Chronische Bronchitis

Steckbrief: Chronische Bronchitis

  • Name(n): chronisches Bronchialkatarrh; chronischer Atemwegsinfekt; Raucherhusten
  • Art der Krankheit: Entzündung der unteren Atemwege
  • Verbreitung: etwa jeder Zehnte in Deutschland
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Im Jahr 1808 durch Dr. Charles Badham
  • Behandelbar: Im frühen Stadium heilbar
  • Art des Auslösers: Entzündung auf Grund von schadstoffbelasteten Luft oder Infekten
  • Wieviele Erkrankte: ca. 5-8 Millionen in Deutschland
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Facharzt für Lungen- und Bronchialheilkunde (Pulmologe)
  • ICD-10 Code(s): J41-J42

Mehr als nur Raucherhusten

Husten und Heiserkeit sind nicht unbedingt die ersten Symptome, die dazu anreizen einen Arzt aufzusuchen. Doch sie können Anzeichen einer Bronchitis sein. Die Symptome werden oft von Rauchern als „Raucherhusten“ abgetan und verharmlost. Dabei handelt es sich aber oftmals nicht bloß um einen einfachen Husten. Der Übergang zu einer anhaltenden, also chronischen Bronchitis ist fließend und sollte nicht unterschätzt werden.

Die chronische Bronchitis gehört wie die akute Bronchitis in den Bereich der Atemwegserkrankungen. Der Unterschied ist der, dass eine akute Bronchitis im Großen und Ganzen von allein wieder abklingt. Eine chronische Bronchitis jedoch geht mit einem dauerhaften Leiden einher. Der Besuch beim Hausarzt wird hier unbedingt nötig, um schwere Folgeschäden der Lunge einzudämmen.

Definition chronische Bronchitis

Eine Bronchitis ist eine Entzündung der unteren Atemwege. Ist diese Entzündung dauerhaft und klingt nicht von selbst wieder ab, nennt man dies eine chronische Entzündung. Ab welcher Zeitspanne man von einer dauerhaften, also chronischen Entzündung der Bronchien spricht, definiert die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Nach dieser Definition hat man es mit einer chronischen Bronchitis zu tun, wenn drei Kriterien erfüllt sind. Erstens muss ein Husten mit Auswurf vorliegen, der zweitens mindestens drei Monate lang anhält. Außerdem muss drittens dieser anhaltende Husten innerhalb von zwei aufeinander folgenden Jahren aufgetreten sein. Die chronische Bronchitis verläuft in drei Stufen, die je nach Grad noch heilbar ist oder schon irreversible Schäden hervorgerufen hat. Von irreversiblen Schäden spricht man, wenn die Defekte und Beeinträchtigungen nicht mehr umkehrbar sind. Eine vollständige Heilung ist damit ausgeschlossen.


Was ist eine chronische Bronchitis?

Von einer chronischen Bronchitis spricht man, wenn sich Teile des unteren Atemweges dauerhaft entzündet haben. Die unteren Atemwege umfassen alle Organe unterhalb des Kehlkopfes. Also Kehlkopf, Luftröhre, das Bronchialsystem und die Lungenbläschen (Alveolen). Der Name chronische Bronchitis weist darauf hin, dass in diesem Fall die Bronchien betroffen sind.

Eine dauerhafte Belastung der Lunge etwa durch Giftstoffe, Staub oder Tabakrauch reizt die Bronchien. Natürlicherweise werden diese Schadstoffe aus der Lunge abtransportiert, etwa durch Husten. Ist die Lunge regelmäßig den Schadstoffen ausgesetzt, die sie durch die Atemluft aufnimmt, können die Bronchien äußerst empfindlich reagieren. Dies ist als Entzündungsreaktion des Körpers bemerkbar. Ziel des Körpers ist es, den störenden Reiz und die Verschmutzungen in der Lunge, sowie Ablagerungen aus der Lunge zu beseitigen.

Eine Entzündung ist eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers. Zu diesem Abwehrmechanismus gehört es, dass das angegriffene Gewebe stärker durchblutet wird. Dadurch wird es wärmer und schwillt an. Die Schleimhäute der Bronchien produzieren vermehrt Feuchtigkeit in den Atemwegen, um der Reizung entgegen zu wirken. Es bildet sich ein zähflüssiger Schleim, der die feinen Flimmerhärchen der Bronchien reizt und schließlich als Auswurf abgehustet wird.

Die Veränderung und Schädigung der Lunge passiert schleichend, weshalb es schwierig ist diese Erkrankung rechtzeitig zu erkennen. Der Prozess kann unbemerkt mehrere Jahre stattfinden, bis es zu bemerkbaren Symptomen kommt, manchmal dauert es auch Jahrzehnte. Die Vorstufen können dabei nicht pauschal als chronische Bronchitis diagnostiziert werden.

Ist die Lunge über längere Zeit mit Schadstoffen belastet und findet der Körper keine Gelegenheit die Entzündung zu bekämpfen, kann die Entzündung auch nicht zurückgehen. Der Husten klingt kaum ab und wird krampfhafter. Fieber und Nachtschweiß können auftreten. Das ist insofern bedenklich, da diese Symptome oft ein Hinweis auf eine ernsthaftere Erkrankung der Lunge darstellt: einer chronisch-obstruktive Bronchitis (engl. Chronic Obstructive Pulmonary Disease, Abk: COPD).

Die COPD ist eine nicht heilbare Schädigung des Bronchialsystems. Das Gewebe der Bronchien verengt sich in diesem Stadium. Dieser Prozess ist nicht mehr umkehrbar, weshalb einmal beschädigte Bronchien geschädigt bleiben.

