Geschwollene Lymphknoten

Steckbrief: Geschwollene Lymphknoten

  • Name(n): geschwollene Lymphknoten; Lymphknotenvergößerung; Lymphadenitis; Lymphadenopathie
  • Art der Krankheit: Entzündung; Immunreaktion
  • Verbreitung: weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 1951
  • Behandelbar: ja
  • Art des Auslösers: Krankheiten; Mikroorganismen; Lymphödeme
  • Wieviele Erkrankte: in Deutschland etwa 12 Personen pro 100.000 Einwohner
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Allgemeinmediziner; Facharzt für Innere Medizin; Facharzt für Krebskrankheiten; Facharzt für Blutkrankheiten; Immunologie; Facharzt für Kinderheilkunde
  • ICD-10 Code(s): R59.- Lympknotenvergrößerung; Drüsenschwellung; R59.0 umschriebene Lymphknotenvergrößerung; R59.1 generalisierte Lymphknotenvergrößerung; R59.9 Nicht näher bezeichnete Lymphknotenvergrößerung; L04.- akute Lymphadenitis; I88.1 chronische Lymphadenitits; I188.0 mesenteriale akute oder chronische Lymphadenitis; I88.9 Lymphadenitis ohne nähere Angabe

Der lateinische Begriff mesenterial bedeutet, dass die Lymphknoten innerhalb der intestinalen Darmschleifen liegen.

Natürliche Wegweiser

Je nach Position und nach Auslöser können die im Körper verteilten Lymphknoten ihr Volumen so vergrößern, dass sie auch für medizinische Laien so ungewohnt und damit leicht tastbar sind. Vergrößern sich diese sonst unauffälligen Organe, führt diese Erscheinung bei vielen Menschen zu Ängsten.

Geschwollenen Lymphknoten müssen jedoch nicht immer ein Anlass sein, sich ernsthafte Sorgen zu machen, denn dieser Vorgang kann von den Lymphknoten selbst ausgehen, als harmloser natürlicher Vorgang eingestuft werden oder ein Anzeichen einer anderen Krankheit sein.

Das Anschwellen der Lymphknoten ist deren Funktion (Physiologie) zuzuschreiben, die sie im Rahmen des körpereigenen Krankheitsschutzes einnehmen.

Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die Lymphknoten auf die unterschiedlichsten inneren und äußeren Einflüsse damit reagieren, dass sie sich vergrößern. Nicht nur bei Erwachsenen, sondern gleichfalls bei Kindern ist dieser Prozess normal. Er trägt zur Gesunderhaltung des Organismus bei.

Definition geschwollene Lymphknoten

Eine Lymphknotenschwellung oder Lymphadenose ereilt fast jeden Menschen im Laufe seines Lebens einmal oder sogar mehrmals. Typisches Merkmale für geschwollene Lymphknoten ist deren Umfangsvermehrung. Diese kann durch Palpation (Tastung mit der Hand) wahrgenommen werden.

Die Lymphknotenschwellung wird im medizinischen Bereich in verschiedene Kategorien eingeteilt. Diese Klassifizierung basiert auf deren Lokalisation und nach dem Ablauf der Lymphadenose.

Darüber hinaus lassen sich geschwollene Lymphknoten nach ihrem Eindruck voneinander unterscheiden, den sie beim Tasten erwecken.

Unter dieser Voraussetzung ist folgende Auflistung aktuell:

  • lokale (auf einen bestimmten Ort begrenzt) Schwellung der Lymphknoten
  • regionäre (auf ein bestimmtes Körpergebiet beschränkt) Schwellung der Lymphknoten
  • generalisierte (über den gesamten Körper verteilt) Schwellung der Lymphknoten
  • akute (schnell, plötzlich, überraschend) Schwellung der Lymphknoten
  • chronische (langsam, anhaltend, andauernd) Schwellung der Lymphknoten

Daran machen die Mediziner unter anderem auch fest, um welchen Auslöser es sich handelt. Diese Auflistung ist daher ebenfalls eine diagnostische Hilfe, denn damit werden die geschwollenen Lymphknoten teilweise schon beschrieben.

Die Patientinnen und Patienten, die geschwollene Lymphknoten fühlen können, müssen nicht in jedem Fall davon ausgehen, dass dahinter eine pathologische (krankhafte) Ursache steckt.

Was sind geschwollene Lymphknoten?

Hin und wieder kann es geschehen, dass sich Lymphknoten, die sonst versteckt und nicht auffällig sind, derartig vergrößern, dass sie sich mit den Fingern ertasten lassen. Möglich ist diese Eigenheit durch eine Veränderung der Lymphknoten, die mit verschiedenen Kriterien zusammenhängt. Regulär sind diesbezüglich Vergrößerungen, die dazu beitragen, dass eine äußerliche Abgrenzung vorgenommen werden kann. Das ist in vielen Fällen günstig, zumal so ein Hinweis auf einen pathologischen Prozess gegeben wird.

Geschwollene Lymphknoten sind somit für die Mediziner eine bedeutsames diagnostisches Signal, das für sich allein oder im Komplex mit weiteren Krankheitsanzeichen (Symptome) zutage tritt. Oftmals werden sogar die Patienten selbst darauf aufmerksam, dass mit den Lymphknoten irgend etwas nicht stimmt.

Palpationen der geschwollenen Lymphknoten können differenzierte Ergebnisse mit sich bringen. Es ist meist nicht schwer, zwischen festen und zwischen weichen Lymphknoten zu unterscheiden. Insbesondere die indurierten geschwollenen Lymphknoten können durchaus so fest sein, dass sie als verhärtet beschrieben werden können.

Sowohl der professionelle als auch der laienhafte medizinische Untersucher wird bemerken, dass die Lymphknoten in deren Umfang oder Volumen variieren. Des weiteren zeichnen sich geschwollene Lymphknoten durch eine sogenannte Verschieblichkeit aus. Das heißt, die können innerhalb ihres umgebenden Gewebes hin und her bewegt werden.

Alle Eigenschaften wie:

  • Größe
  • Konsistenz
  • Verschiebbarkeit
  • Lokalität
  • Ausdehnung
  • Form

können genutzt werden, um Rückschlüsse auf die Auslöser zu ziehen.

  • Entzündungen
    Geschwollene Lymphknoten infolge von entzündlichen Abläufen im Körper sind überwiegend weich und nachgiebig. Sie lassen sich leicht verschieben. Lymphknotenschwellungen nach Entzündungen sind zudem bei mechanischer Druckeinwirkung schmerzhaft, was als Druckdolenz bezeichnet wird.
  • überstandene Lymphadenitis
    Nach einer überstandenen Entzündung der Lymphknoten selbst zeigen sich diese als relativ kleine und schmerzlose Knötchen. Die Lymphknoten sind zwar geschwollen, wirken aber verhärtet und können verschoben werden.
  • Metastasen
    Zellen einer Krebsmetastasierung führen dazu, dass maligne (bösartig) erkrankte Lymphknoten tastbar anschwellen und dabei hart werden. Sie stellen mit dem umliegenden Gewebe einen richtigen Verbund dar, sodass die Lymphknoten nicht verschoben werden können. Bei Druck von außen liegt keine Schmerzhaftigkeit vor.

Geschwollene Lymphknoten unterliegen manchmal einer speziellen Verteilung, die sich auf einzelne Organe bezieht. So ist es charakteristisch, dass eher harmlose Erkältungen, Katarrhe oder grippale Infekte eine Schwellung der am Hals befindlichen Lymphknoten nach sich ziehen. Im Gegensatz dazu können das ganze Lymphknotensystem eine Schwellung aufweisen. Das deutet auf eine schwere Infektion hin.

Lymphknoten sind an folgenden Stellen des Organismus zu finden:

Schädel

  • Unterkieferlymphknoten
  • Lymphknoten des Gesichts
  • Ohrspeicheldrüsenlymphknoten
  • Lymphknoten am Hinterhaupt

Hals (entlang der Venen – zervikal)

  • vordere Halslymphknoten
  • oberflächliche seitliche Lymphknoten des Halses
  • tiefe, an der Seite gelegene Lymphknoten des Halses
  • in der Nähe der Oberen Hohlvene
  • in den Achselhöhlen – axillär

Brust

  • Übergang des Milchbrustganges in die linke Vene des Armes und des Kopfes
  • Übergang des rechten Hauptlymphganges in die rechte Vene des Kopfes und des Armes
  • Milchbrustgang
  • Lymphknoten des Warzenfortsatzes
  • an der Vorderseite des Bauches (Abdomen)-
    abdominal

sowie im Becken, in den Leisten (inguinal) und
in den Kniekehlen (popliteal).

Aus dieser anatomischen (Anatomie ist die Lehre vom Bau der Organe und der Organsysteme) Lagedarstellung der Lymphknoten ergibt sich die nachfolgende Aufstellung über geschwollene Lymphknoten.

Eine Lymphadenopathie kann sich manifestieren an:

  • den Lymphknoten des Ohres
  • den Lymphknoten des Halses
  • an den paarigen Tonsillen (Mandeln)
  • an den Lymphknoten unter den Achseln
  • an der Milz (Splen)
  • an den Lymphknoten des Bauches
  • an den Lymphknoten der Leisten

Die Tonsillen sind ein Teil der lymphatischen Immunabwehr. Ihre anatomische Lage ist der Rachen und die Mundhöhle. Deshalb können beispielsweise die hinlänglich bekannten Gaumenmandeln (Tonsillae palatinae) beim Herausstrecken der Zunge sichtbar werden.

Die Gaumenmandeln sind nur eine Variante der Tonsillen, denn es gibt noch weitere, die sich in ihrer Gesamtheit zum Waldeyer’schen Rachenring vereinigen:

  • Tubenmandel (Tonsilla tubaria) im Nasen-Rachenraum
  • Zungenmandel (Tonsilla lingualis) am Zungengrund
  • Rachenmandel (Tonsilla pharyngea) im Rachendach (Epipharynx) eingebettet
  • Gaumenmandel (Tonsilla palatina) zwischen hinterem und vorderem Gaumenbogen

Die Tonsillen sind schon bei eher banalen Erkrankungen geschwollen und/oder weisen diverse histologische (Histologie ist die Lehre von den Geweben) und morphologische (Morphologie ist die Lehre von der Gestalt oder der Beschaffenheit von Organen und Organsystemen) Abweichungen auf.

Der Lymphknoten der Leiste ist dort zu suchen, wo der Oberschenkel in den Unterbauch übergeht. Die Bauchlymphknoten liegen etwa in Höhe des Bauchnabels.

Gemeinsam mit den Tonsillen stellen die Lymphknoten das lymphatische System dar, zu dem folgende Organe gehören:

  • Thymus (Thymusdrüse oder Bries)
  • Knochenmark
  • Leber (Hepar)

Die Lymphknoten können entweder kurzzeitig über einige Tage oder über mehr als zwei Wochen geschwollen sein. Unangenehme Begleiterscheinungen gesellen sich meist hinzu, bis die Schwellung wieder abgeklungen ist. Diese Anomalien ähneln der üblichen Anzeichen einer Entzündung (Rötung, Überwärmung, Schmerzhaftigkeit).

Nicht alle Lymphknoten können wegen ihrer kleinen Beschaffenheit mit den Fingerspitzen getastet werden. Große Lymphknoten des Halses, der Achseln und der Leisten, die das Volumen einer Haselnuss annehmen, sind eher fühlbar.

Welche Ursachen gibt es?

Der Ursprung von geschwollenen Lymphknoten kann überaus vielgestaltig sein. Grundlegend ist allen Auslösern, dass diese eine Reaktion des Immunsystems provozieren, die mit einer Antwort des lymphatischen Systems verkettet ist. In diesem System spielen die Lymphknoten eine entscheidende Rolle, denn sie sind die zentralen Filterorgane.

