Osteomyelitis

Steckbrief: Osteomyelitis

  • Name(n): Osteomyelitis; Knochenmarkentzündung
  • Art der Krankheit: Infektion; Entzündung
  • Verbreitung: unbekannt
  • Erste Erwähnung der Krankheit: unbekannt
  • Behandelbar: medikamentös; operativ
  • Art des Auslösers: Bakterien; Staphylokokken
  • Wieviele Erkrankte: keine Angaben
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Chirurg;Orthopäde
  • ICD-10 Code(s): M86 – M90

Einführung zur Krankheit Osteomyelitis

Unter einer Osteomyelitis versteht man eine Knochenmarkentzündung. Größtenteils geht diese mit einer Knochenentzündung (Osteitis / Ostitis) einher oder geht ineinander über, sodass allgemein oft für diese Erkrankung nur der Begriff Osteitis verwendet wird.

Welche Arten, Symptome, Ursachen, Komplikationen und Behandlungsmöglichkeiten für eine Knochenentzündung existieren, wird in den anschließenden Abschnitten untersucht.

Ob Heilpflanzen lindern können, Schüssler-Salze helfen oder ob die Homöopathie die Heilungschancen für die Osteomyelitis vielleicht verbessern hilft, wird im vorletzten Teil dieser Analyse spezifiziert. Einige Fragestellungen, die für Betroffene eventuell interessant sein könnten, sind am Schluss der Ausführung beantwortet.

Definition Osteomyelitis

Der Begriff Osteomyelitis stammt aus den altgriechischen Wörtern „ostea“ für Knochen und „myelos“ für Rückenmark. Die Osteomyelitis ist eine infektiöse Entzündung des Knochenmarks. Bei den meisten Fällen besteht nicht nur eine Knochenmarkentzündung, sondern die Infektionen gehen mit einer Knochenentzündung (Osteitis) einher. Die Erkrankung Osteomyelitis tritt zunehmend mit einer Osteitis auf. Die Entzündung entsteht als Reaktion auf Reize, die die physiologischen Abläufe gefährden. Sie ist Ausdruck der Immunreaktion des Körpers, die schädigende Reize beseitigt und Voraussetzungen für Reparaturvorgänge schafft. Die verschiedenen Formen der Osteomyelitis können nach Erscheinungsbild und der Herkunft der Erreger unterschieden werden. Die Erreger können von einem Eiterherd endogen über das Blut in das Körperinnere gelangen oder exogen über eine Wunde in das Rückenmark transportiert werden.

Was ist eine Osteomyelitis?

Osteomyelitis ist eine chronische oder akute Entzündung des Knochens, die sekundär auf das Knochenmark übergreift. Man unterteilt sie in drei Unterscheidungsarten: nach Verlauf, nach Ätiologie und nach Zeitpunkt des Auftretens.

Einteilung nach Verlauf der Erkrankung:

  • akute Osteomyelitis
  • subakute Osteomyelitis
  • chronische Osteomyelitis

Einteilung nach Ätiologie (Ursachenforschung)- die Art der Entstehung

  • exogene Osteomyelitis (posttraumatisch, postoperativ)
  • hämatogene Osteomyelitis
  • fortgeleitete Osteomyelitis
  • spezifische Osteomyelitis

Einteilung nach Zeitpunkt des Auftretens:

  • Frühinfektion (innerhalb dreier Monate nach OP)
  • Spätinfektion (nach drei Monaten nach einer OP)

Die exogene Osteomyelitis

Diese Form entsteht postoperativ oder posttraumatisch durch Kontakt und Infizierung des Knochengewebes mit verschiedenen Erregern. Postoperativ kommt die Infektion mit Krankenhauskeimen in Betracht. Die posttraumatische Osteomyelitis klassifiziert sich nach dem klinischen Zustand des Kranken und nach der anatomischen Lokalisation im Knochen.

Nach der pathologischen Veränderung werden folgende Unterscheidungen nach Cierny-Mader et al. getroffen:

  1. Markraumosteomyelitis
  2. oberflächliche Osteomyelitis
  3. begrenzte kortikale Osteomyelitis
  4. diffuse Osteomyelitis

Nach dem klinischen Zustand unterscheiden sich nach Cierny-Mader et al. folgende Formen:

  • A: keine Risikofaktoren
  • B: lokale Risikofaktoren (zum Beispiel Lymphödem)
  • B: systemische Risikofaktoren (zum Beispiel: Immundefizienz)
  • B: lokale und systemische Risikofaktoren
  • C: Therapie belastender als Erkrankung

Die Knochendestruktion verläuft chronisch fortschreitend. Es besteht die Möglichkeit einer Verbreitung der Erkrankung durch septische Streuung der Erreger. Zum Erregerspektrum der exogenen Osteomyelitis, das in der Regel die Krankheit verursacht, gehören:

  • der Staphylokokkus aureus
  • koagulasenegative Staphylokokken (tritt häufig auf bei postoperativer Osteomyelitis)
  • Pseudomonas, Anaerobier bei Osteomyelitis nach offener Fraktur

Die hämatogene Osteomyelitis

Diese Form der Osteomyelitis entsteht durch Verschleppung von Bakterien über das Blut als hämatogene Absiedelung. Das kann in Folge einer Sepsis, Wundinfektion, Atemwegsinfektion, Tonsillitis oder anderen bakteriellen Infektionen auftreten. Von dieser Form sind meistens Kinder und Jugendliche betroffen, da die Knochen noch gut durchblutet sind. Die akute Erkrankung kann in eine chronische Form übergehen und führt unbehandelt größtenteils zum Tod. Als Erreger sind bei den verschiedenen Formen verantwortlich:

  • bei der akuten Form: Staphylokokkus aureus
  • bei einer chronischen Infektion: zusätzlich Staphylokokkus epidermidis, Pseudomonas aeruginosa und Escherichia coli
  • bei einer immun supprimierten Erkrankung Pilze wie Candida albicans, Blastomyces dermatitidis, Kokkidioides immitis oder Aspergillus

Die fortgeleitete Osteomyelitis

Aus einem umliegenden Infektionsbereich gelangen Erreger zum Beispiel über ein Gangrän oder ein Panaritium in den Knochenmarkraum. Das Erregerspektrum umfasst Mischinfektionen aus Staphylokokken und betahämolysierenden Streptokokken.

Die spezifische Osteomyelitis

Diese Form entsteht in Folge einer Tuberkulose, die durch ein Bakterium namens Mycobakterium tuberculosis hervorgerufen wurden. Die Erreger gelangen auf dem Blutweg in das Skelettsystem.

Welche Ursachen gibt es?

Unabhängig davon, wo die Entzündung entstanden ist, kann man generell folgende Erreger als Auslöser festhalten:

  • Staphylokokken
  • Streptokokken
  • andere Arten von Bakterien wie Haemophilus influenzae, Salmonellen, Mycobacterium tuberculosis und Escherichia coli
  • Viren, seltene Bakterien
  • Pilze

In den meisten Fällen führen Operationen am Skelettsystem oder offenen Knochenbrüchen zu einer Infektion mit den Erregern. Die häufigsten Erreger der Osteomyelitis, besonders die des Kindesalters, werden nachfolgend gegenübergestellt.

Für alle Altersstufen gelten grundsätzlich als Erreger der Staphylokokkus aureus (75 – 80 %), (MRSA), Streptokokken der Gruppe A und Pneumokokken.

Die Altersabhängigkeit des Erregerspektrums:

  • Frühgeborene: Escherichia coli, Pseudomona spp., Candida spp.
  • Neugeborene: Streptokokken der Gruppe B, E, coli, Pseudomonas spp., Candida spp.
  • Säuglinge und Kleinkinder: H. influenza Typ b, Bacille Calmette-Gu’erin nach BCG-Impfung, Kingella kongae
  • Jugendliche: N. gonorrhoeae

Die Lokalisation der Erreger:

Für die Osteomyelitis im Gesichtsbereich, bei Zahninfektionen und im Beckenbereich sind vorwiegend Anarobier und Mischinfektionen verantwortliche Auslöser. Bei Osteomyelitis der Wirbelkörper oder des Beckens bei Diszitis treten vorwiegend gramnegative Erreger, M. tuberculosis, Brucellen, Bartonella henselae und Candida spp. in Erscheinung. Nach vorausgegangener Harnwegsinfektion oder bakterieller Diarrhoe treten Enterobakteriaceae in Erscheinung. Für eine erworbene Osteomyelitis.

Bei einem Katzenbiss kann man sich mit Bartonella henselae oder P. multocida infizieren, die zur Osteomyelitis führen können. Eine Infektion mit P. multocida, S. aureus und S. viridans kann nach einem Hundebiss auftreten. Kinder aus dem Mittlerem Osten und den Mittelmeeranrainerstaaten haben ein größeres Risiko, sich mit Brucellen oder M. tuberculosis zu infizieren.

Disposition: Die Veranlagung oder Empfänglichkeit für bestimmte Krankheiten begünstigt eine Folgeinfektion für Osteomyelitis

  • bei Neutropenie, Leukämie: gramnegative Erreger, Candida spp.
  • bei Sichelzellanämie: ungefähr 40 % Salmonellen, E. Coli
  • bei chronischer Granulomatose: Serratia spp., Nocardia spp., Aspergillus spp., Candida spp.
  • bei HIV: M. tuberculosis, MOTT

Ursache für eine akute hämatogene Osteomyelitis kann im Speziellen zum Beispiel ein Nabelinfekt sein. Infektionen des Hals-, Nasen- und Ohrenbereiches kommen ebenfalls als Ursache in Betracht. Über die Blutbahn gelangen die Erreger in das Knochenmark. Dort reagiert das Immunsystem mit Entzündung. Fresszellen aus Leukozyten und Makrophagen werden angelockt und phagozytieren (verschlingen) die Erreger mit mehr oder weniger Erfolg. In Folge dessen kann es zu Komplikationen kommen.

Symptome & Anzeichen

Bei einer Osteomyelitis steht die bakterielle Infektion im Vordergrund. Es kommt zu allgemeinem Unwohlsein und Schlappheit. Meist tritt Fieber auf und es kommt in den nachfolgenden Tagen zu Gelenk- und Gliederschmerzen. Zu Beginn sind äußere Anzeichen der Erkrankung noch nicht erkennbar.

