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Schon von Kindertagen an, kennen wir das: „Trink Deine Milch aus, damit Du groß und stark wirst!“ oder „Es ist Winter, zieh Dir Deine warme Unterhose an, sonst verkühlst Du Dich!“. Omas Gesundheitstipps sind heute noch so präsent wie früher und das mit gutem Recht. Hilfreiches wurde immer schon von Generation zu Generation weitergegeben, so dass jeder vom „alten“ Wissen profitieren konnte. Wer hatte ein Kraut gegen Zahnleiden, wer ein Hausmittel gegen Magen-Darmbeschwerden oder eines gegen Kopfschmerzen? Viele dieser Gesundheitstipps von damals, haben heute immer noch Bestand und das, obwohl die medizinische Versorgung in den letzten Jahrzehnten beständig verbessert wurde. Allerdings hat die gute Versorgung mit Ärzten und anderen medizinischen Einrichtungen auch so seinen Preis. Seitdem die Praxisgebühr eingeführt wurde und durch den Vormarsch des Internets in all unsere Lebensbereiche, ist es heute schon fast „normal“, sich erstmal im Internet oder bei Freunden und Bekannten über die Lösung eines gesundheitlichen Problems zu kümmern, bevor man zum Arzt geht. Gesundheitsratgeber, wie unser Forum oder Messen, wie die „Preventika“, die sich nur mit dem Thema „Gesundheit und Prävention“ beschäftigt, bieten Möglichkeiten sich zu informieren und auszutauschen. So verbreiten sich die neusten Nachrichten in einer noch nie dagewesenen Geschwindigkeit, wovon jeder profitieren kann, der die neuen Medien nutzt.

Zunehmende Bedeutung hat das Internet dabei auch für Senioren, die sich heute schon viel unbefangener im Internet bewegen, als dies noch vor 2-3 Jahren der Fall war. Dieser Trend wird immer stärker erkannt und Webseiten werden speziell auf die Bedürfnisse von Senioren abgestimmt. Aber auch Kinder, Jugendliche, Schwangere, Kranke, Angehörige und viele mehr, suchen im Internet nach Antworten auf Ihre brennendsten Fragen. Wir hoffen, dass unsere Seiten Ihnen auch viele Antworten geben können. In unserer Rubrik „Gesundheitstipps“ haben wir daher auch den einen oder anderen wertvollen Gesundheitstipp für Sie archiviert. Lassen Sie sich überraschen…

Sport ist gesund – aber warum eigentlich??????????????????????????????????????????????????

Sport ist Gesund

Triebe jeder Sport, wären so einige Ärzte pleite – denn Sport ist ein Universal-Gesundmacher mit steinzeitlichen Wurzeln.

Dass Sport dem Körper guttut, das dürfte den meisten bekannt sein.

Wo das Wissen jedoch schon weniger ausführlich wird, ist bei der Frage nach den Vorteilen im Einzelnen.

Blutdruck, Fettverbrennung, Lunge – man weiß zwar „so ungefähr“ was Sport bewirkt, aber wirklich fundiertes Wissen haben die wenigsten Laien.

Genau das will der folgende Artikel ändern.

Und zwar in Form einer Step-by-Step-Erklärung, vom ersten Schritt an.

  1. Es geht los

Gerade auf einem Waldweg angekommen, das Auto abgestellt und sich kurz warmgemacht. Und sobald man nur wenige Meter gelaufen ist, schaltet der Körper seinen Stoffwechsel um. Normalerweise, also wenn wir uns nicht sportlich betätigen, bezieht der Körper seine Energie vornehmlich aus dem sogenannten Zuckerstoffwechsel.

Sport ist Gesund kardio

Sportliche Menschen sind deshalb schlank, weil der Körper jegliches Fett, das andernfalls abgespeichert würde, beim regelmäßigen Training verbrennt.

Dabei werden die verschiedenen Zuckerarten in den Organen und Zellen verwertet. Benötigt der Körper jedoch durch den Sport einen höheren Energieumsatz, zieht er dafür die ebenfalls im Körper gespeicherten Fette heran, dem sogenannten Fettstoffwechsel.

Zwar Laufen beide Stoffwechselarten weitgehend parallel, durch den höheren Energiegehalt des Fettes und der Tatsache, dass davon im Körper sehr viel mehr gespeichert ist ALS vom Zucker, beginnen Organe, Muskeln und Zellen nun, nachdem die Zuckervorräte aufgebraucht sind, das eingespeicherte Fett zu verbrennen.

Das ist der erste Gesundheitsvorteil, denn je länger man Sport betreibt, desto negativer wird die körperliche Energiebilanz. Der Körper beginnt also über Tage und Wochen seine Fettreserven zu verbrauchen. Sichtbar wird das erst nach einiger Zeit, wenn Fettpolster unter der Belastung wegschmelzen wie ein Eis in der Sonne, es beginnt aber bereits nach wenigen Sport-Minuten.

  1. Die Lunge saugt

Allerdings ist für eine Fettverwertung noch eine zweite Zutat vonnöten, nämlich Sauerstoff. Man beginnt also durch die

Jedes Lungenbläschen ist von feinsten Äderchen überzogen. Sport vermehrt und vergrößert diese, sodass mehr Sauerstoff ins Blut gelangt.

Anstrengung des Sports, tiefer und schneller zu atmen. Direkt während des Sports hat das als einzige Auswirkung, dass in der Lunge mehr Sauerstoff über die Lungenbläschen ins Blut abgegeben wird.

Langfristig hat der erhöhte Sauerstoffbedarf jedoch ebenfalls reichhaltige positive Effekte:

  • Durch das anfangs stärkere, bewusste Atmen werden die zur Lungenfunktion unabdingbaren Muskeln gestärkt. Das hat zur Folge, dass man nach einiger Zeit automatisch stärker und tiefer einatmen kann.
  • Die Oberfläche der Lungenbläschen wird vergrößert. Mehr Sauerstoff kann ins Blut abgegeben werden.
  • Der Luftdurchsatz verbessert sich, man hat mehr Atemreserven zur Verfügung

Daneben sorgt der dauerhaft vergrößerte Luftdurchsatz in der Lunge auch dafür, dass tiefere Bereiche stärker beansprucht werden. Das verstärkt die Selbstreinigungsfunktion der Lunge wiederum; ein Grund, warum Anfängersportler noch oft Husten müssen, denn ihre Lunge macht dann erst einmal „Rein Schiff“ und befördert Schmutz nach draußen.

  1. Die Pumpe wächst

Die Lunge befördert mehr Sauerstoff ins Blut, die Zellen schreien ob der Anstrengung nach mehr. Der Körper reagiert kurzfristig darauf, indem der die Herzschlagzahl erhöht. Der Puls steigert sich ebenso wie der Blutdruck. Da der Körper jedoch inhärent immer dafür sorgen will, dass alles, was in ihm vorgeht, mit maximaler Ökonomie erledigt wird, hat das automatisch Auswirkungen. An dieser Stelle kommen die positiven Eigenschaften für das Herz bei längerfristigem Sport ins Spiel:

Sport ist Gesund joggen

Sportanfänger müssen den Puls kontrollieren, damit sie nicht in gefährliche Bereiche kommen, bei Routiniers geht es darum, im leistungsoptimalen Level zu bleiben.

  • Der Herzmuskel wächst und wird stärker. Er kann pro Schlag nicht nur mehr Blut pumpen, sondern diese Menge auch mit größerer Kraft in Bewegung setzen. Untrainierte

Erwachsenenherzen setzen beim Sport pro Schlag nur rund 100 Milliliter Blut um, bei trainierten Sportlern ist es das Doppelte.

  • Dadurch wird das Blut zu mehr Sauerstoffaufnahme angeregt und wird flüssiger. Das nun stärkere Herz kann dann seine Arbeit noch leichter verrichten
  • Durch die größere Herzkraft können selbst bei hoher Leistungsabfrage der Puls und der Blutdruck insgesamt niedriger bleiben. Das reduziert die Risiken für die Gefäße

All diese Faktoren haben natürlich auch Auswirkungen auf den ruhenden Körper, namentlich in Form des Ruhepulses, der wesentlich geringer sein kann und bei Spitzensportlern bei gerade mal 30 Schlägen pro Minute liegt. Dabei kann man als Faustregel im Hinterkopf behalten „je geringer Puls und Blutdruck, desto gesünder für den Körper“.

  1. Muskeln!

Das Herz ist ebenso ein Muskel wie Bizeps und Wadenmuskulatur. Deshalb gelten hier auch beim Sport die gleichen Regeln des Wachstums. Doch der Reihe nach. Muskeln arbeiten dadurch, dass sie sich auf Nervenbefehle hin zusammenziehen. Um das an den Beinen zu erklären, sorgen Muskeln im vorderen Beckenbereich dafür, dass man sein Bein nach vorne und oben

Sport ist Gesund laufen

Muskeln wachsen mit den Anforderungen. Deshalb haben Läufer vornehmlich starke Beine, während Turner eher kräftige Oberkörper haben.

bewegt. Die vordere Oberschenkelmuskulatur streckt dann das Knie, der Gesäßmuskel senkt das Bein ab und der Fuß landet auf dem Boden. Die Wadenmuskeln ziehen dann den Fuß nach oben und der Schritt wird ausgeführt – hunderte Male bei einem Jogger.

Wie schon erwähnt will der Körper alle Abläufe maximal ökonomisch verrichten. Aus diesem Grund werden bei regelmäßiger Anstrengung die beanspruchten Muskelgruppen mit Wachstumshormonen versorgt. Sie werden nicht nur stärker, sondern die Stränge werden auch zahlreicher. Bei Bodybuildern sieht man das im Extrem, aber auch bei Radfahrer zeigen die starken Beinmuskeln, wie der Körper auf diese Beanspruchung reagiert. Dadurch werden Bewegungen insgesamt ökonomischer und die Kraft der Muskeln an sich nimmt zu. Es fällt dem Körper also leichter, sich zu bewegen und er muss sich für gleiche Leistung weniger anstrengen.

