Was ist Gesundheit?

Von Gesundheit spricht man generell bei der Abwesenheit von medizinischen Problemen im Körper. Alle Lebewesen können erkranken, was einen Verlust von Gesundheit bedeutet. Sie zu erhalten ist immer angestrebt. Beim Menschen ist für die individuelle Wahrnehmung der Begriff der Gesundheit über das Medizinische hinausgehend; er vereint psychische, soziale, individuell empfundene und medizinische Aspekt miteinander.

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Die Gesundheit ist der anzustrebende Zustand, indem ein Lebewesen ohne Einschränkungen durch Krankheiten, medizinische Symptome und körperliche Beschwerden aktiv und leistungsfähig ist. Gesund zu sein bedeutet also, wenn man nur die physische Ebene betrachtet, dass ein Organismus funktioniert und all seine Aufgaben ohne weitere Einschränkungen erfüllt. Natürliche Alterungserscheinungen, die auf Verfall des Organismus durch altersbedingten Zelltod verursacht werden, sind hiervon ausgenommen. Folgeschäden hiervon können aber sehr wohl durch Krankheitsbilder wiederum medizinisch relevant werden.

Erweitert spricht man auch zusätzlich von Seelengesundheit und sozialer Gesundheit. Denn auch die Psyche kann angeschlagen sein und sich so negativ auf das Wohlbefinden auswirken. Da das Wohlbefinden ein individueller Faktor ist, ist es von Person zu Person unterschiedlich, was als gesund und entsprechend ungesund zu werten ist. Während medizinische Probleme objektiv feststellbar sind – aber zum Teil eben gar nicht oder als viel schwerwiegender wahrgenommen werden – ist es schwieriger, gerade psychische und soziale Aspekte zu erfassen.

Dinge wie Stress, Mangel und Nichterfüllung im Sozialleben und eingeschränkte Möglichkeiten zur persönlichen Entfaltung wirken sich dabei negativ auf die Gesundheit aus, indem sie das Aktivsein beschränken, unzufrieden machen oder etwa zu ungesünderen Verhaltensweisen führen.

Umgekehrt fördert ein aktives und glücklich machendes Leben die Gesundheit, weil man stressfreier lebt, sich vielseitiger beschäftigt und infolge dessen häufig auch mehr Rücksicht auf sich und seinen Körper nimmt.

Gesundheit ist also von vielen Faktoren abhängig:

  • Ernährungsweise
  • Medizinische Leiden
  • Alter
  • Aktivitäten
  • Lebensrhythmus
  • Psychische Verfassung
  • Stresslevel
  • Individuelles Empfinden

Gesundheit als Lebensqualität beim Menschen

In den meisten menschlichen Gesellschaften gilt Gesundheit als anzustrebende Eigenschaft. Gesund zu sein ist positiv konnotiert und die Gesundheit zu erhalten, wird als erstrebenswert betrachtet.

Hierbei kommen vor allem prophylaktische Möglichkeiten zum Einsatz. Das Betreiben von Sport als Freizeitaktivität, verschiedene Ernährungstrends, Nahrungsergänzungsmittel und Prozesse wie Yoga und Meditation, die zusätzlich auch gesund für die Psyche sein sollen, bilden einen großen Markt und sind Teil des Alltags vieler Menschen.

Dabei ist der Übergang zwischen dem Erhalt der eigenen Gesundheit und ästhetischen Gründen für Sport u.ä. fließend.

Das Ziel all dieser Maßnahmen ist es – genau wie beispielsweise Impfungen und Zahnprophylaxe es zum Ziel haben – den Ausbruch von Krankheiten gar nicht erst stattfinden zu lassen. Man versucht also eher, die Gesundheit eines Menschen langfristig zu erhalten, als sie nach dem Verlust oder einer Einschränkung derselben lediglich wieder herzustellen.

Empfundene Gesundheit und Placebo-Effekt

Die individuell empfundene Gesundheit spielt eine wesentliche Rolle. Gesundheitliche Beschwerden können beispielsweise aufgrund eines gestörten Selbstbildes, aufgrund von Sturheit, Unwissenheit oder mutwillig verkannt werden.