Erst später diagnostiziert man eine Schwellung und Hitzeempfinden im betroffenen Gebieten. Oftmals sind von der Entzündung Arme und Beine und besonders das Knie betroffen. Die Gliedmaßen schmerzen und sich zusätzlich schlaff. Breitet sich die Infektion im Knochen aus, kann das zu zunehmender Instabilität und zu irreversiblen Schäden am Knochenmark führen. Das Fieber kann besonders bei Kindern bis auf 40 Grad ansteigen und es tritt Schüttelfrost auf.

Zusammengefasst sind die Symptome allgemein:

  • Rötung
  • Schwellung
  • heiße Haut
  • Fieber
  • Gelenkschmerzen
  • Abgeschlagenheit

Rötung:

Eine Rötung der Haut kann mit verschiedenen Symptomen wie Juckreiz, gerötete Haut, schuppige Haut oder mit Schwellungen der betroffenen Regionen einhergehen. Die Rötung entsteht durch vermehrte Durchblutung des betroffenen Gewebes.

Schwellung

So genannte Raumforderungen oder Schwellungen entstehen bei Entzündungen, Ödemen, Zysten oder Geschwülsten. Durch Wasser oder Eiteransammlung entstehen Strukturen durch verdrängendes Wachstum, das zu Schwellungen führen kann.

Schmerz

Der Schmerz ist eine Sinnesempfindung, die von Nozirezeptoren vom peripheren Nervensystem ausgelöst wird. Der Schmerz wird im ZNS interpretiert und verarbeitet. Die Rezeptoren reagieren auf Hitze, Druck und Entzündungen. Man unterscheidet akute und chronische Schmerzen. Entzündungen gehen meist mit einem akuten pochenden Klopfschmerz einher.

Hitze

Die Überwärmung entsteht durch die vermehrte Durchblutung der betroffenen Körperstelle.

eingeschränkte Funktion

Durch die Entzündung an der betroffenen Stelle und der dadurch gebildeten Schwellung kommt es zur Einschränkung der Funktion des betroffenen Körperteils oder Gelenks.

Prinzipiell äußert sich die Osteomyelitis fast immer mit den 5 Kardinalsymptomen für eine Entzündung. Es sind die klassischen lokalen Zeichen für eine Entzündung.

  • Rubor – Rötung
  • Calor – Hitze
  • Dolor – Schmerz
  • Tumor – Schwellung
  • Functio laesa – eingeschränkte Funktion

Die Schwere der Allgemeininfektion bei einer Entzündung ist zusätzlich durch:

  • Fieber
  • Nachtschweiß
  • Krankheitsgefühl gekennzeichnet.

Diese Symptome können gemeinsam aber auch nur vereinzelt auftreten.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Diagnose:

Es ist bei Vorliegen entsprechender Symptomatik immer an eine Osteomyelitis zu denken. Vor der antibiotischen Therapie sollte der Erregernachweis im Blut bzw. Bioptat angestrebt werden. Eine Biopsie ist dann angezeigt, wenn radiologisch ein malignomverdächtiger Herd besonders bei atypischer Lokalisation vorliegt.

Bei einer Arthritis mit Erguss ist eine Punktion sinnvoll. Mit einer Blutkultur lassen sich 40 – 60 % der Erreger herauskristallisieren, aus Abszesseiter sind es ungefähr 60 bis 70 % und bei Gelenkpunktaten lassen sich noch mehr Bakterien isolieren. Zu weiteren notwendigen Laboruntersuchungen gehört die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG), C-reaktives Protein (CRP), Leukozytenzahl und ein Differenzialblutbild.

Die BSG dient traditionell zur Überprüfung einer Therapie und zeigt regelmäßig eine Beschleunigung an, wie das bei Entzündungen allgemein der Fall ist. Die CRP ist nur in der akuten Phase erhöht und ist laut Experten für eine Dauerüberprüfung des Krankheitsverlaufes nicht geeignet, da sie sich innerhalb kurzer Zeit wieder normalisiert. Eine Leukozytose tritt bei einer akuten Form nur bei 40 % der Patienten auf und ist somit nicht besonders nützlich.

Wichtig sind die bildgebenden Verfahren, die im Röntgenbild eine aussagekräftige Diagnose ergeben. Hierzu gehören:

  • die Magnetresonanztomografie (MRT)
  • der Ultraschall
  • die Röntgenuntersuchung
  • die 99m-TC-3-Phasen-Skelettszintigrafie
  • die Computertomografie

Die Magnetresonaztomografie (MRT)

Die MRT ist die sensitivste und spezifischste bildgebende Methode zur Frühdiagnostik einer Osteomyelitis. Neben der Sonografie ist sie die beste bildgebende Methode zur Frühdiagnostik. Bei einem stammnahen Sitz der Osteomyelitis kann man nicht auf diese Methode verzichten. Typisch für die Erkrankung ist ein Knochenmarksödem, das an einer T1-Signalminderung und T2-Signalvermehrung bei Fettunterdrückung erkennbar ist.

Bei einer Wirbelsäulenosteomyelitis zeigt eine Kontrastaufnahme der Wirbelkörper und Zwischenwirbelscheiben eventuell einen paraspinalen oder epiduralen Abszess. Für eine Therapiekontrolle ist die MRT nicht geeignet, da die Ödem- oder Abszessrückbildung nicht mit dem Therapieerfolg korreliert. Es können trotz Ausheilung noch Veränderungen zu einem späten Zeitpunkt sichtbar sein.

Der Ultraschall (Sonografie)

Bei Befall der langen Röhrenknochen lässt sich eine Osteomyelitis an Weichteilödemen oder später durch einen subperistealen Abszess erkennen. Die Sensitivität liegt hier bei 60 – 80 %. Die Befunde sind mit über 90 % hochspezifisch. Bei früherem Nachweis einer bakteriellen Arthritis ist die Sensitivität noch höher.

Die Röntgenuntersuchung

Die Röntgenuntersuchung zeigt ein Weichteilödem, das aber mit Ultraschall besser zu erkennen ist. Knochenveränderungen sind erst nach zwei Wochen, durchschnittlich nach 5 – 10 Tagen, sichtbar. Die Bedeutung der Röntgenuntersuchung liegt in der Differenzialdiagnostik. Ebenfalls ist es beim Nachweis von Komplikationen, also bei bleibenden Destruktionen von Wachstumsfugen und Knochen, ein wichtiges Hilfsmittel. Auch für den Nachweis von primären oder sekundären chronischen Formen, für die Diagnose der chronisch nichtbakteriellen Osteomyelitis (CNO) sowie für den Nachweis von Tumoren wie Osteosarkom, Ewing-Sarkom oder eosinophiles Granulom sind Röntgenaufnahmen hilfreich.

Die 99m-TC-3-Phasen-Skelettszintigrafie

Ab dem 2. Erkrankungstag weist diese Untersuchung die verstärkte Perfusion und vermehrte Speicherung in den erkrankten Regionen nach. Sie hat Bedeutung bei der Suche weiterer entzündlicher Herde. Diese Herde können noch klinisch symptomlos sein und zum Beispiel im Bereich platter Knochen und der Wirbelsäule auftreten. Eine Operationsindikation wäre das Auftreten einer „kalten“ Läsion durch Perfusionsausfall in Folge einer Mikrothrombosierung.

Die Computertomografie (CT)

Gegenüber der MRT ist die CT weniger sensitiv. Für das Erfassen destruktiver Prozesse am Skelettsystem ist die CT allerdings wesentlich besser geeignet als das konventionelle Röntgenbild.

Der Krankheitsverlauf bei der Osteomyelitis kann akut, subakut oder chronisch verlaufen. Von einem akuten Krankheitsbild spricht man in der Regel von einem Zeitraum von 3 – 14 Tagen. Ein besonders schneller Krankheitsbeginn wird als perakut, ein etwas verzögerter Krankheitsbeginn als subakut bezeichnet. Einen subakuten Zeitraum grenzt man mit 14 – 30 Tagen ein. Der chronische Krankheitsverlauf besitzt keinen klar bestimmten Ausgangspunkt. Die Erkrankung entwickelt sich langsam und schleichend und besteht über lange Zeiträume. Es kann trotzdem bei chronischen Erkrankungen zu akuten Schüben kommen. Chronische Verläufe sind besonders auf multiresistente Keime zurückzuführen.

Häufigkeit & Diagnosedaten

Nach wissenschaftlichen Untersuchungen tritt die endogene Osteomyelitis vorwiegend im Kindes- und Jugendalter auf. Eine besondere Häufigkeit wurde für das 8. Lebensjahr gekennzeichnet nach vorausgegangener Allgemeininfektion. Meist betraf es die Bereiche des Schienbein- oder Oberschenkelknochens. Laut statistischer Erhebungen erkranken Jungen / Männer häufiger an der Osteomyelitis als Mädchen / Frauen. Bei den Erwachsenen tritt die endogene Osteomyelitis seltener auf. Im Erwachsenenalter sind vorwiegend die langen Röhrenknochen zum Beispiel der Schienbeinknochen und die Wirbelsäule betroffen.

Statistische Erhebungen ergaben die folgende Knochenbeteiligung an Osteomyelitis:

  • Ulna (Elle, Unterarmknochen): 3 %
  • Hände und Füße: 13 %
  • Pelvis (Beckenknochen): 9 %
  • Femur (Oberschenkelknochen): 27 %
  • Tibia (Schienbeinknochen): 22 %
  • Fibula (Wadenbeinknochen)): 5 %
  • Humerus (Oberarmknochen): 12 %
  • Radius (Speiche, Unterarmknochen): 4 %

Die häufigste Knochenentzündung tritt zu etwa 80 % nach einer Operation auf. Eine akute Osteomyelitis geht zu 10 bis 30 % in eine chronische Form über. Laut einer statistischen Analyse einer Forschungsarbeit zur Gegenüberstellung der bakteriellen Osteomyelitis (BO) und der nichtbakteriellen Osteomyelitis (NBO) ergibt sich für die BO eine Inzidenz von 1,09 auf 100.000 der Kinder und Jugendlichen gegenüber einem Wert von 0,43 für das Auftreten einer NBO.