Diagnostisch (Erkennung einer Erkrankung) und behandlungstechnisch werden von den Medizinern sowohl allgemeine als auch spezifische Ursachen definiert, die eine Lymphadenose bedingen. Oftmals sind es lokale oder systemische Entzündungen oder Krankheiten mit einem infektiösen Verlauf verantwortlich für das Anschwellen der Lymphknoten.

Allgemeine Verursacher geschwollener Lymphknoten

  • Malaria
  • Stoffwechselkrankheiten (beispielsweise Lipidspeicherkrankheit Morbus Gaucher)
  • Mundfäule
  • systemische Entzündungen wie grippale Infekte, Masern, Röteln und Mumps
  • akute Entzündungen oder Infektionen durch Viren, Pilze oder Bakterien (beispielsweise Röteln, Influenza, Mumps, Masern)
  • chronisch verlaufende Entzündungen
  • gutartige und bösartige Tumoren
  • Serumkrankheit
  • polyglanduläre Autoimmunsyndrome
  • Castlemann-Krankheit
  • Kawasaki-Syndrom (überwiegend bei Kindern)
  • Sinushistiozytose (meist bei Jugendlichen und bei Kindern)
  • nekrotisierende Lymphadenitis
  • Borreliose
  • operative Eingriffen
  • Verletzungen und Wunden
  • Hasenpest beziehungsweise Tularämie
  • Brucellose
  • gutartige oder benigne Zunahme des Lymphknotens (Sarkoidose)
  • Tuberkulose
  • Hodgkin-Lymphom
  • akute lymphatische Leukämie
  • chronische lymphatische Leukämie
  • akute myeloische Leukämie
  • Unverträglichkeit gegenüber Arzneimitteln (Antiarrhythmatika, Antibiotika)

Dabei werden alle in den Organismus eingedrungenen Krankheitserreger in den Lymphknoten gefiltert. Die Keime werden mit der Lymphflüssigkeit durch das Lymphsystem transportiert und bleiben in den Lymphknoten hängen. Das führt zu einer Aktivierung der Lymphknoten, sodass das Wachstum und die Vermehrung der Lymphknotenzellen angeregt wird. Infolge dessen kommt es zu einer Vergrößerung, die nach Abklingen der Erregertätigkeit wieder rückläufig ist.

Spezifische Verursacher geschwollener Lymphknoten

Hierbei geht es vorwiegend um Lymphknotenschwellungen, die durch Krankheiten an anderen Organen zustande kommen. Fast jedem Organ kann ein bestimmter Lymphknoten zugeordnet werden, der für eine entsprechende Körperzone steht.

Schwellung der Lymphknoten des Ohres

Insbesondere entzündliche Vorerkrankungen sind in diesem Fall die Auslöser für vergrößerte Lymphknoten, die sich in direkter Nähe des Erkrankungsherdes befinden. Tastbar sind dabei in Abhängigkeit von der Art der Entzündung und von deren Ausmaß alle Lymphknoten, die hinter dem Ohr und vor dem Ohr liegen.

  • Entzündung des Mittelohrs
  • Entzündungsprozess im äußeren Gehörgang
  • bakterielle oder virale Infektion mit Entzündung der Ohrspeicheldrüse (Mumps, Sekretstau durch Speichelsteine)
  • Röteln, Toxoplasmose
  • Syphilis
  • Zahnentzündungen
  • Amalgam in Zahnfüllungen
  • Hautkrebs
  • Krebs der Ohrspeicheldrüse
  • Metastasen von Tumoren des Schädels oder Gesichts

Schwellung der Lymphknoten im Nacken oder am Hals

Wie bei allen anderen Lymphadenosen, so leiden die Patienten meist durch unterschiedliche infektiöse Vorgänge an geschwollenen Lymphdrüsen im Nackenbereich. Verantwortlich für diese krankhafte Veränderung sind sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen vorkommende Erkrankungen wie:

  • Pfeiffersches Drüsenfieber (Mononukleose)
  • Röteln und Masern

Schwellung der Lymphknoten am Hals

  • Rachenentzündung
  • Mandelentzündung
  • grippaler Infekt
  • Mumps, Scharlach, Röteln
  • maligne Lymphome (Krebs der Lymphdrüsen)
  • benigne Lymphome (gutartige Geschwulst)
  • Tochtergeschwüre von Schilddrüsenkrebs (Schilddrüsenkarzinom), Magenkrebs (Magenkarzinom), Hautkrebs (malignes Melanom), Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) oder Nasenkrebs (Nasopharynkarzinom)

Schwellung der Lymphknoten in den Achselhöhlen

  • Implantate aus Silikon in der Brust
  • Brustkrebs (Mammakarzinom) oder Metastase eines Mammakarzinoms
  • Non-Hodgkin-Lymphom
  • Verletzungen der Haut beim Rasieren mit Infektion und Abszess

Charakteristisch für den letzten Punkt ist das Einringen von krankmachenden mikrobiellen Erregern (Infekte durch eiterbildende Streptokokken) in die Haut. Dort kommt es zu einer Infektion, die unter Umständen nicht von selbst abheilt. Dann schwellen die Lymphknoten an und es kann sich ein chirurgisch zu behandelnder Abszess entwickeln.

Schwellung der Lymphknoten in der Leiste

Geschwollene Lymphknoten in der Leiste sind ein klassisches Symptom für krankhafte Auffälligkeiten des Beckens und der unteren Extremitäten. Die dort angesiedelten Lymphknoten sind die zuständigen Filter für die in der unteren Körperhälfte zirkulierende Lymphflüssigkeit.

Diese Schwellungen kommen durch folgende krankhafte Auffälligkeiten zustande:

  • Verletzungen mit Eröffnung der Haut mit Hautinfektionen
  • Erkrankungen des Darms
  • Autoimmunkrankheiten
  • Erkrankungen der rheumatoiden Form (chronische Polyarthritis, Kollagenosen, Gicht, Morbus Bechterew)
  • Infektionen der Genitalien
  • Entzündungen der Prostata (Vorsteherdrüse)
  • Erkrankungen der Nebenhoden
  • Entzündungen der Gebärmutter (Uterus)

Darüber hinaus können ansteckende Krankheiten wie:

  • Syphilis (bakterielle Erreger)
  • Genitalherpes (virale Ursachen)
  • Gonorrhoe beziehungsweise Tripper (bakterielle Erreger)
  • Candidosen (Pilzkrankheiten)
  • Chlamydien (Parasiten)

die Leistenlymphknoten anschwellen lassen.

Letztendlich sind geschwollene Lymphknoten nicht nur örtlich eingeschränkt feststellbar. Geschwollene Lymphknoten sind bei mannigfaltigen Krankheitsbildern an mehr als drei verschiedenen Körperarealen zu tasten. In der Praxis ist vielfach eine Dreierkombination geschwollener Halslymphknoten, Bauchlymphknoten und Leistenlymphknoten auffällig.

Dieses Phänomen kann ein Indiz für folgende Erkrankungen sein:

  • Infektion mit dem HIV-Virus
  • Hepatitis B
  • Zytomegalie vom Typ Eppstein-Barr
  • Infektionen mit dem Barr-Virus
  • Masern
  • Diphtherie

Der medizinische Terminus Lymphadenose wird häufig für eine chronische Schwellung der Lymphknoten verwendet. Darüber hinaus hat diese Benennung eine weitere Bedeutung für die chronisch lymphatische Leukämie und die Lymphadenosis cutis benigna. Weitere Synonyme für die Lymphadenose sind unter anderem Lymphadenopathie oder Lymphknotenhypertrophie.

Ursächliche Bedeutung von Schutzimpfungen

Lymphknoten können infolge einer Schutzimpfung anschwellen. Dieser äußerlich wahrnehmbare Vorgang wird als natürliche Nebenwirkung des Körpers betrachtet. Anders ausgedrückt, handelt es sich um eine Antwort des Abwehrsystems. Typisch ist eine derartige Erscheinung bei:

  • Rötelnschutzimpfung
  • Tuberkulose-Schutzimpfung (BCG)
  • Schutzimpfung gegen Masern
  • Schutzimpfung gegen Gelbfieber
  • künstliche Immunisierung gegen Mumps

Diesen Schutzimpfungen ist gemein, dass jeweils lebende, in ihrer Pathogenität (krankmachende Wirkung) abgeschwächte Erreger injiziert werden.

Symptome und Anzeichen

Eine Lymphknotenschwellung, die selbst ein Anzeichen für einen krankhaften Prozess im Organismus ist, wird wiederum von anderen Beschwerden begleitet. Beeinflusst werden diese durch die jeweiligen Erkrankungen beziehungsweise die Kausalitäten, die zwischen den auslösenden Faktoren und den Leiden bestehen.

Fast immer sind Lymphknotenschwellungen mit zusätzlichen Krankheitsanzeichen verbunden. Das heißt, geschwollene Lymphknoten sind fast nie allein vorhanden. Im Gegensatz dazu haben Erfahrungswerte gezeigt, dass es auch eine Lymphknotenschwellung ohne weitere Beschwerden gibt.

Beim intensiven Berühren der Lymphknoten durch die Patienten selbst oder durch den Untersucher werden variierende Symptome spürbar:

  • Schmerzhaftigkeit
  • Druckempfindlichkeit
  • Verhärtung
  • erhöhte Körpertemperatur oder Fieber über 38 Grad Celsius
  • grippeähnlichen Symptome
  • nächtliches Schwitzen
  • zunehmender Verlust an Körpergewicht
  • Blässe durch Blutarmut (Anämie) oder durch Infektion
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • Nachlassen der Leistungsfähigkeit
  • Appetitlosigkeit

Kennzeichnend für eine Lymphadenose sind ebenfalls spezielle Beschwerden, die sich zum Teil mit einer herkömmlichen Lymphknotenschwellung überschneiden können. Die Betroffenen weisen meist:

  • eine Vergrößerung der Milz
  • eine Vergrößerung der Leber
  • einen Juckreiz der Haut
  • Ekzeme der Haut oder Herpes zoster (Gürtelrose)
  • Blutungen in der Haut (Petechien)
  • Mykosen (Pilzerkrankungen der Haut)
  • Schwellungen der Ohrspeicheldrüsen durch eine Parotis (Mikulicz-Syndrom)

auf.

Insbesondere die Schmerzen an den Lymphknoten bereiten vielen Patientinnen und Patienten ein massives Unbehagen. Angeschwollene, schmerzende Lymphknoten sind überwiegend im Nackenbereich, in der Nähe des Unterkiefers, oberhalb des Schlüsselbeins, am Kopf und am Hals sowie neben den Ohren, unter den Achseln und in der Leiste bemerken.

Diagnose und Krankheitsverlauf

Die Abklärung einer Umfangszunahme von Lymphknoten lässt sich mit einer Vielzahl wissenschaftlich erprobter und treffsicherer diagnostischer Mittel realisieren. Vorab muss gesagt werden, dass die Eindeutigkeit und die schnelle Umsetzbarkeit der Krankheitserkennung bei geschwollenen Lymphknoten entscheidend für die Behandlung, den Verlauf und die Prognose (Aussicht auf Heilung) ist.

Von den Fähigkeiten des Arztes und der Präzision sowie der Verlässlichkeit der diagnostischen Vorgehensweisen hängt mitunter das Überleben eines Patienten oder einer Patientin ab. In diesem Zusammenhang soll auf die immense Bedeutsamkeit geschwollener Lymphknoten im Rahmen der rechtzeitigen Aufdeckung einer Krebserkrankung hingewiesen werden.

Obwohl Lymphknoten geschwollen sein können, fühlen sich die Patienten dennoch gesund und vital. Viele mit geschwollenen Lymphknoten verbundene Krankheitsbilder treten nicht immer so offen zutage, wie eine allgemeine oder eine regionäre (auf ein bestimmtes Körperareal bezogene Entzündung). Zahlreiche Erkrankungen entwickeln sich schleichend und lediglich mit einer Lymphknotenschwellung.

