Mandeln

Mandeln – Die erste Station im Körper

Mandeln im menschlichen Körper werden auch Tonsillen genannt. Entgegen der langläufigen Meinung des Volksmundes hat der menschliche Körper durchaus mehr Mandeln aufzuweisen, als die im Gaumen- oder auch Rachenbereich. Tonsillen verfolgen eine ganzheitliche Schutz- und Warnfunktion im Körper und sind für den Aufbau des sogenannten Immungedächtnisses verantwortlich.

Die Konfrontation mit Viren und Bakterien kann insbesondere in der kalten Jahreszeit zu Halsinfekten und eitrigen Entzündungen führen, die bei häufigem Auftreten neben der Antibiotikavergabe auch durchaus mit einer chirurgischen Entfernung behandelt werden können und ggf. auch müssen.

Was sind Mandeln?

Wenn hinlänglich von Mandeln gesprochen wird, so meint man im medizinischen Bereich die Tonsillen. Die Tonsillen sind ein fundamentaler Teil der menschlich körpereigenen Immunabwehr. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einem Wächter. Dieser Wächter überwacht sozusagen alles, was der Mensch einatmet oder auch an Nahrung zu sich nimmt. Der Volksmund versteht unter dem Begriff der Mandeln meist die Mandeln im Rachen. Es gibt jedoch tatsächlich wesentlich mehr Mandeln im menschlichen Körper.

Arten von Mandeln im menschlichen Körper:

  • Die Gaumenmandel (Tonsilla palatina)
  • Die Zungenmandel (Tonsilla lingualis)
  • Die Rachenmandel (Tonsilla pharyngealis) – bei Kindern umgangsspr. „Polypen“
  • Die Tubenmandel oder „Seitenstrang“ (Tonsilla tubaria)

Die Gaumen- und Tubenmandeln liegen im Körper paarig vor. Die Zungen- oder auch Rachenmandeln sind unpaarig vorhanden.
Die Tonsillen zählen rein medizinisch zu den sogenannten mukosa-assoziierten lymphatischen Geweben. Krypten sind auf der Oberfläche der Mandeln im Regelfall zu finden. Diese dienen zur Vergrößerung der Oberflächen. Bei einem ausgewachsenen Menschen erreicht die Gaumenmandel beispielsweise eine Fläche von 300 Quadratzentimetern.

Die Summe aller im menschlichen Körper befindlichen Mandeln sind Teil des Waldeyer´schen Rachenrings. Hierbei handelt es sich um ein System aus Lymphgewebe, deren Hauptaufgabe ist die Immunabwehr.

Funktionen und Aufgaben

Tonsillen haben eine fundamentale Bedeutung für das menschliche Immunsystem. Denn sie sind eine Art Wächter im Kopfbereich des Menschen. Sie überwachen aufgrund ihrer natürlichen Lage und Anordnung die Zugänge in den Körper im Kopfbereich. Die Tonsillen unterstützen in diesem Bereich die Immunabwehr und analysieren Bakterie und auch Viren, die gerade im Begriff sind in den Körper ggf. einzudringen. Diese Wächterfunktion ist eine Art immunabwehrspezifisches Frühwarnsystem. Aufgrund der eigentlichen Tätigkeit der Tonsillen werden die körpereigenen Abwehrkräfte des Menschen aktiviert, insbesondere beim Eindringen für den Körper schädliche Strukturen. Der Kontrollweg sieht hierbei wie folgt aus.

Die Rachenmandeln im Rachendach kontrollieren die nasalen Atemwege. Sämtliche Nahrungsmittel müssen durch die Zungen- sowie Gaumenmandeln. Die Gesamtheit der Tonsillen bildet nun wie bereits erwähnt einen entscheidenden Teil des Abwehrsystems im menschlichen Körper, dass alle Arten von Viren aber auch Bakterien bekämpfen. Zu diesem ganzheitlichen und komplexen System gehören, die im ganzen Körper verstreuten Lymphknoten, das Knochenmark, der Thymus sowie die Milz. In einigen Bereichen der Tonsillen können Viren aber auch Bakterien hängen bleiben. Sollten diese hängengebliebenen Bakterien oder Viren im Körper bereits bekannt sein, so können sie bereits bekämpft werden. Sollten sie dort noch nicht körpereigen bekannt sein, so gelangen sie in den Körper und werden vom restlichen Immunsystem bekämpft und abgewehrt.

