Grübeln ist schlecht für die Gesundheit

Viele Menschen denken gern über alle möglichen Dinge nach, die sie im Alltag beschäftigen. Sobald sich dieses Nachdenken jedoch zum endlosen Grübeln verselbständigt, wird es zum Problem. Wer jemals Liebeskummer oder Trennungsschmerz überwinden musste, kennt das Phänomen. Denn zum Wesen des Grübelns gehört es, dass man sich Gedanken über ein Problem macht, ohne jemals zu einer Lösung zu gelangen.

Hinter diesem Verhalten steckt oftmals ein gesteigerter Leistungsanspruch bei gleichzeitig geringem Selbstwertgefühl. Grübler vermeiden das Handeln, um nicht die negative Erfahrung des Scheiterns zu erleben. Im Extremfall können die Betroffenen ernsthaft erkranken, etwa an einer schweren Depression. Fast immer gehören aber Schlafstörungen zu den gesundheitlichen Folgeerscheinungen, unter denen Betroffene erheblich zu leiden haben.

Nicht einschlafen zu können, weil man im Bett noch lange über die Probleme des Tages grübelt, das kennt praktisch jeder. Stress auf der Arbeit, Geldsorgen, Probleme in der Beziehung oder Trennungsschmerz überwinden all das sind klassische Auslöser. Wer diese Probleme nachts nicht verdrängen kann, schläft schlecht. Normalerweise verschwinden diese Schlafstörungen nach kurzer Zeit wieder von selbst. Bei manchen Menschen verselbständigen sie sich hingegen. Dann grübelt man nachts nicht mehr, wie man den Trennungsschmerz überwinden will, sondern über die Probleme mit dem Einschlafen.

Doch man kann den richtigen Umgang mit Stress lernen. Den meisten Betroffenen helfen ein Verhaltenstraining oder Entspannungsübungen, wie zum Beispiel die Muskelentspannung nach der Jacobson-Methode oder Autogenes Training. Sowohl Krankenkassen als auch Volkshochschulen bieten entsprechende Kurse an. Es gibt darüber hinaus Techniken, um den ständigen Gedankfluss zu stoppen. Eine Möglichkeit stellt besseres Zeitmanagement dar. Wer unter Stress leidet, sollte eine feste Zeit am Tag einplanen, wo er eine halbe Stunde über aktuelle Probleme nachdenkt.

Wichtig ist, die Probleme schriftlich zu fixieren und sie dann Punkt für Punkt und lösungsorientiert abzuarbeiten. Eine weitere Alternative ist, die Gedanken einfach an sich vorbeiziehen zu lassen, ohne sich an ihnen abzuarbeiten. Auch hier hilft das Aufschreiben oder je nach persönlicher Begabung das Malen jener Gedanken, die einen beschäftigen. Körperliche Aktivitäten wie Gartenarbeit, Spaziergänge oder Sport wirken sich ebenfalls positiv beim Stressabbau aus.

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