Spinalkanalstenose

Steckbrief: Spinalkanalstenose

  • Name(n): Spinalkanalstenose; Spinale Stenose
  • Art der Krankheit: Kanalverengung in der Wirbelsäule
  • Verbreitung: weit und belastungs- und altersabhängig
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 1983
  • Behandelbar: Schmerzmittel; offene OP; minimal invasiver Eingriff
  • Art des Auslösers: Degeneration der Bandscheibe
  • Wieviele Erkrankte: etwa 20 Prozent der älteren
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Neurochirurg; Orthopäde
  • ICD-10 Code(s): M48.0

Die Wirbelsäule altert

Mancher erinnert sich sicher noch an den Slogan: Wenn’s vorne juckt und hinten beißt, nimm…
Wenn die Wirbelsäule sich im Alter verändert und degeneriert, ist es allerdings damit nicht getan.

Die tauben, kribbelnden Beine, die Schmerzen im Kreuz sowie die Beschwerden beim Gehen, die werden davon nicht verschwinden. Das kann auf eine Spinale Stenose hinweisen, die in den Vordergrund tritt.

Sie haben sich bisher die Frage nicht gestellt, ob Sie zum Zeitungskiosk das Auto nehmen oder zu Fuß gehen. Der gemütliche Spaziergang hat immer Spaß gemacht. Nun verzichten Sie darauf, weil nach einigen Schritten die Schmerzen in der Gesäßregion beginnen.

Definition Spinalkanalstenose

Unter einer Spinalkanalstenose bezeichnet man in der Wirbelsäule die Verengung des Kanals, wo das Rückenmark verläuft. Diese Spinalkanalverengung drückt auf das Rückenmark, die Nerven sowie die Blutgefäße und führt zu Rückenschmerzen sowie manchmal zu bleibenden Nervenschädigungen.

Der Spinalkanal verläuft vom Hals- zum Kreuzbeinbereich. Er beinhaltet den Rückenmarkssack, der aus der Rückenmarkshaut (Dura) besteht und im Hals- und Brustbereich das Rückenmark enthält sowie ab Übergang Brust- und Lendenwirbelsäule lediglich Nervenwurzeln bis in den Kreuzbeinbereich erstrecken.

Eine Einengung des Wirbelkanals im Bereich der Halswirbelsäule können Sie bei normalen Verschleißprozessen bekommen im fortgeschrittenen Alter, das ist dann eine zervikale Wirbelkanalstenose. In den meisten Fällen ist der Wirbelkanal im Bereich der Lendenwirbelsäule verengt: die lumbale Spinalkanalstenose.

Was ist Spinalkanalstenose?

Die Wirbelsäule ist der zentrale Teil des Körpers. In der Regel nimmt man sie nicht wahr, allerdings ist sie verantwortlich für die Stabilität des Körpers sowie den aufrechten Gang. Sie setzt sich aus den einzelnen Wirbeln zusammen, die die Wirbelsäule bilden.

In der Mitte entsteht durch die Form der Wirbel in der Mitte der Säule der Spinalkanal mit dem Rückenmark den Nervenbahnen und den Blutgefäßen. Im vorderen Bereich begrenzen die Rückseiten der Wirbelkörper mit den Bandscheiben den Spinalkanal. Seitlich sind die Wirbelgelenke (Facetten), hinten die Wirbelbögen.

Das gelbe Band (Ligamentum flavum) spannt sich zwischen den Wirbelbögen schräg von oben bis unten, wenige Millimeter dick. Degenerative Prozesse im Leben bringen Instabilitäten und eine Zunahme des Knochenanbaus an Facetten bis zu einem Vielfachen ihrer ursprünglichen Größe.

Gleichzeitig kann das gelbe Band an Stärke bis auf über einen Zentimeter zunehmen. Dazu können gewöhnlich zusätzliche Einengungen des Kanals durch Bandscheibenvorwölbungen entstehen. Diese Veränderungen führen dazu, die Nervenwurzeln in dem Rest des Spinalkanals zusammenzudrücken.

Die angeborene Spinalkanalstenose ist eher selten, häufiger und normalerweise im Alter kommt die erworbene, degenerative Spinalkanalverengung vor. Eine Spinalkanalstenosen-Operation soll diese Einengung des Spinalkanals beseitigen. In Zentren mit Erfahrung führt man pro Jahr mehr als 500 Eingriffe bei Spinalkanalstenosen durch, bevorzugt von Neurochirurgen und Orthopäden.


Welche Ursachen gibt es?

Es gibt die angeborene und die erworbene Spinalkanalstenose.

Bei der angeborenen Spinalstenose geraten die seitlichen Verbindungsknochen bei den Wirbelkörpern zu kurz oder es ist eine Fehlbildung bei den Wirbel verantwortlich für die Spinalkanalverengung. Der Wirbelkanal erreicht an entsprechenden Stellen nicht die erforderliche Breite.

Dann kommt zu einer Spinalkanalstenose. Die Wirbelsäule soll eigentlich schützen, stattdessen drückt sie auf das Rückenmark, die Hirnhäute und die Arterien. Eine angeborene Form der Spinalkanalverengung gibt bereits im Alter von zwanzig Jahren Probleme.

Eine erworbene Spinalkanalstenose kommt als Alterserscheinung. Mit zunehmende Alter geht im Körper Flüssigkeit verloren. Dadurch verschleißen die Bandscheiben. Diese Instabilität gleicht der Körper aus und bildet Knochenhöcker. Die erfüllen ihren Zweck und gleichen die fehlenden Bandscheiben aus.