Unter den erkrankten Jungen und Mädchen der erforschten Altersgruppen waren 40,4 % der Mädchen und 59,6 % der Jungen an einer BO erkrankt. Bei der NBO sind dagegen 64,9 % der Mädchen und 35,1 % der Jungen von der Krankheit betroffen. Das durchschnittliche Alter für die BO lag bei 9,3 Jahren, während die NBO im Durchschnitt mit 11,4 Jahren auftrat. Der Anteil der betroffenen Kinder unter 5 Jahren betrug bei der BO 23,1 % und bei der NBO 4,9 %. Unterschiede bezüglich der Beschwerden von BO und NBO ergaben sich wie folgt:

BO mit n = 281 (Anzahl der Fälle) entwickelten folgende Symptome:

  • lokale Schmerzen: 97 %
  • lokale Schwellung: 62 %
  • lokale Rötung: 44 %
  • eingeschränkte Beweglichkeit: 87 %

NBO mit n = 104 (Anzahl der Fälle) entwickelten folgende Symptome:

  • lokale Schmerzen: 90 %
  • lokale Schwellung: 55 %
  • lokale Rötung: 20 %
  • eingeschränkte Beweglichkeit: 63 %

Komplikationen bei der Krankheit

Zu den Komplikationen der Osteomyelitis gehören:

  • Chronifizierung
  • Sepsis
  • Gelenkempyem
  • Abszessbildung
  • Fistelbildung
  • Gelenkbeteiligung
  • Knochennekrose

Zum Beispiel können Komplikationen bei der akuten hämatogenen Osteomyelitis durch das Gemisch abgestorbener Fresszellen, Bakterien und abgestorbenen Knochengewebes entstehen. Dieses Gemenge kann sich zu Klumpen verbinden, die als bakterielle Embolie die Blutgefäße verstopfen. Die Folge ist eine Mangeldurchblutung großer Teile des betroffenen Knochenbereiches, das durch den Sauerstoffmangel und durch die Bakterien nekrotisiert.

Dadurch können Bakterien noch tiefer in das Knochengewebe eindringen und schwere Eiterungen und Abszessbildungen hervorrufen, die zur weiteren Knochennekrose führen. Der Körper versucht, die Knochendefekte mit Granulationsgewebe zu füllen. Eine von der Knochenentzündung ausgehende Knochenneubildung legt sich schalenförmig um den Defekt. Der Eiter frisst sich Fistelgänge hindurch und kann sich in die Markhöhle des Knochens ausbreiten, was zu Markphlegmonen führen kann.

Erreicht der Eiter den Knochenkopf mit Wachstumsfugen, kommt es zu ausgeprägten Wachstumsstörungen. Wird die Epiphysenwand durchbrochen, kann eine eitrige Arthritis entstehen, die nicht komplikationslos abheilt. Dasselbe kann bei einer chronischen Osteomyelitis passieren, wo durch jahrelangen Auf- und Abbau von Knochengewebe eine ausgedehnte Narbenbildung mit eiterhaltigen Taschen entstanden ist. Im Knochengewebe haben sich nekrotische Höhlen gebildet, aus denen Eiter in das Weichteilgewebe durch Fistelgänge hindurch austritt.

Durch die verschlechterte Durchblutung können kaum noch Fresszellen in das betroffene Gebiet gelangen, sodass die körpereigene Abwehr nicht mehr funktioniert. Eine der schlimmsten Komplikationen ist die Sepsis, wo das Blut mit Bakterien geschwemmt wird und es zur Blutvergiftung kommt. Hauptverantwortliche Bakterien für eine Sepsis sind der Staphylokokkus aureus, Escherichia coli, Enterobacter und andere.

Es handelt sich unter anderem genau um die beteiligten Bakterien, die auch als Hauptverursacher der Osteomyelitis diagnostiziert sind. Im Verlauf einer Sepsis kann es zu bedrohlichem Versagen mehrerer Organe (Multiorganversagen) kommen. Trotz maximaler Therapie mit Beatmung, Nierenersatztherapie, Kreislauftherapie oder Gerinnungstherapie sterben ungefähr 30 % der Patienten. Bei einer Sepsis ist der frühestmögliche Therapiebeginn überlebensentscheidend.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Bei eintretenden Symptomen wie heftige Schmerzen, hohes Fieber, schwere Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens, einer lokalen Rötung, Schwellung oder Druckempfindlichkeit sollte der Arzt aufgesucht werden. Mitunter führt erst ein eitriger Durchbruch die Patienten zur ärztlichen Abklärung.

Die akute hämatogene Osteomyelitis muss schnell und konsequent behandelt werden. Neben der Gefahr einer tödlich verlaufenden Sepsis kann auch die Zerstörung von Knochengewebe eine Folge sein. Auch bei der chronischen Form, wo selbst Schmerzen in Ruhe und bei Bewegungseinschränkung auftreten und die nicht so dramatisch beginnt, muss unverzüglich gehandelt werden.

Bei der exogenen Osteomyelitis besteht zwar nicht sofort die Gefahr einer Sepsis wie bei der endogenen hämatogenen Form, aber die Wahrscheinlichkeit der Chronifizierung ist hier eher gegeben, wenn nicht rechtzeitig die Behandlung eingeleitet wird. Wer sich also der Folgen dieser Erkrankung bewusst ist, sucht bei den geringsten Anzeichen einen Arzt auf.

Behandlungsmethoden & Therapie

Die Behandlung der Osteomyelitis erfolgt durch die Gabe von Antibiotika. In vielen Fällen wird schon bei Verdacht auf eine Osteomyelitis wegen der möglichen schweren Folgen mit einer Therapie begonnen. Die akute hämatogene Erkrankung behandelt man bis bakteriologische Untersuchungsbefunde vorliegen mit Breitbandantibiotika. Die Auswahl der verschiedenen Antibiotika richtet sich nach den Ergebnissen des Antibiogramms. Sehr häufig muss in diesen Fällen operiert werden.

Die chirurgische Sanierung entfernt das infizierte Knochengewebe und bringt direkt auf die befallenen Stellen Antibiotika. Instabile Knochenabschnitte werden stabilisiert und ruhiggestellt. Eine strenge Bettruhe ist zwingend erforderlich. Bei der chronischen Osteomyelitis wird eine chronische Eiterung chirurgisch und mit Saug-Spül-Drainage behandelt. Begleitend dazu erhält der Patient eine mehrwöchige Antibiotikatherapie. Zur Unterstützung der Durchblutung wird bei älteren Prozessen ein Muskellappen eingepflanzt. Arm oder Bein werden nach Abklingen der Entzündung mittels Orthese (Stütze) entlastet.

Vorbeugend gegen Muskelatrophie wird eine krankengymnastische Behandlung verordnet. Die konventionelle Therapie der exogenen Osteomyelitis sieht die chirurgische Sanierung mit Ausräumung der infizierten und abgestorbenen Knochen- und Knochengewebsteile vor, um einer Abszessbildung vorzubeugen. Auch hier werden mit einer Saug-Spül-Drainage zwei Schläuche vor dem Wundverschluss eingelegt, die zum einen eine Kochsalz- oder Ringer-Lösung eventuell mit Antibiotika einträufeln lassen, zum anderen den Eiter mit dem toten Knochengewebe ableiten.

Dieser Therapiekomplex wird mit einer Gabe von Antibiotika unterstützt. Der betroffene Bereich wird mit Gipsverband stillgelegt und es muss strikte Bettruhe eingehalten werden. Statt Gipsverband können auch gesunde Knochenteile mit einem von außen angebrachten Rahmen als Fixateur externe verschraubt werden.

Auswahl der bei Osteomylitis verwendeten Wirkstoffe und Medikamente (siehe Subthema: Medikamente) zeigt die folgende Aufstellung:

  • Amoxicillin
  • Ampicillin
  • Cefalexin
  • Ciprofloxacin
  • Cephadroxil
  • Ofloxacin
  • Phenoxymethylpenicillin
  • Ceftriaxon
  • Clindamycin
  • Flucloxacillin

Als ergänzende Behandlung hat sich eine hyperbare Sauerstofftherapie bewährt. Bei nicht behandelbaren Fällen ist eine Amputation des betroffenen Extremitätenabschnitts unumgänglich. Nach einer Radikalentfernung von Knochenteilen bei einer OP, das heißt, Fremdmaterialien, abgestorbene Gewebeteile und infizierte Knochen werden radikal ausgeräumt, wird anschließend mit Implantaten oder künstlichen Gelenken der betroffene Bereich stabilisiert.

Bewährt hat sich ferner, den frei gewordenen Knochenraum mit hohen Dosen von Antibiotika zu imprägnieren. Das geschieht mit dem Medikament Vancomycin für alle Arten grampositiver Bakterien wie Staphylokokken oder MRSA bzw. mit Tobramycin bei gramnegativen Erregern. Dafür werden Knochen von Organspendern gereinigt und von antigenen Bestandteilen befreit. Das Gerüst bleibt erhalten und kann vom Körper zum lebendigen eigenen Knochen umfunktioniert werden. Die Antibiotikakonzentrationen sind hierbei wesentlich höher und liegen direkt am Infektionsort.

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Meistens entstehen die Infektionen bei operativen Eingriffen. Daher ist die Prophylaxe in Verbindung mit Operationen besonders zu beachten. Nachweislich konnten durch den Einsatz von technischen Neuerungen in den Operationssälen wie zum Beispiel der Einsatz von Luftfilteranlagen und das Tragen von Ganzkörperanzügen die Infektionsrate bis auf die Hälfte gesenkt werden.

Außerdem führten verbesserte Operationstechniken, der Einsatz von ultraviolettem Licht und die Anwendung von Antibiotika wie PMMA, Kollagenschwämmen oder Knochenzement zur Verringerung einer postoperativen Osteomyelitis. Um das Risiko weiter zu senken, erfolgt eine perioperative Antibiotikaprophylaxe. Bewährte Prophylaxe seit 25 Jahren sind Gentamicin-PMMA-Ketten (Septopal). Sie sind bei der Osteomyelitis-Therapie, bei infizierten Prothesen und als Infektionsprophylaxe erfolgreich eingesetzt.

Durch diese Ketten werden am Infektionsort höhere Wirkstoff-Konzentrationen erzielt. Nach einer Einlage von 60 Kugeln der Septopal-Ketten wird nach etwa drei Tagen eine Gentamicin-Konzentration von 300 und 400 Mikrogramm / ml erreicht. Mitunter werden auch patientenbezogene Sonderanfertigungen eingesetzt, die neben Gentamicin auch Vancomycin oder Clindamycin verabreichen.

