Welche Gefahr geht von Handystrahlung aus?

Über Höchstwerte und gesundheitliche Bedenken in puncto Handy. Kaum ist die beste Prepaid Karte gefunden, schon kann es mit dem Telefonieren losgehen. Doch schon machen sich wieder Sorgen breit: Nach wie vor ist nicht erwiesen, dass Handystrahlen für den menschlichen Organismus ungefährlich sind. Doch welche Gefahren können von einem Prepaid Handy eigentlich ausgehen?

SAR-Wert

Für jedes Mobiltelefon wird in den technischen Details der „SAR-Wert“ angegeben. SAR steht als Abkürzung für Spezifische Absorptionsrate und ist eine Einheit, welche die Aufnahme von elektromagnetischen Feldern im Gewebe anhand der Wärmeentwicklung misst. Je niedriger dieser Wert ausfällt, desto besser ist dies für den Nutzer des Mobiltelefon.

Umso weniger erwärmt sich nämlich jene Körperregion, an er das Telefon trägt.

Der Wert kann stark variieren und liegt laut Bundesamt für Strahlenschutz bei aktuellen Handys und Smartphones zwischen 0,1 W/kg und 1,99 W/kg. Wenn ein Mobiltelefon mit dem Gütesiegel „Blauer Engel“ ausgezeichnet ist, darf dieser Wert höchstens 0,6 W/kg betragen. Die EU schreibt einen Grenzwert von maximal 2 W/kg vor.

Gesundheitliche Schädigung?

Wenn man ein Handy am Körper trägt beispielsweise in der Hosentasche oder auch am Ohr während eines Telefonats erwärmt sich an der Berührungsstelle nachweislich das Gewebe, was durch die Handystrahlung verursacht wird. Allerdings sind sich die Forscher nach wie vor nicht darüber einig, ob dadurch tatsächlich Schäden für die Gesundheit entstehen können.

Während Kritiker von Schädigungen für den menschlichen Körper bis hin zu einer deutlichen Erhöhung eines Krebsrisikos Sprechen, weisen andere Wissenschaftler diese Erhebungen als zu unsystematisch oder methodisch unzureichend ab. Das Bundesamt für Strahlenschutz hat einige der größten Studien zu gesundheitlichen Wirkungen von elektromagnetischen Felderngegenübergestellt und die Resultate kritisch beurteilt.

Vorsicht statt Nachsicht

Trotzdem verunsichert? Wer vermeintlich schädigenden Handystrahlen entgegen wirken will, kann im Alltag bereits einfach vorbeugen. Diese Strahlen nehmen sehr schnell ab. Deshalb kann bereits eine geringe Entfernung vom Körper einen großen Unterschied machen.

Statt das Handy in der Hosen- oder Brusttasche mit sich herumzutragen, sollte man es besser in eine Handtasche oder einen Rucksack packen. Abends das Mobiltelefon nicht direkt neben sein Bett legen, sondern auf Nachttisch oder ähnlichem aufbewahren. Eine Erwärmung am Ohr lässt sich durch die Nutzung eines Headsets problemlos umgehen.


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Redaktion: Iris, 29 Jahre alt
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