Aber sie drücken zur gleichen Zeit auf das Rückenmark, da sie die Bandscheiben an Größe und Massivität übertreffen. Zudem sind die knöchernen Ausbildungen nicht flexibel. So verengen sie den Spinalkanal sowie üben Druck auf das Rückenmark aus.

Die Bandscheiben verlieren beim normalen Alterungsprozess an Höhe, dabei kommt es einerseits zu Vorwölbungen an der Bandscheibe, andererseits bekommen die Wirbelkörper die knöchernen Ausziehungen. Zudem nutzen die kleinen Wirbelbogengelenke ab (Spondylarthrosen). Diese Verbindung produziert im Spinalkanal eine sanduhrförmige Einengung.

Diese Spinalkanalstenose macht sich vor allem im hohen Alter bemerkbar. Patienten berichten zwischen sechzig sowie neunzig Jahren über Beschwerden der Wirbelkanaleinengung.

Trotzdem die Ursachen der erworbenen Spinalkanalverengung bekannt sind, genauso wie Zahlen der angeborenen Form der Spinalkanalstenose, kann die Zahl der Betroffenen, die im Alter an einer Verengung des Wirbelkanals erkranken, bisher lediglich geschätzt werden. Sicher ist allerdings, dass die Zahl steig steigen wird, weil die Bevölkerung zunehmend älter wird.


Symptome & Anzeichen

Die Symptome der Spinalkanalverengung zeigen sich sehr vielfältig. Daher ist die Diagnose nicht einfach. Bei der erworbenen Form haben Sie Beschwerden, die erst im hohen Lebensalter auftreten können.

Das sind zum Beispiel Rückenschmerzen und Gehstörungen. Die gebeugte Körperhaltung nach vorne ist typisch für eine Spinalkanalverengung des Patienten. Weil bei dieser Körperhaltung sich die Wirbelsäule auseinander streckt, ist für den Spinalkanal mehr Platz. Deshalb haben Patienten mit Spinalkanalstenose häufig keine Beschwerden beim Fahrradfahren.

Bei der Wirbelkanalverengung im Lendenwirbelsäulenbereich (LWS) haben Sie häufig belastungsabhängige Beschwerden sowie Schmerzen in Rücken und den Beinen über eine längere Zeit. Bei der lumbalen Spinalkanalstenose sind das die folgenden Beschwerden:

  • Schmerzen beim Gehen oder Stehen, kurze schmerzfreie Gehstrecke
  • Rückenschmerzen und Ausstrahlung oft nur in einem Bein
  • Beschwerden lindern sich beim Setzen oder Beugen (Schonhaltung)
  • Muskelverspannungen zum unteren Rückenbereich hin
  • Gefühlsstörungen, Missempfindungen wie Ameisenhaufen, Kältegefühl sowie Schwäche in den Beinen
  • fortgeschritten: Lähmung, Taubheitsgefühl, Sexualfunktion gestört, Inkontinenz

Eine Spinalstenose in der Halswirbelsäule (HWS) zeigt sich unterschiedlich. Die Beschwerden bei zervikaler Spinalkanalstenose:

  • Schmerzen im Nacken sowie Armen
  • Gangunsicherheiten und Stolpern über eigene Füße
  • Feinmotorik der Hände gestört
  • Sensibilität und Tiefensensibilität gestört
  • Zunahme des Muskeltonus von Armen und Beinen
  • Symptome einer Querschnittlähmung im Endstadium

In der Regel schreitet eine spinale Stenose auch selbst ohne Behandlung lediglich langsam voran. Es kommt nur selten zu einem Verschluss des Spinalkanals. Je Ursache der Spinalstenose verschlechtern sich Symptome oder bleiben gleich. Sie bessern sich mit der Zeit oder ändern sich ständig. Nur wenn der Druck weiter zunimmt auf Rückenmark sowie Blutgefäße sich durch einen Bandscheibenvorfall sowie eine Kapselschwellung bei Arthrose, kommt es plötzlich zu einer Verschlimmerung der Symptomatik.

Diagnose & Krankheitsverlauf

In der Regel ergibt sich der Verdacht auf eine Wirbelkanalstenose aus den Symptomen, den geschilderten Beschwerden. Die vom Patienten geäußerten Beschwerden lässt den Arzt häufig eine Spinalkanalstenose erahnen.

Erst wird er eine gründliche Befragung des Patienten (Anamnese) vornehmen. Im Anschluss untersucht er ihn körperlich. Je nach Verdachtsdiagnose leitet er weitere Untersuchungen ein wie Röntgen oder MRT.

Während der körperlichen Untersuchung kann der Arzt Schmerzen provozieren, wobei er den Rumpf vorsichtig nach hinten beugt (Lordosierung). Verringern sich die Schmerzen beim Nachvorneneigen mit Abstützen der Hände, gibt das dem Arzt weitere Hinweise für die Diagnose. Bei starken Schmerzen bleiben dem Arzt die bildgebenden Verfahren.

Eine körperliche sowie neuro-orthopädische Untersuchung bringt den Wirbelsäulenspezialisten schnell zur zervikalen Spinalkanalstenose. Das Ausmaß der Einengung sieht er mit einer Kernspintomographie (Nuclear Magnetic Resonance, NMR).

