Zu dick oder zu dünn? Das ist die Frage

Jeden Tag stehe ich vor dem Spiegel. als könnte ich etwas Neues entdecken. Vielleicht doch eine Stelle, an der ich abgenommen habe, oder schlimmstenfalls eine, wo ich wieder zugenommen habe. Mein Blick ist immer von der Hoffnung getragen, dass mir gefällt, was ich da sehe.

Aber warum nur sind wir Frauen so kritisch mit unserem Körper?

Natürlich sind wir geprägt vom Idealbild der Frau, die uns tagtäglich in irgendwelchen Medien anlacht. Und natürlich sehen diese Frauen auch meistens gut aus. Aber wir alle wissen trotzdem, dass an den Bildern viel manipuliert und beschönigt wurde. Wir wissen auch, dass eine ungeschminkte Madonna genauso uninteressant aussieht, wie der Großteil der Bevölkerung auch.

Wenn mein Freund mir sagt, ich wäre perfekt so wie ich bin, dann kann ich es kaum glauben. Sieht er denn die ganzen Dellen nicht? Und die lästigen Fettpolster? Die Ringe, die sich über dem Hosenbund bilden? Doch. Er sieht sie. Aber es ist ihm egal. Und wenn ich zu dünn wäre und meine Knochen zu sehen wären, auch das wäre ihm egal. Und das absolut glaubhaft.

Seine Einstellung rührt mich und zeigt mir jedes Mal, worauf es eigentlich ankommt: dass man das, was im Körper steckt, liebt.

Und wenn man das tut, dann wird die Hülle einfach unwichtiger. Nur wenn mein körperlicher Zustand ungesund werden würde, dann würde er mich darauf aufmerksam machen. Ich denke, solange wir gesund sind und keine körperlichen Beeinträchtigungen haben, liegt es an uns selbst, unseren Körper zu akzeptieren.

Ob zu viele Kilos oder zu wenige, wir sollten jedes davon lieben. Es gibt kein Idealgewicht. Ideal ist für jede das Gewicht, mit dem sie sich wohlfühlt. Und das Wohlfühlen und Akzeptieren von kleinen oder großen Schwachstellen, das müssen wir Frauen wohl manchmal erst lernen. Da können wir uns von so manchem Mann eine Scheibe abschneiden!

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