Die Kunst des Mediziners muss daher darin liegen, auch die Hintergründe zu erfassen. Dafür stehen den Ärzten und den Spezialisten verschiedenartige diagnostische Methoden und Maßnahmen zur Verfügung. Diese sind für die betroffenen Patienten fast immer schmerzlos oder zumindest minimal-invasiv durchführbar.

Grundsätzlich gehen die Ärzte bei jedem Patienten davon aus, dass ein bereits problemlos tastbarer Lymphknoten als vergrößert eingestuft werden muss. Im normalen, gesunden Zustand lassen sich die Lymphknoten nur schwer fühlen. Erst dann, wenn sie mindestens das Ausmaß einer Erbse oder einer Haselnuss erreicht haben, können auch medizinisch unbedarfte Laien die Lymphknoten tastend erspüren.

Nach der Abtastung der Lymphknoten können die Ärzte schon erste, eher unspezifische Rückschlüsse auf ein vorliegendes Krankheitsgeschehen ziehen.

Geschwollene Lymphknoten bei gutartigen Erkrankungen

Theoretisch orientieren sich die Ärzte bei der Erhebung eine Befundes und bei der Einschätzung der Ergebnisse grob nach den morphologischen Eigenschaften der geschwollenen Lymphknoten und nach folgenden Richtlinien:

  • Schmerzhaftigkeit: nicht schmerzhaft
  • Konsistenz: weich, nachgiebig
  • Verschiebbarkeit: gut
  • weitere Beschreibung: akut, keine langsame und fortschreitende (progredient) Vergrößerung

Geschwollene Lymphknoten bei bösartigen Erkrankungen

  • Schmerzhaftigkeit: schmerzhaft
  • Konsistenz: derb, hart
  • Verschiebbarkeit: schlecht, nicht gegeben
  • weitere Beschreibung: chronisch, langsamer Entstehungsprozess, unaufhörlich fortschreitendes Wachstum

Die diagnostischen Anstrengung der Ärzte, wenn Patienten mit geschwollenen Lymphknoten in die Praxen kommen, beinhalten mehrere Schritte.

Anamnese (Krankheitsgeschichte) des Patienten

Im Zentrum der Anamnese steht die Befragung oder die Unterhaltung mit dem Patienten. Während dieser gewinnt der Arzt eine Fülle an Informationen, die eine Diagnostik unterstützen.

Im Vordergrund stehen folgende Fragen:

  • Zeitdauer des Anschwellens der Lymphknoten
  • Zeitpunkt, ab dem die Schwellung begann
  • treten Schmerzen auf
  • Kontakt zu Tieren
  • Infektionen oder andere aktuelle Erkrankungen
  • Impfungen
  • Einnahme von Arzneimitteln
  • Beschreibung der Schwellung
  • Schilderung weiterer Symptome

Untersuchung des Körpers oder physische Inspektion

Dieser Schritt ist wichtig, um die allgemeine Verfassung der Erkrankten festzustellen. Ausschlaggebend für den Ablauf der körperlichen Begutachtung ist die Anamnese. Zeichnet sich bereits zu diesem Zeitpunkt ab, dass die geschwollenen Lymphknoten von einem lokalen Entzündungsausgang oder Verletzungsherd stammen, dann kann die körperliche Untersuchung kurz und gezielt ablaufen.

Zeichnet es sich ab, dass die Lymphknoten am ganzen Körper Schwellungen aufweisen, dann werden eine umfangreiche Verdachtsdiagnostik und eine eingehende Differentialdiagnostik geplant.

Neben der manuellen Abtastung (Palpation) und dem Abhören (Auskultation) sowie dem Messen verschiedener Vitalwerte im Zusammenhang mit einer allgemeinen Untersuchung kommt es bei der körperlichen Inspektion vor allen Dingen darauf an, spezielle Krankheitsmerkmale zu identifizieren. Deshalb werden die geschwollenen Lymphknoten, der Hautzustand, die Beschaffenheit der Schleimhäute und andere Organe in die Inspektion einbezogen.

Wichtig ist außerdem ein allgemeiner Check up mit:

  • Messung des Blutdrucks und des Pulses
  • rektale (im Anus) Messung von Fieber
  • Bestimmung von Körpergewicht und Körpergröße
  • Abhören von Lunge und Herz
  • Errechnung des BMI (Body Mass Index)

Alle Ergebnisse werden dokumentiert.

Einsatz fortschrittlicher technischer Vorrichtungen und Technologien

  • Ultraschall (Sonografie)
  • Röntgenaufnahme
  • Computertomografie
  • Kernspinuntersuchung
  • Lymphografie
  • Szintigrafie der Lymphknoten

Mittels Ultraschalluntersuchung, eine Technik, die zur bildgebenden Diagnostik gehört, lassen sich typische morphologische Eigenschaften der geschwollenen Lymphknoten darstellen.

Eine Computertomografie ist sinnvoll, um die mikroskopisch kleinen Strukturen der Lymphknoten schichtweise wiederzugeben. Auf diese Art und Weise lassen sich veränderte Architekturen besonders gut visuell anzeigen.

Feststellung ausgewählter Parameter im Labor

Das qualitative und das quantitative Erfassen spezieller biochemischer, chemischer, serologischer und hämatologischer Parameter. Im Falle geschwollener Lymphknoten sind die Labortests geeignet, um:

  • Hämoglobingehalt des Blutes
  • Anzahl der Leukozyten
  • Anzahl der Blutplättchen
  • Blutsenkungsgeschwindigkeit oder Blutsenkungsreaktion BSR
  • Testung auf Antikörper und auf deren Konzentration
  • C-reaktives Protein
  • Zählung der Lymphozyten im Blut
  • Differentialblutbild

zu bestimmen.

Den Patientinnen und Patienten muss dazu venöses Blut und/oder Kapillarblut abgenommen werden werden. Die Konzentration der Lymphozyten im Blut beträgt bei erwachsenen Patientinnen und Patienten bei etwa 1.000 bis 2.800 Zellen je Mikroliter. Im Differentialblutbild wird der Anteil der Lymphozyten gegenüber den Leukozyten angegeben.

100 Leukozyten werden ausgezählt und dabei alle Lymphozyten berücksichtigt. Normalerweise sollten nicht mehr als 18 bis 48 Prozent Lymphozyten vorliegen.

Chirurgische diagnostische Verfahren

Die Biopsie von Lymphknoten trägt dazu bei, um kleinste Gewebanteile und Zellen direkt aus den geschwollenen Lymphknoten zu entnehmen. Diese Vorgehensweise ist hilfreich, wenn es darum geht, eine Ausschlussdiagnose in die Wege zu leiten. Dabei geht es hauptsächlich um das Vorhandensein bösartigen Tumorwachstums oder Krebs. Die Biospie ist in der Medizin als sogenannte weiterführendes diagnostisches Verfahren definiert worden.

Die Lymphknotenbiopsie basiert auf der Verwendung einer Hohlnadel, die in den Lymphknoten eingeführt wird. Zuvor wird ein Hautschnitte vorgenommen, um einen Zugang zu schaffen. Dieser Vorgang wird mit Hautinzision benannt. Neben der Hohlnadelbiopsie und der offenen Biopsie unter örtlicher Betäubung kennen die Mediziner die Biopsie an einem Wächterlymphknoten, wozu ein Kontrastmittel notwendig ist.

Vorrangig interessant sind hierbei die als Wächterklymphknoten deklarierten Lymphzellenansammlungen. Allerdings kann eine Biopsie ebenfalls an allen beliebigen Lymphknoten ausgeführt werden.

Bei diesem operativen Eingriff kann der geschwollene Lymphknoten gleich entfernt werden. Ist die Biopsie abgeschlossen, wird das in eine haltbar machende Flüssigkeit eingelegte Gewebe an ein histologisches oder zytologisches Labor Übergeben. Dort findet die mikroskopische Begutachtung von frischem (nativ) Gewebe und von gefärbten Gewebepräparaten auf Objektträgern statt.

Darüber hinaus können gleichfalls virale oder bakterielle Krankheitskeime (Ätiologie oder Krankheitsursache) in den Lymphknoten ausgemacht werden.

Bevor sich geschwollene Lymphknoten durch das Tasten, durch einen Druck oder durch Schmerzen bemerkbar machen, durchlaufen diese einen komplexen Prozess. Ausgehend von ihrer Funktion als Sammelstation und als Filtermedium für die im Organismus kreisende Lymphe oder Lymphflüssigkeit, stellen die Lymphknoten fundamentale immunologische Hauptakteure bei der Bekämpfung von Krankheiten und der Gesunderhaltung des Menschen dar.

Das gesamte lymphatische System ist nur ein Part des Abwehrsystems, der jedoch immer agiert. Neben der Beseitigung von Krankheitskeimen übernimmt das lymphatische System einschließlich der Lymphknoten die Bekämpfung anormal veränderter Körperzellen sowie von schädlichen Fremdstoffen. Diese sind genauso wie die Gewebsflüssigkeit der Lymphe im Körper verteilt.

Folgende Substanzen werden in den Lymphknoten aufgefangen:

  • Trümmer abgestorbener Körperzellen
  • Reste von Lymphflüssigkeit
  • Bakterien
  • Viren
  • Parasiten
  • chemische Stoffe aus der Umwelt (beispielsweise Schadstoffe aus Zigaretten)
  • Pilze
  • Fremdkörper (Antigene)

Hat die Lymphflüssigkeit dies Lymphknoten einmal durchlaufen und ist gereinigt worden, wird sie in diesem Zustand wieder an den Lymphkreislauf und den Blutkreislauf zurückgeleitet.

Zwangsweise passiert diese körpereigene Substanz die Lymphknoten, die im Inneren wie ein Netz konstruiert sind. In diesem engmaschigen Medium bleiben die krankmachenden, meist körperfremden Störfaktoren hängen.

Sind diese einmal dort gefangen, beginnen die weißen Blutzellen, die Lymphozyten, sofort zu arbeiten. Durch diese enorme Menge an Zellen, die sich nun in dem Lymphknoten befindet und durch das Wachstum des lymphoretikulären Gewebes des Lymphknotens kommt es unweigerlich zu einem Anschwellen.

Das lymphoretikuläre Gewebe umfasst:

  • Cortex (Rinde) mit Medulla und Paracortex
  • B-Lymphozyten
  • T-Lymphozyten

Lymphoretikuläres Gewebe setzt sich aus einem faserartigen Bindegewebe, Retikulumzellen und Lymphozyten zusammen. B-Lymphozyten aus dem Knochenmark (englisch bone) neutralisieren Antigene indem sie in der Lage sind, auf das Eindringen körperfremder Eiweiße mit der Bildung von Antikörpern zu reagieren. T-Lymphozyten stammen aus dem Thymus. Diese Abwehrzellen heften sich an die von ihnen erkannten Antigene an, binden diese und zerstören sie.

Bei der Pathogenese einer Lymphknotenschwellung kommt es außerdem auf die dendritischen Zellen an. Sie sind die Basis für den Schwellungsvorgang. Erst seit kurzer Zeit ist durch medizinische Forschungen herausgefunden worden, das die sogenannten dendritischen Zellen die Aufgabe übernehmen, den Krankheitsauslöser zu erkennen und danach das Abwehrsystem in Alarmbereitschaft zu versetzen.

In der Zwischenzeit beginnen Sie mit dem Abtöten der Erreger. Daraus gehen wiederum Stoffwechselprodukte hervor, die den zusätzlich „herbeigerufenen“ Immunzellen als Informationsquelle dienen. Als Resultat ergibt sich eine noch effizientere immunologische Antwort auf Krankheitserreger.

Das Differentialblutbild

Dieses hämatologische Laborverfahren basiert auf dem Ausstreichen von kapillarem oder venösem Blut auf einem gläsernen Objektträger mit anschließender Fixierung und Färbung. Danach wird der Ausstrich mikroskopisch betrachtet und die einzelnen weißen Blutzellen nach ihrem Aussehen „sortiert“. Auf diese Weise kann nachvollzogen werden, ob der prozentuale Anteil der jeweiligen Leukozytenart (Granulozyten, Lymphozyten, Monozyten) auf 100 Zellen den zulässigen Grenzwert nicht überschreitet.

