Apotheker

Apotheker

In jeder größeren Stadt gibt es eine oder mehrere Apotheken, die die Menschen der Umgebung mit Medikamenten, Verbandstoffen und anderen Produkten zur Pflege der Gesundheit versorgen. Die Kunden kommen nicht nur hierher, um ein Rezept ihres Arztes einzulösen und sich die Einnahme der verschriebenen Medikamente erläutern zu lassen. Bei kleineren Beschwerden ist der Rat des Apothekers gefragt, welches frei verkäufliche Mittel helfen könnte. Die Kunden vertrauen dem Apotheker, der eine hohe Verantwortung für die Gesundheit seiner Kunden und Patienten trägt. Mit einem umfangreichen Studium hat er sich das notwendige Wissen angeeignet.

Die Ausbildung zum Apotheker ist in Deutschland durch die Bundes-Apothekerordnung und die Approbationsordnung für Apotheker geregelt. Jährlich beginnen etwa 12.000 junge Menschen ein Pharmaziestudium an einer der 22 in Frage kommenden deutschen Universitäten. Voraussetzung für das Studium ist das Abitur und ein starkes Interesse für die Naturwissenschaften. Um den Beruf später gut ausüben zu können, ist eine gute gesundheitliche Verfassung und eine ausgeprägte Fähigkeit zur Kommunikation erforderlich.

Das Pharmaziestudium umfasst 8 Semester. In den Vorlesungen werden die theoretischen Grundlagen in allgemeiner, anorganischer und organischer Chemie, Analytik, Biologie, Botanik und Lehre der Arzneimittelformen vermittelt. Die Kenntnisse werden in den Seminaren und in verschiedenen Praktika vertieft und angewendet. Der Student lernt dabei die Verwendung der pharmazeutischen und medizinischen Terminologie. Nach dem Grundstudium wird der 1. Abschnitt der Pharmazeutischen Prüfung abgelegt. Innerhalb dieses Studienabschnitts müssen die Studenten in der vorlesungsfreien Zeit ein achtwöchiges Praktikum, die Famulatur, absolvieren. Die Studenten lernen dabei die Organisation und die Abläufe in einer Apotheke kennen und können ihre erworbenen Kenntnisse unter der Anleitung eines erfahrenen Apothekers anwenden.

Im anschließenden Hauptstudium werden grundlegende medizinische Kenntnisse vermittelt. Das Wissen über die Anatomie des Menschen und mögliche Erkrankungen ist Voraussetzung, um die Wirkungen und Nebenwirkungen der Medikamente im menschlichen Organismus einschätzen zu können. Die Ausbildung in der Klinischen Pharmazie befähigt die angehenden Apotheker Labordaten zu interpretieren und die Besonderheiten bestimmter Patientengruppen wie z.B. Kinder zu berücksichtigen. Die Kenntnisse in den chemischen Fächern werden weiter vertieft und der Studienabschnitt wird mit dem 2. Abschnitt der pharmazeutischen Prüfung abgeschlossen.

Im Praktischen Jahr sollen die Studenten die theoretischen Kenntnisse anwenden und die Herstellung, die Prüfung und die Abgabe von Arzneimitteln in der Praxis erlernen. Sie üben die Information und die Beratung der Kunden bzw. Patienten unter Beachtung der spezifischen Gesetze und Verordnungen. Haben die Studenten die anschließende Prüfung bestanden, können sie die Approbation beantragen, die ihnen die Berufsbezeichnung Apotheker und die Ausübung des Berufes erlaubt.

Jeder Apotheker ist Mitglied der Apothekerkammer, die die berufsständige Selbstverwaltung organisiert. Sie unterstützt die Mitglieder bei der nötigen Fortbildung und nimmt die Prüfungen zum Fachapotheker ab.

Das erste Gehalt eines approbierten Apothekers in einer öffentlichen Apotheke beträgt etwa 3.000 Euro, in der Pharmaindustrie sind die Einstiegsgehälter höher.

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