Diese bildet ohne Röntgenstrahlen detailgenau den Wirbelkanal mit dem Rückenmark ab und den Nervenwurzeln, die paarweise zu beiden Seiten austreten. Gibt es im Wirbelkanal einengende Strukturen an Bandscheibe, Knochen und Bändern, werden diese dargestellt.
Die lumbale Spinalkanalstenose wird in der Regel durch ein MRT (Magnetresonanztomographie = NMR)) gestellt. Bei Patienten mit Schrittmachern wird der Befund mit einem CT (computerized tomography mit Röntgenstrahlen) erhoben.

Bei speziellen Fragen, zum Beispiel bei Spinalkanalstenosen in verschiedenen Höhen, kann eine lumbale Punktion (in den Lendenwirbel) mit einem Kontrastmittel erforderlich sein. Anschließend noch einmal ein CT. Im anschließenden CT ist häufig die Symptomatik auf eine Höhe reduzierbar.

Auch ohne spezifische Therapie ist der Verlauf einer Spinalkanalstenose meist sehr langsam voran. Je Ursache der Wirbelkanalstenose ist der Krankheitsverlauf unterschiedlich. Die verursachten Schmerzen durch Druck auf Nervenbahnen können bleiben oder bei entsprechenden Bewegungen oder mit der Zeit abnehmen sowie wechseln.

Manchmal vermindern sich Stenose-Symptome mit dem Lebensalter, wenn die Wirbelsäule unbeweglicher wird. Die Nerven werden dann weniger gereizt, insgesamt treten weniger bewegungsabhängige Schmerzen auf.

Durch Verlagerungen nimmt eine Spinalkanalstenose manchmal allerdings einen akuten Verlauf: Verschiebt sich Bandscheibengewebe oder eine Kapsel schwillt bei Arthrose oder Flüssigkeit sammelt sich in der Nähe von der Nervenbahnen an, kommt es plötzliche zur Verschlimmerung der Symptome zum Beispiel auf einer Körperseite.

Häufigkeit & Diagnosedaten

Es sind keine verlässlichen Zahlen in Umlauf, man schätzt aber, dass etwa ein Prozent der Personen über sechzig unter Spinalkanalstenose leiden. Frauen sind dabei deutlich häufiger als Männer betroffen.

Wegen der hohen mechanischen Belastung wird die Spinalkanalstenose in der Lendenwirbelsäule (LWS, lumbale Spinalkanalstenose) häufig diagnostiziert, gefolgt von der Spinalkanalstenose in der Halswirbelsäule (HWS, zevikale Spinalstenose). Verengung in der Brustwirbelsäule ist dagegen viel seltener.

Neurochirurgische und orthopädische, unfall- sowie wirbelsäulenchirurgische Kliniken sehen sich bei der verändernden Altersstruktur der Bevölkerung zunehmend mit degenerativer Lendenwirbelsäulenveränderung in unterschiedlicher Ausprägung Natur konfrontiert. Die Therapie der symptomatischen lumbalen Spinalkanalstenose ist sicher eine große Herausforderung.

Wenig verlässlich evidenzbasierte Daten, die Diagnostik und Therapie betreffen, lassen keine valide Beurteilung der Therapiestrategien zu, besonders bei älteren Patienten über 65 Jahre.
Allerdings sind parallel zur demographischen Entwicklung selbst bei älteren Patienten feststellen, dass ein überproportionaler Anstieg operativer Eingriffe stattfindet.an der Lendenwirbelsäule.

Weil die Komplexität der Wirbelsäuleneingriffe so unterschiedlich ist, ist eine genaue Aufschlüsselung nicht möglich. Stationär behandelt wurden in 2005 mit der Diagnose einer lumbale spinalen Stenose 28.001 Patienten über 65 Jahre. In 2011 waren es bereits 55.793.

Die Krankheitshäufigkeit bei degenerativen LWS-Veränderungen im MRT steigt an mit zunehmendem Alter und bei über 60-jährigen Patienten liegt sie bei rund 100 Prozent. Nach radiologischen Kriterien haben 21 % der Patienten über 60 Jahre eine lumbalen Spinalkanalstenose.

Komplikationen bei der Krankheit

In einer Studie hatte man Komplikationsrate bei den dekomprimierenden Eingriffen von achtzehn Prozent. Einige Patienten hatte zusätzlich zu den Schmerzen Atembeschwerden, andere nicht. Schäden an Strukturen im Operationsgebiet kommen vor.

Manchmal bestehen diese bereits vor der Operation wegen der Verengung. Besonders Nerven- oder Rückenmarksschäden können schwerwiegende Konsequenzen haben wie Sensibilitätsstörungen, Lähmungserscheinungen sowie Ausfälle der Funktionen von Darm, Harnblase sowie Geschlechtsorgan.

Ist die Rückenmarkshülle beschädigt, kann über einen Verbindungskanal Flüssigkeit (Liquor) ausfließen, die normalerweise das zentrale Nervensystem schützt. Es kommt so zu starken Kopfschmerzen, manchmal zu weiteren Problemen. Nach der Operation kommt es zum Teil zu Narbenbildung und chronischen Schmerzen.

Es können Blutungen, Nachblutungen sowie Blutergüsse auftreten und Infektionen sind möglich. Die lebensbedrohliche Hirnhautentzündung ist nicht auszuschließen sowie allergische Reaktionen verschiedenen Schweregrades.

Epidural-zervikalen Injektionen sind Spritzen einer Kortisonlösung in den Spinalkanal der Halswirbelsäule (zervikaler Wirbelsäulenabschnitt). Die Injektionen können zu einer Infektion des Spinalkanals führen. Nur bei einem streng sterilen Arbeiten ist das zu vermeiden.