Häufigkeit und Diagnosedaten

Sowohl Kinder als auch Erwachsene leiden recht häufig unter geschwollenen Lymphknoten. Die Lymphoadenopathie tritt dennoch in den einzelnen Bundesländern mit einer variierenden Häufigkeit auf. Im Jahr 2012 lag die Erkrankungshäufung in den neuen deutschen Bundesländern Sachsen Anhalt, Thüringen und Sachsen bei 13 Patienten von 100.000 Einwohnern.

Gemessen an dem Alter der Patientinnen und Patienten erkrankten 2012 etwa drei Personen im Kindes- und im jugendlichen Alter unter 1 Jahren an ein geschwollenen Lymphknoten. Im Alter zwischen 16 und 45 stieg die Anzahl der Erkrankten auf fast sechs Personen. Besonders kritisch wird es im Altersbereich ab 45 bis 65. Beinahe 12 Patientinnen und Patienten kamen mit geschwollenen Lymphknoten in die Arztpraxen, um sich behandeln zu lassen.

Ein proportionaler Zusammenhang zwischen geschwollenen Lymphknoten und Alter wird ab dem 65. Lebensjahr deutlich. Ungefähr 14 Patientinnen und Patienten litten in diesem Personenkreis unter geschwollenen Lymphknoten. Alle diese Zahlen sind relative Angaben, die sich jeweils auf 100.000 Einwohner beziehen.

Als annähernd gleich ist das Verhältnis der Häufigkeit von geschwollenen Lymphknoten bei Männern und bei Frauen. Im Jahr 2012 erkrankten ungefähr 46 Prozent der Frauen und rund 54 Prozent der Männer an einer Lymphknotenschwellung.

Komplikationen bei der Krankheit

Komplikationen bei geschwollenen Lymphknoten können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Die wichtigsten schwerwiegenden Folgeerkrankungen bei geschwollenen Lymphknoten sind:

  • Eitergeschwulst oder Abszess
    Ein Abszess wird samt des darin eingeschlossenen Eiters ausgeräumt, mit einer Drainage versorgt und zusätzlich mit einem Antibiotikum zum Ausheilen gebracht. Ohne eine solche Behandlung könnte das Fortbestehen eines Abszesses in einem lebenswichtigen Körperorgan ernsthafte gesundheitliche Probleme nach sich ziehen.
  • Blutvergiftung
    Wird eine Blutvergiftung nicht schnellstens medizinisch versorgt, kann diese Erkrankung einen tödlichen Ausgang nehmen. Dieser wird durch den Funktionsverlust mehrerer Organe bedingt (Multiorganversagen).

Eine weitere Komplikation bei geschwollenen Lymphknoten ist deren Verlauf, hinter dem sich eine Krebserkrankung verbergen kann. Ein eindeutiger Hinweist ist die langsame Volumenzunahme der Lymphknoten, die zudem noch ohne Schmerzen abläuft. Darüber hinaus bekommen viele Patientinnen und Patienten angesichts geschwollener Lymphknoten Ängste, weil sie diese mit Krebs verbinden. Die seelischen oder psychischen Probleme können daher in diesem Rahmen durchaus erwähnt werden.

Komplikationen sind zudem Menschen ausgesetzt, die unter einer Schwächung ihres Immunsystems leiden. Sie sind äußerst anfällig für Infekte und damit für geschwollene Lymphknoten. Sind die Abwehrkräfte dieser Patienten stark reduziert und wird bei der Behandlung darauf nicht Rücksicht genommen, kann es passieren, dass die Therapie nicht überstanden wird. Außerdem können solche Patienten versterben.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

So schnell wie Lymphknoten anschwellen, so rasch klingt diese Größenzunahme meist auch wieder ab. Schon nach einigen Tagen lassen sich die betroffenen Lymphknoten dann nicht mehr tasten. Sie schrumpfen dann wieder und nehmen ihre eigentliche durchschnittliche Dimension eines leicht ovalen, etwas platten Lymphknotens wieder an. Im intakten, nicht pathologischen Zustand ist ein Lymphknoten mit einer Linse vergleichbar. Anderenfalls können Lymphknoten solange geschwollen bleiben, bis die jeweilige auslösende Begleiterkrankung ausgeheilt ist.

Folgende Gegebenheiten sind ein Grund, um sich zum Arzt zu begeben:

  • eine Schwellung der Lymphknoten ohne nachvollziehbaren Anlass bemerkt wird
  • geschwollene Lymphknoten sind zusätzlich gerötet , überwärmt und schmerzhaft
  • geschwollene Lymphknoten wachsen
  • sich geschwollene Lymphknoten zunehmend verhärten
  • geschwollene Lymphknoten im nahen Gewebeumkreis nicht mehr verschoben werden können
  • weitere Symptome wie Fieber, schwere allgemeine Beschwerden und nicht nachvollziehbare Abnahme von Körpergewicht
  • Nachtschweiß, Mattigkeit und Abgeschlagenheit vorliegen

Besorgniserregend sind geschwollene Lymphknoten dann, wenn die Vergrößerung nach einem Monat immer noch auffällig ist. Derart hartnäckig geschwollene Lymphknoten müssen einem Arzt gezeigt werden. Empfohlen wird eine medizinische Begutachtung auch dann, wenn keine weiteren Beschwerden hinzukommen. Ein Termin bei einem Arzt ist auch dann vernünftig, wenn sich das Areal um den geschwollenen Lymphknoten farblich verändert. Das heißt, es treten streifenförmige Rötungen auf und das Gebiet wird sehr empfindsam bei Berührung.

Schwellen die Lymphknoten binnen einer kurzen Zeit akut an, dann ist die Konsultation eines Arztes ebenfalls der richtige Weg. Diese Entscheidung trifft auf Kinder und auf Erwachsene zu. Manchmal versteckt sich hinter einer solch abrupten Schwellung eine ernsthafte Infektion oder ein Krebsleiden, das bislang noch nicht in Erscheinung getreten ist. Dann ist ein sofortiger Handlungsbedarf erforderlich, um einer lebensbedrohlichen Verschlechterung des Zustands möglichst vorzubeugen.

Ärztliche Kontrollen sind unbedingt nötig, wenn eine Ausbreitung von Krebs zu befürchten ist. Geschwollene Lymphknoten sind hierzu ein hilfreiches Warnsignal, dem viele Patienten mit Krebs eine hohe Überlebenschance zu verdanken haben. Das trifft ebenfalls auf Lymphknoten zu, die sich anfühlen, als ob diese miteinander verwachsen oder sich verklumpen. Dann ist unbedingt ein Arzt zu Rate zu ziehen.

Sind Lymphknoten chronisch geschwollen, dann liegen oftmals Mutationen des Gewebes oder lymphatische Erkrankungen vor, die in den Lymphknoten selbst zu suchen sind Bei einer chronischen Lymphknotenschwellung sind Mutationen genau zu beobachten. Dann ist ein Arzt oder ein Spezialist zu konsultieren. Insbesondere bei Kindern und bei älteren Menschen ist dabei eine gute Beobachtungsgabe gefragt, um geschwollene Lymphknoten zeitig zu erkennen.

Behandlungsmethoden und Therapie

Ob eine Behandlung geschwollener Lymphknoten stattfinden muss, und wie die Therapie im Einzelnen aussehen muss, entscheidet die Art der Grundkrankheit. Oftmals ist absehbar, dass die geschwollenen Lympknoten bei ausreichender körpereigener Immunabwehr auf natürlichem Weg zurück geht. Ist die zugrunde liegende Infektion oder die Entzündung ausgeheilt, dann nehmen die geschwollenen Lymphknoten auch wieder ihre ursprüngliche Größe an.

Lymphknotenschwellungen müssen nicht immer eine Behandlung nach sich ziehen. Nachdem sich der Arzt einen Gesamteindruck vom Patienten und von dessen Symptomen gemacht hat, kann unter Umständen auf eine Therapie verzichtet werden. Erweist sich die Annahme als richtig, dass die geschwollenen Lymphknoten eher harmlos sind und es sich abzeichnet, dass die Infektion von selbst wieder abklingt, wird von einer Behandlung abgesehen.

Lediglich bei Infektionen beziehungsweise bei Erkrankungen, die durch Bakterien entstehen, kann eine konventionelle schulmedizinische Behandlung auf der Basis von Antibiotika eingeplant werden. Eine Verabreichung von antibiotisch wirkenden pharmakologischen Präparaten ist ebenfalls dann angebracht, wenn es sich bestätigt, dass der Patient unter schwerwiegenden Infektionskrankheiten wie den Masern, Mumps oder dem HIV leidet. Dann wird die Wahl des Arzneistoffes mit Sicherheit auf die sogenannten Virostatika fallen.

Antibiotische Arzneimittel gegen geschwollene Lymphknoten durch:

  • Milzbrand
  • bakterielle Erkältung
  • Syphilis
  • Sepsis oder Blutvergiftung
  • bei chronischen Entzündungen mit Streuungsneigung (beispielsweise in die Nasennebenhöhlen oder in die Stirnhöhle)
  • Angina tonsillaris
  • Seitenstrangangina
  • Pharyngitis
  • infektiöse Krankheiten der oberen Atemwege

Virustatische Arzzneimittel gegen geschwollene Lymphknoten durch:

  • HIV oder AIDS
  • Windpocken, Hepatitis C, B und A
  • Masern, Poliomyelitis, Mumps
  • Masern, Gürtelrose, Gelbfieber
  • SARS sowie bei winterlichen Erkältungen durch Viren wie Influenza-Virus oder durch Rhinoviren oder Adenoviren

Eine Ausnahme stellt das Pfeiffersche Drüsenfieber dar. Um eine Genesung zu erzielen, raten die Mediziner den Patienten und Patientinnen im Allgemeinen, viel zu schlafen und sich auszuruhen, körperliche Anstrengungen zu vermeiden und bei Bedarf lediglich auf fiebersenkend (antipyretisch), entzündungshemmend (antiphlogistisch, inflammatorisch) und schmerzstillend (analgetisch) wirkende pharmakologische Produkte auszuweichen.

Ist die Herkunft geschwollener Lymphknoten einem Tumor oder einem Krebs zuzuschreiben, dann sind Behandlungsmethoden wie eine medikamentöse Chemotherapie oder eine Bestrahlung indiziert (angezeigt, begründet, bestätigt).

Des Weiteren stehen den Ärzten spezielle Behandlungsmaßnahmen zur Verfügung, wenn die Diagnostik gezeigt hat, dass eine rheumatische Krankheit zu geschwollenen Lymphknoten beigetragen hat. Diese Patienten unterziehen sich überwiegend einer geeigneten Rheumabehandlung mit Arzneimitteln und modernen physikalischen Verfahren.

Hat sich bei der Erhebung des Befundes herausgestellt, dass die Einnahme von Arzneistoffen zu einem Anschwellen der Lymphknoten geführt hat, gibt es zwei Alternativen. Nach Abklärung der Medikamentennotwendigkeit setzen die Ärzte die verursachenden Arzneimittel gänzlich ab oder es wird eine Medikamentensubstitution (Ersatz des Pharmazeutikums durch ein Mittel mit einem annähernd gleichen Wirkstoff) in Erwägung gezogen. Diese Entscheidung kann aber nur ein Arzt treffen.

Die Lymphdrainage ist eine manuelle Therapie, die zur Forcierung des Abschwellens der Lymphknoten hinzugezogen werden kann. Diese Variante der physikalischen Behandlungen bewirkt einerseits eine Verbesserung des Abflusses der Lymphflüssigkeit aus den Lymphknoten. Andererseits wird die Zirkulation der Lymphe im Körper verbessert.

