Wie kann ich mit einer Patenschaft helfen?

Menschen in den Entwicklungsländern Afrikas, Lateinamerikas und Südostasiens leben meist unter Bedingungen, die man sich in den Industrienationen zwar in Bildern vor das Auge rufen, aber in Realität nicht wirklich nachempfinden kann.

Dabei geht es nicht nur um hygienische Missstände, Krankheiten, fehlende Nahrung und fehlendes Wasser, sondern auch noch um eine fehlende Zukunftsperspektive. Es fehlt gänzlich eine Perspektive, die Misere des Alltags zu beenden oder zu lindern.

Sind Bildungseinrichtungen in den reicheren Nationen schon fast eine Selbstverständlichkeit, so fehlt es dort an Ausbildungsmöglichkeiten oder wenn vorhanden, am Geld für eine Ausbildung. Das wenige Geld, welches unter Umständen vorhanden ist, muss von den Familien erst einmal für die Deckung der Grundbedürfnisse, für ihr Überleben eingesetzt werden. Ausgaben für Bildung der Kinder übersteigen in den meisten Fällen das Budget der Familien und so beginnt ein Teufelskreis, der sich über folgende Generationen fortsetzen wird.

Die Chance, durch eine Ausbildung möglicherweise Arbeit zu erhalten und aus diesem Kreis auszubrechen, ist somit nicht gegeben.

Mit einer Patenschaft übernimmt man die finanzielle Fürsorgepflicht für eines dieser Kinder und entlastet so die Familien oder sogar ganze Dörfer. In der Regel erhält der Spender dann Informationen, wie der Fortschritt des Kindes aussieht. Die Transparenz einer solchen Spende ist daher größer, denn der Spender erfährt, wo genau das Geld landet und was damit passiert. Allerdings ist auch ein erhöhter bürokratischer Aufwand notwendig, diese Transparenz und Information auf Dauer zu gewährleisten.

Leider steht diese Art von Spenden manchmal auch unter öffentlicher Kritik, da eine Übervorteilung einzelner Kinder vorkommen kann und daher andere, neue Probleme befürchtet werden.

Es ist von Vorteil sich über die genaue Vorgehensweise der jeweiligen Organisation zu erkundigen und auf jeden Fall die Reputation zu prüfen. Es ist besonders darauf zu achten, wie um die Patenschaften geworben wird. Darstellungen der Kinder sollten nicht als Spendeneintriebsmittel missbraucht werden, auch eine Art Katalogauswahl ist abzulehnen. Sowohl die Öffentlichkeitsarbeit, als auch die Transparenz der erbrachten Unterstützung muss in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.

Gut angelegte Projekte sind dann vor allem eins: Nachhaltig. Verbunden mit der Deckung der Grundbedürfnisse nach Gesundheit, Wasser, Nahrung und Unterkunft ist Bildung oftmals der Schlüssel, langfristig eine Besserung zu schaffen.

Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns:

Bitte bewerten Sie diesen Artikel
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (89 Stimmen, Durchschnitt: 4,66 von 5)
Loading...

 Rechtliche Hinweise