Grundlegende Funktionen der Tonsillen:

  • Schutzvorrichtung des menschlichen Körpers
  • Bildung eines Bakterien- und Virengedächtnisses
  • Aktivierung des Körpereigenen Abwehrsystems
  • Wächter- und Erkennungsfunktion

Anatomie und Aufbau

Im Allgemeinen spricht man, wenn man von Mandeln spricht, von den sogenannten Gaumenmandeln, Tonsilla Palatina. Diese Mandel sind bei den Gaumenbögen zu finden. Wie bereits erwähnt gibt es jedoch noch 3 weitere Arten, die Rachenmandel (Tonsilla pharyngea), die Zungenmandel (Tonsilla lingualis) sowie die paarigen Tubenmandeln (Tonsilla tubaria).

In Summe werden alle Tonsillen als Waldeyer’scher Rachenring bezeichnet. Mit dem Waldeyer’scher Rachenring wird das körpereigene Immunsystem gemeint. Zu diesem körpereigenen Immunsystem gehören noch folgende weitere Bestandteile:

  • Lymphknoten
  • Milz
  • Knochenmark
  • Thymus und
  • Blinddarm

Charakteristisch für die Tonsillen ist, dass deren Größe im Rahmen der Pubertät eines Menschen das größte Volumen erreicht. Im Verlauf des Erwachsenenalters lässt die Größe jedoch nach. Bei den Tonsillen handelt es sich um Bindegewebe Ansammlungen von Lymphknötchen, die stark abgegrenzt sind und sich direkt unter der sogenannten Epithel der Schleimhaut befindet. Die Tonsille ist in der Lage sich zu vergrößern in dem sie einen Schleimhautwulst hervorwölbt. Diesen Vorgang nennt man Beetmandel. Tonsillen ohne Reliefbildung werden hingegen als Plattenmandeln bezeichnet. Meistens ordnen sich die lymphoretikulären Gewebe um Krypten bzw. Grübchen an. Hierdurch weisen die Mandeln eine durchaus als zerklüftet zu bezeichnende Oberfläche auf. Es ist häufiger darüber hinaus der Fall das Mandeln mit Spüldrüsen unterlagert sind.

Halsschmerzen

Da die Tonsillen aufgrund ihrer Lage die erste Anlaufstelle und der erste Interaktionspunkt mit Viren und Bakterien im menschlichen Körper sind, kommt es bei jedem Menschen gelegentlich vor, dass Halsschmerzen entstehen. Halsschmerzen werden im Regelfall durch eine Infektion der oberen Atemwege hervorgerufen. Hierzu zählen beispielsweis Erkältungen. Viren oder auch Bakterie treten durch die oberen Atemwege im Mund bzw. der Nase ein und verhaften sich auf der Schleimhaut im Rachen und im Hals. Hier bestehen hinlänglich gute Umweltbedingungen damit sich die Viren und auch Bakterien populieren und einnisten können. Die Umgebung ist warm und feucht und das Areal wird bestens mit Nährstoffen aller Art versorgt. Zumeist ist es dann noch so, dass der Patient die Schmerzen nicht klar zuordnen kann, da sich neben der normalen Rachenentzündung meist schnell zusätzlich die Mandeln auch in einem entzündeten Zustand befinden. Grundsätzlich gilt hier eine Faustregel, sollten sich eitrige Entzündungen im Hals-, Mandel- und Rachenraum entwickeln, sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden, da hier eine Vergabe eines Antibiotikums unausweichlich wird. Sollten jedoch keine eitrigen Verfärbungen bestehen, kann man bester Hoffnung sein, dass die Entzündung nach ca. einer Woche wieder von allein verschwindet. Halsschmerzen können aufgrund der Anfälligkeit insbesondere der Rachen- und Gaumenmandeln immer wiederkehren. Wenn hier eine zu häufige Vergabe von antibiotischen Medikamenten durch den Arzt erfolgen muss, dann ist es in der Regel ratsam diesen Mandelbereich zu entfernen. Die Diagnostik hierbei sollte man aber dringend einem Fachmann überlassen. Die Entfernung ist durchaus auch nicht unbedingt ein leichter Eingriff, da durch die Lage die Keimbildung forciert wird und Entzündungsherde drohen können.