Prognose zur Heilung

Die Prognose zur Osteomyelitis hängt vom Typ der Entzündung, der Stärke des Immunsystems, dem Alter des Patienten und der Art der Erreger ab. Bei einer akuten Osteomyelitis bestehen gute Heilungsaussichten. Auch eine Osteitis heilt normalerweise ohne bleibende Schäden aus, wenn die Erkrankung rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Schwieriger sind die Heilungsaussichten bei einem chronischen Verlauf. Vor allem Erwachsene haben das Risiko, dass eine akute Form in eine chronische übergeht.

Die Heilungsaussichten für Kinder sind um ein Vielfaches besser als bei Erwachsenen. Dennoch besteht das Risiko einer Wachstumsstörung. Abhängig von der Lokalisation des Entzündungsherdes kann es zu Minderwuchs oder verkürzten Armen oder Beinen kommen. Daher sollte bei Kindern genau auf Knochen- und Gelenkbeschwerden geachtet werden. Das Risiko bei immungeschwächten Kindern, an einer Osteomyelitis zu erkranken, kann durch Entnahme der Tonsillen oder Polypen vermindert werden.

Bei einer bakteriellen Infektion kann vorbeugend eine antibakterielle Behandlung mit Antibiotika vorgenommen werden, was jedoch nicht generell eine Infektion ausschließt. Bei einer akuten hämatogenen Osteomyelitis hat man ein Restitutio ad integrum bei mehr als 80 % der Patienten zu erwarten. Defektheilungen treten in weniger als 10 % auf.

Rezeptpflichtige Medikamente

Welche Wirkstoffgaben werden bei einer Osteomyelitis rezeptpflichtig verabreicht?

Die Medikamente und Wirkstoffe sind entweder der ABDA-Datenbank der deutschen Apothekerverbände entnommen oder bei MediPreis gelistet.

Der Wirkstoff Amoxicillin

Er dient zur Behandlung bakterieller akuter und chronischer Infektionen gegen Bakterien, die auf diesen Wirkstoff empfindlich sind. Amoxicillin ist säurestabil und wird von der Magensäure nicht zersetzt. Daher erfolgt die Gabe über den Magen-Darm-Trakt in Form von Tabletten oder Säften. Bei schweren Infektionen wie Sepsis reicht diese Form nicht aus, daher wird dieser Wirkstoff intravenös verabreicht. Reicht eine verzögerte Wirkung, kann unter Umständen auch intramuskulär gespritzt werden. Folgende Infektionen werden mit dem Wirkstoff behandelt:

  • bakterielle Infektionen
  • Infektionen im HNO-Bereich
  • Infektionen im Magen-Darm-Trakt
  • Infektionen der Gallenwege
  • Infektionen der Harnwege und der Nieren
  • Entzündungen der Atemwege
  • Entzündungen der Herzinnenhaut und der Herzklappen
  • gegen Salmonellen und Typhuserreger
  • Entzündungen der Knochen
  • Aufbau der Bakterienwand hemmen
  • Bakterien abtöten

Amoxicillin darf nicht bei Patienten mit einer Penicillin-Überempfindlichkeit verabreicht werden. Vorsicht ist auch geboten bei Allergikern, Patienten mit Virusinfektionen, Leberfunktionsstörungen, Nierenfunktionsstörungen oder Menschen mit Leukämie.

10 von 33 Medikamenten, die den Wirkstoff Amoxicillin enthalten, werden hier kurz aufgelistet.

  1. amoxi-CT 250 mg/5 ml TS als Trockensubstanz
  2. amoxi 500/-750/-1000 von ct als Filmtablette
  3. Amoxi 500 mg AbZ als Filmtablette
  4. Amoxi-CT 1000 mg als Brausetablette
  5. Amoxi750/-1000-1 A Pharma als Filmtablette
  6. Amoxibeta 1000 als Brausetablette
  7. Amoxibeta 750 mg Tabs/-1000 mg als Tab
  8. Amoxibeta T 500/-T 1000 als Tablette
  9. Amoxibeta TS/-TA forte als Suspension
  10. Amoxicillin AL 500/-750/-1000 als Filmtablette

Der Wirkstoff Ampicillin

Der Wirkstoff behandelt akute und chronische Infektionen gegen Ampicillin-empfindliche Bakterien. Er wird bei folgenden Erkrankungen verwendet:

  • bakterienbedingte Infektionskrankheiten
  • Infektionen im HNO-Bereich
  • Infektionen der Haut- und Weichteile
  • Infektionen der Harnwege und Nieren
  • Infektionen des Magen-Darm-Traktes
  • Infektionen der Gallenwege
  • Sepsis oder Hirnhautentzündung
  • bakterielle Augenentzündungen
  • Entzündungen der Herzklappen und der Herzinnenhaut
  • Entzündungen der Atemwege
  • Entzündungen der Knochen
  • Salmonellen- Typhuserreger-Ausscheidungen

Im Moment enthält nur ein Medikament den Wirkstoff Ampicillin.

  1. Ampicillin-ratiopharm 1000 als Filmtablette in 20er oder 10ner Packung, 1000mg enthält eine Filmtablette.

Der Wirkstoff Cefalexin

Cefalexin wirkt bei chronischen und akuten bakteriellen Infektionen gegen Cefalexin-empfindliche Keime. Ziel ist die erfolgreiche Behandlung bei:

  • Atemwegsinfektionen
  • Entzündungen
  • Entzündungen im Mandel- und Rachenbereich
  • Bakterien abtöten
  • HNO-Erkrankungen
  • bakterienbedingte Harnwegsinfektionen
  • Knochenmarkentzündungen
  • Weichteilinfektionen

Zurzeit sind 2 Medikamente auf den Markt, die diesen Wirkstoff enthalten. Es handelt sich dabei um Medikamente von Ratiopharm.

  1. Cephalexin-ratiopharm TS als Trockensaft
  2. Cephalexin-ratiopharm 500 mg als Filmtabletten

Der Wirkstoff Ciprofloxacin

Ciprofloxacin kommt in Tablettenform, als Suspension oder Infusion zum Einsatz. Es kommt bei folgenden Erkrankungen zum Einsatz:

  • bakterielle Infektionen
  • Infektionen im HNO-Bereich
  • Entzündungen der Bindehaut und Lidränder
  • Infektionen der Atemwege
  • Infektionen der Haut und Weichteile
  • Mukoviszidose
  • Infektionen der Gelenke und Knochen
  • Entzündungen des Bauchfells
  • Salmonellen- und Shigellen Infektionen
  • Entzündungen der Harnwege und des Nierenbeckens
  • Entzündungen der Prostata
  • Infektionen der Geschlechtsorgane
  • Gonorrhoe
  • Sepsis
  • Milzbrand

Es sind mehr als 77 Medikamente im Handel. In dieser Ausführung werden 10 davon beispielgebend aufgelistet.

  1. Cipro – 1A Pharma 250 mg/-500mg als Filmtablette
  2. CIPRO BASICS 250 mg/-500 mg als Filmtablette
  3. Ciprobay 250/-500/-750 als Filmtablette
  4. Ciprobay Saft 5 %/-10 % als Suspension
  5. Ciprobeta 100 mg/-250 mg/-500 mg/-750 mg als Filmtablette
  6. ciprodura 100 mg/-250 mg/-500 mg als Filmtablette
  7. ciproflox-CT 100 mg/-250 mg/-500 mg als Filmtablette
  8. Ciprofloxacin AL uro 100 mg/ Ciprofloxacin AL 250 mg/-500 gm/-750 mg als Filmtablette
  9. Ciprofloxacin STADA 100 mg/-250 mg/-500 mg/-750 mg als Filmtablette
  10. Ciprofloxacin-ratiopharm 100 mg/-250 mg/-500 mg/-750 mg als Filmtablette

Der Wirkstoff Cephadroxil

Cephadroxil wird vorwiegend gegen Cepahdroxil-empfindliche Erreger wie zum Beispiel Streptokokken eingesetzt. Insbesondere wirken Cephadroxil bei:

  • Infektionen der Atemwege
  • Entzündungen
  • Entzündungen im Mandel- und Rachenbereich
  • HNO-Erkrankungen
  • bakterienbedingte Harnwegsinfektionen
  • Infektionen durch Streptokokken

Für den Wirkstoff können drei Medikamente angezeigt werden. Dabei handelt es sich um:

  1. GRÜNCEF 1 g Tabletten als Tablette
  2. GRÜNCEF 250/500 Trockensaft als Suspension
  3. GRÜNCEF Tabs 1 g als Tab

Der Wirkstoff Ofloxacin

Mit diesem Antibiotikum lassen sich folgende Erkrankungen behandeln:

  • Geschlechtskrankheiten
  • Infektionen der Harnwege und Nieren
  • Infektionen am Auge
  • Infektionen der Atemwege und Lunge
  • Infektionen im HNO-Bereich
  • Infektionen der Haut
  • Infektionen im Bauchraum und im Becken
  • Infektionen gegen Darmbakterien
  • bakterienbedingte Durchfälle
  • Sepsis
  • Entzündungen der Weichteile
  • Infektionen an den Knochen
  • Entzündungen des Mund- und Rachenraumes

6 Medikamente stehen zurzeit zur Verfügung von verschiedenen Herstellern.

  1. OfloHexal 100 mg/-200 mg/ -400 mg als Filmtablette
  2. Ofloxacin AL 100/-200/-400 als Filmtablette
  3. Ofloxacin STADA 200 mg/-400 mg als Filmtablette
  4. Ofloxacin-ratiopharm 100 mg/-200 mg/-400 mg als Filmtablette
  5. Tarivid 200 mg als Filmtablette
  6. Tarivid 400 mg als Filmtablette

Der Wirkstoff Phenoxamethylpenicillin

Der Wirkstoff wird vorwiegend bei leichten bis mittelschweren Infektionen verwendet. Der Wirkstoff hilft gegen:

  • Bakterien
  • Entzündungen
  • lebensbedrohliche Infektionszustände
  • Infektionen
  • Entzündungen der Herzinnenhaut
  • rheumatisches Fieber
  • Infektionen der Haut
  • Entzündungen im Lymphsystem
  • Scharlach
  • Infektionen im HNO-Bereich
  • Infektionen der Atemwegsorgane

Mit diesem Wirkstoff stehen derzeit 2 Medikamente zur Verfügung. Es handelt sich um:

  1. PenHEXAL Mega/ -1,5 Mega als Filmtablette
  2. PenHEXAL Saft als Saft

Der Wirkstoff Ceftriaxon

Dieser Wirkstoff wird bei schweren Infektionen gegen Ceftriaxon-empfindliche Erreger wie Streptokokken eingesetzt. Ceftriaxon kommt vorwiegend bei folgenden Erkrankungen zum Einsatz:

  • lebensbedrohliche Infektionen
  • bakteriell bedingte Entzündungen nach OP
  • Infektionen bei Immunschwäche oder AIDS
  • Infektionen der Hirnhaut
  • Gonorrhoe
  • Sepsis
  • Lyme-Borreliose
  • Osteomyelitis
  • Hautinfektionen
  • Entzündungen des Mund- und Rachenraums
  • Infektion der Atemwege

Ziel ist es, den Zellwandaufbau von Bakterien zu blockieren, Penicillin-bindende Enzyme zu blockieren und Ceftriaxon-empfindliche Keime abzutöten. 5 Medikamente kommen derzeit zum Einsatz.