Die unzähligen Giftstoffe, die beispielsweise beim Rauchen in die Lunge gelangen, sind oft unterschätzt. Sie richten aber vor allem langfristig große Schäden an. Das Rauchen oder durch andere Stoffe verunreinigte Luft reizt massiv die Schleimhäute und zerstört die feinen Härchen in den Bronchien, die sogenannten Flimmerhärchen.

Wenn dies geschieht, können die Bronchien die Atemluft nicht mehr ausreichend reinigen. Der typische Raucherhusten ist dafür ein deutliches Signal. Vor allem am Morgen wird der Schleim abgehustet, der sich während der Nacht in den Bronchien angesammelt hat. Dieses Abhusten wird mit der Zeit aber immer schwieriger. Die große Anstrengung der Lunge führt zu einer Verengung der Bronchien. Atemnot ist die Folge.


Welche Ursachen gibt es?

Des Öfteren sind Gift- und Schadstoffe Ursache für eine chronische Bronchitis, die über die Atemluft in die Lunge gelangen. Die mit Abstand häufigste Ursache ist die Belastung des Bronchialsystems durch das Rauchen. Auch das passive Einatmen von Rauch schädigt die empfindlichen Teile der Lunge. Dies ist bei etwa 90% der Erkrankten der Fall, das heißt, dass bei circa neun von zehn Erkrankten das Rauchen der ausschlaggebende Punkt für eine chronische Bronchitis ist.

Ein höheres Risiko an einer chronischen Bronchitis zu erkranken, gibt es auch bei Menschen, die ständig einer hohen Konzentration von Abgasen oder Chemikalien ausgesetzt sind. Dies ist in Großstädten oder den Arbeitsplätzen einiger Industriezweige der Fall. Belastend wirken auch Feinstaub, Dämpfe oder extremes Klima, wie zu feuchte oder zu trockene Luft.

Es ist aber auch möglich, dass Bakterien und Viren für eine chronische Bronchitis mit verantwortlich sind. Infektionen der Atemwege etwa des Nasen- oder des Rachenraumes können hier ein Ausgangspunkt sein, von dem Bakterien oder Viren von den oberen Atemwegen in die Bronchien wandern. Sind die oberen Atemwege Ausgangspunkt einer Entzündung der Bronchien, bezeichnet man dies als Sinubronchitis oder auch als sinubronchiales Syndrom. Eine dauerhafte Reizung führt auch hier zu einer chronischen Bronchitis.

Schließlich sind auch noch ein geschwächtes Immunsystem und eine genetische Veranlagung als Ursachen für eine Entzündung der Bronchien zu nennen. Ein genetischer Defekt, der auch vererbbar ist, kann der Grund sein, dass der Körper zu wenig Alpha-1-Antitrypsin produziert. Damit steigt das Risiko einer Erkrankung deutlich an.

Zusammengefasst spielen also folgende Faktoren eine Rolle:

  • Schadstoffbelastete Luft (z.B. Rauch, Feinstaub, Gas, Qualm)
  • Krankheitserreger (z.B. Viren und Bakterien)
  • Zu trockene oder zu feuchte Luft (z.B. in Räumen mit Klimaanlage)
  • Chemikalien (z.B. Reinigungsmitteln, Asbest)
  • Genetische Faktoren

Symptome & Anzeichen

Eine Bronchitis bekommt auf Grund einer normalen Grippe oder Erkältung. Dies Symptome sind in etwa die gleichen wie bei einer chronische Bronchitis. Wenn die Erreger die Schleimhaut der Bronchien befallen und die Lunge reizen, kann es zu einer Entzündung kommen. Das Gewebe wird vermehrt durchblutet.

Das hat zur Folge, dass das Gewebe der feinen Verästelung des Bronchialsystems anschwillt. Die Temperatur steigt leicht an, es wird vermehrt Sekret gebildet, wodurch auch die Funktion der Lunge eingeschränkt wird. Dies sind zunächst unscheinbare Reaktionen auf Grund der Entzündung. Bemerkbar machen sich diese im typischen Symptom einer Bronchitis, dem feuchten Husten. Grund dafür sind die verschleimten Bronchien. Auch Heiserkeit, Gliederschmerzen und Fieber treten auf.

Bei einer chronischen Entzündung ist der Husten nicht mehr trocken, sondern feucht. Die Schleimhäute der Lunge produzieren übermäßig Sekret, der abtransportiert werden muss und daher zum Hustenreiz führt. Zu dem feuchten Husten gesellt sich bei einer chronischen Bronchitis ein charakteristischer Auswurf. Das ist zähflüssiger Schleim, der über den Rachenraum abgehustet wird.

Der Auswurf ist farblos, wenn ein viraler Infekt die Ursache ist. Sind Bakterien die Ursache, kann er grün-gelblich verfärbt sein, was auf eine Eiterbildung hinweist.

Eine vorübergehende Bronchitis mit den Symptomen einer Erkältung klingt nach etwa zwei Wochen ab. Was bei einer chronischen Bronchitis nicht der Fall ist.

Im Unterschied zu einem akuten Verlauf der Krankheit hält der Husten über einen längeren Zeitraum an und kehrt häufig wieder. Denn der Schaden, der in der Lunge entstanden ist, ist über Jahre hinweg gewachsen und hat die Bronchien äußerst reizbar gemacht.

Durch regelmäßiges Rauchen zum Beispiel entzünden sich permanent die dünnen und feuchten Häute der Bronchien. Die Bronchien sondern Schleim ab, der immer dickflüssiger wird. Da er nicht in der Lunge verbleiben kann, sucht wird er in der Regel abhustet, doch irgendwann wird dies zunehmend mühsamer.