Es kann sein, dass die Injektionsnadel zu weit vorgeschoben wird bis in den Nervenwasserraum in der Wirbelsäule. Dann kann Nervenwasser austreten, was Kopfschmerzen nach sich zieht. Die Beschwerden bessern sich normalerweise von selbst.

Dann können Blutergüsse im Spinalkanal oder im Raum unterhalb der Rückenmarkhaut entstehen. Sie werden, falls erforderlich, operativ behandelt. Außerdem können Arterien verletzt werden, die im Rückenmark die Blutversorgung sicher stellen.

Extrem selten ist eine versehentliche Verletzung des Rückenmarks selbst mit der Punktionsnadel. Die Folgen sind Lähmungserscheinungen bis hin zum Tod.

Bei der periradikulären Infiltrationstherapie werden schmerzstillende sowie entzündungshemmende Medikamente in die Nähe einer Spinalnervenwurzel (periradikulär) eingespritzt. Dabei treten insgesamt nur selten schwere Komplikationen wie:

  • Entzündung und Bildung eines Eiterherdes im Rückenmarks
  • Verletzung von Blutgefäßen mit Blutung
  • Nervenverletzung

Dann wird es zur Therapie dieser Komplikationen erforderlich, eine erneute Operation durchzuführen

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Ein Arztbesuch muss nicht immer sein, weil oft nur eine ungünstige Körperhaltung oder mangelnde Bewegung die Ursachen für Rückenschmerzen sind. Allerdings sollten Sie bei anhaltenden und zunehmenden und atypischen Rückenschmerzen immer einen Arzt aufsuchen.

Gehen Sie zum Arzt, wenn Ihre Beine öfter mal wieder kribbeln.
Die Ungeschicklichkeit der Hände oder ein unsicheres Gangbild sowie eine schmerzhafte verkürzte Gehstrecke sind zu oft abgetan als natürliche Begleiterscheinungen beim Älterwerden beim Patienten wie bei den Angehörigen.

Allerdings sollten Sie die Symptome nicht auf die leichte Schulter nehmen, wenn die Symptome die Lebensqualität zunehmend beeinträchtigen, hören Sie nicht auf die beschwichtigenden Bemerkungen, sondern bestehen auf fachärztlicher Untersuchung. Ein MRT untermauert die Diagnose der Spinalkanalstenose.

Die derzeit bestehenden konservativen sowie operativen Behandlungsoptionen sind in der Mehrheit der Fälle wirksam. Alter und Risikofaktoren wegen der Narkose und Zahl der Segmente sind untergeordnet. Wichtig ist nur der prognostische Faktor, dass selbst übergewichtige Patienten profitieren von einer Erweiterung des Spinalkanales, nur nicht gleich viel wie Normalgewichtige.

Behandlungsmethoden & Therapie

Eine spinale Stenose ohne Beschwerden, muss nicht behandelt werden. Wenn beispielsweise bei einer Röntgen- sowie MRT-Untersuchung eine Wirbelkanalverengung entdeckt wird als Nebenbefund, ist das keinen Grund, eine Therapie zu starten.

Macht die Spinalstenose allerdings Beschwerden, hängt es ab vom klinischen Bild und dem Ausmaß der Einengung sowie dem Leiden des Betroffenen, eine Therapie zu beginnen. Die Behandlung kann aus konservativen Maßnahmen wie Physiotherapie, und/oder einer medikamentösen Therapie beispielhaft gegen die Schmerzen sowie aus einem operativen Eingriff bestehen.

Bei etwa 95 % der Spinalkanalstenose Patienten reicht bereits eine konservative Therapie. Nur etwa zwei Prozent brauchen aus medizinischer Sicht eine Operation.

Die konservative Spinalkanalstenose-Therapie orientiert sich an der Wirbelkanalverengung. Durch die Maßnahmen bessern sich nachhaltig die Beschwerden, besonders bei älteren Patienten:

  • die intensive physiotherapeutische Behandlung: Muskel entspannende Maßnahmen wie Fangopackungen und Moor- und Thermalbäder und wärmende Bestrahlungen und Elektrotherapie die Stärkung der Rückenmuskulatur wie Rückenschule
  • weitere Maßnahmen ohne Beleg durch wissenschaftliche Studien wie Krankengymnastik mit Entlastung sowie Stabilisierung der Lendenwirbelsäule
  • Ruhigstellung der Wirbelsäule mit einer entlastenden Stufenlagerung wie durch Aufhängung im Schlingentisch
  • Haltungsschulung wie Vermeidung eines Hohlkreuzes

Der Schwerpunkt der Behandlung legt bei Spinalkanalstenose auf der Physiotherapie wie Maßnahmen zur den Entspannungsübungen und der Stärkung der Rückenmuskulatur, doch ist es nötig, den Schmerzen mit Medikamenten Einhalt zu gebieten. Leider sind erst dann manche Patienten bereit für eine konservative Therapie. So wird die medikamentöse Schmerztherapie oft begleitend zu den konservativen Maßnahmen eingesetzt.

Je Stärke der Schmerzen sind Mittel wie Paracetamol, Ibuprofen sowie Diclofenac in oder ohne Kombination von Opioiden oder Cannabis. Dabei muss häufig die Magenschleimhaut zusätzlich geschützt werden.