  1. Rocephin 500 mg/-i.v. 1 g als Injektionsflasche
  2. Rocephin zur Infusion 2 g als Infusionsflasche
  3. Ceftriaxon-ratiopharm 0,5 g/-1 g/-2 g als Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung
  4. Ceftriaxon-saar zur Infusion 1 g/-2 g als Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung
  5. Ceftriaxon-Pharmore 0,5 g/-1 g/-2 g als Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung

Der Wirkstoff Clindamycin

Clindamycin dient der Heilung akuter und chronischer Infektionen, die durch Bakterien, Sporen oder Zellparasiten ausgelöst wurden. Der Wirkstoff wird vorwiegend eingesetzt bei:

  • Knochenentzündungen und Gelenkinfektionen
  • bakterielle akute Bronchitis und Pneumonie
  • Infektionen im HNO-Bereich
  • Zahn- und Kieferninfektionen
  • Infektionen im Bauch- und Beckenraum
  • Hautinfektionen
  • Sepsis
  • Scharlach
  • Infektionen der weiblichen Geschlechtsorgane

Clindamycin wird auch vorbeugend gegen Infektionen bei operativen Eingriffen verwendet. Als Medikament mit dem Wirkstoff Clindamycin wird hier das Sobelin Granulat genannt, das als Trockensaft verabreicht wird.

Der Wirkstoff Flucloxacillin

Der Wirkstoff kommt gegen akute und chronische Infektionen gegen Flucloxacillin-empfindliche Bakterien einschließlich Staphylokokken zum Einsatz. Das Behandlungsgebiet umfasst die Bereiche:

  • Infektionen der Atemwege, Pneumonien
  • Hautinfektionen
  • Furunkel, Abszesse
  • Schleimhautentzündungen
  • Brustdrüsenentzündung
  • Knochen- und Knochenmarkinfektionen (Osteomyelitis)

Es können 2 Medikamente hier empfohlen werden.

  1. Staphylex 250 mg/-500 mg als Kapseln
  2. Staphylex Trockensaft als Suspension

Folgende Behandlungsbeispiele zeigen die Dosierung von Medikamenten bei den unterschiedlichen Arten von Osteomyelitis. Bis zum Vorliegen der Kulturergebnisse von Blutkulturen und Biopsien sind die folgenden Medikamente empfohlen.

Die akute hämtogene Osteomyelitis Behandlung erfolgt mit:

  • CEFUROXIM, 3 x 1,5 g, länger als 8 Wochen
  • oder LEVOFLOXACIN, 1 x 500 mg, länger als 8 Wochen
  • jeweils + RIFAMPICIN, 2 x 450 mg, länger als 8 Wochen

Die Behandlung bei fortgeleitete Osteitis bei Weichteilinfekt nach offenem Trauma oder Fixateur erfolgt mit:

  • CEFUROXIM, 3 x 1,5 g, nach Klinik
  • oder LEVOFLOXACIN, 1 x 500 mg
  • jeweils + RIFAMPICIN, 2 x 450 mg

Die Behandlung bei fortgeleiteter Osteitis bei Weichteilinfekt, verminderter Perfusion (diabetischer Fuß) erfolgt mit:

  • LEVOFLOXACIN, 1 x 750 mg oder höher, nach Klinik

Eine bakterielle Arthritis im Rahmen der Osteomyelitis-Behandlung wird mit folgendem Medikament behandelt:

  • AMOXICILLIN-CLAVULANSÄURE, 3 x 2,2 g, 2 – 4 Wochen, dann 2 x 1 g

Bei infizierter Gelenkprothese (Entfernung der Prothese, Probengewinnung):

  • Antibiotika nur spezifisch nach Erregernachweis, bei Hüft-TEP für 3 Monate, bei Knie-TEP für 6 Monate

Bei chronischer Osteomyelitis werden Antibiotika nur spezifisch nach Erregernachweis eingesetzt.

Bei Osteomyelitis durch MRSA:

  • DAPTOMYCIN, 1 x 6 mg/kg für 4 – 6 Wochen
  • anschließend LINEZOLID, 2 x 600 mg für maximal 4 Wochen

Alternative Behandlungsmethoden

Neben einer Sauerstofftherapie können zur Stärkung des Immunsystems vorbeugend oder bei einer Infektionserkrankung folgende Therapien alternativ bzw. zusätzlich in Frage kommen. Vorgestellt werden in dieser Ausführung folgende Behandlungsformen:

  • Eigenblut
  • Eigenurin
  • Thymus
  • Mistel
  • Vitamin- / und Mineralstoff

Eigenbluttherapie:

Frisch entnommenes Venenblut wird in einen Muskel zur Aktivierung des Immunsystems injiziert. Blut verhält sich im Gewebe aggressiv im Gegensatz zu den Gefäßen. Es wird damit ein künstlicher Bluterguss erzeugt, sodass der Körper zum Abbau das Immunsystem aktiviert. Man erreicht damit eine Reaktivierung verlorener Abwehrfähigkeiten. Um die Wirkung noch zu vergrößern, kann das Blut mit Sauerstoff, Ozon, Phytotherapeutika, Thymusextrakten oder homöopathischen Mitteln angereichert werden. Die Behandlung erfolgt 1 – 3 Mal wöchentlich für einen Zeitraum von 6 – 8 Wochen. Diese Behandlungsform wird bei:

  • Immunschwäche
  • Migräne
  • Allergien
  • Rekonvaleszenz
  • akuten bakteriellen und viralen Infektionen
  • bei alten und chronischen Prozessen eingesetzt.

Eigenurintherapie:

Eine kleine Menge frisch ausgeschiedenen Urins (1 – 2 ml) wird in einen Muskel injiziert. Der Körper wird dadurch mit Stoffen konfrontiert, die sich normalerweise nicht an diesen Stellen befinden. Es kommt zur Reaktivierung verlorener Abwehrkräfte und zur Korrektur des Säure-Base-Haushalts. Eingesetzt wird diese Therapie bei:

  • Immunschwäche
  • Allergien
  • akuten viralen oder bakteriellen Infektionen
  • alten und chronischen Prozessen

Thymustherapie:

Die Thymusdrüse hinter dem Brustbein hat in der Kindheit die tragende Rolle zur Prägung von Immunzellen. Sie produziert das Hormon Thymosin. Im Laufe des Lebens wird diese Funktion zunehmend eingestellt. Bei der Thymustherapie werden Thymusextrakte injiziert. Eingesetzt wird diese Therapie bei:

  • Immunschwäche
  • Rekonvaleszenz
  • alten und chronischen Prozessen
  • akuten bakteriellen und viralen Infektionen

Die Behandlungsdauer sind 1 -3 Mal wöchentlich für 6 – 8 Wochen. Zur allgemeinen Stärkung sollte die Therapie vorwiegend im Frühjahr und Herbst verabreicht werden.

Misteltherapie:

Sie wird zur Verbesserung der Lebensqualität, zur Regeneration des Immunsystems, nach einer Krebstherapie und nach Operationen verwendet. Hierfür werden Auszüge von Mistelzweigen in verschiedenen Konzentrationen hergestellt. Die Injektionen erfolgen um das betroffene Areal 3 Mal wöchentlich mit angepassten Konzentrationen. Eingesetzt wird die Misteltherapie vorwiegend bei:

  • Regeneration, Ausbau, Stärkung des Immunsystems bes. bei Tumortherapien
  • Immunschwäche
  • Rekonvaleszenz
  • Bluthochdruck
  • Venen- / Bindegewebsschwäche

Vitamin – und Mineralstoffaufbauspritzen:

Fehlende Vitamine und Mineralstoffe werden 1 – 3 Mal wöchentlich für einen Zeitraum von 6 – 8 Wochen injiziert. Für eine allgemeine Stärkung bieten sich die Aufbauspritzen besonders im Frühjahr und Herbst an. Eingesetzt werden sie bei:

  • Vitamine- / Mineralstoffmangel
  • Nervenerkrankungen
  • degenerative Knochen und Gelenkskrankheiten
  • Regeneration, Stärkung und Aufbau des Gesamtorganismus
  • Rekonvaleszenz

Empfohlen wird unter anderem die Sauerstofftherapie:

Flüssigkeiten nehmen unter Druck mehr Gas auf. Die Patienten kommen in eine Überdruckkammer mit 2,4 – 2,8 bar Luftdruck und atmen über eine Maske reinen Sauerstoff ein. Dadurch werden Abwehrmechanismen aktiviert und die Neubildung von Blutgefäßen im Wundbereich in Gang gesetzt. Sauerstoff unter Überdruck bringt eine ausgeprägte antibakterielle Wirkung hervor. Mitunter ist die Sauerstofftherapie sogar lebensrettend. Diese Therapie wird bei Osteomyelitis eingesetzt, wenn der Patient die notwendige Eignung aufweist. Es besteht die Chance, dass bei bestimmten Fällen die gesetzlichen Krankenkassen die Überdruck-Therapie als innovatives Verfahren anerkennen. Berufsgenossenschaften und private Krankenkassen sind hier schon einen Schritt voraus.

Welche Hausmittel können helfen?