Typisch ist bei Patienten mit chronischer Bronchitis ein starkes Abhusten am Morgen. Ist dies schon zur Routine geworden, ist ein mehr als kritischer Punkt erreicht. Denn es entstehen zunehmend Schäden, die nicht rückgängig gemacht werden können. Das Resultat wäre die Weiterentwicklung der Erkrankung zu einer COPD.

Folgende Symptome können also bei einer chronischen Bronchitis beobachtet werden:

  • Husten
  • schleimiger weißer Auswurf
  • Atemnot
  • pfeifende Atemgeräusche
  • Fieber
  • Gliederschmerzen
  • allgemeiner Leistungsabfalls

Diagnose & Krankheitsverlauf

Um festzustellen, ob die oben genannten Symptomen tatsächlich auf das Krankheitsbild einer chronischen Bronchitis zurückgehen, steht an erster Stelle das Arztgespräch. Hier wird zunächst ein Augenmerk auf die Lebensgewohnheiten und -umstände, wie etwa Ernährung, Rauchen, Arbeitsplatz und Wohngegend gelegt. Hierbei sollen vor allem andere Erkrankungen mit ähnlichem Symptomen, wie zum Beispiel Asthma ausgeschlossen werden.

Das Abhören der Lunge mit dem Stethoskop und das Abklopfen des Brustkorps soll ungewöhnliche Geräusche und Funktionsbeeinträchtigungen feststellen. Auch können Röntgenaufnahmen den Befund feststellen helfen.
Da bei einer eingeschränkten Lungenfunktion, wie sie bei der chronischen Bronchitis der Fall ist, der Körper weniger Sauerstoff bekommt, kann dies mit Hilfe einer Blutprobe getestet werden. Auch sind mit einem Blutbild die Entzündungsparameter gut einschätzbar.

Um die Funktion der Lunge noch genauer einschätzen zu können, ist ein Lungenfunktionstest (Spirometrie) unumgänglich. Dabei wird die Stärke des Atemstroms bei der Ausatmung gemessen (Peak-Flow). Je nach Stadium, kann auch eine Bronchoskopie eine Ergänzung zu den genannten Verfahren sein.

Der Verlauf der Krankheit kann im Wesentlichen in drei Stadien oder Phasen eingeteilt werden.

In einem ersten Stadium kommt es zu häufigen Hustenanfällen, bei denen schleimiges Sekret mit abgesondert wird. Eine Atemnot ist in der Regel nicht bemerkbar und die Bronchien sind noch weitestgehend offen für den Gasaustausch von sauerstoffreicher und sauerstoffarmer Luft in den Lungenbläschen.Werden die Symptome rechtzeitig wahr- und ernstgenommen, kann eine Verschlimmerung vermieden werden und eine völlige Heilung ist möglich. Langfristig können sich weitere Teile der Lunge entzünden und ein Lungenemphysem (siehe dritte Phase) kann sich bilden.

Bei der zweiten Phase , der fortschreitenden Krankheit, verengen sich die Bronchien. Diese Veränderung ist nicht mehr rückgängig zu machen. Die Patientin oder der Patient ist schnell erschöpft und leidet unter Kurzatmigkeit. Das morgige Abhusten von Schleim ist zunehmend anstrengender. Nachtschweiß und Fieber können begleitende Symptome sein. Man spricht in dieser Phase bereits von einer chronisch-obstruktiven Bronchitis. Das Wort obstruktiv weist darauf hin, dass der entzündliche Prozess in den Bronchien bereits Gefäße verstopft oder versperrt hat.

Die Folge eines Lungenemphysems kennzeichnet eine dritte Phase der Krankheitsentwicklung. In dieser Phase einer chronischen Bronchitis entwickelt sich ein Lungenemphysem. Das heißt der Luftgehalt in den Lungenbläschen ist krankhaft erhöht. Das führt zu einer Schädigung von Gewebe. Der gestörte Gasaustausch verändert den Blutdruck und schädigt auf lange Sicht auch die rechte Herz. Es kann zu einem Infarkt kommen.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Etwa 10-15% der Bevölkerung leiden an einer chronischen Bronchitis. Dabei kann man davon ausgehen, dass es erheblich mehr sind und die eigentliche Zahl bei etwa 25% liegt. Die hohe Dunkelziffer wird damit begründet, dass viele Betroffene nicht zum Arzt gehen. Die Symptome werden oft als „Raucherhusten“ abgetan und verharmlost. Dabei handelt es sich nicht einfach bloß um einen Husten. Aber auch Ärzte unterschätzen bisweilen die unscheinbaren Symptome, so dass diese Krankheit nicht immer richtig diagnostiziert wird.

Männer sind dreimal häufiger betroffen als Frauen. Die meisten sind älter als 40 Jahre und Raucher. Etwa 25 von 100 Patienten der über 40-jährigen leiden bereits an einer COPD, die aus der chronischen Bronchitis folgen kann. Das sind in Deutschland etwa fünf Millionen Menschen. Weltweit soll sich die Zahl der an COPD Erkrankten auf etwa 600 Millionen belaufen. Die COPD liegt auf Platz sechs der häufigsten Todesursachen.

Auf Grund der vielfältigen Ursachen und der relativen Häufigkeit einer chronische Bronchitis, kann die Atemwegserkrankung als Volkskrankheit gelten.


Komplikationen bei der Krankheit

Wie bei jeder Krankheit gibt es auch bei der chronischen Bronchitis Komplikationen, die auftreten können. Die Häufigkeit mit der sie eintreten, ist sehr unterschiedlich.

