Autogenes Training

Der Schlüssel zur Ausgeglichenheit

Behandlung Autogenes Training

Ein Körper gilt laut Definition nur dann ALS gesund, wenn er frei von Krankheiten ist und in allen physiologischen und psychologischen Faktoren frei von Problemen und Einschränkungen ist.

Streng genommen ist ein Mensch dann nie gesund. Denn immer gibt es Stress oder Probleme, auch wenn körperlich alles in Ordnung ist.

Doch für die Bewältigung dieses Zustandes gibt es entsprechende Entspannungsmethoden.

Was ist Autogenes Training ?

Als autogenes Training bezeichnet sich eine Entspannungstechnik, die hilft, die innere Mitte zu finden und das eigene Ich in den Einklang zu bringen.

Die Wurzeln des autogenen Trainings begründen sich aus dem Qi Gong, das bereits seit Jahrtausenden in der chinesischen Kultur genutzt wird, um den Einklang mit sich zu finden, und den Erkenntnissen, die aus der Durchführung der Hypnose gewonnen wurden.

Das Eindringen in das Bewusstsein und das Tanken von neuer Kraft, allerdings ohne richtig zu Schlafen, bilden das autogene Training.

Funktion, Wirkung & Ziele

Autogenes Training kann dann helfen, wenn die ganzheitliche Gesundheit des Körpers gestört ist. In diesem Falle kann die organische Gesundheit durchaus vorhanden sein, aber der innere Akku ist einfach leer.

Durch Probleme, Ängste und Stress kann der nächtliche Schlaf nicht mehr gewinnbringend erfolgen und so ist eine Nacht mit vielen Unterbrechungen nicht erholsam.

Gründe für die fehlende Erholung sind zumeist:

Das autogene Training kann helfen alle diese Probleme zu beheben oder sie zu verbessern. Die ersten Sitzungen sollten und müssen mit einem Therapeuten abgehalten werden, damit die Techniken des autogenen Trainings erlernt werden können.

Bestimmte Atemtechniken und das Konzentrieren auf den eigenen Körper werden unterstützt von Muskelübungen und die Induktion einer Sinnesreise. Diese wird zu Beginn durch den Therapeuten ausgeführt, im eigenen Bereich kann dies dann durch eine Audiodatei ersetzt werden.

Behandlung Autogenes TrainingDurch das gezielte Atmen und Anspannen und Entspannen von Muskeln kann ein neues Körpergefühl erzielt werden. Das Herz schlägt ruhiger.

Mit Erreichen der tiefsten Entspannung ist es möglich einen Zustand zu simulieren, der dem Schlafen sehr ähnlich ist. Dennoch arbeitet das Gehirn nicht auf Hochtouren und der Körper kann sich erholen.

Durch das Ausblenden aller äußeren Faktoren und das alleinige Konzentrieren auf die eigene Körpermitte und die Vorgänge im eigenen Körper kann ein Zustand geschaffen werden, der den ganzen Körper und auch die Psyche entlasten kann. Ähnlich wie im Schlaf.

Als wichtigste Voraussetzung gilt der Wille, dass dieses Training gemacht werden kann und dass man sich darauf einlässt. Diese Behandlungsmethode ist lediglich für die psychische Komponente ausgelegt und kann keine organischen Erkrankungen heilen oder behandeln.

Autogenes Training zeigt nur, dass man Kraft tanken kann und leichter lernt mit Belastungen umzugehen. Ohne sich dabei selbst unter Druck zu setzen oder eine vermeintliche Erwartungshaltung erfüllen zu müssen.

Risiken & Gefahren

  • Druck
  • Falsche Erwartungen

Da das autogenen Training ohne Medikamente oder andere Substanzen arbeitet, sind keine körperlichen Nebenwirkungen zu erwarten. Allerdings ist diese Reise in den Körper ein schwerer Weg, besonders dann, wenn man durch täglichen Druck oder Stress immer wieder unter Strom steht.

Daher ist es wichtig, dass man zu dem Therapeuten seiner Wahl ein Vertrauen aufgebaut hat und nicht enttäuscht ist, wenn die Erholung zu Beginn nicht so effektiv erscheint und die Sitzung vermeintlich nichts gebracht hat. Die innere Ruhe muss erst gefunden werden und auch das Gefühl des Loslassenkönnens muss gelernt werden.

Besonders Menschen, die sehr viel kontrollieren und immer bewusst dabei sein möchten, werden zu Beginn Probleme haben sich in diesen Zustand der Schwerelosigkeit versetzen zu lassen.

Wichtig ist, dass nicht zu hohe Erwartungen an diese Technik gesetzt werden. Denn auch wenn es helfen kann, wieder zu entspannen und Energie zu gewinnen, so ist es nicht so, dass danach auch alle Probleme gelöst wurden sind.


Autogenes Training

Autogenes Training ist eine psychotherapeutische Selbstentspannungsmethode, bei der sowohl Autosuggestion (griech.: autos = Selbst, lat.: suggestio = Eingebung) als auch Übung/Training eine Rolle spielen. Es handelt sich dabei um eine Art Selbst-Hypnose, die in verschiedenen Lebenssituationen einsetzbar ist und ein Gleichmaß zwischen Spannung und Entspannung herstellen kann.

Die Suggestion, d.h. die Beeinflussung des Denkens, Fühlens, Wollens oder Handelns eines Menschen unter Umgehung seiner rationalen Persönlichkeitsanteile, ist eines der ältesten und am häufigsten verwendeten Heilmittel in der Geschichte der Medizin. Das Autogene Training wurde 1932 auf Grundlagen von Hypnoseforschungen und -anwendungen von J. H. Schultz zur Selbstentspannungstechnik entwickelt. Es besteht in seiner Grundstufe aus sechs verschiedenen Übungen.


Weitere Informationen zum Autogenen Training:

Freie Enzyklopädie Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Autogenes_Training

Fachverbände:
Internationale Gesellschaft für integrative tiefenpsychologische Therapie in Hypnose und Hypnoseforschung e. V.: https://www.i-gth.de
Deutsche Gesellschaft für ärztliche Hypnose und Autogenes Training e.V. : https://www.dgaehat.de

Ausbildungszeiten: 
(diese Angaben sind Richtwerte, die je nach Form und Ort der Ausbildung und Vorwissen variieren):
mit medizinischer Vorbildung ca. 3 Wochen ganztägig

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