Labortests im Griff

Bedeutung von Labortests

Für viele Patienten aber auch Ärzte sind Laboruntersuchungen eine „unsichtbare“ Seite der Medizin. Tatsächlich werden mehr als 70% der klinischen Diagnosen maßgeblich durch Laboruntersuchungen und durch den Nachweises von Infektionserregern gestellt.

Labortests spielen darüber hinaus eine wesentliche Rolle in der Therapieüberwachung, der Kontrolle der Dosierung von Medikamenten, sowie der Risikoabschätzung z.B. für Herzinfarkte, maligne (bösartige) Tumoren.

Auch im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen sind können können Labortests bei der Vorbeugung von Erkrankungen eingesetzt werden, So weisen beispielsweise erhöhte ldl-Cholesterinwerte auf das Risiko der Entwicklung von Herz– Kreislauferkrankungen bereits Jahre vor dem Auftreten von Symptomen hin.

Qualitätssicherung von Labortests Laboruntersuchungen sind nicht nur für die Diagnose von Erkrankungen von Bedeutung, sondern auch für die Therapiekontrolle, die Risikoabschätzung und für die Prophylaxe.

Daher unterliegen Laboruntersuchungen einem geregelten Qualitätskontrollsystem, das Zuverlässigkeit, Richtigkeit und Genauigkeit der Laboruntersuchungen ständig überprüft. Die Zuverlässigkeit von Labortests wird durch Qualitätsstandards und Kontrollen durch das Labor gewährleistet.

Jedes Labor führt regelmäßig individuell sowie im Rahmen von allgemeinen übergeordneten Prozessen Qualitätssicherungen durch. So werden beispielsweise für jeden Labortest täglich in der Regel sogar mehrfach täglich Kontrollen mitgemessen.

Für die Qualität von Laboruntersuchungen wird in Deutschland, wie auch in anderen Ländern Europas die Akkreditierung als Gütesiegel für die korrekte Durchführung und Einhaltung der Qualitätssicherung vergeben. Die kontinuierlich gleichbleibenden Qualitätsstandards werden durch regelmäßige Re-Akkreditierungen mit erneuter Prüfung aller Prozesse im Labor sichergestellt.

Für einige Labortests in Deutschland sind Richtlinien zur Qualitätskontrolle von der Bundesärztekammer (RiliBÄK) erstellt worden, die sich auf Referenzverfahren beziehen und genau definieren, welche Abweichungen ein Messwert haben darf.

Für diese Labortests sind mindestens 4 externe Ringversuche im Jahr vorgeschrieben, bei denen unbekanntes Testmaterial an alle medizinischen Laboratorien in Deutschland versendet wird, die Ihre Laborwertbestimmungen an das Referenzinstitut zur Qualitätsprüfung und Kontrolle zurücksenden müssen.

Sowohl die vorgeschriebenen als auch die freiwilligen zusätzlichen Ringversuche zur Qualitätssicherung werden durch professionelle Organisationen, die teilweise von den wissenschaftlichen Fachgesellschaften organisiert werden, durchgeführt.

Diese Informationen finden Sie zu jedem auf Krank.de aufgeführten Labortest in der primär an Ärzte gerichteten Kategorie „Hinweise und Störungen“

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