Sich selbst einzureden, dass man gesund sei, kann tatsächlich eine Besserung des Zustandes bewirken. Auch religiöse Bräuche können das Empfinden bezüglich der eigenen Gesundheit beeinflussen.

Umgekehrt kann ein negatives Denken über die eigene Gesundheit diese tatsächlich durch eine Verdunkelung der Gefühlslage und selbst induzierten Stress beeinträchtigen.

Zuletzt ist noch der Placebo-Effekt zu nennen, der ein Beweis dafür ist, dass unser Wissen oder eben vermeintliches Wissen einen Einfluss auf unsere empfundene Gesundheit hat.

Der Placebo-Effekt bezeichnet das Phänomen, dass Patienten häufig gesünder werden, wenn man ihnen Scheinmedikamente (Placebos) verabreicht, die zwar keinen medizinischen Nutzen haben, aber dem Patienten Glauben machen, es würde ihm geholfen. Dieser Effekt tritt bei Gabe von Placebos häufig auf und ist eine unterstützende Maßnahme bei vielen Behandlungen.


Funktion & Aufgaben von Gesundheit

Die Gesundheit ist auf ihrer physischen Seite die Grundvoraussetzung für biologisch erfolgreiches Leben. Nur ein gesunder Organismus wird sich erfolgreich um Nachwuchs bemühen und kümmern können und so seine Gene weiter verbreiten können.

Evolutionär bedingt verfügen deshalb auch alle Lebewesen über ein Immunsystem und Möglichkeiten zur Wundheilung. Dabei bilden pathogene Erreger, die auf ein anderes Lebewesen als Wirt angewiesen sind, den evolutionären Gegenpart zur Entwicklung des Immunsystems.

Gesundheit ist also direkt mit dem Überleben eines Individuums verbunden. Kranke Tiere und Pflanzen verenden in der Wildnis oft, weil sie ihren Selbsterhaltungstrieben (Jagd, Nahrungsaufnahme, Wachstum, Vermehrung, usw.) nicht mehr effektiv oder gar nicht mehr nachkommen können.

Der Mensch verfügt über eine medizinische Versorgung, die meist im Falle von Beeinträchtigungen der Gesundheit eingreifen kann. Dabei können viele Zustände, die die Gesundheit einschränken, beendet werden.
Die Gesundheit auf medizinischer Seite bedeutet für den Menschen ein quantifizierbares Gut; er kann den Zustand derselben abschätzen und entsprechende Maßnahmen treffen. Dabei haben wir Ursache und Wirkung von Krankheit und Medizin erlernt und erweitern unser Wissen noch immer.

Die Bedeutung von Gesundheit für den Menschen ist, fernab vom reinen Überleben, immens.

Schließlich bedeutet ein Verlust von Gesundheit auch:

  • Verlust von Motivation
  • Einschränkungen im Arbeitsleben
  • Einschränkungen im Sozialleben
  • Eventuell hohe Kosten
  • Zum Teil Angst und damit einhergehend Depressionen

Ohne eine intakte Gesundheit fühlt sich der Mensch in der Regel nicht wohl und wird auch seelische Einbußen erfahren. Die Erkenntnis, dass in einem gesunden Körper ein gesunder Geist wohnt, ist daher nicht weiter verwunderlich.


Einschränkungen der Gesundheit

Da Gesundheit nur auf medizinischer Ebene wirklich messbar ist und von vielen verschiedenen Faktoren abhängt, sind auch die Gefahren für die Gesundheit eines Menschen vielfältig. Es gibt allerdings ein paar allgemeine Dinge, die die Gesundheit einschränken und gefährden.

Hierzu zählen beispielsweise das Rauchen, Alkoholgenuss in zu großen Mengen, Arbeit unter Schadstoffbelastung, das Leben in einer Großstadt unter Stress, Lärm und Feinstaubbelastung, Übergewicht, sowie eine unausgewogene Ernährung. Auch ungeschützter Geschlechtsverkehr birgt das Risiko einer Infektion mit Krankheiten.