Übrigens hat eine so gesteigerte Muskelmasse auch noch den Nebeneffekt, dass die Knochen besser gepolstert werden. Die Muskulatur funktioniert nämlich wie ein Schaumstoffpolster um ein Rohr. Stürzt der Sportler, hat er also ein verringertes Risiko, dass dabei Knochen in Mitleidenschaft gezogen werden.

  1. Power im Oberstübchen

Zu jeder Zeit mehr Sauerstoff in der Blutbahn, dabei noch ein deutlich fließfähigeres Blut. Das hat nicht nur für die direkt am Sport beteiligten Körperpartien positive Auswirkungen, sondern auch im Kontrollzentrum des Menschen, dem Gehirn.

Der banalste Vorteil ist dabei die Tatsache, dass der verringerte Blutdruck in Verbindung mit der besseren Blut-Viskosität die Gefahr verringert, dass es im Gehirn zu Blutstaus und somit Schlaganfällen kommen kann. Daneben sorgt die verbesserte Sauerstoffversorgung aber auch dafür, dass die Gehirnzellen besser versorgt werden. Diese können also ebenso effektiver arbeiten wie jede andere Zelle im Körper. Zudem geht der heutige Stand der Forschung davon aus, dass durch Sport auch die Bildung von neuen Gehirnzellen angeregt wird. Etwas, das bis vor einigen Jahren noch als völlig unmöglich galt.

Weiter befeuert wird diese Vermutung durch eine Studie, die herausfand, dass Krafttraining sich bei älteren Menschen nicht nur auf die Muskelkraft als solche, sondern auch auf die mentale Leistungsfähigkeit auswirkt. Die Probanden mussten vor und nach der Studie einen genormten Fragebogen zur Feststellung ihrer kognitiven Fähigkeiten ausfüllen – bei der trainierenden Gruppe verbesserten sich diese um durchschnittlich 19 Prozent.

Daneben hat Sport auch noch eine weitere, versteckte Nebenwirkung um Oberstübchen. Die monotone Regelmäßigkeit der Bewegungsabläufe verläuft ohne bewusste Denkanstrengungen. Und je länger man Sport betreibt, desto automatisierter werden die Bewegungen. Es werden Hirnkapazitäten frei für andere Aufgaben. Und das bedeutet auch, dass Stressoren abgebaut werden, das Gehirn „fährt herunter“.

  1. Die Abwehr

Um diesen Punkt zu verstehen, muss man sich einmal mehr die Evolutionäre Ausrichtung des Homo Sapiens gewahr machen. Denn ganz ursprünglich gesehen ist der Mensch eine ziemlich ausgeklügelte Jagdmaschine als Jäger und Sammler.

Sport ist steinzeit Gesund

Wir tragen noch alle Gene unserer Vorfahren in uns, weshalb uns Anstrengung im Blut liegt und unabdingbar für Gesundheit ist.

Wenn der Körper glaubt, dass Gefahr droht oder wir Leistungsreserven für den erfolgreichen Abschluss einer Jagd benötigen, schaltet er automatisch auf eine Art „Kriegsmodus“ um.

Was unseren urzeitlichen Vorfahren ermöglichte, eine Beute über lange Distanzen zu verfolgen und dann immer noch die Kraft zu haben, sie zu erlegen, hat in modernen, friedlicheren Zeiten weniger Bewandtnis; die Auslösekette dieser Reaktion funktioniert aber immer noch genauso wie vor zehntausend Jahren.

Wenn dem Körper Leistung abverlangt wird, ist seine erste Reaktion darauf, Adrenalin auszuschütten. Dieses im Nebennierenmark erzeugte Hormon ist ein Stressbotschafter. Es signalisiert jeder Zelle „es geht los“:

  • Die Muskeln werden vorgespannt, damit sie schneller und stärker reagieren. Etwa um zur Seite zu springen oder sich zu ducken.
  • Puls und Blutdruck werden angeregt, um schnell Leistung bringen zu können.
  • Der Stoffwechsel wird auf Fettverbrennung umgeschaltet, damit auch über längere Phasen Energie zur Verfügung steht.
  • Die Sinne werden geschärft. Wir sehen, hören, riechen besser.
  • Müdigkeit wird unterdrückt

Das sind zumindest die vordergründigen Auswirkungen des Adrenalins. Weniger bekannt ist indes die Tatsache, dass die Adrenalinausschüttung auch dafür sorgt, dass Abwehrzellen in unserem Körper in Alarmbereitschaft versetzt werden – immerhin könnte die Gefahrenlage ja auch zu Verletzungen führen, die schneller Heilung bedürfen.

Zu diesen Abwehrzellen gehören nicht nur solche, die veränderte Zellen, sprich Tumore, attackieren, sondern auch alle anderen körpereigenen Helfer, die Krankheitserreger beseitigen. Allerdings hält deren Ausschüttung und erhöhte Tätigkeit nur so lange an, wie der Sport tatsächlich dauert, danach wird das Adrenalin rasant wieder abgebaut.

Und hier kommt der Vorteil der sportlichen Regelmäßigkeit ins Spiel. Für sich alleine betrachtet hätte ein Lauftraining praktisch keine besonderen Auswirkungen auf unser Immunsystem. Wird Sport jedoch mehrmals pro Woche durchgeführt, erfolgt so in kurzen Abständen ein „Immun-Boost“ währenddessen die reichhaltig ausgeschütteten Abwehrzellen im Körper aufräumen.

Fazit

Sport ist ein Rundum-Programm, das den Körper von Fett und Muskulatur über Herz und Lunge bis hinab auf die kleinste zelluläre Grundebene gesünder macht. Man muss kein Hochleistungsathlet sein, um all diese Vorteile zu genießen. Man sollte jedoch nie Vergessen, dass der Mensch evolutionär dafür ausgerichtet ist, sich zumindest einen gewissen Teil seiner Zeit über unter erhöhter Anstrengung zu bewegen. Zwar jagen wir heute keine Mammuts mehr, aber weil Evolution nicht von heute auf morgen reagiert, dürften noch einige Jahrtausende vergehen, bis der Homo Sapiens seinen Körper an die Bedingungen eines wenig bewegten Alltags in warmen Gebäuden angepasst hat. Bis dahin bleibt es empfehlenswert, mehrmals pro Woche seinen „inneren Höhlenmenschen“ zu erwecken und sich sportlich zu betätigen. Die Vorteile sind einfach zu mannigfaltig, als dass man sie ignorieren könnte.

 

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31. März 2017 0 comment
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bioWas gut für die Umwelt ist, muss auch gut für den Körper sein?

Darüber dass Hersteller von Light-Produkten den Verbrauchern etwas vorgaukeln, sind die Menschen inzwischen weites gehend aufgeklärt. Da wo beim Fett gespart wird, wird dieses durch Unmengen Zuckerzusatz ersetzt. Das ist weder gesünder, noch hilft es Abnehmwilligen bei einer Diät.

Neuerdings scheint sich jedoch ein neuer Mythos unter Verbrauchern, die eine Diät halten, breit zu machen. Jetzt achtet man verstärkt auf Bio-Qualität. Keine Zusatzstoffe, kein Zucker, nur frische, gesunde Zutaten. Diese Lebensmittel sind unumstritten gut für die Gesundheit und natürlich auch zum Abnehmen– oder?

Bio macht nicht schlank
Grundsätzlich ist auf das Bio-Siegel Verlass. Nur Produkte, die die strengen Anforderungen erfüllen, dürfen die Auszeichnung tragen. Das gilt auch für die Discounter Eigenmarken, die den Begriff im Namen führen. Gewiss ist es auch gesundheitsfördernd, wenn bei der Herstellung auf Zusatzstoffe verzichtet wird, aber kann man davon Abnehmen?

Es gilt zwar nicht mehr die Regel, die Cola hat nur halb so viele Kalorien, also darf ich die doppelte Menge trinken, aber warum sollte das bei Bio-Schokokeksen anders sein. Wer sich damit nicht leichtgläubig den Bauch vollstopft, sondern einmal kritisch die Zutatenlisten beäugt, entdeckt ebenfalls Rohrzucker, Rohrzucker, Rohrzucker (selbstverständlich aus kontrolliertem, biologischem Anbau).

Ob man nun aber normalen Haushaltszucker, Maltose, Invertzucker, Fruchtzucker oder Melasse verzehrt, spielt bezüglich der aufgenommenen Kalorien keine Rolle. In diese Hinsicht gibt es keinen Unterschied zwischen Bio-Produkten und Discounter-Keksen.

Ist Bio immer frisch?
Außerdem werden Bio-Lebensmittel gewiss ohne Düngemittel angebaut, doch hierzulande verlieren sie leider schnell dieses Privileg. Bio steht zwar für regional, aber zählt das auch für Lebensmittel wie Bananen? Diese legen den gleichen Importweg zurüCK wie herkömmliche Früchte und verlieren dabei ihre Frische.

Bio-Produkte führen dazu, dass die Verwendung von Schadstoffen im Lebensmittelanbau abnimmt. Zur Gewichtsreduktion des Konsumenten tragen sie jedoch nicht bei.

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8. März 2017 0 comment
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Schwarz ist die Farbe des Ungewissen, Geheimnisvollen, welche sich auf alle Bereiche des Lebens übertragen lässt. Wie ist es bei der Ernährung? Sind schwarze Lebensmittel gesund oder machen sie dem Ruf ihrer Farbe alle Ehre?

Hier ein Überblick:
Schwarzer KaffeeSchwarzer Kaffee
Für viele ist der Gedanke, auf ihren Kaffee verzichten zu müssen, unvorstellbar.

