Amyloidose

Steckbrief: Amyloidose

  • Name(n): Amyloidose
  • Art der Krankheit: Ablagerung beschädigter Proteine in den Zellzwischenräumen
  • Verbreitung: 1:100 000; 65 Jahre +
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 1854 Rudolf Virchow
  • Behandelbar: bedingt möglich
  • Art des Auslösers: diverse Krankheiten; sehr unspezifisch diagnostizierbar
  • Wie viele Erkrankte: jährlich 800 Neuerkrankungen
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Amyloidose Fachzentren
  • ICD-10 Code(s): E85

Proteinablagerungen im Körper

Amyloidosen sind Krankheitsauslöser wie Krankheit zugleich. Sie entstehen durch feine, aber gefährliche Proteinablagerungen in den Zellzwischenwänden des menschlichen Organismus. Dabei werden bestimmte Proteine nicht mehr vollständig vom Körper abgebaut und bleiben als Ablagerungen im System zurück. Diese kleinen Ablagerungen verketten sich zu feinen, dünnen Fäden, die dazu neigen sich in den Zellzwischenwänden verschiedener Organe abzusetzen. Hier greifen sie die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des befallenen Organs an; was in der Regel mit eine Organversagen endet.

Ihre krankhafte Wirkung hat die Amyloidose bereits dann im Körper entfaltet, wenn sie als Auslöser einer anderen Krankheit diagnostiziert wurde. Therapiemaßnahmen sind bislang nur bedingt erfolgreich und beziehen sich vornehmlich auf die Behandlung der amyloide hervorgerufenen Symptome. In der Regel ist nach der Erstdiagnose mit einem tödlichen Krankheitsverlauf innerhalb der folgenden zwei Jahre zu rechnen.

Definition Amyloidose

Der etymologischen Ursprung der Amyloidose ist im Altgriechischen zu suchen. Übersetzt bedeutet Amyloidose ‚Stärke‘ oder ‚Kraftmehl‘. In der Medizin wird mit dem Begriff die erhöhte, unlösliche und daher gefährliche Ablagerung von ‚mutierten‘ Proteinen im Zwischenzellraum bezeichnet.

Diese beschädigten Proteine formen kleine Fasern, die als Amyloid bezeichnet werden; was mit ’stärkeähnlich‘ übersetzt werden kann. Das verwundert nicht, wenn man bedenkt, dass sich die Amyloide blau verfärben kommen sie mit Iod in Berührung; was als allgemeiner Nachweis für Stärke gilt.

Bislang weiß man von mehr als zwanzig Proteinen, die, werden sie nicht vollständig vom menschlichen Organismus abgebaut, als Rückstände im Körper zu Amyloidose führen. Ein jedes Protein bedarf einer speziellen Behandlung. Ebenso wie die jeweiligen Organe, die betroffen sind, die Therapiemaßnahmen mit bestimmen.

Was ist eine Amyloidose?

Auch wenn das Symptom Amyloidose in unterschiedlichen Organen zu unterschiedlichen Krankheiten führen kann, spricht man dann von Amyloidose als Krankheit, wenn eine
Störung des körpereigenen Proteinstoffwechsels vorliegt. Dabei werden bestimmte Proteine (Cystatin, Lysozym, Immunglobulin, …) nicht mehr vollständig abgebaut und bleiben als giftige feine Fasern, als Ablagerungen im System zurück. Diese setzen sich dann zwischen die Zellzwischenräumen einzelner Organe, wodurch sie die Funktions- und Leistungsfähigkeit des betroffenen Organs beeinträchtigen. Besonders häufig treten Amyloidosen in Herz, Niere, Milz und Leber auf. Sie können aber auch das Nervensystem angreifen; wo sich ihre Existenz in unterschiedlichen weiteren Symptomen und Krankheitsbildern niederschlägt. So schwillt die Leber in ihrer Größe an, entzündet sich der Herzmuskel und die Nieren beginnen unspezifisch ihre Arbeit einzustellen, was zu Niereninsuffizienz führt.

Im Organismus entstehen die Amyloidosen bei einer falschen Verarbeitung verschiedener Proteine. Es bleiben kleine Proteinrückstände zurück, die sich in löslicher Form im Blutplasma sammeln. Bei einem exponentiellen Anstieg dieser Proteinrückstände im Blutplasma gelangen diese ins umliegende Gewebe. Hier können sie Enzyme angreifen. Dabei reagieren die jeweiligen Aminosäureketten miteinander und bleiben als unlösliche kleine Fasern, die auch als Fibrillen bezeichnet werden, zurück. Diese Fibrillen sind gegen das körpereigene Abwehrsystem resistent, so dass sie als un-abbaubares oder nicht recyclebares Abfallprodukt im Organismus zurückbleiben, sich zwangsläufig zwischen den Zellzwischenwänden bestimmter Organe festsetzen und mit ihrem verheerenden Wirken beginnen.