Hydrotherapie

Die Hydrotherapie in Form von Bädern, Teilbädern, Wechselbäder, Waschungen, Güsse, Umschlägen, Packungen oder Wickel wird besonders auch gegen Fieber als Hilfsmittel überliefert. Dabei kann reines Wasser aber auch Wasser mit homöopathischen Zusätzen verwendet werden. Folgende Mittel wirken entzündungshemmend und kommen oft als Zusätze in der Hydrotherapie zum Einsatz:

Kaliumpermanganat: Anwendung 1 – 2 EL Granulat auf ein Sitz- oder Teilbad, antibakteriell + entzündungshemmend, bei eitrigen Hautaffektionen, Abszessen oder Fisteln

Kamille: Ansatz 0,5 bis 1 kg auf 5 L Wasser, 30 Minuten ziehen lassen, für Teil- oder Sitzbad, akute nässende Hautaffekte, Abszesse, Fisteln

Zinnkraut: 100 – 200 g auf 2 L Wasser, 1 Stunde kochen, als Teilbad oder Auflage, bei chronischen Fistelungen wie Osteomyelitis

Einsatz der starken Kälte zum Beispiel bei Entzündungen:

  • Eischips / Eisgranulat: – 0,5 bis – 1 Grad, in einem Beutel aus Frotteestoff, Dauer 20 Minuten auflegen oder als Massage
  • Eisbeutel: 0 Grad, Dauer 20 Minuten
  • gestielter Eisroller: -0,5 bis -1 Grad, zum Tupfen und als Eisabreibung, Dauer 5 – 10 Minuten
  • Kältekompresse: 1 – 3 Grad, wassergetränkte tief gefrorene Tücher, modellierbar, als Auflage
  • Gelpackung: -15 bis -20 Grad, mit trockenem Tuch dazwischen, deutlich geringere Wärmeleitfähigkeit
  • Kältespray: -0,5 bis -1 Grad, kurzfristige starke Wirkung – und andere Mittel

Einsatz der milden Kälte:

  • Stöckli-Wickel: 0 Grad, mit Eiswasser getränkte Tücher für großflächige Anwendungen bei fortgeleiteten Schmerzbildern
  • kalter Wickel: 3 bis 5 Grad, mit kaltem Wasser getränkte Tücher
  • kalte Peloide: 3 Grad, Kaltmoor oder Retterspitz, große thermische Kapazität, sehr gute Tiefenwirkung
  • Quark: 5 bis 15 Grad, wird besonders bei älteren Patienten empfohlen.

Schweden-Kräuter

Die Schwedenkräuter haben eine Vielzahl von Anwendungsgebieten. Sie gibt es komplex als abgefüllte Kräuter oder als Schwedenbitter zu kaufen, der nach verschiedenen Rezepten in kleinen Schwedenbitter oder großen Schwedenbitter zur Verfügung steht oder auch selbst hergestellt werden kann. Man kann also Schwedenkräuter innerlich und äußerlich anwenden. Schwedenkräuter als Umschlag stellt man aus einem mit Schwedenbitter getränkten Stück Watte oder Stoff her und deckt den Umschlag zum Schutz der Kleidung mit Folie und Verband ab. Das Ganze soll dann bis zu 4 Stunden einwirken. Man kann die Schwedenkräuter auch als Creme auftragen. Das bietet sich besonders an Stellen an, wo ein Umschlag wegen der körperlichen Lage wegfällt. Bei Hautreizungen sollte die Einwirkungszeit verringert werden.

Jonen-Salbe

Die Regulierung der Energieflüsse erfolgt über die Haut. Man nennt daher die Behandlung mit Jonen-Salbe als perkutane Regulationstherapie. Sie hilft besonders gegen Schmerzen. Die Jonen-Salbe enthält im Wasser gelöste Salze. Diese Salze trennen sich unter Wassereinwirkung in elektrisch geladenen Teilchen. Nach dem Auftragen der Salbe auf die Haut können die winzig elektrischen Köperströme besser fließen und lösen somit Energieblockaden. Auf diesem Prinzip beruht auch die Akupunktur. Man reibt damit auch die Reflexzonengebiete ein. Man kann auch direkt auf betroffene Körperbereiche die Jonen-Salbe auftragen. Das ist besonders bei Schmerzen am Bewegungsapparat sinnvoll.

Kombucha

Dem Teepilz Kombucha sagt man nach, dass er eine stark anregende Wirkung auf den Stoffwechsel ausübt und blutreinigend ist. Man kann davon 2 Gläser am Tag trinken. Das Getränk ist süß-säuerlich und enthält Glucuronsäure, die Vitamine B1, B2, B3, B6, B12, C, Folsäure, rechtsdrehende Milchsäure, Enzyme, Aminosäuren, antibiotische Stoffe und etwas Alkohol. Die Glucuronsäure hat eine stark entgiftende Wirkung auf den Körper. Sie verbindet sich mit Abfallstoffen und Giften des Körpers zur Entschlackung. Milchsäure hemmen schädliche Darmbakterien und fördern den Verdauungsprozess. Es gibt verschiedene Rezepte, sich aus dem Pilz das Kombucha-Getränk herzustellen.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Osteomyelitis ist eine Erkrankung des Bewegungsapparates. Hier kommen folgende Heilpflanzen helfend zum Einsatz:

  • Angelika
  • Arnika
  • Beinwell
  • Fichte
  • Johanniskraut
  • Kampfer
  • Rosmarin
  • Teufelskralle
  • Wacholder

Angelika

Die Angelika ist eine alte Heilpflanze aus dem Norden. Sie ist mannshoch und gehör zur Familie der Doldenblütler. Ihr Duft ist angenehmen aromatisch und sie hat einen süßen Geschmack. In Deutschland, Belgien und Frankreich wird sie landwirtschaftlich angebaut. Man sagt ihr unter anderem eine antiseptische und abwehrsteigernde Wirkung nach. Verwendet werden die Wurzeln, Blätter und Samen der Pflanze. Die Anwendungsdauer sollte 3 Wochen nicht übersteigen. Ihre Inhaltsstoffe sind ätherische Öle, Angelicin, Bergapten, Bitterstoffe, Imperatorin, Furanocumarine, Umbelliferon, Xanthotoxin und Pentadecanolid.

Für die Zubereitung als Tee wird 1/2 TL trockene Wurzel auf eine Tasse Wasser gegeben, kalt ansetzen, kurz aufkochen und fünf Minuten ziehen lassen. Von diesem Tee trinkt man täglich bis zu 2 Tassen. Als Angelika-Tinktur nimmt man 2 – 3 Mal täglich 20 Tropfen zu sich. Als äußerliche Anwendung kann Angelika als Öl, Lanolin-Creme oder Tegomuls-Creme angewandt werden.

Arnika

Arnika wächst in den Bergen. Sie wird äußerlich als Tinktur angesetzt. Ihre Heilwirkung ist antibakteriell, blutreinigend, entzündungshemmend, schmerzstillend und wird bei Fieber, Schmerzen, Gelenkentzündungen und Schwellungen, eingesetzt. Verwendung finden die Blüten der Pflanze und sie enthält ätherisches Öl, Bitterstoffe, Flavone, Procyanidine, Helenalin, Amicin, Beta-Sitisterol, Kampfer, Flavonoide und Inulin. Sie findet auch als Öl und als Salbe Verwendung. Eine Arnikatinktur sollte mit reichlich Wasser gemischt werden. Für eine Tinktur übergießt man die Blüten in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist und lässt das verschossene Glas 2 bi 6 Wochen ziehen. Für Umschläge und zum Gurgeln eignet sich auch ein Tee aus Arnikablüten. Dazu übergießt man 2 bis 3 TL getrocknete Blüten mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt es 10 Minuten ziehen.

Beinwell

Beinwell ist für die Behandlung der Extremitäten bei Erkrankungen und Verletzungen geeignet. Man sagt ihm eine adstringierende, beruhigende, blutbildende, blutreinigende, entzündungshemmende, kühlende, wundheilende und schmerzstillende Heilwirkung nach. Er wird unter anderem angewendet bei Abszessen, eiternden Wunden, Knochenhautentzündung, Schmerzen und offenen Beinen. Verwendet werden die Blätter und Wurzeln. Als Salbe, Tinktur, Creme kommt der Beinwell zum Einsatz. Durch den Inhaltsstoff Allantoin hat die Pflanze ausgeprägte wundheilende Eigenschaften. Umschläge mit Beinwelltinktur oder Beinwelltee legt man auf die verletzten Körperteile.

Fichte

Der bekannte Fichtennadel-Franzbrannwein wird gern gegen Durchblutungsstörungen eingesetzt. Die Heilwirkung der Fichte ist unter anderem antibakteriell, beruhigend und durchblutungsfördernd. Verwendet werden die jungen Triebe, Nadeln und Harz. Die Inhaltsstoffe der Fichte sind ätherische Öle, Terpentinöl, Glykosid Picein, Gerbstoffe und Vitamin C. Es kann als ÖL und Tinktur auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden als Einreibung. Bei langem Liegen nach Operationen muss man besonders den Lungenentzündungen vorbeugen, wofür auch der Fichtennadeltee geeignet ist gegen Beschwerden der Atmungsorgane.

Johanniskraut

Die Mitsommerpflanze Johanniskraut beginnt mit der Sommersonnenwende zu blühen. Ihre Heilwirkung ist abschwellend, adstringierend, antibakteriell, beruhigend, blutbildend, entzündungshemmend und schmerzstillend. Verwendet werden das blühende Kraut und die Blüten. Johanniskraut enthält Hypericin, Hyperforin, Flavonoide, Bitterstoffe, Gerbstoffe, ätherische Öle, Harz, Myristinsäure, Hyperinrot, Phytosterin, Stearin, Taraxasterol, violaxanthin, Beta-Sitosterol und Phytosterole. Für einen Johanniskraut-Tee werden 2 TL Kraut mit kochendem Wasser übergossen und 5 – 10 Minuten ziehen gelassen. Davon nimmt man täglich 2 Tassen zu sich. Man kann auch Tinkturen, Öle oder Cremes herstellen und auf die zu behandelnden Stellen auftragen.