Unterschiede Virustatika – Antibiotika

Die Definition Virustatika trifft auf pharmakologische Wirkstoffe zu, die virale Erreger an deren Vermehrung und damit an deren Ausbreitung im Organismus hemmen. Virustatika haben in der Regel schwerwiegende Nebenwirkungen, sodass für vor deren Einsatz eine umfassende und sorgfältige Diagnose obligatorisch ist.

Obwohl die gegenwärtigen virustatisch arbeitenden Medikamentenarten schon sehr fortschrittlich sind, hindern sie nicht alle Viren an deren Verbreitung im Körper. Es bleibt über das gesamte Leben hinweg immer ein Restbestand an Viren übrig.

Viren zeichnen sich durch einen besonders eigenwilligen Aufbau aus. Dieser ist zwar äußerst simpel aber extrem sinnvoll. Viren besitzen eine Hülle, in der genetisches Material oder Erbgut eingeschlossen ist. Sie können ihre DNA oder ihre Erbinformation extrem rasch verändern und sich somit erstaunlich schnell an neue Lebensbedingungen anpassen. Deshalb sind Virustatika nur eingeschränkt erfolgreich.

Gegen geschwollene Lymphknoten durch Parasiten, die sich wie bei der Toxoplasmose im Körper eingenistet haben, helfen langfristig einzunehmende antiparasitäre Medikamente.

Nach wie vor beschäftigt sowohl die Mediziner wie die Patientinnen und die Patienten die Frage, ob es zweckdienlich ist, eine Schwellung der Lymphknoten dadurch zu beheben, dass die betroffenen Lymphknoten chirurgisch entnommen werden. Im Laufe der Jahre haben die mit dieser Verfahrensweise gemachten Maßnahmen bewiesen, dass sie therapeutisch eher destruktiv sind. Deshalb ist man von dieser Methode heute überwiegend abgerückt.

Ein besonders anspruchsvoller operativer Eingriff ist die sogenannte Neck-Dissection. Die Chirurgen nehmen bei den Patienten eine radikale Ausräumung der geschwollenen Lymphknoten vor, wenn es sich erwiesenermaßen um bösartige Auslöser handelt. Dann wird das Ursprungsgebiet samt der auffälligen Lymphknoten entnommen.

Vorbeugung – Impfung und Prävention

Eine gesonderte Vorbeugung gegen geschwollene Lymphknoten ist bislang noch nicht bekannt. Die Empfehlungen der Ärzte gehen hinsichtlich der Prophylaxe (Vorbeugung) einer Lymphknotenschwellung dahin, dass es angebracht ist, sein Immunsystem zu stärken, die Selbstheilungskräfte zu stärken und sich aktiv gegen infektiöse Erkrankungen sowie gegen Verletzungen zu schützen.

Sie gehen noch einen Schritt weiter, indem sie sagen, dass eine Gesunderhaltung einschließlich einer sofortigen Reaktion auf krankhaften Beschwerden und Veränderungen der Lymphknoten eine Begründung sind, um den Arzt aufzusuchen. Generell vermieden können geschwollene Lymphknoten nicht. Selbst körperlich vitale, junge und durchtrainierte Menschen sind vor geschwollenen Lymphknoten nicht gefeit.

Der einzige indirekte präventive Schutz gegen geschwollene Lymphknoten kann eine Schutzimpfung sein. Im Mittelpunkt steht hierbei die Influenza-Grippeschutzimpfung. Vorbeugend kann eine gesunde Lebensweise mit einer ausgewogenen Ernährung ebenfalls empfohlen werden, um geschwollene Lymphknoten zu vermeiden.

Prognose zur Heilung

Geschwollene Lymphknoten sind nicht nur ein Signal, das auf eine leichte Erkrankung hindeutet. Lymphknotenschwellungen sind gleichfalls ein Anzeichen für eine lebensbedrohliche Krebserkrankung oder für einen bösartigen Tumor. Die Aussichten auf ein Abklingen einer Schwellung werden daher von der Beschaffenheit der Lymphknoten bestimmt.

Ist die Ursache für die Schwellung der Lymphknoten als banal einzuschätzen, dann werden die Heilungsaussichten mit Sicherheit ausgezeichnet sein und die Ausheilungsdauer wird nicht länger als zwei Wochen anhalten. Dasselbe trifft auf entzündete und geschwollene Lymphknoten zu, dessen Größenzunahme je nach Art und Effekt der therapeutischen Maßnahmen etwa innerhalb von sieben Tagen rückläufig ist.

Im Gegensatz dazu haben es die Patienten und die Mediziner mit geschwollenen Lymphknoten zu tun, die ein Ausdruck für einen schweren und chronischen Befall der Lymphknoten sind. Die Voraussicht auf Heilung schließt hierbei meist mehrere Jahre und sogar Jahrzehnte ein. Oftmals bleiben dauerhafte, irreversible Schädigungen der Organe zurück.

Einen enormen Einfluss auf den Ausgang einer Lympknotenschwellung hat deren Besiedlung mit Metastasen. Je mehr Lymphknoten diesen pathologischen Makel tragen, desto schlechter sind die Chancen auf vollständige Genesung. Die Prognose verschlechtert sich rapide, wenn geschwollene Lymphknoten durch Tochtergeschwülste von Krebs form- und größenverändert sind. Sowohl der Eintritt der Behandlung als auch die Tatsache, ob die Therapie sofort greift und die Entwicklung von Metastasen im restlichen Organismus bestimmen den Heilungserfolg.

Des Weitern ist die Prognose bei geschwollenen Lymphknoten abhängig von der individuellen Konstitution und vom Alter des Patienten. Vor allen Dingen das Alter und die Lebensweise spielen eine nicht zu unterschätzende Rolle. Patienten und Patientinnen, die jünger als 30 Jahre sind, leiden meist unter geschwollenen Lymphknoten, die einem gutartigen Auslöser zuzuschreiben ist.

Steigt das Lebensalter an, dann nehmen bösartige Erkrankungen als Ursache für geschwollene Lymphknoten zu. Deren Heilungsaussichten werden häufig schlecht ausgelegt.

Es gibt aber auch ältere Patienten, die eine Behandlung (ausgehend von der Beobachtung bis hin zur kompletten Ausräumung) von geschwollener Lymphknoten durch maligne Tumore bestens überstehen. Die Aussichten auf Heilung bei geschwollenen Lymphknoten umfassen somit alle Wertungen von hervorragend bis negativ.

Lymphknoten und Metastasen

Organe wie Lymphknoten und Metastasen stehen in einem engen Verhältnis zueinander. Die Lymphknoten nehmen nicht nur die Metastasen beziehungsweise die entarteten Tochtergeschwülste anderer Organe auf, sondern sie können unter ungünstigen Umständen sogar von ihren eigenen Metastasen besiedelt sein. Dabei ist es gar nicht so schwierig, diese pathologischen Zell- beziehungsweise Gewebeanteile zu erkennen. In der Regel geschieht das durch das Betasten der geschwollenen Lymphknoten.

Generalisierte Schwellungen der Lymphknoten sind dann am ganzen Körper zu beobachten. Durch die im Organismus zirkulierende Gewebsflüssigkeit oder Lymphflüssigkeit werden die anderweitig an der Stelle eines Krebsgeschwürs abgegebenen Metastasen mitgeführt. Nach dem Anschwemmen in einem Lymphknoten verbleiben diese dort, weil sie das engmaschige Netz nicht passieren können. Durch eine Zellvermehrung und ein Wachstum des Krebsgewebes dehnen sich die Lymphknoten aus und nehmen eine anormale Form an.

Diese Auffälligkeit wird medizinisch exakt als Lymphknotenmetastasierung deklariert.

Im Unterschied dazu neigen einige Krebserkrankungen dazu, ihren Ursprung in den Lymphknoten zu finden. Der medizinische Terminus dafür heißt Lymphknotenkrebs. Beide Prozesse sind bösartig und bedrohen das Leben der Patienten. An sich sind die bösartig geschwollenen Lymphknoten beschwerdefrei und schmerzfrei. Lediglich die Schwellung, die sich visuell darstellt und die problemlose Tastbarkeit der Lymphknoten sind deutliche Zeichen auf einen bösartigen Ablauf.

Bei Krebs sind oftmals einzelne Lymphknoten über den Körper verteilt oder mehrere Lymphknoten lokalisiert (Wächterlymphknoten) mit Metastasen besetzt. In diesem Stadium wird eine Krebserkrankung als fortgeschritten eingestuft. Die Patienten bemerken das auch daran, dass sich deren Allgemeinzustand durch die klassischen Symptome stark verschlechtert.

In der ärztlichen Praxis wird immer wieder deutlich, dass die Patienten und Patienten überwiegend zu diesem Zeitpunkt zur Sprechstunde kommen. Die Beschwerden schränken das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit derartig ein, dass der Leidensdruck fast unerträglich ist. Manchmal ist ein geschwollener Lymphknoten das erste Signal, dass im Körper eine Krebserkrankungen vonstatten geht. Bis dahin haben die Betroffenen noch gar keine gesundheitlichen Veränderungen gespürt.

Ärzte raten, die leichter zugängliche Lymphknoten unter den Achseln, in den Leisten und im Nacken regelmäßig zu beobachten, um Veränderungen rechtzeitig erfassen zu können.

Alternative Behandlungsmethoden

Gegen lokal oder generalisiert geschwollene Lymphknoten raten die Heilpraktiker zu einer Fülle an alternativen Methoden, die sowohl traditionell als auch zeitgemäß sind. Um geschwollene Lymphknoten zum Abschwellen zu bringen, haben die Patientinnen und Patienten daher verschiedene Lösungen.

Je präziser die Diagnose eines Schulmediziners oder eines Heilpraktikers ist, desto gezielter können die jeweiligen Heilverfahren ausgesucht und eingesetzt werden. Das gibt den Betroffenen die Möglichkeit, sich neben der fundierten schulmedizinischen Behandlung zusätzlich einer naturheilkundlichen Therapie zu unterziehen, die in der Regel mit wesentlich weniger Nebenwirkungen verbunden ist.

  • Ghee aus der indischen Ayurveda-Heilkunst
  • Baunscheidtherapie
  • Blutegelbehandlung
  • ausleitende Verfahren
  • Schröpfen
  • warme Umschläge
  • Schwedenkräuter
  • Bachblüten
  • Kombucha
  • Akupunktmassage nach Penzel
  • Verwendung von Catharitidenpflastern
  • medizinische Massagetechniken wie das Streichen über spezielle Körperbereiche
  • Übersäuerung vermeiden
  • Schüssler-Salze
  • Spagyrik
  • Ausschalten von Störfeldern in den Zähnen

Das Heilen auf natürlichem Wege ist insbesondere bei geschwollenen Lymphknoten ein adäquater Weg, um den Organismus nicht noch zusätzlich durch schwere Medikamente zu belasten. Immer mehr Patienten und Patientinnen, die an geschwollenen Lymphknoten leiden, ziehen sanfte, ganzheitliche Heilmethoden natürlichen Ursprungs vor. Allerdings muss man sich hierbei im Klaren sein, dass schwerwiegende bösartige Erkrankungen nach wie vor in die Hände eines erfahrenen Schulmediziners gehören.

Unterstützend sind alternative Heilverfahren jedoch ideal, um den Körper von innen heraus zu stärken und damit die Heilung sanft voran zu treiben. Sanft bedeutet in diesem Sinne, dass die Nebenwirkungen sehr gering sind oder vom Patienten kaum spürbar sind. Darüber hinaus bieten die komplementären Naturheilverfahren eine gute Prävention.

Welche Hausmittel können helfen?

Hausmittel sind traditionell überlieferte Behandlungsvarianten gegen die unterschiedlichsten psychischen und physischen Leiden und Beschwerden. Die Hausmittel sind vielfach erprobt und können meist selbst hergestellt werden. Wirksame Hausmittel sind zudem kostengünstig, leicht zu beschaffen und einfach in deren Anwendung.