Verschiedene Proteine verfügen über das Potential als giftiger ‚Sondermüll‘ in den Zwischenzellräumen des menschlichen Organismus‘ zu enden und somit den langsamen, aber sicheren Tod einleiten. Bislang sind es mehr als zwanzig Proteintypen, die grob in drei Arten von Amyloidosen eingeteilt werden können. Alle Arten sind nicht heil- oder therapierbar; durch entsprechende Behandlungen können Symptome gelindert und der Verlauf jedoch hinaus gezögert werden.


Welche Ursachen gibt es?

Hinsichtlich der Ursachen von Amyloidosen ist eine Relation zu den spezifizierten Proteingruppen festzustellen; auch wenn in den meisten Fällen eigentlich im Dunkeln getappt wird, warum es zu unlöslichen, den Körper vergifteten Restablagerungen bestimmter Proteine in bestimmten Organen des menschlichen Körpers kommt. Das Forschungspotenzial zu Entstehung und Behandlung von Amyloidosen ist in der Wissenschaft sicherlich auch noch mehr auszuschöpfen.

Die drei differenzierten Arten von Amyloidose sind folgende: (1) die primäre Amyloidose, (2) die sekundäre Amyloidose sowie (3) die vererbte, bzw. familiäre Amyloidose.
Allen drei Arten ist die Ablagerung funktionsgestörter Proteinrückstände im menschlichen Organismus inhärent. Wie es bei der jeweiligen Amyloidose aber dazu gekommen ist, dass ein Protein nicht mehr vollständig abgebaut werden und sich als Gift- und Sondermüll im Organismus ablagert, ist (leider nicht nur sehr unerforscht, sondern) bei den jeweiligen Amyloidose-Arten auch verschieden.

Bei der primären Amyloidose ist ihr Ursprung bis ins Knochenmark und Blutplasma zurück zu verfolgen. Das Blutplasma produziert in der Regel bei gesunden Menschen Antikörper, die für den Protein- und Eiweißabbau verantwortlich sind. Bei der primären Amyloidose liegt eine Störung der Plasmazellen in ihrer Produktion eben dieser Antikörper vor. Als Folge steigt die Ablagerung unvollständig abgebauter Proteinreste im Blutserum, von wo aus sie sich im gesamten menschlichen Organismus ausbreiten können. Es handelt sich in der Regel dabei um Lichtketten-Immunglobulinen, wie A-Lambda, A-Kappa und AL. Am häufigsten lagern sich die giftigen Proteinreste in den Zellzwischenräumen des Herzens und der Lunge ab. Aber auch unter der Zunge sind sie gelegentlich (und meistens nach einer Autopsie) zu finden. Auch die Blutgefäße, das Nervensystem oder die Sehnenscheiden können von den primären Amyloidose Ablagerungen betroffen sein.

Die sekundäre Amyloidose gilt als weniger dramatisch in ihrem Verlauf als die primäre Amyloidose. Darüber hinaus weiß man auch mehr über ihre Entstehung, Ursachen und potentiell helfende, bzw. mildernde Therapieoptionen. Sie gilt als die häufigste Form der Amyloidosen Erkrankung. Hier ist es vornehmlich das AA-Protein, das in seiner Substanz nicht mehr vollständig vom Körper abgebaut werden kann. Infektionskrankheiten wie Lepra und auch Tuberkulose können diese Amyloidose-Art hervorrufen. Aber auch chronische, nicht infektiöse Krankheiten wie rheumatisch bedingte Arthritis, Entzündungen der Dickdarmschleimhaut und andere diverse Darmerkrankungen können ebenfalls als ursächlich bei der Entstehung der sekundären Amyloidose angesehen werden. Da die AA-Proteine im gesamten menschlichen Organismus vorkommen, können sie sich auch nach Belieben überall ablagern. Bevorzugte Organe sind insbesondere die Leber, die Milz, die Nieren sowie die Nebennieren.

Besonders selten tritt die familiäre Amyloidose auf … und das generell in der Leber, wo es das Transthyretin Protein ist, das in seinem rückstandslosen Zustand nicht mehr abgebaut werden kann. Leberversagen ist eine unvermeintliche Folge.


Symptome und Anzeichen

Die Symptome bei Amlyoidablagerungen sind vielfältig. Entscheidend ist in der Regel immer, welches Organ vom Befall betroffen ist. Unabhängig davon ist das

  • Anschwellen der Beine und Knöchel
  • eine kontinuierliche wie drastische Gewichtsabnahme
  • Taubheit und Kribbeln der Hände
  • generelle Hautveränderungen, wie Rötungen, Schwellungen oder lila Ränder unter den Augen,
  • Schluckbeschwerden,
  • Herzrhythmusstörungen
  • sowie Verstopfungen und Durchfall

wenn auch unspezifische, doch aber akkurate Indizien für eine Störung des körpereigenen Proteinabbaus und somit von Amyloidose. Es ist generell das Zusammenspiel mehrerer Symptome, die eine Amyloidose wahrscheinlicher machen. Leider sind diese allgemeinspezifischen Symptome nicht amyloidosespezifisch, sondern können auch Symptome anderer Erkrankungen sein. Amyloidosen sind daher immer zwingend durch eine Gewebeentnahme durch den Hausarzt zu diagnostizieren, bzw. auszuschließen.

