können aber auch Eigenregie genutzt werden, wenn genügend Erfahrung in der Anwendung besteht. Gerade am Anfang lohnt es sich also, sich Unterstützung zu holen, um die richtigen Salze für die Behandlung auszuwählen. Dort wird dann hauptsächlich mit der Antlitzdiagnose gearbeitet. Nach Dr. Schüßler lassen sich Spuren, die auf einen Mineralstoffmangel hinweisen, im Gesicht erkennen. Die Beschaffenheit der Haut sowie ihre Färbung an bestimmten Stellen geben hier Aufschluss.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Kinesiologie mit der Heilmethode nach Schüßler zu verbinden und Mineralstoffmangel mithilfe von vorhandenen Vorlieben oder Abneigungen bei Lebensmitteln und Getränken herauszufiltern. Gerade bei akuten Problemen, also bei Schmerzen, und auch in der Selbstbehandlung werden die Schüßler-Salze anhand der Symptome ausgewählt. Aber auch hier kann es bei Laien zu Verwirrungen kommen, wenn aufgrund der Symptome verschiedene Salze in Frage kommen.

Es ist also wirklich anzuraten, bei der Auswahl der Schüßler-Salze einen Profi zu Rate zu ziehen und sich anhand der gestellten Diagnose beraten lassen. So können beispielsweise schon allein Kopfschmerzen so viele verschiedene Ursachen haben, das man als Laie nur wenig Chancen hat, die passenden Mineralstoffe zur Behandlung zu finden.

Schüssler-Salze: Liste der Ergänzungsmittel 13-27

Neben den zwölf Funktionsmitteln gibt es noch 15 Ergänzungsmittel, die von verschiedenen Anhängern der Heilmethode nach Schüßler eingeführt wurden. Dabei handelt es sich um weitere Mineralstoffe, die im Laufe der Zeit im menschlichen Gewebe identifiziert wurden. Nicht alle Anwender der Schüßler-Salze sind von der Wirkungsweise der Ergänzungsmittel überzeugt, so dass auch weiter Behandlungen durchgeführt werden, die ausschließlich auf die Funktionsmittel aufbauen. In der Anwendung unterscheiden sich die Ergänzungs- nicht von den Funktionsmitteln. Erstere sprechen jedoch andere Einsatzgebiete an. Weitere sieben Ergänzungsmittel wurden vom bekannten Therapeuten Joachim Broy hinzugefügt, diese sind jedoch nicht offiziell anerkannt und werden nur selten verwendet.

Die 9 neuen Schüssler Salze

Neue Schüssler Salze nach Rosina Sonnenschmidt.

(Ratgeber hierzu noch in Arbeit)

  • Nr.28 – Aluminium sulfuricum
  • Nr.29 – Bismuthum metallicum
  • Nr.30 – Chromium kali sulfuratum
  • Nr.31 – Cobalt metallicum
  • Nr.32 – Germanium metallicum
  • Nr.33 – Molybdenium metallicum
  • Nr.34 – Niccolum metallicum
  • Nr.35 – Vanadium metallicum
  • Nr.36 – Zincum sulfuricum

Die richtige Dosierung der Schüßler-Salze

Bei der Dosierung der Schüßler-Salze wird grundsätzlich zwischen akuten und chronischen Beschwerden unterschieden. Und auch nach dieser Unterscheidung gibt es keine einheitlichen Richtlinien zur Dosierung, so dass die Empfehlungen sehr unterschiedlich sein können.

Bei akuten Beschwerden wird auf jeden Fall geraten, die Tabletten in kurzen Zeitabständen zu nehmen. Während einige dazu raten, alle 15 bis 30 Minuten eine Tablette zu nehmen, bis das akute Problem abklingt, empfehlen andere die Einnahme alle zwei Stunden. Bei Kindern unter 12 Jahren wird auch eine Einahme im Abstand von ein bis zwei Stunden empfohlen und für Säuglinge kann die Tablette mit etwas Wasser aufgelöst und der Brei anschließend auf die Lippen des Babys gestrichen werden. Klingen die Beschwerden ab, können die Zeiträume zwischen der Einnahme vergrößert werden.