Einschränkungen aufgrund von Krankheiten

Zu behandelnde und kurzweilige Krankheiten sind der Hauptgrund für gesundheitliche Einschränkungen. Erkältungen, leichte Blasenentzündungen, Parasitenbefall u.ä. sind behandelbar und sind in der Regel nur vorübergehend eine Einschränkung für die Gesundheit.

Anders sieht es bei chronischen Leiden aus. Sie sind dauerhafte, manchmal therapierbare, aber nicht heilbare, Leiden, die ein Mensch mit sich führt. Hier gibt es eine ganze Auswahl an Leiden, die einen dabei betreffen können. Das Hauptproblem bei chronischen Leiden ist, dass sie viele Ursachen haben können. Infektionen mit Krankheiten, die sehr schwerwiegend sind, ein geschwächtes Immunsystem, das Altern und einige genetische Faktoren begünstigen das Entstehen von chronischen Leiden.

Einige Beispiele sind zum Beispiel:

All diese Zustände sind behandlungsbedürftig und stellen langfristig, teils lebenslang, eine Einschränkung dar. Es gibt natürlich noch viele weitere chronische Krankheiten. Nicht immer lässt sich die Ursache in einem Erreger ausfindig machen.

Einschränkungen aufgrund der Lebensumstände

Wer ungesund lebt, gefährdet seine Gesundheit beträchtlich. Eine ungesunde Ernährung, Übergewicht und die Aufnahme von vielen Giften über die Nahrung sind Verursacher einer ganzen Reihe von Krankheiten. Dabei bilden sich Krankheiten selten akut. Durch die Ernährung verursachte Herzkreislauferkrankungen, Stoffwechselstörungen oder Mehrbelastungen des Körpers durch Übergewicht benötigen oft Jahre, bis sie den Betroffenen wirklich einschränken. Ähnlich ist es mit den Folgen des Rauchens.

Viele Gewohnheiten in der ersten Lebenshälfte rächen sich erst in der zweiten wirklich gravierend. So sind vor allem Herzprobleme, Darmprobleme und Lungenprobleme häufig auf diese Gewohnheiten zurückzuführen.
Auch ein ständiges Leben unter Stress fördert das Herzinfarkt– und Schlaganfallrisiko enorm. Zu wenig Schlaf raubt dem Körper die Ruhephasen, die er braucht, um sein Immunsystem zu ordnen und Erreger im Falle einer Infektion zu bekämpfen. Zu wenig zu trinken belastet den Körper zusätzlich. Fehlen ihm Vitamine und Mineralstoffe, arbeiten Stoffwechsel, Muskeln und Nerven nicht mehr korrekt. Dies kann zu einer insgesamten Schwächung führen, die Krankheiten von außen Tür und Tor öffnet.


Psychische Gesundheit

Niedergeschlagenheit und Trauer können den körperlichen Zustand verschlimmern. Durch die Ausschüttung von Stresshormonen wird der Körper daran gehindert, unbeschwert zu arbeiten. Übergewicht und Untergewicht, die beide für sich gesundheitsschädlich sind, können Folgen von Essstörungen und Depressionen sein.

Dadurch, dass im Falle eines gravierenden Unwohlseins die Welt als negativer wahrgenommen wird als sie ist, kann auch das Selbstwertgefühl enorm verringert sein. Dies führt dazu, dass Symptome ignoriert und nicht erkannt werden. Eine weitere Verschlechterung des Zustandes – psychisch und physisch – ist die Folge.

Gerade psychisch kranken Personen, die eine verringerte Lebensqualität empfinden, fällt es schwer, auf ihr Körpergefühl zu vertrauen und Anzeichen von Krankheiten zu erkennen. Dazu führt selbstzerstörerisches Verhalten unter Umständen ebenfalls zu medizinisch Problemen. Übermäßiger Alkoholkonsum ist hier ein klassisches Beispiel.

Umgekehrt ist es im Falle der Hypochondrie so, dass man sich einbildet, man sei Krank, obwohl man gesund ist. Dies führt zu einer Einschränkung der Lebensqualität.