Wenn bestimmte Organe betroffen sind
Ein jedes Organ reagiert anders auf den Befall mit Amlyoidablagerungen. Immer ist aber mit Leistungseinbußen und Funktionseinschränkungen der betroffenen Organe zu rechnen. Welche spezifischen Symptome bei Herz, Nieren, Magen-Darm, Gehirn und Nerven sowie weiteren betroffenen Körpersystemen auftreten, wird im Folgenden dargestellt.

Lagern sich die giftigen Proteinfibrillen in den Muskelfasern und Zellzwischenräumen des Herzens ab, wird der Herzmuskel angegriffen. Dieser versteift nicht nur, sondern beginnt auch in sich zu schrumpfen. Als ob man ihm seine Agilität entziehen würde. Das Herz beginnt in seiner Leistung schwächer zu werden. Die Pumpleistung des Herzens nimmt ab und es treten verstärkt Herzrhythmusstörungen auf. Sind die Ablagerungen vornehmlich in den Herzkranzgefäßen, so sind Durchblutungsstörungen die symptomatische Folge. Die Symptome auf den Punkt gebracht:

  • Luftnot
  • Herzrhythmusstörungen
  • körperliche Schwäche
  • Wasseransammlungen in Beinen und Rippen
  • nächtliches Urinlassen

Besonders häufig sind die Nieren betroffen. Hierbei setzten sich die giftigen Proteinablagerungen um Gefäßöffnungen zu- und ableitender Kapillargefäße, so dass es zu einer verstärkt erhöhten Ausschüttung von Eiweiß kommt, was wiederum zu einem Funktionsverlust der Nieren führt. Eiweißausschüttungen sind übrigens im Urin nachweisbar, so dass Amyloidosen, die die Nieren befallen schnell und einfach nachgewiesen werden können. Oft enden betroffene Patienten an der Dialyse und haben mit einer Lebenserwartung von bis zu 26 Monaten zu rechnen. Die Symptome auf den Punkt gebracht:

  • vermehrte Ausscheidung von Proteinablagerungen im Urin,
  • weißlich, schäumender Urin
  • niedriger Blutdruck
  • Wassereinlagerungen im Gewebe

Ist das Gehirn und das Nervensystem betroffen, so sind allerlei Einschränkungen und Funktionseinbuße als potentielle Symptome zu erkennen. Dabei kann es sich von Kopfschmerzen bis zur Demenz um alles handeln. In vielen Fällen sind die peripheren Nervenenden betroffen, die sich schmerzlich entzünden und Störungen in der Gefühlswahrnehmung und der Bewegung hervorrufen. Aber auch das vegetative Nervensystem kann von einem Befall betroffen sein. Dann sind es Bauschmerzen, Blähungen und Unregelmäßigkeiten im Stuhlgang, die als klassische Symptome gelten. Die Symptome auf den Punkt gebracht:

  • Taubheit und Kribbeln in den Füßen,
  • stechende Schmerzen,
  • Schwindel,
  • niedriger Blutdruck,
  • Karpaltunnelsyndrom

Auch die menschlichen Weichteile können betroffen werden. Amyloidosen können Knoten unter der Haut hervorrufen, zu Erkrankungen der Gelenke führen, Haarausfall fördern, Heiserkeit hervorrufen oder das Aussehen der Finger- und Fußnägel verändern. Die Symptome auf den Punkt gebracht:

  • vergrößertes Zungengewebe,
  • Anschwellung der Lymphknoten,
  • Muskelschmerzen und Schwellungen,
  • Hauteinblutungen um die Augen.

Diagnose und Krankheitsverlauf

Die Symptome der Amylodiose sind sehr unspezifisch. Sie wird, in Korrelation mit der Unwahrscheinlichkeit des Krankheitsauftritts selbst, oft dann erst als potentielle Diagnose herangezogen, wenn andere Krankheiten bereits ausgeschlossen werden mussten. Meist befindet sich die Krankheit dann schon in einem fortgeschrittenen Stadium und führt in den folgenden zwei bis drei Jahren zum Tod.
Als erstes und sicherstes Indiz für eine potentielle Amyloidose gilt übrigens Eiweiß im Urin. Je mehr andere, Eiweiß im Urin verursachende Krankheiten ausgeschlossen werden konnten, desto mehr nähert man sich dem Verdacht auf Amyloidose.

Zu bedenken ist, das unterschiedliche Proteine betroffen sein können. Daher ist es für die Diagnose wie für die anschließende Therapie und Behandlung unabdingbar, dass mittels einer Biopsie und Gewebeprobe nicht nur das jeweilige beschädigte Protein bestimmt wird, sondern auch seine genaue Zusammensetzung ermittelt wird. Solche Gewebeproben können in der Regel, dank moderner medizinischer, wie technologischer Errungenschaften, heute einfacher denn je genommen und analysiert werden. Ein solcher Eingriff ist aber für den Patienten sehr belastend. Daher ist es erfreulich zu erfahren, dass mittlerweile auch Biopsien zur Bestimmung von Amyloidose vorgenommen werden können, die Gewebe aus dem Unterhautfettgewebe ziehen.