Zum GlüCK ist das für eine gesunde Ernährung auch nicht nötig- vorausgesetzt, er wird schwarz, also ohne Milch, Zucker oder Rahm getrunken. Entgegen der Vorurteile ist das Getränk dann nämlich eher gesundheitsfördernd. Schwarzer Kaffee wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem aus, regt die Zellerneuerung an und schützt sogar vor Diabetes oder Lebererkrankungen.

Eine besonders gute Nachricht für Kaffeeliebhaber, die Abnehmen wollen: vor allem der Konsum vor dem Sport macht leistungsfähiger und regt die Fettverbrennung an. Umstritten ist jedoch, dass das enthaltene Koffein wach macht bzw. wach hält. Jeder Mensch reagiert anders auf die Wirkung.


Schwarze OlivenSchwarze Oliven

Die mediterranen Steinfrüchte gelten besonders in schwarzer Farbe ALS hocharomatisch.

Der Grund dafür ist, dass grüne Oliven noch unreif geerntet werden, während die schwarzen bereits den vollen Reifegras erreicht haben.

Leider führt die Lebensmittelindustrie ihre Kunden diesbezüglich oft hinters Licht. Schwarze Oliven aus der Dose oder aus dem Glas sind häufig geschwärzt. Ein Blick auf die Zutatenliste gibt Gewissheit. Verdächtig sind die Stoffe Eisen-II-Gluconat und Eisen-II-Lactat.


SchwarzbrotSchwarzbrot

Viele Diäten empfehlen den kompletten Verzicht auf Weißmehlprodukte und raten, diese durch Schwarzbrot zu ersetzen.

Damit haben sie jedoch nur teilweise Recht. Zwar enthält Weißbrot schnell verfügbare, sogenannte „leere Kohlenhydrate“, die der Körper nicht so gut verwerten kann, wie die aus dunklen Brotsorten, dennoch unterscheiden sich Schwarz- und Weißbrot bezüglich der Kalorien kaum. Schwarzbrot sättigt aufgrund seiner Ballaststoffe länger und kann somit den HeißHunger bremsen.

Trotzdem sind dem Backwerk oft Samen untergemischt, die die Kalorienzahl stark in die Höhe treiben. Außerdem besteht die Gefahr, dass das Lebensmittel genau wie bei den Oliven gefärbt ist. Wer sicher Gehen möchte, greift zu Vollkornprodukten, denn diese Bezeichnung dürfen nur Brote tragen, die einen vorgeschriebenen Vollkornanteil enthalten.


Schwarzer SesamSchwarzer Sesam

Magnesium, Kalzium, Zink, Aminosäuren, hochwertiges Eiweiß, Eisen, Vitamin A… die Liste der positiven Inhaltsstoffe der kleinen Körner könnte noch viel weiter geführt werden.

Bei der schwarzen Sesamsaat ist sie jedoch länger als bei der weißen Variante.

Dies liegt an der Verarbeitung des weißen Sesams. Schwarz entspricht er der ungeschälten Urform und genau wie bei vielen anderen Lebensmitteln stecken vor allem in der Schale wertvolle Nährstoffe und Mineralien.


Schwarze JohannisbeerenSchwarze Johannisbeeren

Johannisbeeren sind wahre Gesundheitswunder. Egal ob rot, weiß oder schwarz enthalten die kleinen Strauchfrüchte viel Vitamin C, Vitamin E, Eisen, Kalzium und Kalium.

Dennoch sticht die schwarze Johannisbeere ihre andersfarbigen Verwandten aus. Sie weist nicht nur den höchsten Vitamin C Gehalt auf, sondern liefert auch jede Menge Antioxidantien, die vor Krebs schützen. Wer jedoch sehr kritisch ist, weist darauf hin, dass sie pro 100g rund 10 Kalorien mehr liefern als die anderen Sorten.

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8. März 2017 0 comment
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Moderne Krankheitsbilder

Trends, Innovationen und ständiger Fortschritt – nichts ändert sich heutzutage so schnell, wie die Technik. Doch welche Auswirkungen hat dies konkret auf unsere Gesundheit?

Auch Krankheitssymptome modifizieren sich mit fortschreitendem Zeitalter.

Wurde der typische Mausarm gestern noch belächelt, klagt die neue Generation bereits über den Smartphonedaumen. Ein ernst zu nehmendes Phänomen? Ja! Denn Krankheitsbilder entwickeln sich mit dem Fortschritt.

Stundenlanges vor dem PC hocken und auf einen Bildschirm starren schadet nicht nur langfristig den Augen oder der Körperhaltung. Von möglicher Vernachlässigung des sozialen Umfeldes ganz zu schweigen. Die beständig verkrampfte Positur der Hand, welche anfangs bequem auf der PC-Maus abgelegt wird, kann schnell zu Taubheitsgefühlen führen. Eine andauernde Überbelastung der Hand wirkt sich letztlich auch auf die Muskeln, Sehnen oder Nerven des Unterarms bis hin zu Schulter und Nacken aus.

Es sind die kleinen, schnellen und oft ruckartigen Bewegungen. Ein bisschen Klicken hier, ein paar Mal Ziehen dort – auf Dauer entstehen auf diese Weise winzige Geweberisse, die sich ausbreiten und die Krankheit chronisch verlaufen lassen können. Das schmerzhafte Krankheitsbild: Der Mausarm – auch RSI-Syndrom genannt. Betroffen sind mittlerweile etliche Menschen – sind Job oder Studium doch heute kaum noch ohne Computer zu bewältigen. Und auch die Freizeitaktivitäten verlagern sich oftmals vor den flimmernden Bildschirm.

Kaum wirken wir diesem unbarmherzigen Problem mit ergonomisch gestalteten Arbeitsplätzen entgegen, hält das moderne Zeitalter bereits eine neue Tücke bereit. Mobile Tastentelefone findet man nur noch ALS Raritäten in den Hosentaschen der ständig erreichbaren Menschen. Alles, was noch von Nöten ist, um der allzeit bereiten Kommunikation standzuhalten, sind ein Display und ein Daumen. Ob Schreiben, Wischen, Schieben oder Spielen – der Daumen ist am Smartphone im Dauereinsatz. E-Mails werden tagtäglich verschickt, Fotos hin und her geschickt und Whatsapp wenigstens stündlich geöffnet.

Die schnellen und häufigen Bewegungen führen im Daumen zu Dauerstress und langfristig zu unangenehmen Schmerzsymptomen. Wer am Handy überwiegend nur seinen Daumen beansprucht und Warnsignale nicht ernst nimmt, riskiert auf lange Sicht auch andere alltägliche Situationen nicht mehr schmerzfrei bewerkstelligen zu können. Pocht und zieht es selbst beim Schuhe binden oder entpuppt sich der Hosenknopf als Herausforderung, wird es höchste Zeit, das empfindliche Daumengelenk zu schonen. Hält die erhöhte Belastung jedoch kontinuierlich an, können Entzündungen chronisch werden und über Monate hinweg unliebsame Schmerzen bereiten.

So unumgänglich uns die moderne Technik auch im Alltag oft scheint, es lohnt sich in jedem Fall seinen Körper genau zu beobachten und auf Symptome frühzeitig zu reagieren. Und sollten Computer oder Handy doch einmal im Dauereinsatz sein, empfiehlt es sich sicher die eine oder andere Dehnübung oder Lockerungspause einzulegen, damit Gelenke und Sehnen nicht langfristig geschädigt werden.

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23. Februar 2017 0 comment
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Detox

Kaum kitzeln uns die ersten Sonnenstrahlen auf der Nase, erwachen wir aus dem Wintertrott. Voller Tatendrang sehnen wir dem Sommer entgegen. Zeit für Aktivitäten unter freiem Himmel, luftige Kleidung und eine Bikinifigur. Leider übermannt uns nach der ersten Euphorie allzu oft die Frühjahrsmüdigkeit.

Allerdings gibt es dagegen eine Wunderwaffe. Selbstgemixte Smoothies versorgen uns mit Flüssigkeit, Vitaminen und Ballaststoffen und geben uns somit die Energie zurüCK.

Ein weiterer positiver Effekt ist die Entschlackung durch eine Saftkur. Giftstoffe, die sich über die Wintermonate zum Beispiel durch das Schlemmen an Weihnachten angesammelt haben, werden ausgespült. Wir fühlen uns fitter, sind besser gelaunt und verlieren zudem das ein oder andere Kilo.

Vorteilhaft an den Trendgetränken ist die Möglichkeit, die Zutaten bei eigenständiger Zubereitung dem persönlichen Geschmack angleichen zu können. Das erleichtert den Vorsatz die „Diät“ wirklich durchzuhalten. Überdies halten Smoothies dank vieler Ballaststoffe lange satt, sodass wir kaum Disziplin aufbringen müssen, um ein oder zwei Mahlzeiten am Tag durch einen leckeren Drink zu ersetzen.

Trotzdem sollte eine solche Entschlackungskur höchstens 2-3 Tage andauern. Danach müssen erneut leichte, ebenso ballaststoffreiche Mahlzeiten in den Speiseplan eingebaut werden. Zusätzlich ist es wichtig, mindestens 1,5-2 Liter Mineralwasser zu trinken.

Smoothies sind nicht nur Gaumenfreuden, sie verändern auch unseren Geschmackssinn. Die gesunden Vitaminbomben mindern unser Verlangen nach Süßem und intensivieren das Gespür für gesunde Lebensmittel. Nach paar Smoothie-Tagen reagiert unsere Verdauung stärker auf fetthaltige Produkte.

Mit einem selbstgemachten Smoothie können wir eigentlich nichts falsch machen, dennoch gibt es einige Lebensmittel, die besonders gesungheitsfördernd sind.