Bei chronischen Beschwerden sind die Zeiträume zwischen der Einnahme der Tabletten von Anfang an höher. Hier wird dazu geraten, zwischen drei- und sechsmal täglich eine Tablette zu nehmen, für Kinder unter zwölf Jahren reichen drei bis vier aus.

Werden die Schüßler-Salze in Form von Globuli eingenommen, entsprechen fünf Globuli einer Tablette. Gleiches gilt auch für Tropfen: Fünf Tropfen haben die Wirkung einer Tablette. Cremes, Salben und Gels für die äußerliche Anwendung sollten drei- bis viermal täglich aufgetragen werden. Aber auch Salbenverbände, bei denen die Schüßler-Salz-Salbe dick aufgetragen wird, sind möglich und brauchen dementsprechend auch seltener gewechselt werden.

Die richtige Einnahme der Schüßler-Salze

Schüßler-Salze sollten immer vor einer Mahlzeit oder frühestens 15 Minuten danach eingenommen werden, da Nahrungsmittel die Mundschleimhaut beeinträchtigen könnten. Und genau über diese Mundschleimhaut sollen die Mineralstoffe jedoch aufgenommen werden. Um das zu erreichen, werden die Tabletten unter die Zunge gelegt, wo sie langsam zergehen können. Dasselbe gilt für die Globuli. Die Tabletten werden einzeln eingenommen und jeweils auch nur ein Schüßler-Salz zur selben Zeit. Wer Schüßler-Salze kombinieren möchte, sollte nicht mehr als zwei oder drei wählen und diese dann zu unterschiedlichen Tageszeiten einnehmen (zum Beispiel eins am Morgen, ein anderes zur Mittagszeit und am Abend das dritte). Möglich ist auch die Einnahme kombinierter Schüßler-Salze an verschiedenen Tagen.

Eine Ausnahme bei der Einnahme von Schüßler-Salzen bildet nur die „Heiße Sieben“. Hier wird das Schüßler-Salz Nr. 7 (Magnesium phosphoricum) bei krampfartigen Schmerzen in heißem Wasser gelöst und schluckweise getrunken, um seine bestmögliche Wirkung schnell zu entfalten.

Werden Schüßler-Salze zur äußerlichen Anwendung genutzt, gibt es verschiedene Möglichkeiten. So kann man Hand- und Fußbäder mit in Wasser aufgelöstem Gel machen, die Reflexzonen ansprechen und somit Beschwerden lindern können, die nicht an der Hand oder dem Fuß liegen. Ein solches Bad sollte jedoch nicht länger als zehn Minuten dauern. Auch ein Vollbad mit Schüßler-Salzen ist möglich – empfohlen wird dabei eine Dauer von mindestens 30 Minuten.

Mit den Salben und Cremes können natürlich auch Umschläge, Kompressen und Wickel sowie Salbenverbände gemacht werden. Das empfiehlt es sich besonders dann, wenn es sich um entzündliche Stellen handelt oder akute Schmerzen, beispielsweise im Kniegelenk, vorliegen. Auch mit aufgelösten Tabletten können Wickel und Umschläge durchgeführt werden. Je nach Art der Schüssler-Salze wird die Anwendung kalt oder warm durchgeführt.

Wirkung von Schüßler-Salzen und Kritik daran

Das Konzept, das im 19. Jahrhundert von Dr. Schüßler ausgearbeitet wurde, findet nicht nur Fans. Obwohl Schüßler-Salze heute in vielen Hausapotheken zu finden sind und schon fast als Allheil-Mittel gelten, gibt es auch Zweifler.

Wie schon erwähnt, ist die Wirkung der Schüßler-Salze nicht bewiesen. Es gibt zwar Erfolge, die auch in gewissem Maße nachvollziehbar waren, aber sie konnten für Wissenschaftler nie ausschließlich auf die Einnahme der Schüßler-Salze zurückgeführt werden.