Das entnommene Gewebe wird mit einem Farbstoff namens Kongorot verfärbt und mit polarisiertem Licht beleuchtet. So wird unter dem Mikroskop sichtbar, ob das entnommene Gewebe von irregulären, fadenförmigen Strukturen, den Fibrillen, befallen ist. Möchte man hingegen herausfinden, in welchem Ausmaß sich Amyloidosen bereits im Körper abgesetzt haben, hilft eine Szintigraphie unter Nutzung radioaktiver Substanzen, die sich nachweislich an die Amlyoidablagerungen binden.

Traurig aber wahr: Häufig wird erst nach Eintritt des Todes und einer angeordneten Autopsie die Amyloidose diagnostiziert. So selten ist die Krankheit. So selten ist ihre rechtzeitige Entdeckung. Im positiven Fall wird man in etwa zwei Jahre vor dem krankheitsbedingten Tod auf die Amlyoidablagerungen aufmerksam und kann sie therapieren.

In ihrem Verlauf ist eine Amyloidose sehr unauffällig, wenn auch drastisch und sehr schnell. Entstehen erst einmal giftige Proteinablagerungen, so vermehren sie sich auch rapide und führen zu einer massiven Einschränkung der Lebensqualität.


Häufigkeit und Diagnosedaten

Amyloidose gilt als sehr seltene Erkrankung. Nur eine Person aus 100 000 Menschen ist betroffen und jährlich werden in der BRD 800 Menschen mit Amyloidose diagnostiziert. In der Regel sind die Betroffenen älter als 65 und somit im fortgeschrittenen Alter.

40 Prozent der von primärer AA-Amyloidose betroffener Patienten, haben mit dieser aufgrund rheumatischen Vorerkrankungen zu kämpfen. Während bei weiteren 40 Prozent bei dieser Art der Amyloidose Erkrankung Betroffener die Ursache bei autoinflam-matorischen Syndromen liegt. Lediglich 10 Prozent sind hinsichtlich der diagnostizierten Ursache nicht spezifizierbar.

Ob Frauen oder Männer öfter von Amyloidose betroffen sind, kann nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden. Ebenfalls ist wenig darüber bekannt, warum bestimmte Proteinarten häufiger dazu neigen, mit steigendem Alter nicht mehr vollständig abbaubar zu werden. Hinsichtlich betroffener Organe sind es vornehmlich die Niere, wie der Magen-Darm-Trakt, die mit Amlyoidablagerungen zu kämpfen haben.

Immer verläuft eine diagnostizierte Amyloidose tödlich. Es kann mit einer weiteren Lebenserwartung von 12 bis 26 Monaten gerechnet werden. In dieser Zeit gilt es, mittels diverser Therapieansätze, die Symptome zu mildern und so das Voranschreiten der Krankheit und das Organversagen zu verlangsamen.


Komplikationen bei der Krankheit

Treten Komplikationen im Krankheitsverlauf auf, so gehen diese einher mit dem Krankheitsverlauf betroffener Organe. Die Proteinablagerungen der Amyloidose verändern den körpereigenen Proteinhaushalt und greifen Nerven, Gefäße, Knochen und Organe an. Diese reagieren in der Regel mit Entzündungen.

Die größte Komplikation ist der tödliche Verlauf der Krankheit. Denn wurden Amlyoidablagerungen im Gewebe diagnostiziert, kann mit einem weiteren Verfall des betroffenen Gewebes gerechnet werden. Organe verlieren ihre Leistungsfähigkeit. Organe büßen an ihren Funktionstätigkeiten ein.

Heilbar ist die Erkrankung nicht. Therapieren kann man sie dennoch. So sind zumindest schmerzhaft empfundene Symptome in ihrer Empfindung zu mildern und betroffene Organe vor ihrem Funktions- und Leistungsabfall zu schützen. Je früher die Amyloidose diagnostiziert wird, desto besser ist sie in ihrer Entwicklung und ihrem weiteren Verlauf behandelbar. Leider ist dies auch eine der tragischen Komplikationen: In der Regel wird eine Amyloidose viel zu spät erkannt und als Erkrankung überhaupt in Erwägung gezogen. Im Vorfeld gilt es in der Regel andere Krankheiten auszuschließen.

Es ist ein schleichender, doch stetiger Prozess der amyloiden Entwicklung. Sie zu erkennen, ist schwierig. Denn ihr Variationsreichtum ist groß. Sobald aber das betroffene Protein erfolgreich diagnostiziert wurde, kann mit einem umfassenden Therapieplan begonnen werden. Dann sind auch Behandlungserfolge zu erwarten. Oft werden aber vornehmlich weiter Symptome therapiert, die dazu beitragen sollen, dass der betroffene Patient nicht an Lebensqualität einbüßen muss.