Hier die Top 5 Zutaten für mehr Energie:

  1. Möhren sind bekannt für ihren hohen Vitamin A Gehalt. Natürlich enthalten sie noch jede Menge anderer wichtiger Nährstoffe, aber das Retinol ist besonders gut für unsere Sehkraft und die Zellerneuerung der Haut. Tipp: Optimal wird Vitamin A zusammen mit Fett aufgenommen. Dafür einfach ein bisschen Pflanzen– oder Nussöl in den Smoothie träufeln.
  2. Ingwer ist der Stoffwechselpusher schlechthin. Das exotische Gewürz eignet sich perfekt für Abnehmwillige und wirkt zudem entzündungshemmend.
  3. Rote Bete verleiht dem Smoothie nicht nur eine knallige Farbe. Der hohe Eisengehalt macht vor allem Sportler leistungsfähiger, da sich das Wurzelgemüse positiv auf unser Blutbild auswirkt. Tipp: Zusammen mit Apfelsaft, Möhre und einem Schuss Honig ist der gesunde Klassiker im Handumdrehen zubereitet.
  4. Bananen sind ebenso wertvolle Energiebomben. Sie sättigen lange, enthalten viel Magnesium für die Muskeln, Kalium für die Regulation des Wasserhaushalts und der Konzentrationsfähigkeit und machen den Smoothie mit ihrer Konsistenz wunderbar cremig.
  5. Echter Kakao harmoniert perfekt mit Bananen und macht Naschkatzen glücklich. Das enthaltene Magnesium, Eisen und die Antioxidanten machen die süße Sünde rundum gesund. Außerdem bringt uns der Genuss bekanntlich gute Laune.

Aber wie gesagt, jegliche Obst– oder Gemüsesorte darf nach Herzenslust in den Mixbecher wandern. Idealerweise verwendet man frische Zutaten. Alternativ greift man auf Tiefkühlware zurück. Diese enthält nicht nur die ursprünglichen Vitamine, sondern garantiert auch einen eiskalten Frischekick.

Zur Verfeinerung und zum Süßen eignen sich Honig oder Ahornsirup, Nussmus sowie Gewürze wie Zimt oder Kardamom.

Lasst uns mit gesunden Smoothies auf den Frühling anstoßen!

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23. Februar 2017 0 comment
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therapie

Nicht alle Erkrankungen haben eine körperliche Ursache und lassen sich durch einen Mediziner behandeln. Symptome wie Abgeschlagenheit, Ängste, Selbstzweifel, innere Zwänge, Kraftlosigkeit, Übermüdung, Übelkeit, Bauchschmerzen oder andauernde Traurigkeit haben ihre Ursache oft in der Psyche eines Menschen. Hier hilft – neben der Einnahme von Psychopharmaka – der Gang zum Psychotherapeuten.

Kommt eine Psychotherapie für mich in Frage?

Möglicherweise haben Sie selbst schon den Verdacht, an einer psychischen Störung erkrankt zu sein. Schildern Sie Ihrem Hausarzt Ihre Beobachtungen. Falls er sich in diesem Bereich auskennt, wird er Ihnen sagen, woran Sie erkrankt sind und Ihnen weitere Handlungsschritte empfehlen. Manchen Hausärzte ist dieser Bereich hingegen fremd und sie verfolgen die Möglichkeit einer körperlichen Erkrankung. Sind Sie trotzdem von einer psychischen Ursache Ihrer Beschwerden überzeugt, suchen Sie sich eine andere Informationsquelle. Sie benötigen keine Diagnosestellung von Ihrem Hausarzt, um eine Psychotherapie aufnehmen zu können.

Eine weitere Anlaufstelle ist die psychologische Beratungsstelle. Diese gibt es mittlerweile in jeder Großstadt. Hier können Sie sich über Psychische Erkrankungen informieren, sich Feedback zu Ihrer Einschätzung geben lassen und Vorschläge für weitere Schritte und ggf. für Therapeuten erhalten. Termine bekommen Sie in der Regel kurzfristig.

Wenn Sie Ihre eigene Recherche in der Fachliteratur, im Internet oder bei Bekannten ALS ausreichend empfinden, können Sie sich auch direkt selbst auf die Suche nach einem Psychotherapeuten machen.

Welcher Therapeut ist der richtige für mich?

Psychotherapeuten unterscheiden sich in Kinder- und Jugendpsychotherapeuten, in medizinische und in psychologische Psychotherapeuten.

Der Kinder- und Jugendpsychotherapeut ist speziell für die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen ausgebildet. Er behandelt ausschließlich Heranwachsende bis zu einem Alter von 21 Jahren und keine Erwachsenen.

Der medizinische Psychotherapeut hat vor seiner Weiterbildung zum Psychotherapeuten ein Studium der Medizin absolviert. Neben der therapeutischen Behandlung darf er auf Grund seiner ärztlichen Ausbildung Medikamente verschreiben, Krankschreibungen erstellen und in Krankenhäuser überweisen.

Der psychologische Psychotherapeut hat erst Psychologie studiert und dann die Ausbildung zum Therapeuten abgeschlossen. Er arbeitet in Kliniken und eigenen Praxen. Auf Grund seines Studiums hat er im psychologischen Bereich weiterreichende Kenntnisse und Erfahrungen.

Welche Therapieform ist die richtige für mich?

Von der gesetzlichen Krankenkasse finanziert werden die Verhaltenstherapie, die analytische Psychotherapie und die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie. Welche Therapieform die passende ist, hängt von Ihrer individuellen Situation und Ihren persönlichen Vorlieben ab. Ein objektives Entscheidungskriterium existiert nicht.

Die Verhaltenstherapie setzt im Heute an. Sie geht davon aus, dass Ihr Leiden auf erlernten, problematischen Verhaltens- und Reaktionsweisen beruht. Mittels Hausaufgaben und theoretischer Modelle analysieren Sie gemeinsam Ihren Tagesablauf und Ihre Handlungen. Darauf aufbauend erarbeiten Sie mit dem Therapeuten Alternativen und neue Erlebensmuster. Diese üben Sie nach und nach zwischen den einzelnen Sitzungen in Ihrem Alltag ein, bis Sie Ihnen selbstverständlich sind. Hierfür ist eine hohe Eigenmotivation zur Umsetzung der Vorgaben grundlegend.

Die Verhaltenstherapie umfasst in der Regel 25 wöchentlich erfolgende Sitzungen á 50 Minuten.
Die analytische Psychotherapie sieht die Ursachen Ihres Leidensdrucks in verdrängten nicht bewältigten Entwicklungsschritten, traumatischen Erfahrungen und inneren Konflikten aus Ihrer Kindheit. In der Therapiestunde sitzt der Arzt außerhalb Ihres Blickfeldes, während Sie auf einer Couch liegen. Er verhält sich neutral und dient als Projektionsfläche für Ihre Emotionen. Um Ihre verdrängten Erinnerungen bewusst werden zu lassen, erzählen Sie frei und assoziativ, was Ihnen gerade durch den Kopf geht.

Zudem deutet der Therapeut Ihre Träume. Aus beidem leitet er Ihre typischen Denk- und Beziehungsmuster ab. Diese lassen sich nun von Ihnen bearbeiten. In der Woche finden zwei bis drei Sitzungen statt, insgesamt 160 bis 300 über zwei bis vier Jahre.

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie hat sich aus der analytischen entwickelt. Auch sie sieht die Ursachen Ihres Leidens in Ihren vergangenen Erfahrungen. Allerdings Sitzen Sie hier Ihrem Therapeuten gegenüber und dieser lenkt aktiv das Gespräch und Ihre Gedankengänge. Statt Ihre problematischen Muster ganzheitlich zu verändern, konzentriert sich diese Therapieform auf Ihren so genannten „Zentralen Konflikt“ Sie umfasst 50 bis 100 Sitzungen, von denen wöchentlich eine stattfindet.

Wie finde ich einen Therapeuten?

Namen von möglichen Therapeuten lassen sich auf verschiedenen Wegen finden. Die örtliche psychologische Beratungsstelle und Ihr Hausarzt können Ihnen mögliche Therapeuten empfehlen. Auch bei Ihrer Krankenkasse können Sie eine Liste potentieller Psychotherapeuten erhalten. Auskunft im Internet geben unter anderem die Psychotherapeutensuche der Deutschen Psychotherapeutenvereinigung, der Psychotherapie-Informationsdienst der Deutschen Psychologen Akademie und die Bundes-Psychotherapeuten-Kammer. Gute Übersichten erhalten neben der Adresse auch die Ausbildung und die Therapieform.

Bei Ihrer Entscheidung können nicht nur die Ausbildung und die Therapieform, sondern auch das Geschlecht und das Alter des Therapeuten sowie seine mögliche Spezialisierung und die lokale Entfernung relevant sein. Bei hoher Antriebslosigkeit und Motivationsproblemen oder Ängsten das Haus zu verlassen empfiehlt es sich, jemanden aus Ihrer näheren Umgebung auszuwählen.

Wenn Sie Ihre Entscheidung getroffen haben, folgt als nächstes ein Anruf beim Therapeuten. Er hat in der Regel sehr eng gefasste Telefonzeiten, die Sie auf seinem Anrufbeantworter abhören können. Im Gespräch erfahren sie dann, ob und ab wann Sie eine Therapie bei ihm beginnen können. Die Wartezeit beträgt im Durchschnitt drei Monate.

Es empfiehlt sich, bei mehreren Psychotherapeuten anzufragen. In Ausbildungsinstituten für Psychotherapeuten erhalten Sie oft einen schnelleren Termin. Die Zwischenzeit können Sie mit Gesprächen bei der psychologischen Beratungsstellen überbrücken.

Was passiert dann?