Krankheiten, Beschwerden & Störungen

Der Mund ist die Eingangstür zum Körperinneren. Lebensmittel, Luft, Allergene finden über den Mund Eintritt in uns. Es ist abhängig von der zeitlichen Saison gegen was gerade genau unser Immunsystem ankämpft. Im Winter sind es Viren und Bakterien, im Sommer sind es Pollenallergene. Das Immunsystem läuft quasi aufgrund der Wächterarbeit der Tonsillen auf aktivierten Hochtouren. Es gibt insbesondere bei den Tonsillen einige stereotypische Krankheiten. Eine von ihnen ist die klassische Entzündung der Mandeln, die als Tonsillitis bezeichnet wird. Aufgrund der physischen Lage der Tonsillen als Eingangstür des Respirationstraktes kommen sie mit einer Vielzahl an Keimen und auch Bakterien in Kontakt. Meistens werden diese unschädlich gemacht. Es gibt jedoch auch Ausnahmen. Bei diesen Ausnahmen führt der Kontakt der Tonsillen mit Bakterien und Viren zu einer humoralen und zellulären Immunantwort des Gewebes. Das Resultat sind sogenannte inflammatorische Prozesse, wie Fieber, Schmerzen, Schwellungen sowie Rötungen der Mandeln und auch eitriger Austritt aus den sogenannten Kryptenmündungen. Aufgrund des Aufbaus des Immungedächtnisses insbesondere in der Kindheit sind bei Kindern die Sekundärfollikel in den Mandeln sehr stark vergrößert. Denn sie sind quasi ständig in Alarmbereitschaft und kampfeswütig.

Für Kinder gilt eine weitere Besonderheit. Denn bei ihnen sind die Rachenmandeln häufig sehr stark vergrößert, das kann zu einer signifikanten Beeinträchtigung der gesamten Nasenatmung führen und im weiteren Verlauf das Hörvermögen negativ beeinflussen. So dass es sein kann, dass es bei Kindern aufgrund von Hörproblemen zu einem verzögerten Spracherwerb kommt.
Medizinisch wird die Tonsillenhyperplasie, in Abhängigkeit des Schweregrades entweder ganz oder nur teilweise entfernt. Sollte eine chronische Entzündung vorliegen, so ist eine Tonsillektomie anzuraten.

Des Weiteren ist es denkbar diesen Eingriff vorzunehmen, wenn folgende Sachverhalte vorliegen:

  • Prophylaxe von rezidivierenden bzw. persistierenden HNO-Infektionen
  • gestörtes kraniofaziales (Zahn-) Wachstum aufgrund chronischer Luftgewebsobstruktion
  • Artikulationsfehler,
  • Tagesmüdigkeit
  • Starke Schluckbeschwerden

Aufgrund von wissenschaftlichen Studien ist ersichtlich, dass eine chr. Tonsillitis mit einem Wert von 70% der Hauptgrund für eine Tonsillektomie ist.

Diagnosen, die ebenso für eine Tonsillektomie sprechen sind:

  • Tonsillenhyperplasie (10,9%)
  • Peritonsillarabszess (10,9%)
  • Sonstigen Ursachen (Tumore)

Der eigentliche Eingriff der Tonsillektomie findet unter Vollnarkose statt. Es ist nur ein relativ kleiner Eingriff und wird im Regelfall auch nur mit einem Zeitfenster von 20 Minuten eingeplant. Ein solcher Eingriff sollte nur durchgeführt werden, wenn mind. 1 Woche vor dem Eingriff kein Fieber und auch keine Erkältung vorgelegen hat.

Tonsillotomie:
Die Tonsillotomie wird im Regelfall im Alter von 3-6 Jahren durchgeführt. Hierbei werden dann die Mandeln komplett oder teilweise entfernt. Hierbei liegt meist eine Hyperplasie vor, die mit starken Atem- und Schluckbeschwerden einhergeht.

Tonsillektomie:
Die Tonsillektomie ist ein Verfahren bei der die Mandeln im Regelfall komplett entfernt werden. Darüber hinaus wird die Nase verödet.