Als allgemeingültig in der Medizin hat sich darüber hinaus auch der Glaube etabliert, dass eine grundsätzlich Salz arme Ernährung positiven Einfluss auf die Ausbreitung und Entstehung von Amyloidosen hat und das Auftreten zusätzlicher Komplikationen reduziert.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Meistens befindet man sich eigentlich bereits in der Behandlung, wenn die Amyloidose als Erkrankung das erste Mal als Option herangezogen wird. Man stößt auf sie im Ausschlussverfahren durch andere Krankheiten. Als erstes Indiz gilt übrigens eine Veränderung des Urins. Wer hier Auffälligkeiten feststellt, kann diese schnell und einfach durch seinen Hausarzt abklären lassen. Es ist immer eine offizielle Diagnose durch eine Biopsie erforderlich.
Menschen, die durch chronische Entzündungskrankheiten wie Tuberkulose oder Arthritis vorbelastet sind, sollten besonders vorsichtig sein und rein prophylaktisch eine Gewebebiopsie durchführen lassen.

In jedem Fall ist eine ärztliche Behandlung der Amyloidose unumgänglich. Es ist eine ernsthafte Erkrankung, die sich erheblich auf das Wohlbefinden des Betroffenen auswirkt. Vielfach wird der Patient zur Behandlung an spezialisierte Universitätskliniken und Ärzte weitergeleitet, die sich gewissenhaft um die immer individualisierten Therapiepläne sorgen und den Krankheitsverlauf für den Patienten versuchen so angenehm wie möglich zu gestalten.

Welche weiteren Ärzte aufzusuchen und zu konsultieren sind, entscheidet welche Organe betroffen sind. So können Kardiologen ebenso hilfreich sein wie Rheumatologen, Nephrologen und Gastroenterologen.


Behandlungsmethoden und Therapie

Die Amyloidosen sind nur im Rahmen therapierbar; heilen kann man sie nicht. Doch vor allem hinsichtlich der Folgeerkrankungen und auftretenden Organschäden gibt es zahlreiche, verschiedene Behandlungsansätze, Maßnahmen und Therapien. Auch die Art der Amyloidose selbst wie das jeweilig betroffene Protein entscheidet, welche therapierenden Methoden besonders wirksam sind. Grundsätzlich zielen die meisten Therapiemaßnahmen darauf den Krankheitsverlauf zu verlangsamen, Schmerzen und Symptome zu lidern.

Ist das Herz von Amyloidosen betroffen, so wird unmittelbar die Ernährung des Erkrankten auf eine kochsalzarme Kost umgestellt. Medikamentös werden die eintretenden Funktionseinbuße des Organs mit Diuretika und ACE-Hemmern behandelt. Bei weiterem Fortschritt des Organverfalls werden Herzschrittmacher und implantierbare Kardioverter-Defibrillatoren notwendig. Gegen auftretende Wasserablagerungen und Schwellungen von Beinen und Gelenken helfen Kompressionsstrümpfe und Infusionen. Das Behandlungsspektrum ist äußert umfangreich.

Auch bei Amyloidosen in den Nieren wird umgehend auf eine Salz arme Kost gesetzt. Medikamentös wird versucht den erhöhten Blutfetten entgegen zu wirken sowie ebenfalls ACE-Hemmer und auch AT 1-Antagonisten zum Einsatz kommen. Im typischen Krankheitsverlauf nimmt die Funktionsfähigkeit der Nieren mehr und mehr ab. Fällt diese unter 15% kommt man um eine Dialysebehandlung nicht herum.

Doch auch was die einzelnen Proteine, wie die drei Erkrankungsarten betrifft, werden unterschiedliche Therapieansätze vorgeschlagen. Liegt eine genetisch bedingte Ursache zur Entstehung von Amyloidose vor, so kann durch eine lebenslange Einnahme des toxischen Alkaloids Colchicin das Entstehen der Amyloidosen sogar verhindert werden. Weiterhin werden die Proteingifte der AA-Amyloidose mit TNF-Blocker und Propandisulfonat behandelt. Beide Therapieansätze sollen verhindern, dass sich die giftigen Proteinatome zu Fibrillen bilden. Um hingegen das Festsetzen bereits existierender Fibrillen zu vermeiden wird mit Eprodisat therapiert.

Zur Behandlung primärer Amylodiosen und besonders der Entstehung von Proteinablagerungen im Blutplasma wird zur Chemotherapie gegriffen. Häufig wird auch die Transfusion von Blutstammzellen notwendig. Je mehr Organe betroffen sind, desto weniger erfolgreich sind hier die Therapiechancen. Geforscht und experimentiert wird hingegen, wie sich die Transplantation fremder Knochenmarkzellen auf den Verlauf der Krankheit auswirkt.

Es sind generell sehr aggressive Therapien, die zur Bekämpfung von Amyloidosen eingesetzt werden. Gleichzeitig werden stetig neue Medikamente und Ansätze erforscht, die größeres, besseres und effektiveres Heilungspotential bergen.


Vorbeugung – Impfung und Prävention

Einer Amyloidose kann in der Regel nicht vorgebeugt werden. Ausschließlich dann, wenn eine bereits diagnostizierte Erbvorbelastung besteht, hat sich die lebenslange Einnahme des toxischen Alkaloids Colchicin bewährt. Dadurch kann die Entstehung sogar komplett verhindert werden.