Ihre Therapie beginnt mit fünf (beziehungsweise acht bei der analytischen Psychotherapie) so genannten probatorischen Sitzungen. Diese dienen zum einen zur Abklärung Ihrer psychischen Symptome und der Notwendigkeit einer Therapie und zum anderen zum gegenseitigen kennen lernen, um herauszufinden, ob Sie langfristig miteinander arbeiten können. Falls Sie nach den probatorischen Sitzungen bei dem Therapeut bleiben wollen, wird dieser einen Antrag für die Kostenübernahme bei Ihrer Krankenkasse stellen. Hierfür benötigt er von Ihnen einen ärztlichen Konsiliarbericht, der bestätigt, dass Ihre Symptome weder auf körperliche Ursachen noch auf die Einnahme von Medikamenten zurückzuführen sind. Werden die Kosten übernommen, können Sie nun die Psychotherapie bei Ihrem Therapeuten fortsetzen.

Zusammenfassung

Für die Aufnahme einer Psychotherapie stellen Sie als erstes bei Ihrem Arzt, bei einer Beratungsstelle oder durch Eigenrecherche fest, ob Ihre Symptome einer psychischen Erkrankung entsprechen. Ist dies der Fall, müssen Sie sich entscheiden, ob Sie zu einem medizinischen oder einem psychologischen Psychotherapeuten möchten und ob Ihre Therapie verhaltensorientiert, analytisch oder tiefenpsychologisch ausgerichtet sein soll.

Namen von möglichen Therapeuten erhalten Sie von Ihrem Arzt, Ihrer Krankenkasse oder durch Recherche im Internet. Nachdem Sie einen Termin vereinbart haben, folgen nach etwa drei Monaten die probatorischen Sitzungen. Hiernach stellt Ihr Therapeut einen Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse. Bei Genehmigung können Sie die Therapie mit ihm fortsetzen.

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21. Februar 2017 0 comment
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gesunde hautEine gesunde und schöne Haut zu haben, ist das A und O für ein gepflegtes Aussehen. Doch viele Menschen haben ständig mit Hautunreinheiten zu kämpfen. Dies schließt aber nicht immer auf eine mangelnde Pflege.

Sind wir ja auch ständig schwankenden Hormonen und verschiedenen Umwelteinflüssen ausgesetzt, die ebenfalls unser Hautbild verändern. Doch dies kann vermindert werden!

So gibt es Regeln, die jedes Hautbild vitaler und schöner aussehen lassen. Und das Beste ist, dass sie für Frauen und Männer jedes Alters geeignet sind.

1. Kein Tabakkonsum!

Es ist kein Geheimnis, dass Tabak ungesund ist. Und dies sollte auch jedem bewusst sein, der eine schöne Haut haben möchte, aber dennoch raucht.
Der Verbrauch von Tabakprodukten verändert nämlich die Feuchtigkeitsentwicklung der Haut. Somit müssen Raucher (auch Passivraucher!) mit einer frühzeitigen und starken Faltenbildung rechnen.

2. Kein Alkoholkonsum!

Alkohol schadet nicht nur den inneren Organen, sondern auch der Haut. Dies lässt sich besonders dann erkennen, wenn am Abend zuvor zu viel getrunken wurde. Am nächsten Morgen sieht die Haut nur noch schlaff und blass aus. Dies hat einen plausiblen Grund: Im Alkohol sind nämlich chemische Stoffe enthalten, die der Haut Feuchtigkeit entziehen.
Wer zudem dauerhaft Alkohol konsumiert, begünstigt nicht nur einen Leberschaden, sondern auch ausgeprägtere Falten sowie fahle Haut und riesige Poren.

3. Keinen Stress!

Nicht umsonst wird die Haut auch als Spiegel der Seele bezeichnet. Jeglicher Stress kann speziell im Gesicht seine Spuren hinterlassen. Natürlich gibt es viele wirksame Cremes, die seelische Anspannungen zumindest äußerlich mindern. Doch ist es hilfreicher, sich einfach mal ein bisschen Zeit für sich selbst zu nehmen. Denn ruhige Momente sind wichtig für Körper und Seele.

4. Regelmäßiger Schlaf

So gilt es täglich ausreichend zu schlafen um ein gesundes Hautbild zu erhalten. Ein erwachsener Mensch schläft im besten Falle durchgehend sieben bis acht Stunden pro Nacht. Auch das sogenannte Mittagsschläfchen hilft zwar dem Körper, aber nicht der Haut. Das Hautbild stabilisiert sich nur, wenn auch regelmäßige und ausreichende Schlafzeiten eingehalten werden.

5. Sport treiben

So ist Sport nicht nur für die körperliche Fitness gut, sondern auch für einen schönen Teint. Sportliche Betätigungen sorgen für eine bessere Durchblutung des ganzen Organismus. Davon profitiert natürlich auch die Haut. Optimalerweise wird Sport an der frischen Luft ausgeführt. Sauerstoff belebt die Haut und ist ein wunderbarer Jungbrunnen.

6. Auf Luftfeuchtigkeit achten

Besonders während der Winterzeit ist die Raumluft zu trocken. Aber auch im Sommer können Klimaanlagen für eine zu trockene Luft zu sorgen. Und je trockener die Luft, desto trockener wird auch die Haut. So sollte stets auf einen Raumbefeuchter gesetzt werden.

7. Viel trinken

Dies lässt sich immer so leicht sagen, denn immer noch trinken die meisten viel zu wenig. Um eine gesunde und schöne Haut zu erhalten, ist es wichtig ausreichend zu trinken. Dabei sollte aber unbedingt auf Wasser gesetzt werden. Auch Tees sind erlaubt solange sie keinen Zucker enthalten. So sollten davon täglich zwei Liter getrunken werden, um ein schönes Hautbild zu begünstigen.

8. Gesund ernähren

Eine schöne Haut ist ausreichend mit den richtigen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt. Deshalb ist es empfehlenswert nur frische Lebensmittel zu verzehren. Der Verzehr von Fastfood, Süßigkeiten und Fertigprodukten führt schnell zu Pickeln oder einer blassen Hautfarbe. Auch frittierte Speisen sollten in einer gesunden Ernährung nicht vorkommen.

9. Hände weg vom Gesicht

Das Gesicht mit ungewaschenen Händen zu berühren sollte stets vermieden werden. Da unsere Hände ständig mit verschiedenen Bakterien in Kontakt geraten, sind sie eine große Gefahr für eine gesunde Gesichtshaut. So ist es ratsam sämtliche Alltagsgegenstände regelmäßig zu desinfizieren. Besonders auf Computertastaturen und Telefone lauern viele Bakterien.

10. Milde Hautreinigung

Generell sollte auf aggressive Pflegeprodukte verzichtet werden. Diese reizen nur zusätzlich die Haut und fördern eher Unreinheiten anstatt sie zu mindern. Verwendet werden sollten nur Wasser und eine sanfte Reinigungslotion.

11. Tages- und Nachtpflege

Idealerweise sollte nur eine Pflegeserie genutzt werden, mit der bereits gute Erfahrungen gesammelt wurde. Auch muss darauf geachtet werden, dass die Bedürfnisse der Haut bedacht werden. Nachts ist eine hochwertige Nachtpflege zu empfehlen. Diese kann sich dann in Ruhe entfalten und die Haut optimal pflegen.

12. Doch die Menge macht’s

Pflegeprodukte sollten nicht dick aufgetragen werden. Dies führt nämlich dazu, dass die Haut nicht alles aufnehmen kann und somit fettig wirkt. Also, stets darauf achten Cremes und Lotionen dünn aufzutragen und leicht in die haut einzumassieren.

13. Altersgerechte Hautpflege

Der Mensch steht stetig im Wandel. Und so muss auch die Pflege ständig neu angepasst werden. Mit dem Alter ändern sich ja schließlich auch die Bedürfnisse der Haut. So gibt es bereits viele verschiedene Pflegeprodukte, die auf das jeweilige Alter angepasst sind.

14. Regelmäßig pflegen

Auch die Haut ist ein Gewohnheitstier. Pflegeprodukte, die eine positive Auswirkung haben, sollten regelmäßig benutzt werden. Nur so kann garantiert werden, dass die Haut langfristig schön und gesund bleibt.

15. Die Jahreszeiten

Während der kalten Tage braucht die Haut eine fettigere Hautpflege. Besonders, weil die Heizungsluft der Haut ziemlich zusetzt. Sobald es wieder wärmer wird, sollten nur eine leichte Pflege angewandt werden.

16. Optimaler Schutz vor der Sonne

Nicht nur im Sommer, sondern bei jedem Sonnenschein sollte auf eine entsprechende Hautpflege geachtet werden. Schnell kann es zu Hautschädigungen kommen, wenn ein unzureichender Lichtschutzfaktor verwendet wird. So enthalten aber auch viele Kosmetikprodukte bereits einen Lichtschutzfaktor. Dies sollte stets bei einem Kauf beachtet werden.

17. Pflegebäder

Pflegebäder geben der Haut die entsprechenden Nährstoffe um gesund und schön auszusehen. Dazu eignen sich am besten Milchbäder, aber auch fertige Bademischungen mit speziellen Vitaminen und Mineralien.

18. Maske und Peeling

Peelings sorgen dafür, dass Hautreste entfernt werden. Dadurch werden die Poren frei und das Hautbild wirkt feiner. Nebenbei sollte einmal in der Woche eine Maske angewandt werden, um die Haut weiter mit den entsprechenden Nährstoffen versorgen zu können. Es ist von Vorteil eine Maske zu wählen, welche die Haut am besten versorgen kann. So empfiehlt es sich während der trockenen Jahreszeit auf eine feuchtigkeitsspendende Variante zu setzen.

19. Hilfe vom Profi

Der Gang zur Kosmetikerin ist gerade dann ratsam, wenn Hautunreinheiten langfristig Sorgen bereiten. Diese sorgt nämlich dafür, dass verstopfte Poren wieder befreit werden. Schon nach einer professionellen Gesichtsbehandlung wirkt die Haut gesünder und schöner. Zudem kann die Kosmetikerin auch wertvolle Tipps für passende Pflegeprodukte geben.