In den Bereich der Hausmittel gehören beispielsweise pflanzliche Immunmodulatoren, die die Immunantwort des Organismus positiv beeinflussen können sowie Immunstimulanzen, die das Immunsystem stärken. Hervorzuheben sind hierbei Zubereitungen unterschiedlichster Art aus der Hagebutte, der Lindenblüte, der Taigawurzel und dem Lebensbaum.

So wie die Mistel helfen auch diese Anwendungen gegen geschwollene Lymphknoten durch Entzündungen oder Infekte. Zu den Hausmitteln zählen gleichfalls physikalische oder anorganische Hilfsmittel wie Wasser, Wärme, Sonnenlicht und Kälte.

Gegen geschwollene Lymphknoten empfiehlt die Hausapotheke:

  • Das Anwenden von Honig in reiner Form oder als Mix mit frisch gepresstem Orangen- oder Zitronensaft und einer Tasse warmem Wasser ist sinnvoll bei geschwollenen Lymphknoten. Dieses schmerzlindernde Rezept kann zweimal wöchentlich gegen schmerzhaft geschwollene Lymphknoten helfen.
  • Apfelessig trägt dazu bei, eine Übersäuerung des Körpers zu vermeiden und somit das Stoffwechselgleichgewicht wieder herzustellen. Das ist wichtig, damit sich dessen antibakterielle Effekte entfalten können, sodass bakterielle Keime abgetötet werden. Durch eine Mischung aus naturtrübem Apfelessig mit gleichen Teilen Wasser wird ein natürliches Mittel für eine Kompresse gewonnen, die positiv auf den Rückgang von Entzündungen und Schwellungen von Lymphknoten wirken. Das Trinken von Apfelessigwasser ist ebenfalls sinnvoll.
  • Warme Wickel steigern den Blutfluss in den Lymphknoten, sodass Schwellungen rückläufig sind und der Lymphabfluss zunimmt. Ein Tuch mit warmem Wasser anfeuchten und für etwa zehn Minuten auf die geschwollenen Lymphknoten legen. Dieser Vorgang sollte am besten mehrmals wiederholt werden.
  • Das intensive Gurgeln mit lauwarmem Salzwasser dient der Beseitigung von geschwollenen Lymphknoten durch eine Halsentzündung.
  • Täglich zweimal warm duschen oder baden lindert die Beschwerden im Zusammenhang mit geschwollenen Lymphknoten.
  • Mindestens zwei Liter am Tag Flüssigkeit in Form von Wasser oder Kräutertees zuführen, um das lymphatische System zu reinigen, zu stimulieren und den Lymphfluss anzuregen.

Heilkräuter und Heilpflanzen

Das natürlichen Refugium an heilenden Pflanzen ist fast unüberschaubar. Die unterschiedlichsten Inhaltsstoffe bewirken allein oder in Kombination mit anderen Substanzen eine Linderung von Beschwerden, das Ausheilen von Entzündungen und Infektion sowie das Abschwellen von Lymphknoten.

Aus den Pflanzenteilen werden meist Inhalationen, Extrakcte für Kompressen und Tees erzeugt. Auffällig sind diese Stoffe durch die extrem geringen oder gar nicht vorhandenen Nebenwirkungen. Außerdem schmecken gerade die Tees aromatisch und anregend.

Bei geschwollenen Lymphknoten profitieren die Betroffenen von den vielseitigen Darreichungen pflanzlicher Heilmittel. Gängig sind mittlerweile Extrakte in Tropfenform, Gurgelwasser mit entsprechenden Zusätzen, Lutschtabletten, Tinkturen und Inhalationssubstanzen.

  • Rosskastanie
  • Scharfgarbe
  • Knoblauch – wirkt gegen geschwollene Lymphknoten durch seine entzündungshemmenden Inhaltsstoffe
  • Brennnessel
  • Zitrone – ist antibakteriell wirksam
  • Echinacea – bekämpft innerlich als Tee Viren und Bakterien gegen geschwollene Lymphknoten
  • Spirulina – ist als entzündungshemmender, abschwellender Smoothie wegen der vielen Vitamine und Antioxidantien günstig bei geschwollenen Lymphknoten
  • Steinklee
  • Kamille
  • Ban Zhi Lian
  • Braunwurz
  • Bockshornklee
  • Ratanhiawurzel
  • Tormentilwurzel
  • Eichenrinde – wegen ihrer abschwellenden Effekte gegen geschwollene Lymphknoten geeignet
  • Salbei – ist antibakteriell und entzündungshemmend wirksam
  • Cleavers – wirkt entwässernd und beugt einem Stau von Lymphflüssigkeit vor
  • Labkraut
  • Loncinera

Rezeptur für einen Cleaverstee
Frischer Spalterkraut in eine Tasse geben, etwa eine Viertelstunde in heißem Wasser ziehen lassen und mehrmals über den Tag verteilt trinken.

Rezeptur für Zitronentrank
Einen Teelöffel Zitronensaft mit Honig mischen und mit heißem Wasser übergießen. Einige Tropfen Zitrone können ins Gurgelwasser geträufelt werden. Zitronensaft, Salz und Pfeffer mischen und diese Mischung mehrfach täglich mit der Zunge aufnehmen.

Rezeptur Gurgelwasser aus Apfelessig
Eine Tasse mit warmem Wasser durch einen Esslöffel Apfelessig und einen Teelöffel Salz erweitern und zum mehrmaligen Gurgeln tagsüber verwenden.

Knoblauch
Knoblauch hat antibiotisch wirkende Inhaltsstoffe. Deshalb ist Knoblauch roh als zerdrückte Zehe mit etwas frischem Zitronensaft ideal, um Schwellungen an den Lymphknoten zurückzudrängen. Knoblauch ist entzündungshemmend und antibakteriell. Knoblauch kann auch als Kapseln eingenommen werden.

Mehrfachkräuterzubereitungen
Kräutermischungen für Tees eignen sich hervorragend zur Bekämpfung des Grundinfektes, der geschwollene Lymphknoten verursacht hat.

Rezeptur für Lonicera-Tee
Lonicerablüten, Thymian, Ringelblume, Kamille und Salbei etwa im gleichen Verhältnis mischen und davon zwei Teelöffel abnehmen. Diese Menge mit einem Viertelliter heißem Wasser übergießen und nach zehn Minuten abseihen. Gesüßt wird mit Honig.

Rezeptur Echinaceatee:
Blüten, Wurzeln, Blätter und Blüten der Echinacea sowie eine halbe Zitrone, für die Süße Blätter der Stevia rebaudiana und ein Pfefferminzblatt mit heißem Wasser aufbrühen

Ätherische Öle

Bei geschwollenen Lymphknoten sind konzentrierte ätherische Öle aus der sanften Behandlung nicht wegzudenken. Die Naturheilkundler bieten eine ganze Bandbreite an ätherischen Ölen mit hochwertigen pflanzlichen Inhaltsstoffen an, die dem ganzen Körper gut tun und die in der speziellen Lage eine Reduzierung der Schwellungen auf natürliche Weise veranlassen.

Traditionell werden insbesondere ätherische Öle wie:

  • Lavendelöl
  • Rizinusöl
  • Zitronenöl
  • Eukalyptusöl
  • Teebaumöl
  • Salbeiöl
  • Geraniumöl
  • Benzoeöl
  • Sandelholzöl
  • Öl der Römischen Kiefer
  • Ysopöl
  • Cajeputöl
  • Ingweröl
  • Sandelholzöl und Myrrhenöl

angewendet.

Leiden die Patienten unter schmerzhaften Entzündungen, die geschwollene Lymphknoten hervorrufen ist eine Zubereitung aus zwei Tropfen Cajeputöl, zwei Tropfen Teebaumöl und zwei Liter heißes Wasser zum schluckweisen Trinken zu empfehlen.

Gehen geschwollene Lymphknoten mit schmerzhaften Entzündungen einher, dann bietet es sich an, entzündungshemmende, abschwellende ätherische Öle zu verarbeiten:

Weihrauchöl

Das aromatisch duftende Weihrauchöl kann mehrfach äußerlich auf die betroffenen Lymphknoten aufgetragen werden und entfaltet direkt seine entzündungshemmenden, den Rückgang der Schwellung fördernden Eigenschaften.

Copaibaöl

Das Copaibaöl ist ein tropisches ätherisches Öl, dass das Wohlbefinden und die Gesundheit verbessert. Es gilt als extrem entzündungshemmend und antibakteriell. Sogar Schulmediziner mit Ambitionen zur Naturheilkunde empfehlen bei geschwollenen Lymphknoten dieses ätherische Öl anstatt künstlichen chemischen Pharmazeutika.

Kamillenöl

Das ätherische Öl, das aus der einheimischen Kamillenpflanze extrahiert wird, enthält bis zu 65 Prozent Chamazulen. Chamazulen kann Bakterienwachstum hemmen und entzündliche Prozesse im Organismus reduzieren. Das ist vorteilhaft, wenn eine Schwellung von vergrößerten Lymphknoten mit natürlichen Mitteln angestrebt wird.

Immortellenöl

Die italienisch Strohblume aus dem milden mediterranen Klima Italiens ist das natürliche Ausgangsmaterial für das Immortellenöl. Es wirkt radikal entzündungshemmend und unterstützt somit die körpereigenen Abwehrkräfte, Das Immortillenöl eignet sich gut zum Mischen. Auf dieses ätherische Öle sollte gerade bei entzündungsbedingten geschwollenen Lymphknoten nicht fehlen.

Gewürznelkenöl

In Gewürznelkenöl ist eine Vielzahl an antioxidativen Substanzen gebunden, die dazu beitragen, dass der Organismus in der Lage ist, sofort auf Entzündungen und auf Infektionen zu reagieren. Das ist dem hoch entzündungshemmenden natürlichen Wirkstoff Eugenol zu verdanken, dessen Wirksamkeit mittels wissenschaftlichen Studien nachgewiesen wurde.

Rizinusöl

Rizinusöl als Klassiker unter den pflanzlichen Entzündungshemmern und Schmerzbekämpfern wird als Einreibung auf die betroffenen geschwollenen Lymphknoten verwendet. Danach kann die Wirkung des ätherischen Öls verstärkt werden, indem dieses Gebiet zusätzlich mit trockener oder mit feuchter Wärme versorgt wird.

Als äußerliche, etwa fünf minütige Anwendung ist eine Massage mit Knoblauchöl hilfreich.

Homöopathie und Globuli

Geschwollene Lymphknoten sind kein Symptom, das mit homöopathischen Mitteln nicht behandelbar wäre. Bei schmerzlosen Schwellungen der Lymphknoten oder bei allgemein geschwollenen Lymphknoten sind beispielsweise mehrere Stoffe hilfreich. Üblich sind überwiegend Potenzen mit unterschiedlichen Verdünnungen, die sich zwischen D6 und D12 sowie zwischen D4 und C30 bewegen.

Die Potenz D4 ist jedoch sehr selten. In Absprache mit dem Homöopathen können bedarfsgerecht und in Abhängigkeit von den Beschwerdebildern sowohl hohe wie niedrige Potenzen gewählt werden. Berücksichtigt werden zudem Faktoren wie das Erscheinungsbild des Patienten und Modalitäten wie eine Verbesserung oder eine Verschlechterung der Symptome.

  • Aconitum napellus oder Sturmhut

Einnahme basiert auf fünf Globuli, dreimal am Tag, Potenz D12.

Kann bereits beim Einsetzen der ersten Beschwerden eingenommen werden. Aconitum napellus kann allerdings nur über einen kurzen Zeitraum verabreicht werden.

  • Apis mellifica oder die Arznei der Honigbiene

Einnahme basiert auf fünf Globuli, dreimal am Tag, Potenz D8.