Es gibt bei diesem Verfahren unterschiedliche Durchführungsmöglichkeiten:

  1. Chirurgisches Schabinstrument, Raspartorium
  2. Harmonic-Skalpell-Methode: Gewebsentfernung via Ultraschall mit darauffolgender Verödung
  3. Bipolare Radiofrequenzdissektion: Die Tonsille wird durch ein hochfokussiertes Plasmafeld einfach herausgetrennt und das Gewebe anschließend verödet
  4. Kohlendioxid-/Dioden-Laser: Mandelgewebszerstörung via Laserenergie

Bei diesen chirurgischen Eingriffen kann es zwangsläufig zu Komplikationen kommen. Aufgrund der Nachbarschaft zu diversen Gefäßen des Gehirns ist eine sogenannte Ruptur der entsprechenden Gefäße ein gefürchtetes Szenario. Die häufigsten Komplikationen ergeben sich jedoch aus der Wundheilung, da die offenen Stellen ja nach wie vor starken Reizen ausgesetzt sind, aufgrund des Schluckaktes. Die Heilungszeit dauert aufgrund dessen recht lang.

Folgende Grundsätze gelten für die Entfernung bzw. dem operativen Eingriff:

  1. Die Rachenmandel gehört zu den lymphatischen Organen und sollte aufgrund dessen nicht unüberlegt entfernt werden
  2. Die klassische Therapie via Medikamenten erfolgt über einen 7 tägigen Zeitraum mit Hilfe von Penicillin
  3. Zu den Haupteingriffen im Rahmen einer TE zählt aktuell die Hyperplasie mit Luftgewebsobstruktion
  4. Zu der Haupteingriffen m Rahmen einer TT zählt aktuell eine Hyperplasie der Mandel
  5. Als größtes Risiko der TE gilt eine Nachblutung nach der OP

Pharyngitis

Man versteht unter einer Pharyngitis eine Rachenschleimhautentzündung. Sie äußert sich symptomatisch durch Fieber und Halsschmerzen. Patienten erörtern in diesem Zusammenhang häufig, dass sie das Gefühl eines grippalen Infekts haben. Bei diesem Krankheitsbild kommt es besonders häufig zu Kombinationskrankheiten, wie eine Entzündung der Mandel. Das Krankheitsbild nennt man dann Tonsillo-Pharyngitis. An einer Tonsillo-Pharyngitis erkranken Kinder tendenziell häufiger als Erwachsene.
Die Ursache für eine Pharyngitis sind häufig Viren und auch Bakterien, insbesondere in Erkältungszeiten.

Zu den Erregern gehören häufig:

  • Adenoviren
  • Rhinoviren
  • Coronaviren

Bei einer Pharyngitis kann man meist von einer Streptokokkeninfektion ausgehen. Der Erkrankungsverlauf ist hierbei einfach und simpel. Die Schleimhäute sind im Regelfall aufgrund der trockenen Heizungsluft ausgetrocknet und gereizt. Das führt bereits alleine schon zu einer nur noch abgeschwächten Abwehrfunktion.

Sollte man sich eine Pharyngitis zugezogen haben ist es unbedingt notwendig sich zu einem Arzt zu bewegen. Der Arzt wird im Folgenden einen Abstrich vornehmen und in Erfahrung bringen, welche Erreger sich der Patient ganz genau zugezogen hat. Stereotypisch ist es so, dass diese Erkrankung bereits nach 1 Woche wieder abklingt, Das setzt jedoch voraus, dass sich der Patient schont, ggf. genügend Flüssigkeit zu sich nimmt und regelmäßig das ihm verschrieben Antibiotikum einnimmt.

Das Mundbodenkarzinom

Bei einem Mundbodenkarzinom handelt es sich um eine ernsthafte und bösartige Erkrankung die sich im Plattenepithel des sogenannten Zungengrundes bildet und im weiteren Verlauf die Mundschleimhautzellen anfällt. Die Ausprägungen und der Schweregrad hängen vom fortgeschrittenen Wachstum des Karzinoms ab. Diese Erkrankung ist 3-mal häufiger bei Männern zu finden, als bei Frauen.
Ein Mundbodenkarzinom zu diagnostizieren ist sehr schwer, da diese Tumorart zumindest zu Beginn noch keine Schmerzen verursacht. Es können lediglich Alternativindikatoren, wie Mundgeruch oder Sprachstörungen auf ein solches Karzinom hindeuten. Um ein Mundbodenkarzinom abzuklären eignet sich eine Computertomographie oder auch Kernspintomographie. Sollte ein Stadium ab T3 vorliegen, so muss man ggf. auch von bereits existierenden Metastasen ausgehen, so dass hier weitere Untersuchungen in die Wege geleitet werden müssen.