Sie treten vor allem dann auf, wenn der Patient oder die Patientin trotz verschiedener Symptome die Ursachen nicht meidet. Die chronische Bronchitis entwickelt sich dann zu einer chronisch-obstruktiven Bronchitis (COBD). In diesem Zustand sind die Bronchien verengt. Dieser Zustand ist auch nicht mehr umkehrbar. Das heißt es kommt zu dauerhafter Atemnot und damit verbunden zu einer verminderten Leistungsfähigkeit. Dies kann die potentielle Gefahr eines medizinischen Notfalls bergen. Das wäre der Fall, wenn die Bronchien „zusammenfallen“ und die Atmung ganz aussetzt.

Das Lungenemphysem steht am Ende einer sich immer weiter verschlimmernden chronischen Bronchitis. Bei einem Lungenemphysem werden die Lungenbläschen überbläht, da die Elastizität der Lunge verloren gegangen ist. Verbrauchte Luft kann nicht richtig ausgeatmet werden. Demzufolge ist die Lunge nicht in der Lage genügend frische Luft einzuatmen. Das wiederum kann dazu führen, dass der Blutdruck steigt und das Herz angestrengter arbeiten muss oder völlig überlastet und geschwächt wird. Die Erweiterung bzw. Vergrößerung der rechten Herzkammer (Cor pulmonale) kann eine Herzinsuffizienz zur Folge haben.

Lungenkrebs und Lungenentzündungen sind zwei weitere Komplikationen, die sich im Laufe einer chronischen Bronchitis einstellen können.

Auch die Bronchiektasie , ein metabolisches Syndrom und Osteoporose sind als mögliche Komplikationen zu nennen. Die Ansammlung von Sekret in der Lunge fördert eine Infektion durch Bakterien. Da das Immunsystem bei einer chronischen Bronchitis permanent geschwächt ist, sind Patienten und Patientinnen anfälliger für Infektionen.

Die Komplikationen treten meistens auf, wenn Maßnahmen zur Linderung und Vermeidung einer Verschlechterung nicht beachtet werden.


Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Nicht jeder Husten ist gleich eine Bronchitis. Daher muss nicht sofort der Hausarzt aufgesucht werden. Eine „normale“ Bronchitis klingt nach etwa einer Woche von selbst wieder ab. Sollten die Symptome jedoch länger anhalten und sie vermehrt schleimigen Auswurf abhusten, ist ein Besuch beim Hausarzt ratsam. Gerade Raucher sind gefährdet eine chronische Bronchitis zu bekommen.

Erste Anzeichen von „Raucherhusten“ sind Ergebnis eines meist Jahrzehnte über schleichenden Prozesses. Das Rauchen ist aber spätestens an diesem Punkt völlig einzustellen. Der Gang zum Arzt sollte damit aber nicht vermieden werden. Denn eine genaue Klärung der Schwere der Schädigung und Beratung zu möglichen Therapieformen sind ratsam, um eine Heilung zu ermöglichen.

Bei anhaltenden Beschwerden oder hohem Leidensdruck ist zunächst der Hausarzt aufzusuchen. Dieser kann bei einem ersten Gespräch über Lebensgewohnheiten und Arbeitsplatz und nach Abhören der Lunge eine erste Diagnose erstellen.

Je nach Prognose und schwere der Erkrankung ist möglicherweise auch die Überweisung an einen Facharzt für Lungen- und Bronchialheilkunde erforderlich. Der Pulmologe kann hier genauer und mit anderen Möglichkeiten die Ursachen feststellen und eine Behandlung der Symptome vorschlagen.

Die Mitwirkung des Patienten oder der Patientin ist dafür unbedingt erforderlich, da Medikamente allein nicht ausreichen. Oftmals ist eine Veränderung des Lebensstils (Ernährung, Bewegung, Rauchverbot) unumgänglich und längst überfällig. Das liegt jedoch allein in der Hand der betroffenen Personen selbst.


Behandlungsmethoden & Therapie

Ist eine chronische Bronchitis diagnostiziert worden, gilt es zunächst ungünstige Lebensumstände zu verbessern, was vor allem die Vermeidung möglicher Schadstoffe meint.

Das Rauchen sollte vollständig und sofort eingestellt werden. Auch passives Rauchen in Gesellschaft oder geschlossenen Räumen führt zu weiteren Schädigungen und verschlimmert die Symptome. Die Vermeidung ist ein wichtiger Faktor für eine vollständige Genesung und um eine nicht heilbare COPD zu vermeiden.

Folgende negative Einflüsse sind zu vermeiden:

  • Rauch, Staub, Gas, Qualm
  • Ansteckungen mit Viren und Bakterien
  • trockene oder zu feuchte Luft
  • Reinigungsmittel und sonstige chemische Dämpfe

Infektionen, die die Bronchien stark strapazieren, wie etwa eine Grippe, sollte vorgebeugt werden.
Viel Trinken, ausgewogene vitaminreiche Ernährung gehören zur allgemeinen Empfehlung der Ärzte und Ärztinnen für eine gesunde Lebensführung.

Um Infektionen nicht erst entstehen zu lassen oder bestehende Infektionen einzudämmen können auch Medikamente verschrieben werden. Dies sind meist Antibiotika. Darüber hinaus gibt es Arzneimittel, die die Bronchien weiten und das Lösen des Schleims unterstützen. Auch Mittel, die die Entzündung hemmen, können zum Einsatz kommen, finden jedoch vor allem in einem fortgeschrittenem Stadium eine Verwendung.