Diese natürliche Substanz wird in der Homöopathie verordnet, um Entzündungen der Lymphknoten sowie innerer Organe zu beheben, die zu einer Schwellung der Lymphknoten beitragen. Apis ist in seiner Wirkungsweise mit Belladonna zu vergleichen, zumal beide Naturstoffe schmerzstillend und abschwellend sind.

  • Hepar sulfuris als Mischung aus Schwefelblumen und dem Kalk von Austernschalen

Einnahme basiert auf fünf Globuli, viermal am Tag, Potenz D12.

Ist eine adäquate Anwendung gegen Halsschmerzen und alle entzündlichen Vorgänge, die geschwollene Lymphknoten hervorrufen können.

  • Lachesis hergestellt aus dem Gift der südamerikanischen Buschmeisterschlange

Einnahme basiert auf vier Globuli viermal am Tag, Potenz C12.

Lachesis wird empfohlen, wenn Patienten unter einseitigen Halsschmerzen leiden, die vor allen Dingen morgens heftig sind. Lachesis verbessert das Schluckvermögen uns stellt eine Schmerzlinderung her. Außerdem fördert Lachesis den Speichelfluss, was den Rückgang einer Entzündung im Rachenraum begünstigt. Dadurch kommt es gleichzeitig zu einer Abnahme der Schwellung der Lymphknoten.

  • Mercurius solubilis oder Quecksilber

Einnahme basiert auf fünf Globuli, dreimal am Tag, Potenz D12.

Unterstützt ein Abschwellen von Lymhknoten, indem sich dessen antibakterielle Wirkung entfaltet.

Weitere in der Homöopathie bewährte Pflanzenstoffe und anorganische Substanzen gegen geschwollene Lymphknoten sind:

  • Phytolacca oder Kermesbeere: zwei bis drei Globuli am Tag, Potenz, C12
  • Lycopodium oder Keulenbärlapp: fünf Globuli am Tag, Potenz D8
  • Carbo vegetabilis aus Holzkohle: fünf bis fünfzehn Tropfen, dreimal am Tag, Potenz D12
  • Lac canium oder Hundemilch: zwei bis drei Globuli am Tag, Potenz D12
  • Belladonna oder Tollkirsche: fünf Globuli, dreimal am Tag, Potenz D6
  • Argentum nitricum oder Silbernitrat: fünf Globuli, viermal am Tag, Potenz D12

Sollte ein homöopathische Mittel nicht genau zu den Symptome und zur eigenen Befindlichkeit passen, wird geraten, die nächstliegende Potenzierung zu wählen, wobei das Spektrum der Dosierbarkeit bei Tropfen am besten ist.

Schüssler-Salze

In der Homöopathie haben die Schüssler-Salze einen zentralen Stellenwert. Sie werden für die unterschiedlichsten Zwecke wie Vorbeugung und Therapie sowie einfach zur Verbesserung des Wohlbefindens und zur Linderung symptomatischer Beeinträchtigungen eingesetzt.

Im Rahmen einer Behandlung geschwollener Lymphknoten sind generell folgende Schüssler-Salze als Tabletten interessant:

  • Ferrum phosphoricum – Schüssler-Salz Nr. 3
  • Kalium chloratum – Schüssler-Salz Nr. 4
  • Kalium sulfuricum – Schüssler-Salz Nr. 6
  • Silicea – Schüssler-Salz Nr. 11
  • Calzium phosphoricum – Schüssler-Salz Nr. 2

Bevor Schüssler-Salze dem Körper zugeführt werden, unterliegen diese einem aufwendigen Aufbereitungsprozess. Infolge dessen sind die heilsamen Mineralstoffe frei zugänglich, sodass sie direkt von der Mundschleimhaut absorbiert werden können. Jedes Schüssler-Salz ist durch eine eigene Regelpotenz charakterisiert.

Schüssler-Salz Nr. 3: Ferrum phosphoricum D12

Das Salz ist förderlich für die Kräftigung und die Aktivierung des Immunsystems sowie als natürliche Unterstützung zur Abheilung eitriger Wunden. Außerdem wirkt das Schüssler-Salz schmerzlindernd und antibakteriell.

Schüssler-Salz Nr. 4: Kalium chloratum D6

Ist günstig gegen Entzündungen des Nasenraumes, im Mund und im Rachen sowie gegen entzündlich geschwollene Lymphknoten.

Schüssler-Salz Nr. 6: Kalium sulfuricum D6

Dieses Schüssler-Salz hilft dem Organismus bei der Regeneration von Zellen und bei der Abheilung chronischer Infektionen und Entzündungen. Gemeinsam mit der Kühlung geschwollener Lymphknoten kann mit Kalium sulfuricum eine Linderung herbeigeführt werden.

Insbesondere bei Entzündungen und Infektionen werden drei Schüssler-Salze bevorzugt. Diese werden so verabreicht, dass sie den Merkmalen einer Entzündung angepasst sind. In der Medizin werden fünf Entzündungszeichen kategorisiert, die auch in der Homöopathie gelten:

  • Rubor oder Rötung
  • Calor oder Überwärmung
  • Tumor oder Schwellung
  • Dolor oder Schmerzhaftigkeit

Ergänzt werden diese Angaben meist durch eine Einschränkung der Funktionsfähigkeit der betroffenen Organe oder Organteile. Nicht alle Kriterien treten zeitgleich, in derselben Intensität und im gleichen Ausmaß auf. Das macht sich die Homöopathie im Zusammenhang mit den Schüssler-Salzen zu nutze.

Für die Patienten heißt das, dass einige Schüssler-Salze in Anlehnung an die aktuellen Entzündungsphasen aufgenommen werden. Unter dieser Voraussetzung lässt sich ein maximaler Heilungseffekt betreffs geschwollener Lymphknoten erzielen.

Grundlegend sind folgende Verabreichungsschemata:

Schüssler-Salz Ferrum phosphoricum gegen leichte Symptome der ersten Phase der Entzündung

  • eine Stunde lang zehnminütlich eine Tablette Ferrum phosphoricum einnehmen
  • später die Applikation auf jede Viertelstunde, jede halbe oder jede volle Stunde ausdehnen
  • Dosis von jeweils einer Tablette einen Tag lang beibehalten

Schüssler-Salz Kalium chloratum gegen auffällige Entzündungssymptome in der zweiten Phase der Entzündung oder des Infekts

  • stündlich eine Tablette oral (in den Mund) aufnehmen
  • Kombination mit einer Tablette Ferrum phosphoricum ist möglich

Schüssler-Salz Kalium sulfuricum zur Unterstützung der Genesungsphase in der dritten Phase der Infektion zur Vorbeugung von Abszessen und zur Forcierung des Abschwellens der Lymphknoten

  • dreimal täglich früh, mittags und abends je zwei Tabletten aufnehmen
  • danach jeweils zwei Tabletten täglich für drei bis sieben Wochen einnehmen

Oftmals leiden Kinder unter geschwollenen Lymphknoten. Für die innerliche Anwendung bei Kindern und Jugendlichen eignen sich Schüssler-Salze wie:

  • Kalium chloratum Schüssler-Salz Nr. 4
  • Kalium jodatum Schüssler-Salz Nr. 15
  • Kalium phosphoricum Schüssler-Salz Nr. 9
  • Kalium arsenicosum Schüssler-Salz Nr. 13
  • Calcium carbonicum Schüssler-Salz Nr. 22

Kinder erhalten eine Dosis für einer halben bis zu einer Tablette (je nach Körpergröße und Alter) als drei bis sechs Verabreichungen über den Tag verteilt. Bei Tabletten ist immer zu beachten, dass diese im Mund langsam zergehen sollen.

Diät und Ernährung

Die Ernährungsweise hat einen immensen Einfluss auf das Lymphsystem. Dabei sprechen die Ernährungsexperten und die Mediziner nicht unbedingt von Diäten, sondern eher von einem ausgewogenen, vitaminreichen und bedarfsgerechten Speiseplan. Auf diese Weise kann einem Lymphstau entgegengewirkt werden und das Immunsystem profitiert durch die hochwertigen Inhaltsstoffe wie Vitamine und Spurenelemente.

Damit das Lymphsystem den Organismus zuverlässig reinigen und entgiften kann und somit eine Unterstützung des körpereigenen Abwehrprozesses darstellen kann, sollte die Ernährung dementsprechend gestaltet werden.

So lassen sich akute oder chronische Erkrankungen in Verbindung mit geschwollenen Lymphknoten besser heilen. Außerdem wird der Körper widerstandsfähiger gegen eingedrungene Viren, Bakterien, Pilze oder Gifte aus der Umwelt. Darüber hinaus sollte der Fluss der Lymphe ungehindert sein, damit entartete Zellverbände möglichst rasch bekämpft werden können.

Mit einer gesunden Ernährung im Einklang mit körperlicher Bewegung und einer tiefen Atmung tragen die Patientinnen und Patienten zu einer ganzheitlichen Reinigung der Lymphe bei. Gesunde Ernährung heißt, abwechslungsreich essen, viel trinken und den Speisezettel aus frischen, nicht verarbeiteten Nahrungsmitteln kombinieren.

Einige Lebensmittel auf probiotischer Basis helfen bei der Entschlackung der Lymphe. Außerdem vermeiden verschiedene basische Nahrungsbestandteile, dass der Organismus übersäuern kann. Daraus resultiert, dass das Immunsystem in der Lage ist, infektiöse und entzündliche Keime besser abzuwehren.

Folgende Nährstoffe sollten bei einer gesunden Ernährungsweise vorkommen:

  • Vitamin C in Zitrusfrüchten, Erdbeeren, Tomaten, Kiwis und Spinat: sorgt für ein reibungslos arbeitendes Immunsystem
  • Vitamin E in Nüssen, Mandeln, Gemüse und Obst sowie in Mandeln schützt den Organismus gegen entartete Zellwucherungen und Krankheitskeime
  • Beta-Carotin in verschiedenen Kohlarten, Spargel, Mais, Rote Beete und Möhren wirkt antioxydativ gegen freie Radikale zur Stärkung des Abwehrvermögens
  • Spurenelemente Zink und Selen in Vollkornerzeugnissen, Soja, Meeresfrüchten und Nüssen sind Energielieferanten für die immunologische Kette
  • Omega-3-Fettsäuren in pflanzlichen Ölen und Fisch verfügen über entzündungshemmende Effekte
  • Magnesium in Milchprodukten, Obst und Fleisch sowie in Nüssen stärkt die Lymphzellen

Geschwollene Lymphknoten können unter Umständen durch psychischen Stress, durch eine Schwächung der Immunstrukturen des Körpers und durch eine falsche Ernährungsweise entstehen. Vor allen Dingen der übermäßige oder überwiegende Konsum von Schweinefleisch, zuckerhaltigen Lebensmitteln, Nikotin und Alkohol kann geschwollene Lymphknoten provozieren.

FAQ – Fragen und Antworten

Was bringt eine Lymphknotenbiopsie?

Biopsien beziehungsweise das Entnehmen von kleinen Gewebemengen aus einer pathologisch verdächtigen Geweberegion ist heutzutage für die Patienten mit einer äußerst geringen psychischen (seelisch, geistig) und physischen (körperlich) Belastung verbunden. Dieses minimal-invasive Untersuchungsverfahren hat hauptsächlich im Rahmen der Früherkennung eine enorme praktische Tragweite.

Die Lymphknotenbiopsie gilt als eines der verlässlichsten diagnostischen Techniken, die gegenwärtig schon ambulant durchgeführt werden. Darüber hinaus leisten die Ärzte mit einer Lymphknotenbiopsie einen großen Beitrag zur Beobachtung und zur Überwachung geschwollener Lymphknoten. Überschreiten die geschwollenen Lymphknoten einen Umfang von vier Zentimeter, dann ist eine Biopsie nicht zu vermeiden.