Die Therapie eines Mundbodenkarzinoms lässt sich in 2 fundamentale Bestandteile untergliedern. Zum einen gibt es einen chirurgischen Behandlungsteil und zum anderen einen radiologischen Behandlungsteil. Im Regelfall wird eine umfängliche Resektion hierbei durchgeführt, so dass ein guter Zentimeter um das befallene Areal agiert wird. Sollte der Krebs des Mundbodenkarzinoms bereits weit fortgeschritten sein, so wird häufig eine partielle Entfernung des Unterkiefers initiiert. Die Lymphknotenentfernung im Halsareal wird so oder so bereits standardmäßig durchgeführt, da so einer weiteren Streuung des Krebses im Körper entgegengewirkt wird.

Typische & häufige Erkrankungen

 

  • Mandelentzündung (Angina tonsillaris)
  • Akute Mandelentzündung
  • Eitrige Mandelentzündung
  • Chronische Mandelentzündung
  • Tonsillensteine

Fragen und Antworten

 

Wie kann ich mich vor Mandelentzündungen schützen?

Eine Mandelentzündung ist immer eine unangenehme Situation. Prinzipiell ist es so, dass die Tonsillen die Wächter zum Körpereingang im Mund eines jeden Menschen sind. Nun werden jedoch insbesondere in der kalten Jahreszeit durch viel Heizungsluft und trockene Kälte die Schleimhäute ausgetrocknet und stark beansprucht. An diesen Stellen werden die Schleimhäute auf den Tonsillen im Regelfall stark anfällig für die Aufnahme von Viren und Bakterien. Im Folgenden wartet der Patient nun meist mit Fieber und Entzündungen an den Mandeln auf. Auch in der kalten Jahreszeit kann man mit ausreichender Flüssigkeit, einem ausgewogenen Vitamin C Haushalt, warmer, angemessener Kleidung o. ä. sei Immunsystem schützen und Mandelentzündungen zumindest etwas vorbeugen.

Mein Kind hat Sprachstörungen, die auf die Tonsillen zurückgehen, wie kann ich mich verhalten?

Zu nächst ist es bei Kindern durchaus normal, dass die Tonsillen recht groß sind. Insbesondere in Kindertagen baut sich das Immungedächtnis der Mandeln aus und wird kontinuierlich erweitert. Die Mandeln sind in Angriffslaune und naturgem. größer als in späteren Lebensjahren. Diese arge Vergrößerung, kann jedoch solche Züge annehmen, dass es einen im Ohr befindlichen Rückstau gibt und Flüssigkeiten im Ohr nicht mehr richtig ablaufen können. Kinder haben hier häufig mit schlechtem Hören zu tun, dass durch die daraus resultierende mangelnde Fähigkeit zu hören schlicht resultiert. So kann es zu Sprachverzögerndem Verhalten beim Kind kommen. Hier sollte dringend ein Spezialist aufgesucht werden, der im Zweifel einen operativen Eingriff initiiert.

Welche Eingriffsmöglichkeiten gibt es in der Chirurgie?

Mandelentzündungen oder auch das existieren von Karzinomen oder anderen Veränderungen im Bereich der Tonsillen kann einen chirurgischen Eingriff notwendig machen.

Man unterscheidet in der Praxis hierbei folgende Eingriffsmöglichkeiten

  1. Chirurgisches Schabinstrument
  2. Harmonic-Skalpell-Methode
  3. Bipolare Radiofrequenzdissektion
  4. Kohlendioxid-/Dioden-Laser

Welche Eingriffsmöglichkeiten der HNO Spezialist, resp. Chirurg anwendet hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Zum einen spielt die tatsächliche Erkrankung eine Rolle sowie deren Krankheitsverlauf. Patienten sollten sich bei Meinungszweifeln ruhig eine 2. Ärztliche Meinung einholen.

Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns:

Bitte bewerten Sie den Artikel

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (86 Stimmen, Durchschnitt: 4,95 von 5)
Loading...
Top