Ein behutsamer „Lungensport“ hilft dem Patienten oder der Patientin die Atemwege schonend zu kräftigen. Mit bestimmten Techniken, die erlernt werden können, kann das Abhusten und effektivere Atmen besser kontrolliert werden. Bei einer chronisch-obstruktiven Bronchitis können auch Sauerstofftherapien eingesetzt werden, um den Körper mit genügen Sauerstoff zu versorgen und so die Leistung des stark geschwächten Körpers etwas zu erhöhen und eine positivere Prognose zu erhalten.

Physiotherapeuten helfen die Kraft und Kondition zu fördern und beugen somit einem Leistungsabfall vor. Neben Bewegungsförderung ist auch die Ernährung ein nicht medikamentöser wichtiger Therapieschritte. Denn neben der Ausdauer begünstigt auch das richtige Körpergewicht den Erfolg einer Behandlung. Denn hiermit gehen eine bessere Beweglichkeit und ein gesunder Stoffwechsel einher, der sich positiv auf das Herzkreislaufsystem auswirken.

Auch bestimmte technische Geräte, sogenannte PEP-Geräte, können die Atmung unterstützen und erleichtern das Abhusten des Schleims.

Ziel jeder dieser Therapien ist es, Verschlimmerungen einzudämmen, zu vermeiden und bestehende Beschwerden zu bessern.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Die Vermeidung von Gift- und Schadstoffen wie Rauch, Feinstaub oder Abgase sind die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen eine chronischen Bronchitis gar nicht erst entstehen zu lassen.

Um sich vor gefährlichen Infekten zu schützen, können Grippeschutzimpfungen eine Möglichkeit sein. Auch Inhalationen oder das Erlernen von Atemtechniken sind denkbare Wege, die Atemwege zu mobilisieren.

Am einfachsten kräftigen viel Bewegung und ausdauernder Sport oder das Spielen eines Blasinstruments die Atemwege.

Dies wird positiv ergänzt durch eine gesunde Ernährung, sowie ausreichenden und guten Schlaf. Auf diese Art und Weise werden optimale Voraussetzungen für ein leistungsstarkes Immunsystem geschaffen.

Staub und Chemie schlägt sich auf die Lunge nieder. Wer beruflich viel mit mit Gas, Staub oder Chemikalien zu tun hat, sollte bei ersten belastenden Anzeichen über einen Wechsel des Arbeitsplatzes nachdenken. Ratsam ist dies vor allem bei extremer Belastung. Der Arbeitsschutz und die Maßnahmen zur Gesundheitsförderung in den betroffenen Betrieben gilt es unbedingt in Anspruch zu nehmen.

In jedem Fall kann man sich beim Arbeitsamt oder dem zuständigen Sozialversicherungsträger zum Arbeitsschutz beraten lassen. Im äußersten Fall wird auch eine mögliche Umschulung möglich sein.

So beugen Sie eine chronische Bronchitis vor:

  • striktes Rauchverbot
  • ausgewogen klimatisierter Arbeitsplatz erreicht man etwa durch einige Grünpflanzen
  • restloses Auskurieren von Infektionen der Atemwege
  • Kneipkuren und Wechselduschen stärken das Immunsystem
  • ausgewogene, vitaminreiche Ernährung
  • ausreichend Sport und Bewegung
  • frische und saubere Luft

Prognose zur Heilung

Je eher eine chronische Bronchitis erkannt wird und geeignete Maßnahmen ergriffen werden können, desto größer sind die Chancen auf eine Heilung.

Der Schaden vor allem einer schon ausgeprägten COPD ist hingegen nicht wieder vollständig zu beheben. Doch zeigt eine Veränderung, etwa des Lebensstils, eine schnelle Linderung der Symptome und eine verbesserte Leistungsfähigkeit.

Da der Schaden aber meist über Jahre hinweg erfolgte, ist bei einer COPD mit einer verminderten Lebenserwartung von fünf bis zehn Jahren zu rechnen. Medikamente können bestenfalls helfen, eine Vielzahl von Symptomen zu behandeln. Nur in einem sehr fortgeschrittenen Stadium ist eine Behandlung allein der Symptome möglich und der rasche Tod des Patienten unvermeidlich. Eine COPD ist die sechs häufigste Todesursache und damit nicht unrelevant.

Die Prognose für die Heilung einer chronischen Bronchitis im Anfangsstadium ist relativ gut. Grundvoraussetzung ist die Kooperation des Patienten oder der Patientin bei der Umsetzung von Therapiemaßnahmen. Schon einige wenige aber konsequente durchgehaltene Änderungen im Lebensstil verschaffen schon in wenigen Wochen eine spürbare Linderung der Symptome.

Das klingt unspektakulär, ist aber wie bei vielen Erkrankungen das A und O einer guten Prognose. Gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung (mindestens eine Stunde am Tag) und erholsamer Schlaf sind meist kostengünstiger und vor allem langfristig erfolgversprechender als Medikamente. Der Hausarzt kann hierzu mit Ihnen ein erstes Therapiekonzept erarbeiten.


Lust und Last des Rauchens

Kaum ein anderes Genussmittel ist gesellschaftlich so beliebt und geächtet wie das Rauchen.
In den 1950’er und 60’er Jahren war es gang und gäbe immer und überall rauchen zu dürfen. Selbst bei Talkshows im Fernsehen, bei offiziellen Besprechungen oder im Flugzeug.