Auch entscheidet man bei dem Konzept zwischen reversiblen Erkrankungen, die auf einen Mineralstoffmangel zurückzuführen sind, und irreparablen Schäden, also schweren Erkrankungen. Dort können Schüßler-Salze keine Wirkung zeigen, jedoch aber das allgemeine Wohlbefinden steigern. Ein Aspekt, der durchaus wichtig ist und dementsprechend auch Ernst genommen werden kann. Auch die Lebensführung kann natürlich einen Einfluss auf die Schüßler-Salze haben. Eine ungesunde Ernährung, das Rauchen und anderes, was unserem Körper Schaden zufügt, kann die Wirkung enorm beeinträchtigen.

Kuren mit Schüßler-Salzen

Schüßler-Salze werden nicht nur verwendet, um akute oder chronische Beschwerden und Erkrankungen zu lindern, sondern sind auch in Form von Kuren sehr beliebt. Dabei werden bestimmte Kombinationen über einen Zeitraum von drei bis sechs Wochen eingenommen, um dem Körper und der Seele etwas Gutes zu tun.

Beliebt sind hier vor allem die Jahreszeiten-Kuren, die im Frühjahr, Sommer, Herbst, Winter oder speziell zur Adventszeit durchgeführt werden und den Körper darin unterstützen, sich dem Jahreszeitenwechsel bestmöglich anzupassen beziehungsweise Energie zu gewinnen oder auch den Körper zu entgiften.

Daneben gibt es auch Kuren, die einem bestimmten Zweck dienen. Die bekannteste Kur in diesem Bereich ist wohl die Abnehm-Kur, die dabei helfen kann, zu einer reduzierten, gesunden Ernährung zu finden, so dass Kilos dahinschmelzen können. Aber auch für die Wechseljahre gibt es eine Kur, um bei der Hormon-Umstellung den Körper zu unterstützen. Im Winter sehr beliebt ist die Erkältungs-Kur und die Abwehrkräfte-Kur. Ihnen wird ein positiver Effekt auf das Immunsystem nachgesagt, so dass Viren effektiver bekämpft werden können.

Zu den Kuren mit Schüßler-Salzen gibt es oft noch Empfehlungen zur Verwendung von Schüßler-Salben und darüber hinaus auch Tipps, wie die Wirkung durch Kräutertees und bestimmten Nahrungsmitteln verstärkt werden kann.

Einsatzbereiche aller Schüssler Salze

Der Basis oder Grundsalze

  • Nr. 1: Calcium fluoratum (Kalziumfluorid)
    Einsatzbereich & Anwendungen: Bindegewebe, Haut, Gelenke; Gelenkschmerzen, Hauterkrankungen, Krampfadern
  • Nr. 2: Calcium phosphoricum (Kalziumphosphat)
    Einsatzbereich & Anwendungen: Knochen Zähne; Durchblutungsstörungen, Regeneration, Rückenschmerzen
  • Nr. 3: Ferrum phosphoricum (Eisenphosphat)
    Einsatzbereich & Anwendungen: Immunsystem, Entzündungen; Erkältung, Fieber
  • Nr. 4: Kalium chloratum (Kaliumchlorid)
    Einsatzbereich & Anwendungen: Schleimhäute; Halsentzündung, Schnupfen, Übergewicht
  • Nr. 5: Kalium phosphoricum (Kaliumphosphat)
    Einsatzbereich & Anwendungen: Nerven; Antriebsschwäche, Erschöpfung, Schlaflosigkeit
  • Nr. 6: Kalium sulsfuricum ( Kaliumsulfat)
    Einsatzbereich & Anwendungen: Stoffwechsel; Asthma, Ekzeme, Nebenhöhlenentzündung
  • Nr. 7: Magnesium phosphoricum (Magnesiumhydrogenphosphat)
    Einsatzbereich & Anwendungen: Muskeln: Krämpfe, Migräne, Schmerzen
  • Nr. 8: Natrium chloratum (Natriumchlorid – Kochsalz)
    Einsatzbereich & Anwendungen: Flüssigkeitshaushalt; Diabetes, Rheuma, trockene Haut
  • Nr. 9: Natrium phosphoricum (Natriumphosphat)
    Einsatzbereich & Anwendungen: Stoffwechsel; erhöhte Blutfettwerte, Gicht, Übergewicht
  • Nr. 10: Natrium sulfuricum (Natriumsulfat)
    Einsatzbereich & Anwendungen: Entschlackung; Erkältung, Kopfschmerzen, Verdauungsschwäche
  • Nr. 11: Silicea (Kieselsäure)
    Einsatzbereich & Anwendungen: Bindegewebe, Haut, Haare; Abwehrschwäche, Arteriosklerose, Bindegewebsschwäche
  • Nr. 12: (Kalzium sulfuricum (Kalziumsulfat)
    Einsatzbereich & Anwendungen: Gelenke; Arthrose, Eiterungen, Rheuma

