Depression

Steckbrief: Depression

  • Name(n): Depression; Melancholie
  • Art der Krankheit: Psychologische Erkrankung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Teilweise
  • Art des Auslösers: Diverse
  • Wieviele Erkrankte: Ca. 3;7% der Weltbevölkerung
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Psychologe; Psychiater; Neurologe

Volksleiden Depression

DepressionDepressionen sind eine Gemütskrankheit und damit organologisch nach allgemein akzeptierter Sichtweise im Gehirn beheimatet.

Weil die Psyche eine wissenschaftlich schwer fassbare Größe ist, sind Depressionen mehreren Fachdisziplinen zugeordnet.

Ärzte wie Psychiater und Neurologen kümmern sich um die Patienten, hinzu treten Psychologen, Sozialarbeiter und Pädagogen.

Eine Behandlung ist zumeist eine Kombination aus Gesprächstherapie und passender Medikation. Sollte dem Leiden jedoch eine organische Ursache zugrunde liegen, so kommen auch andere internistische Methoden der Behandlung zum Einsatz.

Definition Depression

Bei einer Depression handelt es sich um ein psychologisches Leiden. Die genauen Ursachen hierfür können vielerlei Natur sein und sind kaum zu verallgemeinern. Es lässt sich jedoch mit relativer Sicherheit behaupten, dass Depressionen, gleichwohl auch dies nicht gänzlich auszuschließen ist, nur äußerst selten vollkommen unabhängig von einem fassbaren Grund auftreten. Zumeist liegen diesem Leiden schwerwiegende traumatische Erfahrungen zugrunde. Aber auch weniger starke negative Geschehnisse können eine Depression verursachen. Hier kommt es sehr stark auf die jeweilige allgemeine seelische Verfassung und Härte des Individuums an. Manche Personen stecken selbst immens traumatische Erfahrung spielend weg, wohingegen andere bereits an nichtigen Geringfügigkeiten zerbrechen.

Überhaupt und generell handelt es sich bei der vorliegenden Erkrankung um ein sehr fallspezifisches Leiden, dass sich nur sehr schwer bis gar nicht in vorgegebene Muster zwängen lässt. Darum sollte man dies am besten auch erst gar nicht versuchen und Allgemeinplätze und hohle Phrasen vermeiden – insbesondere im direkten Umgang mit Betroffenen. Diese kennen derlei Phrasen bereits und reagieren nicht selten ablehnend oder gar ungehalten darauf. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie gut gemeint sind oder nicht.

Auch ist es wichtig, sich bereits in der Frühphase der Erkrankung um einen Therapieplatz zu bemühen. Eine psychotherapeutische Langzeitbetreuung ist oftmals der einzige probate Weg, mit dem vorliegenden Leiden umgehen zu lernen. Die Kombination aus Gesprächstherapie und stimmungsaufhellenden Medikamenten ist die am häufigsten zum Einsatz kommende Art der Behandlung in Bezug auf eine Depression. Aber auch ohne die Gabe von Antidepressiva, die teil schwere Nebenwirkungen haben können, ist es möglich, therapeutische Erfolge zu erzielen.

Alles in allem ist es also aufgrund der doch sehr individuellen Ausprägungen dieses Leidens kaum möglich, es in allgemeiner Form zu definieren. Man kann grundsätzlich von einer seelischen Missstimmung sprechen, die verschiedenste Formen und Ausprägungen annehmen kann. Sie kann sehr moderat verlaufen, aber auch extrem. Ein Freitod als finale Konsequenz ist nicht auszuschließen. Auch aus der Depression hervorgehende organische Leiden können entstehen, wenn diese nicht korrekt und zeitnahe behandelt wird.


Was ist eine Depression?

Depressionen sind keine Seltenheit. Beinahe jeder litt schon einmal an dieser psychologischen Störung oder kennt eine Person, die es tat. Die genauen auslösenden Prozesse, die hinter einer solchen seelischen Missstimmung stecken, sind allerdings sehr fallspezifisch und für Außenstehende nur schwer nachzuvollziehen. Dies ändert jedoch nicht an dem Umstand, dass man depressiven Personen gegenüber stets helfend auftreten und sie unterstützen sollte. Denn sie sind zumeist besonders schwach und können nicht mit allzu großen Belastungen umgehen, ohne in eine noch tiefere Depression zu verfallen.

Darüber hinaus kann es jeden treffen. Niemand ist gegen dieses Leiden immun. Zwar sind Menschen mit einem starken Charakter in aller Regel seltener Opfer dieses Leiden, aber nichtsdestotrotz können auch sie dahingehend erkranken. Besonders dann, wenn sich ihre Lebensumstände spontan zum Schlechten hin ändern.