Wurde die Amyloidose erst einmal therapiert, so ist nur auf einem Wege vorzubeugen: sie an ihrer Ausbreitung zu verhindern. Dazu können diverse Therapieansätze helfen.

Wer generell seinem Körper etwas Gutes tun möchte, der kann grundsätzlich auf eine Salz arme und gesunde Ernährung setzen. Denn das weist sich nachträglich auf den Proteinabbau im Körper aus, so dass Amyloidosen erst gar nicht entstehen können.

Schließlich entscheidet auch der Zustand betroffener Organe über den Krankheitsverlauf. Wer gesunde und starke Organe hat, der kann sich den fadenscheinigen Fibrillen ganz anders zur Wehr setzen, als Patienten, die grundsätzlich mit geschwächten Organen zu kämpfen haben. Ausreichend Bewegung, gesunde Ernährung und ein bewusstes Körpergefühl sind die grundsätzlichen vorbeugenden Maßnahmen, die auch nicht gut gegen Amyloidose helfen.


Prognose zur Heilung

Die Prognosen zur Heilung sind sehr düster. Da macht es auch keinen Unterschied, ob es sich bei der diagnostizierten Amyloidose um eine primäre, sekundäre oder familiärer handelt.

Auch, dass die Krankheit sehr spät in ihrem Verlauf diagnostiziert wird, lässt einen positiven Krankheitsverlauf weniger wahrscheinlich erscheinen. Die Chancen zur vollständigen Heilung sind geradezu ausgeschlossen. Selbst das Hinauszögern des Krankheitsverlaufes ist nur bedingt möglich und auch hier sehen die Prognosen nicht sehr vorteilhaft aus. Amyloidosen die mit aggressiven wie konventionellen Chemotherapien behandelt werden, enden ebenfalls zu 40% tödlich.

Da häufig zentrale Organe in ihrer Funktions- und Leistungsfähigkeit, teilweise sogar bis zu ihrem völligen Versagen, angegriffen werden, werden auch Organtransplantationen immer häufiger notwendig … und selbst dann sind die Prognosen auf Heilung nicht immer positiv. Betroffene haben selbst auch hier noch mit dem bevorstehenden Tod zu rechnen.

Nein. Amyloidose möchte man nicht haben. Zum Glück verschont es auch 99 999 aus 100 000 deutschen Bürgern.


Amyloidosen und das multiple Myelom

Das Myelom ist ein besonders aggressiver Krebs in den Plasmazellen und hindert diese an der ordnungsgemäßen Produktion von Antikörpern. Damit sinkt das Immunsystem und das Infektionsrisiko steigt. Die multiplen Myelome fokussieren die Überproduktion anomaler Antikörper innerhalb der Plasmazellen. Hier setzt die Gefahr einer Amyloidose ein. Denn das sind genau die fruchtbaren Voraussetzungen, die zu schaffen sind, um Fibrillen entstehen zu lassen.

Doch nicht jeder Myelompatient tendiert dazu Amyloidosen zu entwickeln. Je gesünder der Mensch, desto vitaler auch seine Körperfunktionen; krank oder nicht. Außerdem sind die entstehende Protein-Leichtketten immer individuell etwas verschieden, selbst wenn es sich um das gleiche Protein handelt, dass im Organismus als giftige Fibrillen zurückbleibt.

Doch einige Patienten scheinen hingegen häufiger dazu zu tendieren, dass sich ihre amyloiden Leichtketten zu Fibrillen verketten. Es besteht eine korrelierende Anfälligkeit. In der Regel sind 10-15% betroffener Myelompatienten, die auch mit Symptomen der Amyloidose zu rechnen haben. Wohingegen bei etwa 40% die Amyloidosen auch entstehen, ohne sich in Symptomen bemerkbar zu machen.

Alternative Behandlungsmethoden

Neben der traditionellen, klassischen Medizin hat sich auch die alternative Medizin ein festes Standbein aufgebaut. Sie wird immer häufiger zu Rate gezogen, wenn es um eben alternative Möglichkeiten geht, Krankheiten zu behandeln. Hierbei ist ein Fokus auf natürliche Mittel ebenso festzustellen, wie eine Hinwendung zu traditionellen Lehrmethoden. Im Bereich der Amyloidosen beschränkt sich die Forschung allerdings doch vornehmlich auf die klassische Schulmedizin. Ausnahmen bestätigen hier aber die Regel.
Außerdem ist darauf hinzuweisen, dass hinsichtlich der jeweils betroffenen Organe diverse alternative Medizinansätze existieren, die sich über traditionelle chinesische Medizin, indisches Ayurveda, Homöopathie, Akkupunktur, Massage und Ernährungsstilen strecken.

Welche Hausmittel können helfen?