Weitere bei der medikamentösen Therapie der Spinalkanalstenose, deren Wirksamkeit nicht wissenschaftlich nicht belegt ist:

  • niedrig dosierte Antidepressiva zur Unterstützung der Schmerzmittel
  • Muskel entspannende Mittel
  • eine kurzfristig hoch dosierte Kortisontherapie gegen Schwellungen im Spinalkanal
  • Injektion zur lokalen Betäubung sowie eines Kortisons bei starken Schmerzen

Grundsätzlich ist eine Operation zur Behandlung bei allen Patienten möglich, mit entsprechender Diagnose und entsprechenden Beschwerden, solange Alter und der Gesundheitszustand des Patienten das zulassen. War eine konservative Therapie über sechs Wochen erfolglos, kann eine Operation erwogen werden.

Bei bestimmten Situationen ist die Operation allerdings dringend notwendig:

  • der Patient geht weniger als fünf Meter schmerzfrei
  • die Schmerzen sind unerträglich
  • er hat bereits akute, schwere neurologische Defizite wie Lähmungserscheinungen oder Blasen- und Mastdarm-Störungen
  • es liegt eine Quetschung der tiefen Nervenfasern vor
  • eine rasche Operation verhindert eine weitere Schädigung der Nerven
  • bei eingeschränkter Mobilisation ist eine Operation sinnvoll
  • grundsätzlich beseitigt eine Operation die Wirbelkanalverengung und damit die Ursache der Schmerzen, verbessert oder rückbildet die Symptome, verhindert weitere Schädigungen

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Eine kräftige Rückenmuskulatur beugt gut Bandscheibenschäden und somit indirekt einer Spinalkanalstenose vor. Ansonsten lassen sich die Rückenschmerzen nur bedingt vorbeugen, weil man sie meist bemerkt, wenn man sie bereits hat.

Sie können aber im Alltag Kleinigkeiten integrieren, mit denen die Rückenmuskulatur weitgehend geschont wird. Achten darauf, dass Sie auf einem ergonomisch geformten Bürostuhl sitzen, der genügend Entlastung bietet.

Auch die Wahl des zur Körperform passenden Kopfkissens und eine hochwertige Matratze können zu einem gesunden Rücken beitragen. Eine kontinuierliche Fehlhaltung im Sitzen und Stehen und Liegen, führt in vielen Fällen zu Rückenbeschwerden. Wenn Sie Lasten tragen, achten Sie auf das Gewicht.

Eine schwere Kiste heben Sie mit einem möglichst geraden Rücken, ohne einen Buckel zu machen. Heben Sie nichts, was unangenehm schwer ist, transportieren Sie im Zweifelsfall lieber zweimal oder zu zweit. Haben Sie bereits länger Rückenbeschwerden, sollten Sie überhaupt keine schweren Lasten heben.

Beim Arbeiten an Ihrem Schreibtisch sitzen Sie aufrecht und nicht im Hohlkreuz. Sie verstellen Ihren Stuhl, dass jede falsche Haltung unbequem wirkt. Dann werden Sie automatisch daran erinnert, wieder eine gesunde Haltung einzunehmen. Gerade Frauen bekommen häufig Rückenschmerzen aufgrund von schweren Handtaschen mit mehreren Kilos.

Ist Ihr Schulterbereich langfristig einseitig belastet, haben Sie bereits nach wenigen Tagen die ersten Beschwerden im Schulter-, Nacken sowie im oberen Rückenbereich. Brauchen Sie das Gepäck bei sich, kaufen Sie einen Rucksack mit ergonomisch geformtem Rücken und breiten, gepolsterten Trägern.

So sorgen Sie für die optimale Verteilung des Gewichts und vermeiden, eine Seite zu stark zu belasten. Langfristig entwickeln sich dadurch Fehlhaltungen, die Sie kaum korrigieren können.

Viele Studien zeigen, wie Rückenschmerzen durch angemessenes körperliches Training sich hervorragend vorbeugen lassen. Eine starke Rückenmuskulatur leidet unter Beschwerden seltener und verarbeitet eine höhere Belastung besser als ein untrainierter Körper.

Weiter empfehlen Fachärzte, Überbelastungen durch Übergewicht zu vermeiden, weil Last und Körpergewicht Ihre Wirbelgelenke stärker ineinander schieben. Sie begünstigen Spinalkanalstenosen und drücken eher auf die Nerven.

Prognose zur Heilung

Die Prognose ist neben der operativen Expertise abhängig von den Vorerkrankungen des Patienten ab. Das Übergewicht oder rheumatologische Erkrankungen sowie das Alter spielen eine entscheidende Rolle. Die Erfolgsaussichten für eine Verminderung der Rückenschmerzen sowie eine Verlängerung der prä-operativen Zeit sind ganz gut und sind in der Literatur bis 90 % im ersten Jahr beschrieben.

Eine konservative Therapie hilft 95 Prozent der Patienten. Eine absolute OP-Indikation wie bei einer Gehstrecke unter fünf Metern sowie unerträgliche Schmerzen durch Symptome der tiefen Nervenfäden haben nur zwei Prozent der Patienten.

Eine Stenose kann fortschreiten, aber nach einigen Jahren gibt es meist keine Verschlechterung. Selten sind Neurologische Ausfälle durch die Einengung der Spinalnerven im Spinalkanal.

Wenn sich allerdings das Bandscheibengewebe verlagert (Protrusion, Prolaps), nimmt eine Spinalkanalstenose einen akuten Verlauf. Die Verlagerungen oder eine Kapselschwellung bei Arthrose oder Flüssigkeit bei den Nervenbahnen verschlimmert die Symptome, die sich dann auf einer Körperhälfte besonders ausbreiten.

Schmerzen, nein danke!

Der Rücken tut höllisch weh, das Gehen wird zur Tortur. Das muss nicht sein. Ob der Arzt zum Skalpell hängt einerseits ab, wie viel Raum die Nerven noch haben, andererseits wie der Patient reagiert auf die gezwickten Nerven.

