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Wirkstoffe

by joe

Wirkstoffe Definition

Als Wirkstoff werden Substanzen bezeichnet, die eine spezifische Wirkung im Körper haben bzw. auslösen. Hauptsächlich findet der Begriff im medizinischen Bereich Anwendung und wird in diesem Fall auch als Arzneistoff bezeichnet.

Arzneistoffe bzw. medizinische Wirkstoffe sind die aktiven Bestandteile von Arzneimitteln. Es handelt sich hierbei also um diejenigen Substanzen in Medikamenten, welche für die Wirksamkeit des Arzneimittels verantwortlich sind. Neben dem Wirkstoff sind in Medikamenten meistens außerdem Hilfsstoffe enthalten.

Beispiele für Wirkstoffe sind: Acetylsalicylsäure (Aspirin), Propolis (Bienenharz), Sexualhormone, Immunsuppressiva oder Nichtsteroidale Antirheumatika.


Häufig gesuchte Wirkstoffe


Wirkstoffe von A bis Z


Was ist ein Wirkstoff?

Wie bereits einleitend erwähnt, wird der Begriff „Wirstoff“ vornehmlich im medizinischen Bereich verwendet und in diesem Fall außerdem als Arzneistoff bezeichnet.

Ibuprofen , Wirkstoffe

Ibuprofen ist ein medizinischer Wirkstoff

Ein medizinischer Wirkstoff ist also die arzneilich wirksame Substanz in einem Medikament. In den meisten Fällen sind in Medikamenten neben dem Wirkstoff noch medizinische Hilfsstoffe enthalten. Wirkstoffe können aber auch als alleinige Substanz ein Arzneimittel ausmachen.

Arzneistoffe sind meistens organische Verbindungen, welche synthetisch hergestellt werden. Es gibt aber auch pflanzliche Extrakte, Salze, Proteine, Biologika, Zellen, Enzyme und Nukleinsäuren, die zu den Wirkstoffen gehören.

Darüber hinaus zählen auch biologische Stoffe wie etwa Pestizide (Schädlingsbekämpfungsmittel), Fungizide (Pilzbekämpfungsmittel) und Herbizide (Mittel zur Unkrautvernichtung) zu den Wirkstoffen. Außerdem werden auch Lebensmittel und Kosmetika, welche eine spezifische Reaktion im Körper auslösen bzw. haben, zu den Wirkstoffen gezählt.


Wirkstoff-Arten

Einteilung der Arzneistoffe – Welche Arten von Wirkstoffen gibt es?

Medizinische Wirkstoffe können unter anderem wie folgt unterteilt werden:

  • Naturstoffe
    Ein Naturstoff ist, wie der Name bereits verrät, ein natürlicher Wirkstoff. Es handelt sich also um Substanzen, die aus lebenden Organismen gewonnen werden können. Zu diesen Organismen zählen Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen. Früher wurden Medikamente ausschließlich aus natürlichen Wirkstoffen hergestellt, so etwa auch das erste Antibiotikum Penicillin, das von Bakterien stammt.
  • Synthetische Stoffe
    Heutzutage werden die meisten medizinischen Wirkstoffe synthetisch hergestellt. Synthetische Arzneistoffe werden auch kurz als Synthetika bezeichnet.
  • Gentechnische Wirkstoffe
    Gentechnische Wirkstoffe werden nicht synthetisch hergestellt, sondern mit Hilfe von Säugetierzellen oder Mikroorganismen wie etwa Hefen und Bakterien produziert. Diese eher neueren Arzneistoffe gewinnen immer mehr an Bedeutung. Ihre Herstellung erfolgt in großen, biotechnologischen Fermentern (Bioreaktoren).

Wirkstoffgruppen

Wirkstoffe werden weiterhin in Wirkstoffgruppen unterteilt. Hierbei werden Arzneistoffe, welche eine ähnliche chemische Struktur aufweisen oder ein ähnliches Wirkspektrum haben, zur besseren Übersicht zusammengefasst.

  • ACE-Hemmer
  • Aminoglykosid-Antibiotika
  • Analgetika
  • Antiarrhythmika
  • Antibiotika
  • Antidepressiva
  • Antidiabetika
  • Antiepileptika
  • Antigestagene
  • Antihistaminika
  • Antihypertonika
  • Antikonvulsiva
  • Antimykotika
  • Antiöstrogene
  • Antipsychotika
  • Antitussiva
  • AT1-Antagonisten (Sartane)
  • Azol-Antimykotika
  • Benzodiazepine
  • Betablocker
  • Betalaktam-Antibiotika
  • Biguanide
  • Calciumkanalblocker
  • Carbapeneme
  • Cephalosporine
  • Coxibe
  • Direkte Orale Antikoagulantien (DOAK, NOAK)
  • Diuretika
  • DPP-4-Inhibitoren (Gliptine)
  • Expektorantien
  • Fluorchinolone
  • Gestagene
  • Gicht-Therapeutika
  • Glinide
  • Glukokortikoide
  • Glykopeptide
  • H1-Antihistaminika
  • H2-Rezeptor-Antagonisten
  • Heparine
  • Herzglykoside
  • Hormonelle Kontrazeptiva
  • Humaninsuline
  • Immunsuppressiva
  • Insulin-Analoga
  • Kaliumsparende Diuretika
  • Lipidsenker
  • Makrolid-Antibiotika
  • MAO-Inhibitoren
  • Migräne-Therapeutika
  • Monobactame
  • Monoklonale Antikörper
  • Nichtopioide Analgetika
  • Nichtsteroidale Antirheumatika/Antiphlogistika (NSAR)
  • Opioidanalgetika
  • Östrogene
  • Parkinson-Therapeutika
  • Protonenpumpenhemmer
  • RAS-Hemmer (Renin-Angiotensin-Hemmstoffe)
  • Schilddrüsenhormone
  • Schleifendiuretika
  • SERM – Selektive Estrogenrezeptor-Modulatoren
  • SPRM – Selektive Progesteronrezeptormodulatoren
  • SSRI – Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Inhibitoren
  • SNRI – Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Inhibitoren
  • Sexualhormone
  • SGLT-2-Inhibitoren (Gliflozine)
  • Statine
  • Sulfonylharnstoffe
  • Tetracycline
  • Thyreostatika
  • Triptane
  • Ulkustherapeutika
  • Vitamin-K-Antagonisten
  • Z-Drugs