Bei der Behandlung von Amyloidosen werden vor allem die Symptome der Krankheit behandelt und versucht zu lindern. So fokussieren sich auch die etablierten Hausmittel auf die Bekämpfung einzelner, durch die Amyloidose hervorgerufener Symptome. So hilft bei Wasserablagerungen und geschwollenen Beinen, das abendliche Hochlegen und massierende Eincremen mit Brennnesselsud. Wessen Herz stolpert, gibt ihm ein Mehr an gesunden Omega-3-Fettsäuren und greift zu fettigen, frischen und gesunden Sardinen, Lachs und Makrelen. Den niedrigen Blutdruck kriegt man mit dem bewährten Hausmittel einer kalten erfrischen Dusche am Morgen ebenso in Gang, wie mit Ausdauersport, Koriander, Nelken, Lakritz und Weißwein. Einen verstopften Verdauungstrakt kriegt man schnell und effektiv mit viel Flüssigkeit und klarem Wasser, mit einem Schuss Essig in den Griff.

Amyloidose ist keine angenehme Krankheit, denn sie greift aggressiv unsere Organe an und bringt deren Funktionalität und Leistungsfähigkeit an ihre Grenzen. Nicht selten versagen die Organe komplett, im Verlaufe der Amyloidose Erkrankung. Daher ist jedes Hausmittel hilfreich, dass die Beschwerden, Schmerzen und Symptome der versagenden Organe auffangen kann. Es geht darum, die verbleibende Zeit des Patienten so angenehm, schmerzfrei und qualitativ wie möglich zu machen. Ob es dabei das Zwiebelsäckchen auf dem Ohr gegen die Schmerzen ist oder die Wadenwickel aus Quark und Zitrone gegen steigendes Fieber, ist dabei egal.

Eine Liste möglicher Hausmittel:

  • Küchenkräuter in div. Formen
  • erprobte Rezepte von Oma
  • alles, was zur Linderung allgemeiner Beschwerden hilft

Heilkräuter und Heilpflanzen

Ähnlich wie bei den Hausmitteln, drückt sich das Sortiment an helfenden Kräutern und Heilpflanzen aus. Es ist umfangreich und vielfältig, wenn es um die Behandlung von Folgeerkrankungen befallener Organe geht; fragt man aber nach Heilkräutern und Pflanzen mit denen unmittelbar die Amyloidose behandelt werden kann, fällt die Antwort negativ aus.

Hier hilft es aber ein wenig um die Ecke zu denken. Denn Kräutertees wird allgemein eine blutentgiftende und reinigende Wirkung auf den menschlichen Körper und Organismus nachgesagt … und die zurückbleibenden Proteinreste, die sich zu Fibrillen zusammenketten sind nichts anderes als giftige Unreinheiten in Blut, Plasma und Gewebe die nichts im menschlichen Körper zu suchen haben. Eine Korrelation zwischen bestimmten Kräutern und dem Entfernen bzw. Ausscheiden der beschädigten Proteinabfälle gibt es aber nicht. Wer sein Blut und Körper mit einer Tasse Tee doch reinigen möchte, kann auf

  • Klettenwurzel
  • Koriander
  • Heilerde
  • Brennnessel
  • Löwenzahn
  • Artischocke

zurückgreifen. Sind darüber hinaus die Nieren betroffen, so können auch Tees aus

  • Birke,
  • Lindenblüte,
  • Liebstöckel oder
  • Ackerschatelhalm

verwendet werden.

Im ayurvedischen Bereich findet man übrigens auch Heilkräuter, die explizit auf die Vitalität des Knochenmarks Einfluss nehmen. In Anbetracht der Tatsache, dass die amyloide Ablagerung häufig im Blutplasma des Knochenmarks seinen Anfang nimmt, ein interessanter, präventiver Ansatzpunkt, dem jedoch jede nachgewiesene Wirkung fehlt. So setzt man in der ayurvedischen Medizin auf die Verwendung des indischen Ginsengs, um u.a. die Regeneration des Knochenmarkgewebes anzuregen. Darüber hinaus wirkt sich seine Einnahme auch positiv auf Herz-Rhythmus-Störungen aus.

Ätherische Öle

Ätherische Öle werden im Bereich der Amyloidose Behandlung bei entspannenden Massagen eingesetzt, um verhärtetes Gewebe zu lockern oder Wasserablagerungen aus Beinen und Gelenken zu entfernen. Auch hier gilt es vornehmlich die Symptome der Amyloidose zu mildern, nicht aber sie direkt zu bekämpfen, zu therapieren oder gar zu vernichten.

Bei geschwollenen Beinen, aufgrund von Wasserablagerungen wird in der Medizin, neben den ätherischen Öl-Massagen auch gerne Kompressen eingesetzt, die um die Unterschenkel gewickelt werden. So wirkt Zypressenöl und Apfelessig wahre Wunder. Aber auch Bittersalz, Zitronenöl und Backpulver haben einen wohltuenden Effekt.

Diverse ätherische Öle, die sanft inhalieret werden, haben allgemein beruhigende Wirkungen auf Nerven und Gemüht. Amyloidose Patienten verdienen etwas Entspannung und Beruhigung. Eine kleine Kerze, über der im Wasserbad einige Tropfen Lavendelöls verdampfen und den Raum in ein angenehmes Aroma hüllen, schlägt sich auch beruhigend auf die Nerven der Anwesenden nieder.