Kampfer

Der Geruch von Kampfer ist frisch, medizinisch, klar und eukalyptusartig. In allen Pflanzenteilen der gefällten Bäume sind Ölzellen, die das wertvolle Kampferöl enthalten. Die Stammpflanze des natürlichen Kampfers ist der Kampferbaum. Kampfer enthält ätherische Öl, Sesquiterpene, Sesquiterpenole, Phenylether, Ketone und Oxide. Ätherische Öle haben eine sedative, entzündungshemmende und hyperämisierende Wirkung. Durch die entzündungshemmende und kühlende Wirkung wird die Produktion von entzündlichen Botenstoffen verhindert. Die äußerliche Anwendung von einer Salbe oder Kampfer-Spiritus sollte maximal 4 Mal am Tag betragen. Für die Herstellung eines Kampferöls werden 40 mg Kampfer in 250 ml Olivenöl aufgelöst und in einer Flasche verschlossen aufbewahrt. Das Öl kann für Einreibungen bei Schmerzen oder Entzündungen verwendet werden.

Rosmarin

Rosmarin kommt aus dem Mittelmeerraum und hat ein breites Wirkungsspektrum. Seine Heilwirkung ist unter anderem adstringierend, antibakteriell, entzündungshemmend, pilztötend und schmerzstillend. Verwendete Pflanzenteile sind Blätter und Blüten. Rosmarin enthält ätherisches ÖL, Terpene, Thymol, Verbanol, Gerbstoffe, Gerbsäure, Kampfer, Bitterstoff, Beta-Stitosterol, Flavone, Salicylate und Saponine. Rosmarin wird als Tee oder Tinktur verwendet. Aber auch als Wein kann Rosmarin eingesetzt werden. Eine Tinktur wirkt belebend und wird bei Gelenkschmerzen verwendet. Für einen Rosmarin-Spiritus vermischt man 3 ml ätherisches Rosmarin-Öl mit einem Liter 70%igen Weingeist. Als Gewürz ist Rosmarin besonders in der mediterranen Küche bekannt.

Teufelskralle

Der Name ist den Früchten angepasst, die wie Krallen aussehen. Teufelskralle stammt aus Afrika und wirkt stark entzündungshemmend, abschwellend und schmerzstillend. Er eignet sich daher besonders zur Behandlung des Bewegungsapparates. Verwendet werden die Wurzelknollen. Die Pflanze enthält Iridoidglykoside, Harpagid, Harpagosid, Procumbid, Phytosterine, Beta-Sitosterol, Glutamin-Säure, Histidin, Kampferöl, Selenium, Sterol und Ursol-Säure. Für einen Tee werden 1 -2 TL Teufelskralle mit einer Tasse kochendem Wasser übergossen und 5 Stunden ziehen gelassen. Der Tee wird schluckweise mit 1 bis 3 Tassen täglich getrunken. Um eine Tinktur herzustellen, übergießt man die Wurzeln mit Doppelkorn oder Weingeist in einem Schraubglas und lässt dieses verschlossen 2 bis 6 Wochen ziehen. Danach können je nach Verträglichkeit 1 bis 3 Mal täglich 10 – 50 Tropfen eingenommen werden. Teufelskralle als Salbe wird auf die betroffenen schmerzenden Gebiete aufgetragen.

Wacholder

Die säulenförmigen Wacholder sind in vielen Gärten beliebt. Seine Heilwirkung ist antibakteriell, blutreinigend und schmerzlindernd. Verwendet werden die Beeren, Nadeln, Triebspitzen, das Holz und die Wurzeln der Pflanze. Wacholder enthält, Bitterstoffe, Juniperin, Betulin, Kampfer, Zitronensäure, Flavone, Pentosan, Phosphor, Fallussäure, Gerbstoffe, Gerbsäure, Harz, Linoensäure, Mangan, Menthol, Oxalsäure, Terpineol, Umbelliferon, Zink und ätherisches Öl. Die Pflanze findet als Öl, als Tinktur, als Creme, als Sirup, als Dampfbad oder als Tee Anwendung. Wacholdertee wird aus zerquetschten Beeren hergestellt. Ein TL Beeren wird mit einer Tasse Wasser aufgegossen und 5 bis 10 Minuten ziehen gelassen. Als ätherisches Öl zieht es gut in die Haut ein. Umschläge mit einigen Tropfen ätherischem Öl mit heißem oder kalten Wasser werden auf die betroffen Region aufgelegt.

Ätherische Öle

In der Aromatherapie oder als Einreibung werden ätherische Öle gern zur unterstützenden Heilung eingesetzt. Neben den bereits genannten Heilpflanzen, die zum Teil ebenfalls als ätherisches Öl eingesetzt werden wie Angelika, gibt es einige mit ähnlichen heilenden Eigenschaften. Die Wirkung einiger dieser noch nicht im Script unter Heilpflanzen aufgeführter ätherischen Öle wird kurz erläutert.

  • Bay: antiseptisch
  • Bergamotte: antiseptisch, antiviral, fiebersenkend
  • Cajeput: antiseptisch, schmerzlindernd, blutreinigend
  • Eukalyptus: antiseptisch, desinfizierend, fiebersenkend
  • Fenchel: blutreinigend
  • Galbanum: antientzündlich
  • Geranie: antientzündlich, wundheilend
  • Immortelle: antibakteriell, antiviral, blutreinigend, entzündungshemmend, lymphflussanregend
  • Ingwer: fiebersenkend
  • Kamille: antiseptisch, entzündungshemmend, schmerzlindernd, wundheilend
  • Kiefer: blutreinigend, antibakteriell, blutreinigend, schmerzstillend; Kiefer enthält Camphen, Fenchol, Pinene, Sabinene, Terpene, Terpineol und Ylangene.
  • Latschenkiefer: antibakteriell, entzündungshemmend
  • Lavendel: antiseptisch, durchblutungsfördernd, schmerzlindernd, wundheilend
  • Melisse: antibakteriell, antiviral,
  • Minze: abwehrstärkend, antiseptisch, entzündungshemmend, kühlend
  • Myrte: antiseptisch
  • Nelke: schmerzstillend, antiseptisch
  • Orange: fiebersenkend
  • Patchouli: antiviral, wundheilend
  • Rose: antiseptisch, entzündungshemmend, wundheilend
  • Sandelholz: antiseptisch
  • Sassafras: schmerzstillend
  • Schafgarbe: entzündungshemmend, antibakteriell
  • Ysop: eiterentziehend, entzündungshemmend
  • Zitrone: entzündungshemmend, fiebersenkend
  • Zwiebel: antibakteriell

Homöopathie & Globuli

Eine homöopathische Behandlung kann aufgrund der Schwere der Erkrankung nur begleitend erfolgen. Je nach Symptomen und Krankheitsbild können die verschiedenen homöopathischen Mittel anhand spezieller Listen selbst herausgefunden werden. Hier werden einige zum Krankheitsbild der Osteomyelitis zusammengestellt:

Bei Eiterungen werden folgende homöopathische Mittel verwendet:

  • Calcium sulfuricum
  • Calendula
  • Hepar sulfuris calcareum
  • Kalium phosphoricum
  • Kalium sulfuricum
  • Myristica sebifera

Zur Entgiftung kann eingesetzt werden:

  • Kalium sulfuricum
  • Solidago

Bei Entzündungen kann eingesetzt werden:

  • Acidum nitricum
  • Echinacea
  • Hamamelis virginica
  • Kalium chloratum
  • Myristica sebifera

Bei Erschöpfungszuständen allgemein hilft:

  • Helonias dioica

Bei Gelenkentzündung können folgende Auswahlen der homöopathischen Mittel helfen:

  • Abrotanum
  • Acidum benzoicum
  • Acidum formicicum
  • Acidum sulfuricum
  • Apis mellifica
  • Apisinum
  • Aranin
  • Arnica montana
  • Bellis perennis
  • Berberis aquifolium
  • Berberis
  • Bryonia alba
  • Cardiospermum
  • Caulophyllum
  • Causticum
  • China offivinalis
  • Chininum arsenicosum
  • Chininum sulfuriricum
  • Dulvamara
  • Eukalyptus
  • Formica rufa
  • Guaiacum
  • Harpagophythum
  • Ichtyolum
  • Jodum
  • Kalium chloratum
  • Kalium iodatum
  • Kalmia
  • Ledum palustre
  • Magnesium carbonicum
  • Mandragora e radice
  • Marum verum
  • Phytolacca
  • Pulsatilla pratensis
  • Rhododendron
  • Rhus toxicodendron
  • Ruta graveolens
  • Sambucus nigra
  • Sanguinaria
  • Urtica urens

Bei Infektionen und Infektionskrankheiten können folgende homöopathischen Mittel eingesetzt werden:

  • Alianthus glandulosa
  • Ceanothus americanus
  • Baptisia
  • Crotalus
  • Echinacea und andere

Es ist also für fast jedes Symptom und jede Erkrankung ein homöopathisches Mittel zu finden. Die Anwendungen der homöopathischen Mittel als Tablette, Tropfen oder als Globuli gilt zunächst allgemein für alle dieser Mittel gleichermaßen. Dabei gilt, je höher die Potenz ist, desto geringer wird dosiert.

Die Dosierungen pro Gabe in Tropfenform für Erwachsene:

  • D3 / C3: 15 – 20 Tropfen
  • D12 / C12: 5 Tropfen
  • D15 / C15: 3 Tropfen

Die Dosierungen pro Gabe in Tablettenform oder Pulver für Erwachsene:

  • D3 / C3: 3 -4 Tabletten
  • D12 / C12: 1 Tablette
  • D15 / C15: 1 Tablette

Die Dosierungen pro Gabe als Globuli für Erwachsene:

  • D3 / C3: 15 bis 20 Globuli
  • D12 / C12: 5 Globuli
  • D15 / C15: 3 Globuli

Bei Kindern wird die entsprechende Erwachsenendosis in etwa halbiert.

Schüssler-Salze

Folgende Schüssler Salze kommen innerlich gegen Osteomyelitis zur Anwendung:

  • Nr. 5: Kalium phosphoricum
  • Nr. 11: Silicea
  • Nr. 12: Kalzium sulfuricum

Die Dosierung dieser Präparate erfolgt 3 bis 6 Mal täglich 1 bis 3 Tabletten. Bei Hochdosierungen soll alle 1 bis 10 Minuten 1 Tablette langsam im Mund zergehen. Die häufigste Form der Schüssler-Salze liegt in Tablettenform (Pastillen) vor, deren Grundlage Milchzucker ist. Die Potenzen kommen in D3, D6 oder D12 vor. Meistens wird die Potenz D6 verwendet. Nur bei Silicea wird die Potenz D12 angewandt. Für Menschen mit einer Milchzuckerunverträglichkeit sind die Salze auch als Globuli oder in Tropfenform anzuwenden. Für eine Tablette werden statt dessen 5 Globuli eingenommen. Ebenso werden 5 Tropfen statt einer Tablette eingenommen.