Werden die Regeln sorgsam und gewissenhaft befolgt, so kann sogar ältere Haut wieder strahlen. Um zu garantieren dass die Haut auch gesund bleibt, sollten einige dieser Regeln in die tägliche Pflege einfließen.

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Heuschnupfen

Dieses Jahr sind Allergiker besonders Arm dran. Weil der Winter so mild wie lange nicht war, fliegen die Pollen in diesem Jahr besonders früh.

Besonders der Flug von Birkenpollen ist dieser Tage vermehrt zu beobachten. Im vergangenen Jahr war der Birkenpollenflug eher gering. Jedes zweite Jahr vermehrt er sich jedoch extrem, so auch dieses Jahr wieder.

Umgekehrt dürfte es bei den Haselpollen sein, deren Aktivität im vergangenen Jahr erhöht war. Auch Erlenpollen sind zurzeit unterwegs. Keine gute Zeit für alle Pollenallergiker also. Was Sie tun können, um sich diese schwierige Zeit zu erleichtern und Symptome zu lindern, klären wir im fortlaufenden Text.

Daran erkennen Sie, dass eine Pollenallergie vorliegt:

Rund 18 Millionen Menschen leiden deutschlandweit unter einer Pollenallergie. Die Symptome sind weitreichend. Wenn Sie in der Frühlingszeit unter juckenden und tränenden Augen, einer laufenden Nase, Niesattacken und Atemproblemen leiden, liegt vermutlich eine Pollenallergie vor. In schweren Fällen können MagenDarm-Probleme, Konzentrationsprobleme und vermehrte Müdigkeit hinzukommen.

Bei vermehrtem Auftreten solcher Symptome sollte dem Hausarzt dringend ein Besuch abgestattet werden. Eine Pollenallergie kann sich nämlich langfristig zu Asthma weiterentwickeln, wenn man nichts unternimmt.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Der Arzt kann mithilfe einiger Tests ermitteln, ob und auf welche Pollen Sie allergisch reagieren. Der Test kann ganz gewiss auch von einem HNO-Arzt oder einem Allergologen durchgeführt werden. Das Ergebnis zeigt, wogegen eine Allergie vorliegt. Im Vorfeld eines Testes führt der Arzt meist ein Gespräch mit Ihnen. Eventuelle vorhergegangene, allergische Reaktionen spielen dabei eine große Rolle, um später eine schnelle und sichere Diagnose stellen zu können. Auch eventuelle allergische Reaktionen während eines Testes können so von vorneherein vermieden werden.

Der Pricktest

Eine Testmöglichkeit, um eine mögliche Allergie zu identifizieren, ist der Pricktest. Mit dessen Hilfe kann nicht nur eine Pollenallergie erkannt werden. Ferner ist Prognose einer Unverträglichkeit gegen Tierhaare, verschiedene Lebensmittel, Milben und Schimmelpilze realisierbar.

Um den Pricktest durchzuführen ist es notwendig, eine Flüssigkeit auf die Haut aufzutragen. Diese ist eine spezielle Allergenlösung. Üblicherweise wird sie auf die Innenseite des Unterarms aufgetragen. Anschließend wird die Haut oberflächlich aufgeritzt, um das Eintreten des Allergens in den Körper zu verursachen. Im Falle einer Allergie wird sich der Bereich am Arm röten oder eine Quaddelbildung aufwerfen. Juckreiz ist ebenfalls häufig der Fall. Den Stand der Untersuchung kann der Arzt nach etwa 15 – 20 Minuten ersehen.

Der Pricktest hat kein genaues Ergebnis gebracht – was nun?
Es kann durchaus passieren, dass der Pricktest keine zufriedenstellende Antwort liefert. Dann müssen weitere Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um eine genaue Diagnose zu ermitteln. Es bietet sich dann an, mittels einer Laboruntersuchung weiterzuermitteln. Für diese Untersuchung werden im Blut befindliche Antikörper der vermuteten Allergene erforscht. Durch diese Untersuchung wird sichtbar ob eine Sensibilisierung auf Allergene existiert.

Eine letzte Möglichkeit zur Klärung einer bestehenden Unverträglichkeit ist der Provokationstest. Um diesen durchzuführen, werden Allergene auf die Schleimhaut der Nase oder der Bindehaut appliziert. Außerdem kann man das Allergen inhalieren. Eine starke allergische Reaktion ist bei dieser Methode wahrscheinlich. Aus diesem Grund wird Sie nur ALS allerletztes Mittel und nur unter ärztlicher Aufsicht angewandt. Immerhin kann die Durchführung zu einem allergischen Schock führen.

Diese Behandlungsmöglichkeiten gibt es für eine Pollenallergie:

Insbesondere Pollenallergiker haben einen klaren Vorteil, was die Vorbereitungs- und Vermeidungstechnik in Bezug auf ihre Allergie angeht. Sie können regelmäßig auf der Seite des Luftdatenservice (https://services.allergie-helfer.de/ah/index.jsp) den aktuellen Pollenflug verfolgen. Er wird stets für zwei Tage im Voraus angesagt. iPhonebesitzer können eine Apps nutzen, um sich über den aktuellen Pollenflug zu informieren. Natürlich ist dies absolut kein Garant allergiefrei zu bleiben, weil trotzdem noch Quellen vorhanden sind, um die Allergie auszulösen. Deshalb gibt es auf dem Markt zahlreiche Medikamente, um der Unverträglichkeit entgegenzuwirken.

Antihistaminika:
Diese Mittel werden oral oder topisch verabreicht. Die Wirkung erfolgt sehr rasch. Negativ zu erwähnen ist, das die Verstopfung der Atemwege mit diesem Mittel nicht behandelt werden kann.

Glukokortikosteroide:
Die Glukokortikosteroide erfüllen breites Anwendungsspektrum. Sie werden für die Behandlung zahlreicher Allergien und Asthma eingesetzt. Das Medikament ist sowohl topisch als auch systematisch einsetzbar. Aufgrund seines umfangreichen Wirkungskreises und der gezielten Wirkung wird dieses Mittel am häufigsten verschrieben.

Hyposensibilisierung
Für die Behandlung bekommt der Patient in bestimmten Abständen immer größere Dosen von dem Allergen unter die Haut gespritzt. Die Einnahme kann zudem in Form von Tabletten oder Tropfen geschehen. Zielsetzung ist es, die Immunabwehr anzuregen und somit die allergische Reaktion auf das Mittel abzutöten. Bei einer konsequenten Durchführung und guten Bedingungen kann eine bestehende Allergie mit dieser Behandlung vollständig ausheilen.

Was Sie sonst noch tun können, um einem Allergieschub vorzubeugen:

Auch Menschen mit einer Pollenallergie möchten nicht ganztägig im Haus hocken. Besonders wenn die Sonne scheint, ist es schade durch eine Krankheit oder Allergie ans Haus gefesselt zu sein. Es gibt einige Maßnahmen, die beachtet werden sollten, um den Alltag mit einer Pollenallergie zu meistern und trotzdem gut zu leben.

  • Pollengitter vor den Fenstern werden die Pollen aus Ihren Wohnräumen fernhalten und Ihnen Erleichterung verschaffen.
  • Vor dem Zubettgehen sollten Sie am Besten gründlich duschen, um verbliebene Pollen aus den Haaren rauszuwaschen.
  • Alltagskleidung, die Sie tagsüber draußen getragen haben, sollten Sie nachts lieber außerhalb des Schlafraumes lagern. Auch hier können sich Reste von Pollen verfangen.
  • Beim Lüften sollten Sie beachten, dass es Unterschiede gibt. Da auf dem Land der Pollenflug am Morgen seine Höchstgrenze erreicht, sollte das Belüften eines Raumes besser am Abend stattfinden. In Städten verhält sich der Zustand genau andersherum. Deshalb ist es besser, hier morgens Luft in die Zimmer zu lassen.
  • Wenn Sie auch in der Pollenzeit nicht auf Spaziergänge verzichten möchten, ist es vorteilhaft für Sie, diese Unternehmung in einem Laubwald abzuhalten. Laubbäume fangen Pollen gut ab. Deshalb sind Sie dort viel geschützter.
  • Beim Auto sowie beim Staubsauger sollten sogenannte Pollenfilter eingesetzt werden oder schon vorhanden sein.
  • Die Klimaanlage sollte an Tagen mit starkem Pollenflug lieber ausbleiben. Durch den Luftzug werden Pollen gleichmäßig im ganzen Raum verteilt.
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Sterbehilfe

Es gibt tagespolitische Themen, die habe nur in begrenztem Ausmaß Einfluss auf den normalen Bürger. Dann gibt es wiederum Themen, welche die Gesellschaft mit ihren Begleiterscheinungen beeinflussen. Doch kaum ein Thema, welches in letzter Zeit kritisch diskutiert wird ist so kontrovers wie die Debatte um die Legalisierung der Sterbehilfe.

Vor ein paar Wochen erst wurde in Belgien über ein Gesetz abgestimmt, welches die Sterbehilfe an Kindern regeln soll. Doch auch an anderen Stellen ist das Thema brisant, denn es spaltet Europa. Während Länder wie Belgien, Luxemburg, die Niederlande und die Schweiz die Sterbehilfe umfassend legalisiert haben, ist das in Deutschland noch nicht der Fall. Auch unser Nachbarland Österreich bestraft die „Beihilfe zum Suizid“ mit Höchststrafen von bis zu 5 Jahren. Doch ist es damit getan? Kann man jemanden bestrafen, der einem anderen Menschen den Ausweg aus einer praktisch ausweglosen Situation ermöglicht?