Wirkstoffe – Biologie

Was sind biologische Wirkstoffe?

Zu den Wirkstoffen in der Biologie zählen die wirksamen Bestandteile von:

  • Pflanzenschutzmitteln wie:
    • Herbizide (Unkrautbekämpfungsmittel)
    • Fungizide (Pilzbekämpfungsmittel)
    • Pestizide (Schädlingsbekämpfungsmittel)
  • Schädlingsbekämpfungsmittel (Biozid)
  • Tier-Abwehrmittel (Repellent)

Umgangssprachlich werden außerdem noch einige Lebensmittel und Kosmetika zu den Arzneistoffen gezählt, insofern sie eine bestimmte, gesundheitsfördernde Wirkung im Körper erzielen.


Ernährung & Wirkstoffe

Was sind Wirkstoffe in der Nahrung?

Bestimmte Bestandteile unserer Nahrung lösen spezielle Wirkungen im Körper aus, weshalb sie ebenfalls zu den Wirkstoffen gezählt werden können. So regulieren etwa Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente überlebenswichtige Prozesse in unserem Organismus. Aber auch Ballaststoffe lösen spezifische Effekte aus, sodass sie ebenfalls den Wirkstoffen zugeordnet werden können.

Diese Bestandteile der Nahrung ermöglichen wichtige Reaktionen zum Aufbau, Umbau und Abbau unseres Stoffwechsels. Sie dienen z. B. als Baustoff für Knochen, Muskeln und Hormonen. Außerdem sind sie an der Bildung von Stoffen wie Enzymen beteiligt und können bspw. Giftstoffe wie Schwermetalle binden, um diese aus dem Körper zu führen.

Vitamine ernährung groß schaubild, Pigmentflecken, Schwindel Sodbrennen Hausmittel gegen brüchige FingernägelWirkstoffe in der Nahrung sind unter anderem:

Darüber hinaus enthalten viele Lebensmittel auch weitere Stoffe, die in die biologischen und chemischen Prozesse unseres Körpers eingreifen und gesundheitsfördernd sein können. So gibt es etwa krebshemmende, antioxidative oder immunstimmulierende Wirkstoffe in der Ernährung.

Beispiele für weitere Wirkstoffe in der Ernährung sind:

  • Beta-Carotin (schützt z. B. vor Krebs oder Freien Radikalen)
  • Ätherische Öle (wirken u. a. antibakteriell oder pilzabtötend)
  • Terpene (wirken u. a. krebshemmend)
  • Flavonoide (wirken sich z. B. positiv auf das Herz-Kreislaufsystem aus)
  • Antioxidantien (schützen vor Oxidation im Körper)

Wirkstoffe in Kosmetik

Was sind Wirkstoffe in der Kosmetik?

Heilpflanzen Aloe Vera

Shutterstock/ strongART

Heutzutage gibt es zahlreiche Kosmetika, die nicht nur dekorative Zwecke erfüllen, sondern auch pflegend und schützend wirken. Besonders beliebt und ein gutes Beispiel für Wirkstoffe in der Kosmetik sind etwa Anti-Aging-Produkte. Diese können den Alterungsprozess zwar nicht vollständig aufhalten, haben aber dennoch eine schützende Wirkung auf unsere Haut.

Aber auch Substanzen wie Hyaluron, Biotin oder Retinol lösen Reaktionen im Körper aus, die sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken können. Aus diesem Grund zählen viele Inhaltsstoffe aus Kosmetik-Produkten zu den Wirkstoffen.

Beispiele für Wirkstoffe in der Kosmetik sind:

Hyaluron versorgt die Haut beispielsweise mit Feuchtigkeit und kann dadurch auch der Hautalterung vorbeugen. Auch Vitamin C schützt die Haut vor der Alterung, da es ein Antioxidans ist. Salicylsäure wirkt hingegen hautreinigend und exfolierend (entfernt abgestorbene Hautzellen). Aloe Vera fördert die Zellerneuerung und ist daher für ihre positive Wirkung auf die Haut bekannt. Urea wirkt vor allem hautanfeuchtend und wird von der WHO sogar zu den unentbehrlichen Arzneistoffen für Cremes und Salben gezählt.

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