Alle Menschen über 60 zeigen bei radiologischer Untersuchung erste Einengungen des Wirbelkanals. Aber nicht jeder leidet unter Schmerzen. Viele Senioren mit Wirbelkanalstenosen merken gar nichts davon.

Dazu zählen vor allem die sportlichen sind, die Nichtraucher, und die mit einem ordentlichen Muskelkorsett, die es vermeiden können, das Kreuz falsch zu belasten. Wichtig ist, den Rücken zu entlasten, ihn zu stützen und zu stärken: Damit lösen Sie das Enge-Problem außerhalb des Operationssaals.

Mit einer Rückenschule bekommt der Patient Lebensqualität zurück, er kann wieder schlafen und wird nicht bei der kleinsten Bewegung wach und kann wieder spazieren gehen. Die Rückenschule zeigt Patienten, morgens schmerzfrei aus dem Bett zu kommen, rückenschonend auf einem Stuhl zu drehen und Bauch- und Rückenmuskeln zu kräftigen mit Übungen.

So weiten Sie nicht wie ein Chirurg den Wirbelkanal. Die Muskeln bauen Sie aber auf und nehmen den Druck von der Wirbelsäule.

Alternative Behandlungsmethoden

Alternative Behandlungsmethoden können hilfreich sein wie basische Fußbäder am Abend sowie Einreibungen mit Dolo-cyl Öl. Oft vermindern sich die Rückenschmerzen auch durch Einreibung mit einem Johanniskraut-Arnikaölgemisch und anderen unterschiedlichen ätherischen Ölen.

Die Ruhepausen am Mittag sollten Sie im Liegen verbringen, statt wie bisher sitzend im Sessel.

Machen Sie entspannende Jin-Shin-Jyutsu-Fingerübungen, die besonders dem Energieausgleich dienen. Die Übungen sind einfach: Sie halten die Finger einer Hand der Reihe nach fest oder nach einem Schema mit Ihrer anderen Hand. Der gehaltene Finger in liegt dabei in der Handfläche Ihrer haltenden Hand, umschlossen von deren Fingern.

Das machen Sie je Finger fünf bis zehn Minuten. Sie stellen dabei häufig ein Pulsieren fest bei dem gerade gehaltenen Finger. Das klingt nach einer Weile ab. Die Fingerübungen machen Sie beim Fernsehen oder Spaziergang oder im Gespräch mit anderen, ohne dass es auffällt.

Eine Ohrakupunktur ist ebenfalls eine alternative Behandlung, die zu Behandlungsbeginn zweimal mit einer Blockadelösung erfolgt mit Hilfe vegetativer Punkte. Des Weiteren werden im Verlauf der Thalamus beiderseits, Jerome 1+2 und Epiphyse und Bourdiol (alles spezielle Akkuunkturpunkte) und außerdem immer wieder Wirbelsäulen- sowie weitere vegetative Punkte genadelt.

Die Therapie erfolgt über acht Wochen zweimal wöchentlich, anschließend einmal pro Woche. Im weiteren Vorgehen werden in zeitlichen Abständen Sanum-Präparate verabreicht wie Carenal. Das ist eine Mischung aus verschiedenen Vitaminen der B-Gruppe sowie Zink, Selen und Chrom.

Den Abschluss bilden die Schüssler Salze Nr. 1, 3, 4, 7, 8 (3x 15 Tabletten „heiß“ nach der Schrotschuss-Methode, das heißt, die Einnahme verschiedener Tabletten wird nicht auf dreimal am Tag begrenzt, sondern alle Tabletten kommen in eine Dose und man nimmt sie nacheinander alle, bis sie Dose leer ist.

Auf andere Schmerzmittel wie Procain wird dabei verzichtet.

Welche Hausmittel können helfen?

Bewegung ist alles, weil bei Schonung die Verschlimmerung der Beschwerdeschmerzen droht.
Kartoffelsaft ist ein bewährtes Hausmittel bei Rückenschmerzen ebenso wie für Gicht. Er wird auch gern mit Selleriesaft, Karottensaft sowie Rote-Beete Saft gemischt. Ein Glas morgens und mittags sowie abends lindert die Schmerzen.

Als einfaches Heilmittel hilft auch viel Wasser zu trinken. Das steigert die Durchblutung und wirkt abschwellend auf Einengungen der Nerven

Sellerietee kann im Allgemeinen zur Schmerzlinderung genutzt werden und ist gerade bei Schmerzen im Rücken sowie in den Beinen ein wirkungsvolles Hausmittel.

Holunder als Tee oder Saft entspannt die Muskeln des Rückens. Dadurch hilft Holunder zuverlässig bei Schmerzproblemen.

Roher Knoblauch fördert eine Durchblutung im ganzen Körper und verringert Schmerzen. Ein gutes Hausmittel können Sie aus Knoblauch und Milch herstellen: Zwei Knoblauchzehen klein hacken und in eine halbe Tasse Milch geben. Die Knoblauchmilch zweimal täglich trinken für mindestens eine Woche.

Vitamin B hilft Schmerzen zu lindern. Außer Vitamintabletten mit Vitamin B ist das Vitamin in Erbsen und Spinat, Leber und Rindfleisch, Salaten mit Brunnenkresse sowie Petersilie und grünem Blattgemüse sowie in frischem rohen Gemüse und Sauerkraut, Schweinefleisch und weißen Bohnen, Nüssen und Bananen, Vollkorngetreide und Brot, braunem Reis und Hülsenfrüchten enthalten.