Man sollte sich jedoch nicht entmutigen lassen. Depressionen sind heutzutage gut heilbar. Es stehen der modernen Schulmedizin nicht nur viele sehr probate Medikamente zur Verfügung, sondern auch Psychotherapie und Kliniken können den Betroffenen wieder auf die richtige bahn lenken. Die genaue Art der Behandlung ist jedoch von medizinischem Fachpersonal zu entscheiden und sollte nicht durch den Laien geschehen.

Des Weiteren bleibt zu erwähnen, dass es sich bei Depressionen um ein weltweites Phänomen handelt. Der genaue evolutionäre Nutzen derselben ist dabei allerdings noch ungeklärt und verbleibt Gegenstand der Forschung. Es liegen aber bereits verschiedenste Theorien dazu vor, die von Forschern aus allen Ländern immer wieder diskutiert werden. Es bleibt also abzuwarten, welche Erkenntnisse die Zukunft über die Entstehung von Depressionen birgt.

Welche Ursachen gibt es?

Mediziner unterscheiden viele Formen der Depression. Ursachen sind oft schwer zu benennen. Neben einer genetischen Disposition sind soziale Faktoren an der Entstehung der Krankheit beteiligt. Eine reaktive Depression ist zumeist traumatischen Erlebnissen zuzuschreiben. Die Major Depression, früher auch endogene Depression genannt, zählt eher in den Kreis der erblich bedingten Krankheiten. Bei diesen schweren Depressionen sind keine äußeren, offensichtlichen Auslöser erkenntlich.

Hormonelle Ereignisse im Körper können auch Depressionen verursachen. Bekannt ist die postnatale Depression oder „Babyblues“, unter denen eine Mutter direkt nach der Geburt leidet. Fehlleistungen der Schilddrüse beeinflussen ebenfalls die biochemischen Vorgänge im Gehirn, wodurch Depressionen entstehen können. Hierzu eine Übersicht:

Physische Faktoren

  • Vererbung – Wie bereits erwähnt, ist es möglich, dass eine interfamiliäre Disposition zur Entwicklung einer Depression vorliegt. Dennoch gilt zu erwähnen, dass tatsächliche Fälle einer solchen vererbten Depression sehr selten sind und sich darüber hinaus nur schwer nachweisen lassen können. Selbst sog. „Zwillingsstudien“ bestätigten lediglich die Erkenntnis, dass eine melancholische Veranlagung in weniger als 10% der Fälle auch tatsächliche erbliche Faktoren zurückzuführen ist. Dieses Phänomen ist wohl eher dahingehend zu verstehen, dass man nicht die Depression per se ererbt, sondern charakterliche Eigenschaften, die das Entstehen einer solchen begünstigen.
  • Saisonale Umschwünge – Manche Menschen reagieren extrem auf Änderungen in Klima und Jahreszeit. Aufgrund dieser erhöhten Feinfühligkeit für die Großwetterlage, kommt es nicht selten vor, dass allzu „graues“ Wetter einen negativen Einfluss auf die Psyche des betroffenen Individuums hat. In diesem Falle spricht man von einer sog. Winterdepression oder Herbstdepression. Aus wissenschaftlicher Sicht ist für melancholische Tendenzen während der eher sonnenarmen Jahreszeiten der Mangel an direktem Sonnenlicht verantwortlich. Durch diesen fährt die Produktion von Vitamin D zurück, was wiederum als verstärkender Faktor zu betrachten ist.
  • Rauschgifte – Rauschgifte, Drogen und andere abhängigmachende Genusssubstanzen können ebenso mitverantwortlich für eine Depression sein. Insbesondere sog. „psychotrophe Substanzen“ wirken oftmals unvorhersehbar stark auf die Psyche des Konsumenten ein und lösen damit Veränderungen in selbigem aus, die sich bisweilen in Form einer melancholischen Missstimmung manifestieren. Dabei ist Alkohol nur eine vieler potentiell gefährlicher Substanzen.
  • Schwangerschaft – Es kommt immer wieder vor, dass Frauen nach der Entbindung keine Beziehung zu ihrem Kind aufbauen können und das Kind darüber hinaus als einen Fremdkörper wahrnehmen und weder Liebe noch Zuneigung für selbiges empfinden. Dieses Verhalten löst oftmals starke Zweifel in der Jungmutter aus und sorgt sehr schnell für eine physische sowie psychische Überforderung. Die genauen Mechanismen hinter diesem atypischen Verhalten sind noch nicht vollends erforscht.