Die normale Anwendung der Schüssler-Salze soll täglich 3 bis 6 Mal 1 bis 2 Tabletten sein. Bei akuten Fällen können alle 5 Minuten eine Tablette eingenommen werden, bis sich das Befinden bessert. Bei mehreren Salzen trifft die Dosierung auf jedes einzelne Salz zu oder man nimmt von jedem Salz dreimal täglich eine Tablette. Für Kinder ist die Dosierung herabzusenken. Bei akuten Beschwerden bei Kindern wird alle 1 bis 2 Stunden 1 Tablette verabreicht. Sobald sich das Befinden gebessert hat, ist 3 bis 4 Mal täglich 1 Tablette ausreichend.

Diät & Ernährung

Bekannterweise erhöhen gewisse Risiken eine Erkrankungswahrscheinlichkeit. Das trifft besonders auf eine vorausgegangene Mangelernährung, auf Alkohol- oder Drogenmissbrauch oder auf bestehende Systemerkrankungen wie Diabetes mellitus oder Arteriosklerose zu. Das heißt auch, dass man bei einer ausgewogenen Ernährung, dem Verzicht auf Alkohol, Nikotin und Rauchen, dem Einhalten der Diät bei Diabetes mellitus oder der Vermeidung von gesättigten Fettsäuren zur Reduzierung des Cholesterinwertes bei Arteriosklerose wesentlich dazu beitragen kann, einer Erkrankung an Osteomyelitis vorzubeugen oder zumindest den Krankheitsverlauf zu verbessern. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der regelmäßigen Zufuhr von Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen.

Die Top-10-Lieferanten an Vitaminen sind:

  1. Hagebutte und Zitrusfrüchte. Zitronen, Orangen, Grapefruits, für Vitamin C zur Stärkung des Immunsystems
  2. Grünkohl: Vitamin K (Blutgerinnung), B-Vitamine, Vitamine E (gegen freie Radikale), Provitamin A (für Augen)
  3. Käse und Milchprodukte: Vitamin B12, Biotin, Pantothensäure
  4. Karotten: Vitamin A (Augen, als Antioxidans, gegen freie Radikale)
  5. Vollkornbrote und Weizenkeime: B-Vitamine, Vitamin E, für Energiegewinnung, Nerven, Herz und Verdauung
  6. Nüsse: Erdnüsse, Haselnüsse, Walnüsse, Paranüsse, mit gesunden pflanzlichen Fettsäuren, Vitamin E, Pantothensäure, Folsäure, Niacin
  7. Öle: enthalten gesunde ungesättigte Fettsäuren, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin E, Antioxidantien gegen freie Radikale
  8. Brokkoli: Vitamin K, Pantothensäure, Folsäure, Vitamin C
  9. Fisch: Hering, Lachs, Forelle, Makrele, fette Seefische, enthalten Omega-3-Fettsäuren, Vitamin B6; Niacin, Pantothensäure, Vitamin B12
  10. Fleisch: Rindfleisch (B-Vitamine, Biotin, Niacin), nur in Maßen, weniger rotes Fleisch wie Lamm. Rindfleisch, Schwein, aber öfter weißes Fleisch wie Pute, Hähnchen, Geflügel

Die wichtigsten Mineralstoffe für eine gesunde Ernährung sind:

  • Eisen: Ist wichtig für die Blutbildung und den Sauerstofftransport; ist enthalten in Eigelb, Fleisch, Haferflocken, Hirse, Vollkornprodukte und Wurst.
  • Fluor: Ist wichtig für die Widerstandsfähigkeit der Zähne, zur Erhaltung des Zahnschmelzes; ist enthalten in Fisch, Getreide, Mineralwasser, schwarzem Tee und Walnüssen.
  • Jod: Ist wichtig für die Bildung des Schilddrüsenhormons; ist enthalten in Lebensmitteln mit Jodsalz, Meeresfrüchten und Seefisch.
  • Kalium: Ist wichtig für den Wasserhaushalt, der Übertragung von Muskel- und Nervenreizen; ist enthalten in Bananen, Gemüse, Hülsenfrüchte, Kartoffeln und Trockenobst.
  • Magnesium: Ist wichtig für den Aufbau der Knochen, den Energiestoffwechsel, den Enzym-, Nerven- und Muskelfunktionen; ist enthalten in Bananen, Beerenobst, grünen Gemüsesorten, Milch, Milchprodukten, Orangen und Vollkornprodukten.
  • Natrium: Ist wichtig für den Wasserhaushalt, die Nerven- und Muskelfunktionen; ist enthalten in Brot, Käse, Kochsalz, Pizza und Wurst.
  • Phosphor: Ist wichtig für den Aufbau der Knochen, des Stoffwechsels; ist enthalten in Fisch, Fleisch, Käse, Milch und Wurst.
  • Selen: Ist wichtig für den Schutz der Körperzellen; ist enthalten in Fisch, Fleisch, Getreide, Hülsenfrüchte, Leber und Nüssen.
  • Zink: Ist wichtig für die Abwehrkräfte, Wundheilung; ist enthalten in Fleisch, Käse und Schalentieren.

Cholesterinwerte senken mit:

  • Pflanzenöle: Olivenöl, Rapsöl, Weizenkeimöl, Kürbiskernöl, Erdnussöl, Walnussöl, Haselnussöl, Sojaöl; sie enthalten ungesättigte Fettsäuren und Phytosterine. Sie senken den LDL-Spiegel und heben den HDL-Cholesterin-Spiegel.
  • Nüsse: Walnüsse, Mandeln, Haselnüsse, Pistazien; sie enthalten mehrfach ungesättigte Fettsäuren.
  • Grüner Tee: Er enthält Katechine als Antioxidans.
  • Soja: Es ist reich an Eiweiß und senkt das LDL-Cholesterin. Soja ist enthalten in Tofu, Tofuwürste, Tofu-Bratlinge, Sojajoghurt und Sojamilch.
  • Hülsenfrüchte: Bohne, Erbsen, Kichererbsen, Linsen; sie enthalten Saponine gegen Cholesterin, pflanzliches Eiweiß und Ballaststoffe.
  • Vollkorn, Obst und Gemüse: Vollkornbrot, Dinkel, dunkle Reissorten, Obst, Gemüse; sie senken das LDL-Cholesterin.
  • Fisch: Lachs, Makrele, Thunfisch, Hering; er enthält ungesättigte Omega-3-Fettsäuren, die die Triglycerid-Werte im Blut senken.
  • Flohsamen, Leinsamen: Enthalten Ballastsoff Psyllium für den Cholesterin-Spiegel und senken den Blutzucker.
  • Ingwer: Ingwer enthält Gingerole, die die Fettaufnahme senken und das LDL-Cholesterin ausscheiden helfen.
  • Lauch, Zwiebeln, Knoblauch: sie sind Cholesterin-Senker. Sie enthalten Schwefelverbindungen, das Antioxidans Quercentin und den Pflanzenstoff Allicin. Sie senken das LDL-Cholesterin und erhöhen außer Knoblauch das gute HDL-Cholesterin.
  • dunkle Schokolade: sie enthält Flavonoide und Antioxidantien, die das LDL-Cholesterin beseitigen helfen. Vorsicht ist geboten für Diabetiker.

FAQ – Fragen & Antworten

Welche Risiken erhöhen die Gefahr einer Osteomyelitis / Osteoitis / Ostitis- Erkrankung?

Folgende Risiken erhöhen die Gefahr einer solchen Erkrankung:

  • Mangelernährung
  • hohes Alter
  • Nikotin- Alkohol- oder Drogenkonsum
  • Leberschwäche
  • Nierenschwäche
  • Immunstörungen
  • ungenügende Atemfunktion
  • maligne Erkrankungen
  • Systemerkrankungen wie Diabetes mellitus oder Arteriosklerose

Kann es bei Rheuma zu einer Knochenentzündung kommen?

Es gibt das sogenannte Knochenrheuma, das als nicht bakterielle Osteitis oder chronisch rezidivierende multifokale Osteomyelitis (CRMO) bezeichnet wird. Es geht mit einer Entzündung des Knochens einher. Dieses Krankheitsbild zählt zum rheumatischen Formenkreis und wird nicht den bakteriellen Infektionen zugeordnet.

Ist eine Knocheninfektion ansteckend?

Eine bakterielle Infektion der Osteomyelitis tritt entweder endogen oder exogen auf und ist normalerweise nicht übertragbar. Die Ansteckungsgefahr ist nur bei spezifischen Infektionen wie Tuberkulose oder Syphilis denkbar, wo Knochenentzündungen als Krankheitsbild auftreten.

Wann kann eine Tumorerkrankung mit einer Knochenentzündung einhergehen?

Häufig treten Knochenentzündungen bei Erkrankungen wie Krebs, Diabetes oder AIDS auf, das diese Personen bereits durch die Ersterkrankung unter einem angegriffenen Immunsystem leiden. Morbus Paget ist eine chronische Form der Knochenentzündung mit gesteigertem Auf- und Abbau von Knochengewebe, wobei es zu Tumorbildungen kommen kann. Die betroffenen Knochen können ein Osteosarkom entwickeln. Bei dem Ewing-Sarkom handelt es sich um einen bösartigen Tumor, dessen Symptome ähnlich einer Osteomyelitis / Osteitis verlaufen. Erst ein Röntgenbild kann darüber Klarheit verschaffen, um welche Erkrankung es sich handelt.

Welcher Unterschied besteht zwischen der Osteitis / Ostitis und der Osteomyelitis?

Die Osteitis / Ostitis als Entzündung des Knochens ohne Markbeteiligung und die Osteomyelitis als reine Knochenmarkentzündung gehen größtenteils ineinander über. Diese Begriffe werden daher in der Regel gleichbedeutend verwendet. Unterschiede bestehen in der Entstehung und in der Behandlung der benannten Erkrankungen.

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