Um zu verstehen worum es sich bei der Sterbehilfe handelt, nur ein paar Sätze dazu. Das Wort selbst beschreibt es eigentlich am Besten. Die Hilfe zum Sterben. Diese kommt vor Allem dann zum Einsatz, wenn ein Mensch entweder physisch nicht mehr in der Lage ist zu sterben, er beispielsweise im Koma liegt, oder man im Zuge einer unheilbaren Krankheit solche Schmerzen erleidet, dass einzig und allein der Tod diesen ein Ende setzen würde. Dann gibt es Medikamente, die diesen Möglichst quallos und ohne Schmerzen herbeiführen können.

Bei dieser ganzen Debatte um die Legalisierung der Sterbehilfe müssen wir uns jedoch klar machen, dass dieser Schritt endgültig ist. Hat man die Sterbehilfe ALS Patient einmal in Anspruch genommen, so gibt es kein zurüCK mehr – man ist tot. Dabei ist es völlig egal, ob übermorgen ein Medikament auf den Markt kommt, welches diesem Menschen ein Leiden oder womöglich sogar ein Sterben aufgrund der spezifischen Krankheit erspart hätte.

Die Möglichkeiten der stetig fortschreitenden Wissenschaft wird dann ignoriert. Ich bin der festen Überzeugung, dass noch kein Arzt ihnen jemals eine hunderprozentige Diagnose gegeben hat – und das ist auch gut so. Denn welcher Mediziner kann mit absoluter Gewissheit von sich behaupten, dass er keine Fehler macht? Wir sind Menschen und Menschen machen Fehler. Deshalb kann es sein, dass ein Kollege ganz andere Diagnosen stellen würde. Stützt man sich aber auf diesen Befund des vertrauten Arztes und nimmt man die Sterbehilfe in Anspruch, so kann es sein, dass man etwas was irreversibel ist, was aber vermeidbar gewesen wäre.

Das Ganze muss jedoch auch von einer anderen Seite, der moralischen Seite, betrachtet werden. Auf naturwissenschaftlicher Ebene lässt sich sagen, unsere Eltern haben uns das Leben geschenkt. Doch auch deren Eltern wurde dieses geschenkt, das heißt, alles hat irgendwo seinen Ursprung. Nach abendländischer Tradition bietet diesen Ursprung Gott, für die Muslime ist es Allah, doch für fast jeden Menschen gibt es irgendeine höhere Macht, die der Grund unser aller Leben, unser Schöpfer, ist. Wie also kann sich die Gesellschaft das Recht rausnehmen, über etwas zu verfügen, was ihr doch gar nicht zusteht, über Leben und Tod zu entscheiden? Ist das nicht anmaßend?

Sollte Sterbehilfe jedoch legalisiert werden, so muss man sich überlegen, wer diesen Schritt ausführt. Eigentlich ist das doch eindeutig. Nur ausgebildetes Fachpersonal mit der Kenntnis, möglichst ohne Schmerzen den schnellen Tod herbeiführen zu können, kommt auch für die Ausführung der Sterbehilfe in Frage. Dieses Fachpersonal können nur Ärztinnen und Ärzte sein. Doch was tut ein Mediziner, bevor er seiner Profession nachgeht? Ähnlich einem Beamten der auf die Verfassung schwört, schwört er einen Eid, einen hippokratischen Eid, der ihn mit seinem Gewissen moralisch bindet, alles erdenkliche in seiner Macht stehende zu tun um Leben zu verlängern, nicht um Leben zu verkürzen. Wie also kann man so einem Menschen zumuten Sterbehilfe zu leisten, etwas zu tun, was er doch gar nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann?

Doch es geht noch weiter: Würde eine Legalisierung der Sterbehilfe nicht zu einem generellen Misstrauen zwischen dem Arzt und seinem Patienten führen? Dem Patienten der mit der Vorstellung in die Arztpraxis geht, dass dort sein Leben verlängert, nicht verkürzt wird? Zwischen eine seit Jahrhunderten währende Vertrauensbasis kann durch eine Legalisierung ein Keil geschoben werden.

Bei der ganzen Frage um die Legalisierung der Sterbehilfe muss man sich jedoch vor Augen führen, dass diese am runden Tisch geführt wird. Die Mehrzahl derer, die über Gesetzesentwürfe abstimmt kann sich bester Gesundheit erfreuen. Die Verantwortlichen können sich also gar nicht in die Lage eines Menschen versetzen, der aufgrund seiner Leiden nur noch sterben möchte. Jeder Mensch kommt mit einer gewissen Lebensfreude, einem Lebensdurst auf die Welt. Erleidet man dann im Laufe einer Krankheit jedoch solche Schmerzen, dass einzig und allein der Tod diesen eine Ende setzt, so muss dieser Patient in seiner Entscheidung unterstützt werden.

Das Recht auf Selbstbestimmung und Autonomie ist eines der höchsten und wichtigsten Gesetze unserer Gesellschaft. Es geht einher mit dem Recht auf Freiheit, welches in den Grund- und Menschenrechten verankert ist. Endet die Selbstbestimmung mit dem Tod? Das tut sie definitiv nicht, man ziehe als Beispiel das Testament heran. Also darf die Selbstbestimmung auch nicht an diesem Punkt enden, wo sich jemand – aus guten Gründen – für den Tod entscheidet. Die Gesellschaft muss diesen Menschen unterstützen, denn niemand darf zum Leben gezwungen werden.

Einen Hilferuf an die Öffentlichkeit starteten im März 2007 mehr als 2.000 französische Ärztinnen und Ärzte. Im Zuge diverser Demonstration gaben sie zu, schon Sterbehilfe geleistet zu haben. Auch wenn diese zum damaligen Zeitpunkt nicht legal war. Diese Zahlen sind erschreckend, doch sie offenbaren die wahre Dunkelziffer der schon geleisteten Sterbehilfe. Dies zeigt, dass auch das Fachpersonal in manchen Fällen nicht wegschauen kann und den Tod als einzig verbleibende Lösung sieht, um der Überzeugung nachzukommen, dem Menschen zu helfen. Es zeigt auch, dass eine Legalisierung nur das rechtens machen würde, was ohnehin schon getan wird, vielen Menschen jedoch ihre Entscheidung erleichtern würde.

Es gibt gute Gründe warum man Sterbehilfe nicht legalisieren soll, aber auch warum man dies tun sollte. Die momentane Lage in Deutschland ist jedoch denkbar schlecht. Noch immer mangelt es an Gesetzen, die die Sterbehilfe eindeutig regeln. Doch das wäre nötig, um einen klaren rechtlichen Rahmen zu schaffen. Deshalb muss die Debatte weiterhin so aktiv geführt werden. Denn nur wenn Pro und Contra genau besprochen sind, wird man zu einer Lösung kommen, die den freiheitlich-demokratischen Gedanken und die Verantwortung gegenüber dem Leben vereinbaren.

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Zahnarztangst besiegen

Wenn es im Mund zwickt und zwackt, schieben die meisten den Besuch beim Zahndoktor doch gern etwas länger vor sich her. Etwa 90% der deutschen Bevölkerung empfinden Angst oder haben zumindest ein mulmiges Gefühl im Bauch, wenn eine zahnärztliche Behandlung ansteht.

So wirklich gern scheint also so gut wie niemand zum Zahnarzt zu Gehen. Dies kann vielfältige Gründe haben: Einige Menschen empfinden es ALS unangenehm, dass sie nicht sehen können, was genau der Arzt gerade im Mund macht, andere können die für eine Zahnarztpraxis typischen Geräusche kaum ertragen und die nächsten haben vielleicht schon sehr negative und schmerzhafte Erfahrungen machen müssen. Doch wie kann man vorgehen, wenn es nicht beim mulmigen Gefühl bleibt, sondern eine regelrechte Panik vor Zahnbehandlungen oder Zahnärzten dazu führt, dass man lieber wochenlang Schmerztabletten schluckt als sich in die Nähe einer Zahnarztpraxis zu wagen?

Niemand ist seinem Zahnarzt hilflos ausgeliefert!

Auch wenn man sich auf dem „heißen Stuhl“ meist sehr verwundbar vorkommt, ist der Patient immer noch derjenige, der die Situation kontrolliert. Möchte der Zahnarzt beispielsweise einen Zahn ziehen, und man ist damit nicht einverstanden, muss man dies nur deutlich äußern, denn der Arzt darf einen nicht gegen den eigenen Willen behandeln. Natürlich wird sich der Zustand der Zähne kaum verbessern, wenn man auf Dauer jede Behandlung verweigert, aber manchmal hilft es schon, sich bewusst zu machen, dass man immer selbst bestimmen kann, was genau geschehen soll. Wer also bereits beim Betreten einer Praxis gegen extreme Angst ankämpfen muss, kann auch gleich bevor der behandelnde Zahnarzt überhaupt die Gelegenheit hatte sich ein Bild von der Situation zu machen klarstellen, dass er erst einmal nur einen Behandlungsvorschlag vom Arzt möchte, das eine Behandlung aber erst bei einen weiteren Termin erfolgen soll.

Dem Arzt von der Zahnarztangst berichten

Bereits dann, wenn man telefonisch einen Termin ausmacht, kann man das Praxispersonal darauf aufmerksam machen, dass man eigentlich „äußerst ungern“ einen Zahnarzt aufsucht und daher ganz gern erst einmal die Praxis kennen lernen würde, bevor eine Behandlung durchgeführt wird. Die meisten Praxen, die Angstpatienten Verständnis entgegenbringen, werden auf solche Wünsche eingehen. Sollte dies nicht der Fall sein, weiß man schon, dass man in der jeweiligen Praxis ohnehin nicht auf viel Feingefühl hoffen kann und sollte sich eher nach einen anderen Arzt umsehen.