Die Behandlung zu Hause führen Sie auch mit frischem Meerrettich als Hausmittel durch. Reiben Sie den Meerrettich und machen einen Umschlag auf die schmerzenden Stellen am Rücken sowie an den Beinen. Lassen Sie den Umschlag mindestens eine Stunde wirken. Das wirkt abschwellend und lindert Schmerzen.

Abwechselnd heiße sowie kalte Kompressen lindern Schmerzen oder duschen Sie abwechselnd mit warmem und kaltem Wasser. Auch ein einfaches und gutes Hausmittel.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Baldrianwurzel entspannt und hilft besonders, Nervenschmerzen zu lindern. Sie hilft vor allem gut bei Rückenschmerzen. Die Baldrianwurzel enthält ätherische Öle, die Muskeln entspannen und Verspannungen lindern sowie für einen ruhigen Schlaf sorgen.

Baldrian nimmt man als Tropfen auf Zucker oder trinkt ihn als Tee. Zubereitung wird Baldriantee mit einem Teelöffel getrockneter Baldrianwurzel mit heißem Wasser in eine Tasse geben und zehn Minuten ziehen lassen.

Es hat phenolische Glykoside und Salicin und hat deshalb entzündungshemmende sowie schmerzstillende Eigenschaften. Sie geben in ¼ Liter kaltes Wasser zwei Gramm Weidenrinde und kochen die Mischung langsam auf, lassen den Tee für fünf Minuten ziehen lassen. Sieben Sie den Tee und trinken eine Tasse alle acht Stunden.

Ätherische Öle

Neben der innerlichen Einnahme wird empfohlen, bei Arthrosen äußerliche Anwendungen der Heilpflanzen zu nutzen zur vermehrten Stoffwechselförderung im Gewebe, zur Entzündungshemmung und auch zur Schmerzlinderung. Der Einsatz erfolgt mittels Ölauszügen, Tinkturen oder Tees, mit denen Sie Wickel machen.

Johanniskrautöl ist durchblutungsfördernd sowie durchwärmend und damit muskelentspannend. Sie können es einreiben sowie als angewärmte Ölkompresse anwenden. Johanniskrautöl ist auch optimal als Trägeröl für andere ätherische Öle, zum Beispiel Rosmarin oder Lavendel oder Wacholder, um das Wirkungsspektrum zu erweitern.

Arnikatinktur ist ein Allheilmittel bei Gelenkbeschwerden. Äußerlich ist sie optimal bei rheumatischen und neuralgischen Schmerzen. Arnika hilft schon am Morgen bei Gelenksbeschwerden und dem typischen Zerschlagenheitsgefühl. Für Umschläge verdünnen Sie die Arnikatinktur immer zehnfach, weil es zu Hautirritationen kommen kann. Fertigpräparate gibt es auch als Salben erhältlich. Arnika geht nicht bei Korbblütlerallergien.

Wacholdertinktur ist vor allem durchblutungsfördernd sowie erwärmt und entschlackt Muskeln. Dadurch entlasten Sie die Gelenke. In der Apotheke gibt es Wacholder als Zusatz in Mischpräparaten. Machen Sie die Tinktur selbst: Sie füllen ein Glas halb mit Wacholderbeeren und übergießen es mit 40 % Alkohol. Drei Wochen Lagerung an einem warmen Ort reichen, dann: abfiltern und anwenden zum Einreiben.

Beinwell gibt es als Beinwellsalbe und ist in der Apotheke erhältlich. Sie hilft laut Studien vor allem bei schmerzhafter Arthrose im Kniegelenks, ist bei Problemen bei allen anderen Gelenken verwendbar.

Homöopathie & Globuli

In der Homöopathie kommen die Globuli zum Zuge. Sie werden in einer Verdünnung des Ausgangsstoffes mit Wasser oder Alkohol hergestellt, bis kaum noch Ausgangsstoff vorhanden ist.

Niedrigpotenzen gehen bis D12 und Hochpotenzen ab D30, die aber von Laien verwendet nicht werden sollten. D- und C-Potenzen haben die Größe 3: 110 bis 130 Kügelchen pro Gramm Zucker.

LM-Potenzen sind in der Größe 1 hergestellt, 500 Kügelchen pro Gramm Zucker. Sie haben daher Durchmesser von 0,5 bis 1,5 mm.

Für eine Schmerzlinderung in Gelenken wird Bergwohlverleih (Arnica montana) empfohlen mit einer Potenz von D2.

Schmerzen in Knochen, Gelenken, Sehnen und Muskeln sind mit Giftsumac (Toxicodendron quercifolium) D2 zu behandeln.

Bei Spnalkanalstenose kann Nux Vomica gegeben werden in einer D 30 Potenz mit zweimal täglich zehn Globuli solange bis eine erhebliche Besserung eintritt.

Die Schmerzen im Rücken lindert Arnica in der Potenz: D12 mit einer Sosierung von 5 Globuli, 3 mal täglich. Allerdings muss man auch daran Glauben an die Glaubuli.

Schüssler-Salze

Die Stiftung Warentest sagt, Schüßler-Salze seien pharmakologisch unwirksam und die Biochemie nach Schüßler sei zur Behandlung von Krankheiten nicht geeignet. Edzard Ernst ist Professor der Alternativen Medizin: Er sagt seit zehn Jahren, dass eine Kostenübernahme der deutschen Krankenkassen nichts daran ändere, dass die Behandlung nicht wirksam ist. Ebenso ist die Übernahme der Kosten durch gesetzliche Krankenkassen ein Verstoß gegen die WANZ-Kriterien, dem Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenkassen nach § 12 SGB V und damit rechtswidrig.