Dies ist heute kaum noch vorstellbar. Das Rauchen in der Öffentlichkeit ist eher verpönt. Zurecht, wie Gesundheitsexperten meinen. Denn die gesundheitsschädigenden Wirkungen – auch des passiven Einatmens des Rauchs – sind längst nachgewiesen. Vor allem Feinstaub von dem etwa 200 der ca. 4.000 nachgewiesen verschiedenen chemischen Partikel giftig sind. Von diesen 200 giftigen Partikel werden 40 als krebserregend eingestuft. Darunter Reizgase, Teerstoffe und Kohlenmonoxid, Schwermetalle, Nitrosamin, Hydrazin oder Polonium 210 sind nur einige der Stoffe.

Und die meisten Raucher wissen um ihr gefährliches Laster. Doch auch eine neue Kennzeichnungspflicht der Verpackungen lässt viele dennoch zu den Schachteln greifen. Rauchen ist Kultur und mit einem positivem Lebensgefühl verbunden. So jedenfalls verspricht es die Werbeindustrie: Freiheit, Ungezwungenheit, Entspannung.

Denn auch positive, wenn auch äußerst kurzfristige Effekte hat das Rauchen. Es vertreibt Hungergefühl und hilft Stress abzubauen. Es lockert die Stimmung und bringt Menschen zusammen. Die Frage nach Feuer ist der Ice-Breaker Nummer eins.

Die meisten wissen um die Risiken und haben die Folgen eines Krankenhausaufenthaltes oftmals selbst verschuldet. Nach Schätzungen der WHO sterben jedes Jahr etwa sechs Millionen Menschen weltweit auf Grund des Rauchens. Das Gesundheitssystem wird dabei mit etwa 950 Mrd. Dollar belastet.

In Deutschland werden die Kosten von den Krankenkassen übernommen, die nach dem Solidaritätsprinzip handeln. Bei der Frage, ob die Rechnung im Krankheitsfall solidarisch von allen bezahlt werden muss, gehen die Meinungen auseinander. Denn die Behandlung der Folgeschäden des Rauchens sind meist sehr teuer und langwierig.


Alternative Behandlungsmethoden

Durch die Lunge gelangt Sauerstoff in den Körper und Kohlenstoffdioxid wird wieder in die Luft abgegeben. Atmen ist Lebensäußerung aller Organismen. Eine Erkrankung der Atemwege ist daher schon von Alters her im Fokus medizinischen Heilens und Behandelns. Es haben sich daher auch eine Vielzahl von Behandlungen aus dem Bereich alternativer medizinischer und gesundheitsphilosophischer Ansätze entwickelt. So zum Beispiel in der traditionellen chinesischen Medizin oder der Akupunktur. Auch Massagen, Ayurveda oder Kuren können helfen die Symptome zu lindern.

Im Vordergrund stehen bei der Behandlung alternativ medizinischer Therapien vor allem die Weitung und Reinigung der Bronchien. Ebenso kann die Lösung des Schleims angestrebt werden. Durch Massagen und Akupunktur kann die Entspannung der womöglich verkrampften Lungenmuskulatur erreicht werden, was das Abhusten erleichtert und Schmerzen lindert.

Je nach Schwere der chronischen Bronchitis sind diese Methoden relativ erfolgreich bei der Verringerung der Beschwerden. Bei irreversiblen Schäden der Bronchien helfen sie aber auch nur die Symptome zu verbessern. Eine vollständige Heilung ist nicht möglich.

Mögliche alternative Therapien sind zum Beispiel:

  • Inhalationen von ätherischen Ölen
  • Aromatherapien
  • Pflanzliche Kräutermischungen, die die Bronchien weiten und Schleim lösen helfen
  • Schonkost hilft die Leistungsfähigkeit zu steigern
  • Wickel aus Wurzeln und Kräutern und aromatische Bäder
  • Wechselduschen und Saunagänge
  • Globuli je nach Art der Beschwerden
  • Schüssler-Salze, die den Stoffwechsel der Zellen unterstützen sollen

Welche Hausmittel können helfen?

Von den alternativen Therapiemöglichkeiten sind viele alte bewährte Hausmittel, die bei Bronchitis ihre typische Anwendung finden. Eine chronische Bronchitis ist jedoch eine dauerhafte Verschlechterung der Bronchien und daher nicht mit einer akuten Bronchitis oder einem bloßen Husten zu verwechseln. Die Hausmittel können daher lediglich die Linderung der Symptome unterstützen. Eine lang anhaltende Besserung ist neben einem gesunden Lebensstil auch allein in Absprache und Beratung durch einen Arzt zu erreichen.

Bei einer chronischen Bronchitis sind die Bronchien dauerhaft entzündet. Das Immunsystem des Körpers ist geschwächt. Eine Unterstützung hier ist angeraten. Viel trinken und ein körperschonendes Verhalten, wie etwa dem Wetter entsprechende Kleidung zu tragen, kann hier angeraten sein, um eine zusätzliche Infektionsgefahr des geschwächten Körpers zu verringern.

Zu Kräftigung des Immunsystems empfehlen sich Kneipkuren. Mit nackten Füßen kurze Zeit im Schnee laufen. Kaltes und warmes Abduschen im Wechsel oder regelmäßige Saunagänge können hier überlegt werden. Sie stimulieren den Körper, bringen den Kreislauf in Schwung und öffnen die Atemwege.

Zur Linderung der beanspruchten Lunge können einfache Kuren oder ein längerer Urlaub am Meer oder in den Bergen wohltuende Ergänzungen sein.

Frischer Thymian, Salbei oder Lavendel mit kochendem Wasser im Zimmer stehen lassen oder auf die Heizung gestellt, feuchtet trockene Luft. Auch kann diese Tinktur in ein Handtuch gegossen werden und als Wickel auf den Brustkorb oder Nacken gelegt werden. Aber übertreiben sie es nicht. Denn zu intensive und hochdosierte Aromen reizen die Lunge und beschweren die Atmung.