Vor allen Dingen spezielle Lymphknoten bieten sich für eine Biopsie an, das die erfahrungsgemäß häufig mit Krebs verflochten sind. Des Weiteren können Lymphknotenbiopsien nützlich sein, wenn es darum geht, andere Infektionen und Entzündungen aufzuspüren. Mit einem sogenannten Lymphknotenstatus haben die Mediziner ein aussagekräftiges Mittel in der Hand, den Patientinnen und Patienten realistische Aussagen hinsichtlich der Prognose und des Krankheitsverlaufs machen zu können.

Zusammenfassen kann gesagt werden, dass die Lymphknotenbiopsie gerade in der Situation geschwollener Lymphknoten eine sinnvolle Variante ist, um folgende Hinweise gewinnen zu können:

  • Ursache der Lymphknotenschwellung abklären
  • Tumorerkrankung erkennen
  • Lymphdrüsenkrebs erkennen
  • Ursprungstumor oder Primärtumor feststellen
  • Stadium der Krebserkrankung begutachten (Staging)
  • entartete Zellart näher beschreiben
  • Metastasen im geschwollenen Lymphknoten dem Ursprungsorgan zuordnen
  • komplette Entnahme eines Sentinel-Lymphknotens (Wächterlymphknoten)
  • Sitz des Tumors anhand des Wächterlymphknotens identifizieren
  • Ortung eines malignen Lymphoms

Die Patienten müssen sich vor einer Lymphknotenbiopsie nicht ängstigen, denn sie werden zur Herstellung der Schmerzfreiheit oder Schmerzarmut mit einer lokalen Betäubung oder einer Vollnarkose versorgt. Dann legen die Operateure den geschwollenen Lymphknoten frei. Der Eingriff dauert nicht allzu lang und wird in der Regel immer problemlos überstanden.

Was ist Morbus Hodgkin?

Bereits bei der Lymphknotenbiopsie wurde von einem Lymphom beziehungsweise von einem malignen Lymphom gesprochen. Die Lymphogranulomatose oder Morbus Hodgkin ist eine maligne Erkrankung, die das lymphatische System betrifft. Zum lymphatischen System gehören die Lymphbahnen und die Lymphknoten sowie die Lymphdrüsen.

Die kleinsten Einheiten des lymphatischen Systems sind die Lymphzellen, die Lymphozyten. Sie entstammen den im Knochenmark ansässigen Stammzellen. Ab einem gewissen Reifungsgrad verlassen die Lymphzellen das Knochenmark. Dann werden sie mit dem Blut und der Lymphflüssigkeit durch den gesamten Körper getragen.

Morbus Hodgkin und die Non-Hodgkin-Lymphome sind bösartige Krankheiten, die sich als Lymphknotengeschwulst manifestieren können. Sie werden deshalb als bösartig oder lebensbedrohlich eingestuft, weil sie Metastasen (übermäßig große, anormale Zellen) bilden und zu geschwollenen Lymphknoten führen.

Wird Morbus Hodgkin nicht therapiert, versterben die Patienten daran, weil der ganze Organismus beeinträchtigt wird. Genetisch entartete Lymphzellen durchsetzen alle Organe, in denen sich Lymphbahnen befinden. Das sind nicht nur die Lymphknoten und die Lymphdrüsen selbst, sondern ebenfalls die Milz, die Leber und die Niere. Die genetisch veränderten Hodgkin-Zellen wachsen zu sogenannten mikroskopisch sichtbaren Reed-Sternberg-Riesenzellen heran oder Zellen mit mehreren Kernen vereinen sich zu den typischen Hodgkin-Zellen.

Gegenwärtig verfügen die Mediziner über Therapiemethoden, mit denen fast alle von Morbus Hodgkin betroffenen Erkrankten unabhängig von ihrem Lebensalter wieder vollkommen genesen. Die Sterblichkeitsrate durch Morbus Hodgkin ist somit verschwindend niedrig.

Welche Bewandnis haben geschwollene Lymphknoten bei Kindern?

Die Ursachen für geschwollene Lymphknoten bei Kindern können von den Auslösern bei erwachsenen Patienten abweichen, obwohl sowohl virale als auch bakterielle Erregern in Frage kommen. Oftmals sind diese Erscheinungen ganz normale Kinderkrankheiten, die Abwehrreaktionen des Immunverbandes zuzuschreiben sind. Dahinter verbergen sich fast immer gutartige Auslöser wie natürliche entzündliche Abläufe, die vom Immunsystem beantwortet werden. Dann sprechen die Kinderärzte von vorübergehenden reaktiven Lymphknotenschwellungen mit einer Vergrößerung auf fast drei Zentimeter.

Kinder unterschiedlicher Altersgruppen können unter folgenden Voraussetzungen eine Lymphknotenschwellung ausprägen:

  • Pharyngitis beziehungsweise Entzündung des Rachenraumes
  • Halsentzündung
  • infizierte Wunde mit Entzündung
  • Erypsel beziehungsweise Wundrose
  • Impetigo contagiosa oder Borkenflechte
  • Exanthem oder Ausschlag auf der Haut
  • Rötelninfektion
  • Leukämie
  • Masern
  • Parasiten (Toxoplasmose)
  • Diphtherie
  • Angina (eitrige Entzündung der Mandeln
  • Pfeiffersches Drüsenfieber
  • Sarkom oder Knochentumor
  • rheumatische Krankheiten
  • maligne Schwellung der Lymphknoten

Kommen besorgniserregende Symptome hinzu, dann bringen Ultraschallaufnahmen und die Auswertung einer Blutprobe schnell Klarheit. Diese Krankheitszeichen, die neben den geschwollenen Lymphknoten in den Vordergrund rücken, sind zum Beispiel Fieber über 38 Grad Celsius, starkes nächtliches Schwitzen und Schmerzen. Mediziner deklarieren diese Beschwerden als B-Symptome, die auf jeden Fall einen Besuch beim Kinderarzt nach sich ziehen sollten.

Welche Verbindung liegt zwischen geschwollenen Lymphknoten und Alkohol vor?

Viele medizinisch interessierte Laien verstehen nicht, welche Zusammenhänge zwischen geschwollenen Lymphknoten und dem Missbrauch von Alkohol vorliegen. Trotz umfangreicher wissenschaftlicher Forschungen konnte bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht eindeutig herausgefunden werden, welcher Anlass sich hinter der Lymphogranulomatose und dem Alkoholschmerz versteckt.

Dieses Phänomen kann mit dem Terminus Alkoholschmerz erklärt werden, der bei Erkrankungen der Lymphknoten absolut bedeutsam ist. Der Alkoholschmerz wird so beschrieben, dass die Schmerzen in den Schulterbereich und/oder in den Hals ausstrahlen, sobald die ersten Schlucke getrunken werden. Im Normalfall schmerzen die Lymphknoten, die beim Genuss von geringen Mengen Alkohol schmerzhaft werden, nicht.

Der Alkoholschmerz ist charakteristisch für Lymphdrüsenkrebs oder Morbus Hodgkin. Aber auch das Pfeiffersche Drüsenfieber kann mit Alkoholschmerz einhergehen. Jeder zehnte Erkrankte mit einem übermäßigen Alkoholgenuss leidet unter dem Alkolschmerz in Einheit mit geschwollenen Lymphknoten. Als Auslöser wird eine Erweiterung der lymphatischen Gefäße oder der Blutgefäße angenommen. Aus diesem Grund wird der Alkoholschmerz sowohl bei jungen wie bei älteren Personen als Frühanzeichen einer malignen Lymphdrüsenerkrankung beschrieben.

Wird der Alkoholschmerz nicht behandelt, nehmen die Schmerzen so an Intensität zu, wie Morbus Hodgkin weiter fortschreitet. Später verbreiten sich die Schmerzen über mehrere Körpergebiete aus, in denen Lymphknoten anatomisch eingebettet sind. Das kann der Bauch (Abdomen) oder die Leisten sein.

Ein eigenständig auftretender, als Symptom deklarierter Alkoholschmerz wird meist durch zusätzliche Nervenschäden und immunologische Defizite erweitert. Infolge dessen prägen sich motorische, autonome und sensorische Neuropathien, Hautkrankheiten wie Ichthyosis und Pemphigus und Schäden am Autoimmunsystem aus. Eine Konsultation beim Arzt ist daher dringend zu empfehlen.

Was ist ein Wächterlymphknoten?

Das Synonym Wächterlymphknoten ist in erster Linie relevant, wenn es um geschwollene Lymphknoten geht, deren Ursache Metastasen sind. Sentinel-Lymphknoten oder Wächterlymphknoten befinden sich in unmittelbarer Umgebung eines Erst- oder Primärtumors.

Eine bösartige Geschwulst oder ein Tumor sind von Gewebe umschlossen, durch das sich Lymphbahnen und Lymphknoten ziehen. Dieses Areal wird in der Anatomie und der Medizin als Lymphabflussgebiet definiert.

Kennzeichnend für Wächterlymphknoten ist deren Lokalisation einem solchen Lymphabflussgebiet, das in kürzester Entfernung vom ursprünglichen Tumor liegt. Angesichts dieser Tatsache ist es nachvollziehbar, dass Wächterlymphknoten immer die ersten Lymphknoten sind, in denen sich Metastasen verfangen. Sie zeigen durch ihr Anschwellen zuerst an, dass ein Krebs oder ein Tumor im Körper entwickelt hat.

Die Sentinel-Lymphknoten sind aus diagnostischer Sicht extrem wichtig, zumal
diese der Identifikation einer Krebsgeschwulst dienen. So genügt es beispielsweise bei der begründeten Annahme auf Brustkrebs (Mammakarzinom), die Sentinel-Lymphknoten in den Achselhöhlen auf Krebszellen hin zu testen. Um den nächstliegenden Wächterlymphknoten ausfindig zu machen, nutzen die Mediziner das Markieren mit speziellen Farbpartikeln oder das Kennzeichnen mit einem leicht radioaktiven Protein in Form eines Nanokolloids.

Das Nanokolloid erhält ein Signum aus radioaktivem Technetium. Anschließend wird es in den Tumor oder in den Krebsbereich eingespritzt. Von dort aus wandert der die Marker den selben Weg entlang wie die echten Tumorzellen. Er wird dabei mittels szintigrafischer Bildgebung bis zum endgültigen Wächterlymphknoten verfolgt.

In den zugehörigen Wächterlymphknoten angekommen, sammelt sich die Markersubstanz dort. Ist diese Anreicherung beziehungsweise der entsprechende Sentinel-Lymphknoten geortet, kann er samt Metasten operativ entnommen werden.

Die Identifizierungsverfahren der Sentinel-Lymphknoten sind als Wächterlymphknoten-Szintigraphie der als Sentinel-Lymphknoten-Szintigraphie bekannt.

In Hinblick auf diese Verfahrensweise ist das Konzept des Wächterlymphknotens auch in therapeutischer Hinsicht zweckdienlich. Erweisen sich die begutachteten Sentinel-Lymphknoten als tumorzellenfrei, dann werden wahrscheinlich keine Metastasen vorliegen.

Lassen sich allerdings in den Wächterlymphknoten Tumorzellverbände nachweisen, die vom Ursprungsort über die Lymphbahnen transportiert worden sind, dann werden sich ebenfalls Metastasen im engeren Umfeld feststellen lassen.

Die Vorteile der Wächterlymphknoten-Methode sind:

  • weitgehende Erhaltung der Morphologie des Lymphsystems
  • Vorbeugung gegen Lymphödeme im Arm (häufige Nachwirkung bei Dissection des axillären Lymphknotens)
  • Wächterlymphknoten im ganzen Körper können erfasst werden
  • Untersuchung ist ungefährlich
  • Spezialbehandlung lokaler Tumoren ist realisierbar
  • individuelle adjuvante Behandlung kann angeboten werden

Das Wächterlymphknoten-Konzept wird aktuell hauptsächlich bei Brustkrebs umgesetzt. In naher Zukunft sollen geschwollene Lymphknoten mit Wahrscheinlichkeit einer Krebs-
oder Tumorherkunft im ganzen Körper gleichfalls nach dieser Methode diagnostiziert und behandelt werden.

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