Manche größere Zahnarztpraxen haben sogar spezielle Räume eingerichtet, die erst einmal nur zur Beratung und zum gegenseitigen Kennenlernen dienen. Hier wird gewöhnlich auf eine gemütliche Atmosphäre und die Abwesenheit zahnmedizinischer Geräte Wert gelegt. Selbst wenn man gerade an akuten Zahnschmerzen leidet und es daher nicht möglich ist einen Extratermin auszumachen, um sich ein Bild von der Praxis und dem Personal zu machen, sollte man den Arzt oder der Ärztin gleich sagen, wenn man zum Beispiel aufgrund von schlechten Vorerfahrungen Angst hat, denn dann weiß er oder sie wenigstens schon einmal, dass sie etwas rücksichtsvoller und einfühlsamer sein sollten.

Niemand braucht sich zu schämen!

Die allermeisten Zahnärzte haben diesen Beruf ergriffen, weil sie Menschen helfen wollen. Darum braucht auch niemanden der Zustand seines Gebisses peinlich zu sein, selbst wenn man nach jahrelanger Zahnarztabstinenz nun zum ersten Mal mit völlig unattraktiven Zähnen in einer Praxis auftaucht.

Jedem Zahnarzt wird wohl bewusst sein, dass es viele Menschen gibt, die lieber Schmerzen oder ein unästhetisches Erscheinungsbild in Kauf nehmen, bevor sie zum Zahnarzt gehen und gerade wenn man den Arzt schon vorher auf die vorhandene Angst aufmerksam macht, wird dieser bereits wissen, dass er wohl kein perfekt gepflegtes Lächeln zu erwarten braucht. Es gehört nun einmal zum Beruf des Zahnarztes auch diesen etwas schwierigeren Fällen zu helfen und möglichst viel Verständnis entgegenzubringen. Die Uhr zurückdrehen kann ohnehin niemand mehr, also müssen nun alle Beteiligten das beste aus der Situation machen.

Eine vertraute Person mitnehmen

Wer allein überhaupt nicht zum Zahnarzt gehen mag, sollte versuchen eine vertraute Person (zum Beispiel Freund/Freundin, Eltern, Geschwister, etc. ) zu finden, die einen begleiten können. In den meisten Praxen wird die Begleitperson auch mit in den Behandlungsraum dürfen, nur zu dem Raum, in dem geröngt wird, haben weitere Personen normalerweise keinen Zutritt, aber hier passiert ja auch nichts Besonderes.

Je nachdem wie ausgeprägt die Angst ist, kann es schon beruhigen, eine bekannte Person bei sich und in Sichtweite zu haben. Ansonsten kann er oder sie dem Patienten auch die Hand halten, oder sich mit demjenigen auf dem Behandlungsstuhl über Belangloses unterhalten, um der Situation die Spannung zu nehmen.

Musik hören

In vielen Praxisräumen läuft heutzurage das Programm irgendeines Regionalsenders, um etwas von den oft als unangenehm empfundenen Geräuschen einer Zahnbehandlung abzulenken. Wenn das in der Hauszahnarztpraxis nicht üblich sein sollte, oder wenn es einfach nicht genügt, damit man ein wenig entspannen kann, sollte man sich nicht scheuen zu fragen, ob man auf dem eigenen Handy oder MP3-Player etwas Musik hören kann, bis die Behandlung vorbei ist.

Wer seinem Lieblingslied oder vielleicht auch einen Hörbuch lauschen kann, wird sich deutlich weniger verkrampfen, wodurch z.B. Betäubungsspritzen in der Regel als viel weniger schmerzhaft empfunden werden.

Eisspray, Beruhigungsmittel, Narkose & Co

Ist eine zahnärztliche Behandlung dringend nötig, die Angst vor eventuellen Schmerzen aber so groß, dass die Behandlung quasi unmöglich wird, gibt es auch noch medizinische Methoden um den Problem zu Leibe zu Rücken, die jedoch ihre Vor- und Nachteile haben. Wenn man zum Beispiel hauptsächlich Angst vor der Betäubungsspritze hat, kann man den Arzt bitten, zuerst Eisspray auf die betreffende Stelle zu geben, sodass diese für ein paar Minuten absolut taub wird. Bei Kindern kann dies eine Kassenleistung sein, die meisten Erwachsenen müssen hierfür allerdings einen kleinen Betrag (i.d.R. Abgesehen von dem Geldaufwand ist die Behandlung mit Eisspray meist vollkommen unproblematisch und kann sich durchaus lohnen, wenn der Zahnarztbesuch so entspannter gestaltet werden kann. 

Wer generell Angst vor Schmerzen beim Zahnarzt hat, dem kann vielleicht eine Sedierung oder eine Vollnarkose helfen. Beides muss normalerweise vom Patienten selbst bezahlt werden, wenn kein psychologisches Gutachten vorliegt, das bescheinigt, dass eine Behandlung ohne diese Hilfsmittel nicht möglich wäre.

Besonders die Vollnarkose birgt aber noch weitere Nachteile:
Mit jeder Narkose sind selbstverständlich Risiken verbunden, da das Herz-Kreislaufsystem stark belastet wird. Darum sollte vor allem bei Kindern, älteren oder kranken Menschen sehr sorgfältig zwischen Risiko und Nutzen abgewogen werden. Außerdem ist man nach einer Narkose auch nicht in der Lage, am Straßenverkehr teilzunehmen oder allein nach Hause zu gehen, da noch Nach- und Nebenwirkungen auftreten können und die meisten Menschen hinterher noch sehr benommen sind. Auch der Zeitaufwand ist deutlich größer, da man meist noch einige Zeit in einen Aufwachraum bleiben muss, bevor man den Heimweg antreten darf. Dazu sollte man noch bedenken, dass eine Vollnarkose in einer normalen Zahnarztpraxis nicht durchgeführt werden kann, da ein Anästhesist zur Überwachung der Körperfunktionen anwesend sein muss. Daher ist der Besuch des Krankenhauses oder einer Zahnklinik oft notwendig.

Die Kosten für eine Vollnarkose liegen im Berreich mehrerer hundert Euro (meist ca. 300-450€). Hinzu kommt, dass eine Narkose niemals wirklich die Angst vorm Zahnarztbesuch mindert, da man ja aufgrund der Bewusstlosigkeit kein größeres Zutrauen zu dem jeweiligen Arzt oder Behandlungsmethoden aufbauen kann. Daher ist diese Behandlungsform wirklich nur sehr eingeschränkt und nur für größere Arbeiten zu empfehlen, wenn ansonsten keine andere Behandlungsform in Betracht kommt.

Bei Angstpatienten relativ beliebt sind verschiedene Sedierungsformen. Im Gegensatz zu einer Vollnarkose schläft der Patient bei einer Sedierung nicht vollständig sondern befindet sich eher in einer Art Rauschzustand und auch die Körpereigenen Reflexe sowie die Atmung bleiben erhalten. In der Regel wird das Mittel als Getränk, Tablette oder intravenös verabreicht. Je nach verwendeten Medikament können Nebenwirkungen wie Schwindel, Übelkeit oder Kopfschmerzen nach der Behandlung auftreten. Bei den meisten Sedierungsformen ist der Patient zwar während der Behandlung ansprechbar, kann sich hinterher aber nur verschwommen oder lückenhaft an das Geschehene Erinnern. Außerdem ist er auch hier nicht fähig, am Straßenverkehr teilzunehmen. Die Kosten einer Sedierung liegen häufig um 100 Euro, können aber schwanken, da sie stark vom verwendeten Medikament und Behandlungsdauer abhängen.

Etwas anders ist die Lachgassedierung. Hier atmet der Patient durch eine Nasenmaske ein Gemisch aus 30-50% Sauerstoff und 50-70% Lachgas ein. Man bleibt voll ansprechbar, es kann aber zu leichten optischen oder akustischen Halluzianationen wie Tunnelblick oder leicht gedämpftes Hörvermögen kommen. Das Lachgasgemisch entspannt den Patienten innerhalb weniger Atemzüge und viele Leute müssen durch den Rausch sponatan über Kleinigkeiten lachen. Die Nebenwirkungen sind bei gesunden Patienten normalerweise sehr gering und schon wenige Minuten nach der Lachgassedierung ist man wieder voll zurechnungsfähig. Allerdings ist es nicht ganz einfach eine Praxis zu finden, die dieses Verfahren anbietet, da die Zahnärzte über eine bestimmte Zusatzqualifikation verfügen müssen und auch die enstprechenden Geräte vorhanden sein müssen. DIe Kosten, die man für eine solche Behandlung einplanen muss, schwanken in der Regel zwischen 70 und 150€ für eine halbe Stunde.

Alle Sedierungsverfahren können dazu beitragen, die Zahnarztangst langfristig zu mindern, da der Patient den Zahnarztbesuch insgesamt als positiv und entspannt erlebt und mindestens schemenhaft mitbekommt, was mit ihm passiert.

Unter Umständen kann in Absprache mit dem behandelnden Zahnarzt auch in Erwägung gezogen werden, vor der Behandlung Beruhigungstabletten einzunehmen. Hier ist vor allem zu betonen dass keinesfalls in Eigenregie gehandelt werden darf, denn wenn der Arzt nicht Bescheid weiß, können unangenehme Wechselwirkungen zwischen den Beruhigungstabletten und Medikamenten oder Betäubungsspritzen nicht ausgeschlossen werden.

Es gibt also für jeden eine Lösung, egal wie lange er oder sie nicht mehr beim Zahnarzt gewesen sein mag und egal wie groß die Panik ist. Wichtig ist vor allem, dass man wirklich gewillt ist, am momentanen Zustand etwas zu ändern und dass man“mit offenen Karten“ spielt, damit die Ärzte wissen, dass sie Rücksicht auf die Probleme ihres Patienten nehmen sollten.

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21. Februar 2017 0 comment
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