Heiße Kartoffel und Zwiebel können lindernd wirken. Die Förderung der Durchblutung kann helfen den Kreislauf in Schwung zu bekommen.

Regelmäßiger und ausdauernder Sport, wie Joggen, Schwimmen oder Walken macht sich langfristig bezahlt. Dabei kommt es nicht auf die Art der Bewegung an, sondern dass man sich überhaupt bewegt. Nehmen sie lieber die Treppe anstatt den Aufzug. Gehen sie einkaufen, anstatt die 500 Meter mit dem Auto zu fahren.

Ausdauersport öffnet die Lungen und Bronchien. Mehr Luft gelangt beim Sport in die Lunge. Aus diesem Grund sollte die Luft möglichst frisch und sauber sein, um nicht einen gegenteiligen Effekt zu erzielen. Also lieber in einem Park oder Waldgebiet joggen, als in der Stadt.

Auch Kräuter und Heilpflanzen sind für eine wohltuende Anwendung möglich.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Es gibt eine große Anzahl von Pflanzen, deren beruhigende und lindernde Wirkung über hunderte von Jahren festgestellt und erprobt wurde. Dazu gehören auch Pflanzen die schleimlösend oder schmerzstillend wirken oder Krämpfe lösen können.

Zur Unterstützung des Blutdrucks sind Zimt, Ingwer, Rosmarin, Pfefferminz Arnika oder Ginko nur einige Kräuter und Pflanzen die als äußerst gesund gelten und stimulierend wirken. Als Tee, Wickel oder in Süßspeisen entfalten sie ihre optimale Wirkung.

Zur Desinfektion und Linderung gereizter Atemwege sind Fenchel, Thymian, Eukalyptusblätter und Kiefersprossen aromatische und wohltuende Pflanzen.

Im eigenen Garten oder bei einem Spaziergang im Grünen findet man womöglich eine Vielzahl von Kräutern. Mit etwas Geschick lassen sich daraus dekorative Kränze oder Sträuße binden, die getrocknet und in der Wohnung aufgehängt ein schonendes Aroma abgeben. Ob nun getrocknet oder als Aufguss geben die Kräuter ihre Aromen in die Luft ab und verbessern so das Raumklima.

Viele Pflanzen und Heilmittel gibt es in den unterschiedlichsten Zuständen. Als Pulver, getrocknet, oder gehackt. Auch Präparate mit unterschiedlichen Kräutermischungen gibt es. Als Creme oder Öl lassen sich die Wirkstoffe direkt auf die Haut auftragen. Die Apotheke kann hierfür eine erste Anlaufstelle sein. Der Apotheker oder die Apothekerin kann auch kompetent über Wirkstoffe und Wechselwirkungen beraten.

Die wichtigsten Heilpflanzen und Heilkräuter im Überblick:

  • Fenchel
  • Thymian
  • Eukalyptus
  • Rosmarin,
  • Pfefferminz
  • Ginko
  • Zimt

Ätherische Öle

Ätherische Öle können vielfältig angewendet werden. Hier eine kleine Auswahl.

In der Duftschale
In einer Duftschale befeuchten und aromatisieren sie die Raumluft. Hierzu sparsam einige Tropfen in ein Gefäß mit erhitztem Wasser geben.

Zur Inhalation
Als Dampf können sie auch direkt inhaliert werden. Dazu gibt man in einen Topf etwa 500 ml kochendes Wasser und einen Tropfen Öl. Man hält sein Gesicht über das nicht mehr kochende Wasser. Ein Handtuch über dem Kopf verhindert das rasche entweichen der feuchten Luft.

Als Badezusatz
Auch als Badezusatz können ätherische Öle genommen werden. Festsitzender Schleim kann gelöst werden. Sie wirken auch leicht desinfizierend und entspannen die Muskulatur.

Zur Anwendung können Öle aus folgenden Pflanzen kommen:

  • Pfefferminze
  • Kamille
  • Aleo Vera
  • Thymian
  • Fenchel
  • Rosmarin
  • Eukalyptus

Homöopathie & Globuli

Für verschiedene Arten des Hustens und je nach Auswurf kennt auch die Homöopathie ein passendes Mittel. Fragen Sie einen Homöopathen, der Ihnen das passende Mittel, etwa Globuli reichen kann. Beachten Sie, dass bei einer chronischen Bronchitis nicht nur allein die Symptome behandelt werden müssen, da es sich schon um eine dauerhafte Erkrankung der Bronchien handelt.

Eine Auswahl an Globuli sind:

  • Acidum formicicum (Ameisensäure) gegen viele chronische Entzündung
  • Carbo animalis wirkt vitalisierend und hilft dem Magen-Darm-Trakt
  • Carbo vegetabilis wirkt auf die Verdauung und den Stoffwechsel
  • Coccus cacti soll krampfhaften Husten lindern
  • Hydrastis oder kanadischer Gelbwurz unterstützt die Schleimbildung
  • Kalium sulfuricum (dt. Kaliumsulfat) wird gegen Depressionen eingesetzt, soll aber auch gegen Husten helfen
  • Natrium sulfuricum (dt. Natrumsulfat) kommt bei Depressionen aber auch bei Erkältung zum Einsatz
  • Phosphorus (dt. Phosphor) kann bei Entzündung der Atemwege Linderung verschaffen

Zur Anwendung kommen Potenzen von D1 bis D12. Die Menge variiert dabei zwischen 5 bis 20 Tropfen, einer Tablette täglich oder 3-5 Globuli.