Später wurden 15 weitere Ergänzungsmittel hinzugefügt:

  • Nr. 13: Kalium arsenicosum (Kaliumarsenat)
    Einsatzbereich & Anwendungen: Haut, Lebenskraft; Hauterkrankungen, Menstruationsbeschwerden, Schwächezustände
  • Nr. 14: Kalium bromatum (Kaliumbromid)
    Einsatzbereich & Anwendungen: Nervensystem, Entzündungen: Neuralgien, Schlaflosigkeit
  • Nr. 15: Kalium jodatum (Kaliumiodid)
    Einsatzbereich & Anwendungen: Stoffwechsel, Psyche: Bluthochdruck, Niedergeschlagenheit, Schwäche
  • Nr. 16: Lithium chloratum (Lithiumchlorid)
    Einsatzbereich & Anwendungen: Stoffwechsel, Ausscheidung; Gicht, Missstimmung, Müdigkeits-Syndrom
  • Nr. 17: Manganum sulfuricum (Mangansulfat)
    Einsatzbereich & Anwendungen: Blutbildung, Nervensystem, Stoffwechsel; Arthrose, Blutarmut, Osteoporose
  • Nr. 18: Kalzium sulfuratum (Kalziumsulfid)
    Einsatzbereich & Anwendungen: Entgiftung, Stoffwechsel; Abmagerung, Amalgamvergiftung, Rheuma
  • Nr. 19: Cuprum arsenicosum (Kupferarsenit)
    Einsatzbereich & Anwendungen: Nervensystem, Haut, Verdauungsorgane; Abwehrschwäche, Asthma, Schwermetallvergiftung
  • Nr. 20: Kalium-Aluminium sulfuricum (Alaun)
    Einsatzbereich & Anwendungen: Haut, Muskeln; Blähungen, Reizhusten, trockene Schleimhäute
  • Nr. 21: Zincum chloratum (Zinkchlorid)
    Einsatzbereich & Anwendungen: Immunsystem, Stoffwechsel, Wundheilung; Abwehrschwäche, Nervenschwäche, Unfruchtbarkeit
  • Nr. 22: Kalzium carbonicum (Kalziumkarbonat)
    Einsatzbereich & Anwendungen: Stoffwechsel, Haut; Alterserscheinungen, Entwicklungsverzögerung, Übergewicht
  • Nr. 23: Natrium bicarbonicum (Natriumhydrogencarbonat)
    Einsatzbereich & Anwendungen: Stoffwechsel, Ausscheidungen; Sodbrennen, Stoffwechselschwäche, Übersäuerung
  • Nr. 24: Arsenum jodatum (Arsentriiodid)
    Einsatzbereich & Anwendungen: Stoffwechsel; Akne, Allergien, Heuschnupfen
  • Nr. 25: Aurum chloratum natronatum (Gold/Natriumchlorid)
    Einsatzbereich & Anwendungen: Rhythmusstörungen, Frauenkrankheiten; Herzschwäche, Menstruationsbeschwerden, Schlafstörungen
  • Nr. 26: Selenium (Selen)
    Einsatzbereich & Anwendungen: Stoffwechsel, Zellschutz; Erschöpfung, Leberschwäche, Leistungsfähigkeit
  • Nr. 27: Kalium bichromicum (Kaliumdichromat)
    Einsatzbereich & Anwendungen: Stoffwechsel, Blutgefäße; Arteriosklerose, Diabetes, Übergewicht

 

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