Nr. 1 Kalziumfluorid (Calcium fluoratum, Kochsalz) ist das Salz des Bindegewebes, der Gelenke und der Haut. Es ist wichtig für das Stütz- sowie Bindegewebe und verleiht dem Bindegewebe die Festigkeit.

Nr. 3 Eisenphosphat ist das Salz des Immunsystems. Das Eisenphosphat sorgt für eine gute Sauerstoffaufnahme im Körper. So sollen die ungemütlichen Seiten aus der kalten Jahreszeit ihren Schrecken verlieren. Damit haben Kälte, Regen und Nässe nichts mehr Ihrem Wohlbefinden an.

Nr. 4 Kaliumchlorid ist das Salz der Schleimhäute (Kalium chloratum). Es wirkt schützend und ausgleichend besonders in den Schleimhäuten.

Nr. 7 Magnesiumphosphat ist das Salz der Muskeln sowie Nerven (Magnesium phosphoricum). Es ist beteiligt an der Muskelaktivität und hat im Körper den besonderen Bezug zur Muskulatur, weil es Nervenimpulse und Energiezufuhr sowie die Geschmeidigkeit der Muskelfasern regelt. Es hilft auch bei Muskelkrämpfen.

Nr. 8 Natriumchlorid ist das Salz des Flüssigkeitshaushalts, das den Wasserhaushalt im Körper reguliert.

Diät & Ernährung

Neben dem Grundsatz, Übergewicht zu vermeiden, gibt es ein paar Dinge auf jeden Fall zu bedenken. Die Trinkmenge auf 1,5 Liter erhöhen. Viel Wasser trinken erhöht die Durchblutung und Einengungen der Nerven schwellen ab.

Erhöhen Sie in Ihrem Essen den Anteil an rohem oder gedünstetem Gemüse und an Obst. Versuchen Sie es mit fettarmen Beilagen und verringern den Anteil an rotem Fleisch, Käse und Wurstwaren. Verzichten Sie ganz auf Fleisch von Masttieren wie Schweinefleisch und Geflügel sowie auf Kuhmilch und die damit hergestellten Produkte.

Zucker und Weißmehle meiden Sie bitte und bevorzugen Vollkornprodukte, vor allem, wenn Sie bereits Diabetes haben. Die gesunde Ernährung hilft einerseits, das Normalgewicht zu halten, andererseits sorgt sie für eine Versorgung der Gelenkknorpel mit wichtigen Nährstoffen. Das sind besonders Vitamin D, Vitamin K sowie Calcium, die zur guten Knochen- sowie Knorpelgesundheit beitragen.

Die körperliche Belastung durch Sport stärkt die Rückenmuskulatur und regt den Knochenstoffwechsel an. Ein Leben lang Sport macht stabilere Knochen haben. Dabei hilft ausreichende Zufuhr beim Knochenstoffwechsel mit wichtigen Substanzen wie Kalzium, Fluor und Vitamin D. Die Sonne wandelt zudem in der Haut inaktives Vitamin D in eine für den Knochen verwertbare Form um. Gehen Sie jeden Tag eine halbe Stunde bei jedem Wetter spazieren.

FAQ – Fragen & Antworten

Die Spinalkanalstenose tritt in der Regel im fortgeschrittenen Lebensalter auf. Bis in welchem Alter kann sie noch operativ behandelt werden?
Die Operationstechniken zur Behandlung einer Spinalkanalstenose sind mittlerweile sehr schonend und führen nicht zu nennenswertem Blutverlust. Dadurch ist bei gutem altersentsprechendem Zustand ein Eingriff möglich bis hohe Alter.

Laut Statistik wurde bereits an lumbaler Spinalkanalstenose ein Patient mit 96 Jahren operiert. Ein Drittel der Patienten sind älter als 75 Jahre.

Besteht nach einer Operation der Spinalkanalstenose die Komplikation einer Querschnittlähmung (Rollstuhl)?
In der Klinik hat sich erfahrungsgemäß gezeigt, dass die Häufigkeit von Komplikationen umgekehrt proportional zum Schweregrad ist. Möglich sind: die Infektion der Wunde, eine Nachblutung oder eine vorübergehende, unvollständige Schwäche sowie Taubheitsgefühl in einem Arme oder Beine sowie im Querschnitt.

Kommt sich die Spinalkanalstenose nach einer Operation wieder?
Normalerweise nicht, aber es können benachbarte Segmente, die bei der OP nur wenig eingeengt waren, später enger werden und eine Operation erforderlich machen.

Wenn Bandscheiben der Halswirbelsäule mit festen Implantaten ersetzt werden, kann es zur Versteifung führen?
Die Spinalkanalstenose der Halswirbelsäule tritt überwiegend im fünften Lebensjahrzehnt auf. So besteht bereits zu dem Zeitpunkt eine teilweise Einschränkung ihrer Beweglichkeit. Der Ersatz von zwei Bandscheiben durch ein Implantat hat normal keine nennenswerte Auswirkung auf die Beweglichkeit.

Weitere Fusionsoperationen können zur geringfügigen Einschränkung bei Kopfbewegungen nach vorne. Drehbewegungen nach links oder rechts und die Kippbewegungen bleiben unbeeinträchtigt.

Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns:

Bitte bewerten Sie den Artikel

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (93 Stimmen, Durchschnitt: 4,48 von 5)
Loading...
Top