Ein gesunder Mensch ist zudem in der Regel glücklicher und wirkt weniger gestresst als ein kranker Mensch.
Es gibt auch noch eine ganze Reihe psychischer Krankheiten, die feststellbar sind, aber sehr individuell erlebt und behandelt werden. Sie beeinträchtigen die Seelengesundheit oder das Wohlbefinden auf der psychischen Ebene.

Genetische Faktoren, die die Gesundheit beeinträchtigen

Tatsächlich gibt es einige genetische Komponenten, die gerade im Alter bestimmte Krankheiten und Leiden begünstigen können. So sind Schlaganfall– und Herzinfarktrisiko zum Teil erblich bedingt. Selbiges gilt für bestimmte Krebsarten. Inwieweit genetische Faktoren hier eine Rolle spielen – sie also ursächlich sind oder eben das Risiko stark erhöhen – ist unklar. Gerade Menschen mit bestimmten Leidenshäufungen in der Familie sollten also Prophylaxe in diesem Bereich betreiben, um diesen Risiken aus dem Weg zu Gehen.

Auch gibt es Krankheiten, die genetisch bedingt sind und einen ein Leben lang krank machen können. Verschiedene Syndrome können körperliche Einschränkungen wie Taubheit, Kleinwuchs, Fehlwuchs, Idiotie und ein geschwächtes Immunsystem mit sich bringen.

Auch gibt es die sogenannten Autoimmunkrankheiten. Bei diesen Krankheiten bekämpft sich das Immunsystem selbst, weil es Komponenten des Körpers oder des Immunsystems selbst für Eindringlinge hält. Diese ernsten Erkrankungen schwächen das Immunsystem dauerhaft und können so dafür sorgen, dann andere Infektionen leichter in den Körper eindringen. Einige Autoimmunkrankheiten sind genetisch bedingt, während andere durch Infektionen ausbrechen können.


Fragen & Antworten zur Gesundheit

Was kann man tun, um seine Gesundheit im Alltag zu erhalten?

Generell sind ein paar Dinge, die die Gesundheit erhalten, leicht im Alltag unterzubringen. Viel Bewegung – auch das Gehen von mehreren Kilometern am Tag – unterstützt Gelenke und Kreislauf. Zudem verbrennt man dabei Kalorien. Um die zwei Liter Wasser sollten zusätzlich zu Tee, Kaffee, Wein usw. zu sich genommen werden.

Generell ist das Rauchen zu meiden, wenn man seine Gesundheit nicht einschränken möchte. Auch den Stress zu reduzieren hilft, die Gesundheit zu erhalten. Eigene Grenzen durchzusetzen und auf sein Körpergefühl zu hören, hilft.

Sollte man erst zum Arzt, wenn man sich krank fühlt?
Spätestens dann sollte man zum Arzt! Aber auch, wenn man sich gesund fühlt, können Veränderungen im und am Körper ein Hinweis darauf sein, dass etwas nicht stimmt. Allgemeine Symptome wie Nachtschweiß, veränderter Stuhl und Gereiztheit müssen nicht zwingend dazu führen, dass man sich krank fühlt. Man sollte aber dennoch einen Arzt konsultieren.

Wie häufig ist man im Durchschnitt krank?
Genaue Durchschnittswerte gibt es da nicht. Im Allgemeinen gilt, dass ein paar Erkältungen oder ähnliches im Jahr normal sind. Je nach Immunsystem erwischt es einen häufiger oder weniger häufiger. Wenn man aber das Gefühl hat, zu oft krank zu sein, kann es etwas mit dem Immunsystem zu tun haben. Zu wenig Schlaf, mangelnde Vitamine, Stress, Alkohol und zu wenig frische Luft sind häufig die Ursachen. Dennoch sollte man sich bei Verdacht auf Krankheiten untersuchen lassen, die das Immunsystem einschränken.

Unser Fazit zur Gesundheit

Die Gesundheit zu erhalten, lohnt sich nicht nur, weil man sich damit Krankheitstage im Bett spart. Wer gesund ist, leistet mehr, fühlt sich besser und kann seinen Alltag besser bewältigen. Körperliche Gesundheit fördert die geistige Gesundheit – und umgekehrt. Ein wenig auf seine Gesundheit zu achten, ist im Alltag gut machbar und empfehlenswert.

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