Homöopathie und Globuli

Der Homöopathie wird immer mehr vertraut und sie gilt mittlerweile als ebenso anerkannt wie unsere Allgemeinmedizin. Hier vertraut man auf die potenzierte Kraft der Natur. Homöopathische Mittel werden heute gängig zur Behandlung von Herz-, Nieren- und anderen Organkrankheiten eingesetzt, die durch amyloide Ablagerungen verursacht werden können. Warum Homöopathie aber doch besser als andere alternative Medizinansätze helfen kann, ist die Tatsache, dass eine jede homöopathische Behandlung individualisiert verläuft und so individuell wirksame Mittel herausgefunden werden können.
Wer mit der Homöopathie in der Amyloidose Behandlung auch um die Ecke denken möchte, kann auch auf homöopathische Mittel vertrauen, die das Blut entgiften und reinigen.

Schüssler-Salze

Schüssler-Salze scheinen hoch im Kurs zu sein bei der Amyloidose Therapie. Es wird gleich in drei unterschiedlichen Formen, Konzentrationen und Wirkungen in der Behandlung eingesetzt. Das Schüssler Salz Calcium fluratum Nr. 1 wirkt am Bindegewebe von Knochen und Haut. Es hat stabilisierenden Effekt und verleiht dem Bindegewebe mehr Festigkeit. Schüssler-Salz Nr. 7 (Magnesium phosphoricum) wirkt auf Muskeln und Nerven. Auch hier soll es eine aufbauende und stützende Funktion übernehmen. Ähnlich auch das Schüssler-Salz Nr. 9 (Natrium phosphoriucum), dass den Stoffwechsel anregen soll. Es reguliert den Säure Base Haushalt des Körpers.

Die Schüssler Salze haben eine umfassende Wirkung, so dass sie auch als umfassendes Therapiemittel eingesetzt werden. Auch die Schüssler-Salz mildern Symptome, nicht aber die Amyloidose selbst. Die Eiweißablagerungen und Bildung der Fibrillen wird nicht dadurch beeinflusst; wohl aber die Effekte, die diese Ablagerungen auf die Organe habe.

Diät und Ernährung

Wird Amyloidose bei einem Patienten diagnostiziert, ist einer der ersten Schritte die Ernährung umzustellen. Salz arm – das ist die Devise … und grüner Tee wird empfohlen; der soll wohl doch einen Einfluss dabei haben mit seinem Wirkstoff EGCG die Amyloide abzubauen. Dafür schränkt er aber auch die Wirkungskraft einer Chemotherapie ein.

Eigentlich kann die Umstellung der Ernährung oder eine spezielle Diät nicht helfen, um sich gegen die Amyloidose zu behaupten. Gesund und nährreich sollte die jeweilige Ernährung aber schon sein. Der Körper braucht schließlich viel Kraft und Energie, um sich gegen das zu behaupten, was die Fibrillen in ihm anstellen.


FAQ – Fragen und Antworten

Was genau ist eigentlich eine Amyloidose?
Amyloidose ist eine Ablagerung von Eiweißrückständen im Blut, die sich zu kleinen Fasern, den sogenannten Fibrillen zusammenklumpen und sich in den Zellzwischenräumen von Organen festsetzen. Es wurden bislang über 20 Eiweiße identifiziert, die zu Amyloidose beitragen können.

Ist eine Amyloidose heilbar?
Um von einer Heilung der Amyloidose sprechen zu können, ist die Neubildung des Amyloidose verursachende Eiweißes zu verhindern. Erste Erfolge wurde innerhalb der Forschung bei einzelnen Leichtkettenamyloidosen verzeichnet. Grundsätzlich sehen die zu erwartenden Heilungsprognosen selten positiv aus.

Ist eine Amyloidose vererblich?
Ja. Auch wenn das nicht ihre häufigste Ursache ist. Liegen frühere Fälle der Amyloidose in der Familie und Verwandtschaft vor, so kann früh auf diese Krankheit getestet werden. Eine lebenslange Einnahme eines toxischen Alkaloids mit dem Namen Colchicin kann aber sogar das Entstehen der Amyloidose verhindern.
Lediglich 5-10% Amyloidose Erkrankungen sind erblicher Natur.

Wie lässt sich eine Amyloidose erkennen?
Symptome der Erkrankung sind leider vielflächig und schwer abgrenzbar. Häufig wird erst dann eine Amyloidose als Grunderkrankung als Ursache herangezogen, wenn zahlreiche andere potentielle Erkrankungen bereits ausgeschlossen wurden. Häufig ist die Amyloidose in ihrem Fortschritt auch schon sehr weit und neigt sich dem ‚Finale‘ zu.

Welche Symptome treten bei einer Amyloidose auf?
Da Amyloidosen andere Organe angreifen, sind auch die Symptome sehr unterschiedlich. Ein jedes betroffene Organ verliert aber an Funktions- und Leistungsfähigkeit. Ändert sich die Farbe des Urins und wird dieser leicht schaumig, so wird es als erstes Warnsignal einer Amyloidose verstanden.

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