Schüssler-Salze

Die Symptome einer chronischen Bronchitis können mit folgende Schüssler-Salze begegnet. Auch hier gilt es zu beachten, dass es sich bei einer chronischen Bronchitis nicht einfach nur um einen einfachen Husten handelt. Eine Absprache mit einem Heilpraktiker, Homöopathen oder/und dem Hausarzt wird geraten.

Weitere Schüssler-Salze zur Vorbeugung von Entzündungen oder zur unterstützten Regeneration des Gewebes sind:

  • Nr. 3 (Ferrum phosphoricum) in einer Potenz D12 wirkt Eisenphosphat gegen Entzündungen und stärkt das Immunsystem
  • Nr. 4 (Kalium Chloratum) auch Natriumchlorid (Kochsalz) in einer Potenz D6 wirkt gegen Entzündungen und wird vor allem gegen Infektionen der oberen Atemwege eingesetzt
  • Nr. 7 (Phosphorsaures Magnesia) wird besonders zur Schmerztherapie empfohlen und um Krämpfe zu lösen
  • Nr. 15 (Kalium jodatum) in der Potenz D6 Tabletten lindert Schmerzen und stillt Entzündungen von Sehnen, Schleimhäuten, Haut und Muskulatur
  • Nr. 24 (Arsenum jodatum) in einer Potenz D6 Tabletten wirkt vor allem auf die Schleimhäute. Bei einer chronischen Bronchitis wird die Kombination mit Schüssler-Salz Nr. 3 (Ferrum phosphoricum) und Schüssler-Salz Nr. 7 (Magnesium phosphoricum) vorgeschlagen

Diät & Ernährung

Wie schon an vielen Stellen hingewiesen sind vor allem Raucher gut beraten, sich ein striktes Rauchverbot aufzuerlegen. Das schont die Lunge vor den extrem giftigen Stoffen. Aber auch das Passivrauchen reizt die Lunge und sollte vermieden werden.

Saubere und frische Luft, sowie viel Bewegung sind auch schon angesprochen worden.

Zur Vorbeugung und auch während der laufenden Therapie sollte auf eine vitaminreiche, ausgewogene, das heißt abwechslungs- und nährstoffreiche Ernährung geachtet werden. Sie ist das A und O für das Abwehrsystem des Körpers und das persönliche Wohlbefinden. Dies wird sich bemerkbar positiv auf die Leistungsfähigkeit auswirken.

Konkret heißt das: Übermäßig viele und fettreiche Milchprodukte, fett- und zuckerreiche Nahrung sollte vermieden werden. Das Risiko einer Verengung der Bronchien und empfindlichere Entzündungsreaktionen im Körper steigen bei übermäßigem Fleischverzehr an. Bis zu viermal häufiger erkranken Menschen auf Grund einer ungesunden Ernährung mit viel Zucker, Fleisch und fettreicher Milch.

Stattdessen ist darauf zu achten möglichst viel Gemüse und Obst und Kräutern zu essen. Auch Fisch und Vollkornprodukte sind empfohlen. Das schont den Darm und führt zu mehr Ausgeglichenheit und Leistungsfähigkeit. Außerdem werden Entzündungen vorgebeugt und das Immunsystem durch zahlreiche Vitamine bei seine Arbeit unterstützt.

Zu achten ist also auf:

  • Viel Bewegung an frischer Luft
  • Abwechslungsreiche Ernährung
  • Viele vitaminreiche Produkte

Vermieden werden sollten:

  • Rauchen
  • Schadstofbelastete Luft
  • Übermäßiger Verzehr von Milch- und Fettprodukten
  • Zuckerhaltige Getränke und Lebensmittel

FAQ – Fragen & Antworten

Woran erkenne ich eine chronische Bronchitis?
Wenn feuchter angestrengter Husten mit schleimigem Auswurf in den letzten zwei Jahren über drei Monate hinweg aufgetreten ist, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß an einer chronischen Bronchitis erkrankt zu sein.

Wann muss ich zum Arzt gehen?
So früh wie möglich, aber so spät wie nötig. Das ist leichter gesagt als getan. Beobachten Sie sich und ihre Lebensgewohnheiten. Wenn sie über mehrere Wochen vermehrt am Morgen Schleim abhusten müssen, sollten sie auf jeden Fall zum Arzt gehen.

Ist eine chronische Bronchitis heilbar?
Erkennt man die Symptome frühzeitig, ist eine Heilung möglich. In fortgeschrittenem Stadium etwa einer CODP, kommt es zu unumkehrbaren Schäden. Die Symptome können aber gut behandelt werden, wodurch eine Linderung möglich ist und die Leistungsfähigkeit etwas gehoben und die Schmerzen gemindert werden kann.

Ist eine chronische Bronchitis ansteckend? Nein. Eine chronische Bronchitis ist nicht ansteckend. Manchmal sind aber Bakterien und Viren Ursache für eine Entzündung der Bronchien, die durch eine Infektion des Rachens oder der Nasenschleimhäute in die Lunge wandern. Dann können diese Bakterien und Viren durchaus auch übertragen werden.

Gibt es Medikamente gegen eine chronische Bronchitis? Medikamente können in schweren Fällen helfen den Schleim zu lösen oder die Bronchien zu weiten. Auch entzündungshemmende Medikamente gibt es. Antibiotika helfen Infektionen, die mit einer chronischen Bronchitis einhergehen können oder Ursache dafür sind, einzudämmen. Aber auch die Natur kennt viele Mittel (zum Beispiel Kräuter), die helfen können die Symptome schonend zu lindern.

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