Psychische Faktoren

  • Zu wenig Bestätigung – Die Veranlagung mancher Personen führt dazu, dass selbige außer Stande sind, ihre Arbeit ohne Bestätigung und Anerkennung durch Dritte zu bewerkstelligen. Fehlt diese, kommt es nicht selten vor, dass sie sich nicht wertgeschätzt fühlen und in eine Depression verfallen. Diese Art von Verhalten ist als sehr kritisch anzusehen. Gerade durch als fortschrittliche geltende Erziehungsmethoden, suggerieren Eltern ihren Kindern sehr häufig, dass es von absoluter Notwendigkeit sei, stets und stetig für alles Lob zu erfahren. Das ist ein grundlegend falscher Ansatz und verstärkt im Zweifel lediglich die Anfälligkeit für Depressionen und sonstige Charakterschwächen.
  • Emotionale Intelligenz – In einigen Schriften findet man Korrelationen mit erhöhter emotionaler Intelligenz und Depressionen. Man geht davon aus, dass eine eine zu hohe emotionale Intelligenz oftmals dazu führt, dass Personen Dinge „zerdenken“, sich also zu viele Gedanken über ihr allgemeines und oder spezifisches Verhalten machen und dadurch wesentlich leichter Selbstzweifel entwickeln als andere Personen. Die Stichfeste dieser Theorie is jedoch sehr umstritten.
  • Erlernte Hilflosigkeit – Ähnlich wie bei erstgenanntem Punkt, handelt es sich hierbei um eine anerzogene Schwäche des Charakters. Diese fußt sich jedoch nicht alleine auf dem Elternhaus, sondern auch auf weiteren Umwelteinflüssen, die dazu führen, dass Betroffene sich selbst und ihre Fähigkeiten kleinreden, mit allem grundsätzlich überfordert sind und darüber hinaus selbst für die Bewältigung kleinster Aufgaben externe Hilfe benötigen. Manche Psychologen gehen davon aus, dass sich hierin ein gewisser evolutionärer Vorteil widerspiegelt. Diese These ist jedoch noch genauer zu prüfen.

Symptome & Anzeichen

Viele Menschen fragen sich im Laufe ihres Lebens, ob sie an einer Depressionen leiden? Man kann sich dann auf folgende Symptome prüfen: Niedergeschlagenheit, die länger anhält und mit Aufheiterungsversuchen nicht zu beheben ist. Typisch ist auch eine schwere Antriebsschwäche, die sich durch Konzentrationsstörungen noch verschlimmert. Bei vielen Formen der Depressionen zieht sich der Patient zunehmend aus seinem sozialen Umfeld zurück. Larvierte Depressionen gehen mit körperlichen Beschwerden einher, die den Arzt zunächst an Herzprobleme oder Magen-Darmkrankheiten denken lassen.

Darüber hinaus gibt es auch altersspezifische Symptome für eine Depression. So weisen Jugendliche und Kinder bisweilen abweichende Anzeichen für eine Depression auf, als vergleichsweise Erwachsene und ältere Menschen es tun. Weitere typische Symptome sind hiernach:

Allgemeine Symptome

  • Traurigkeit, Weinerlichkeit, Hoffnungslosigkeit, innere Leere
  • Wutanfälle und Gereiztheit selbst in Bezug auf Nebensächlichkeiten
  • Desinteressiertheit and bisherigen Hobbys
  • Schlafstörungen (Schlaflosigkeit oder extrem hohes Schlafbedürfnis)
  • Abgeschlagenheit und Energieverlust (Kaum imstande kleinste Aufgaben zu erledigen)
  • Veränderungen in der Ernährung (Fressattacken oder stark verminderte Nahrungsaufnahme)
  • Angstzustände, Ruhelosigkeit, Aufgedrehtheit
  • Verlangsamung des Sprechens und der Gestik
  • Gefühle der Wertlosigkeit
  • Schuldgefühle für vergangene Fehlschläge (sog. Schuldwahn)
  • Konzentrationsschwäche und Erinnerungslücken
  • Nachdenken über Tod, Selbstmordgedanken oder tatsächlicher Freitod
  • Spontane physische Probleme (bspw. Rückenschmerzen oder Kopfweh)

Typische Symptome bei Kindern und Jugendlichen

  • Traurigkeit, Gereiztheit
  • Für das alter untypische Sorgen
  • Anhänglichkeit (besonders an einen Elternteil)
  • Untergewicht
  • Ablehnen des Schulbesuches
  • Wertlosigkeit
  • Fühlt sich missverstanden und ausgestoßen
  • Konsum von Alkohol, Drogen oder sonstigen Rauschmitteln
  • Übergewicht oder Untergewicht
  • Vermeidung sozialer Interaktion
  • Übersensibel gegenüber allem

Typische Symptome bei Erwachsenen

  • Erinnerungslücken und / oder Verlust des Erinnerungsvermögens
  • Physische Schmerzen
  • Schlafprobleme
  • Appetitlosigkeit
  • Abschottung gegenüber der Außenwelt
  • Selbstmordgedanken

Wie aus den typischen Symptomen zu ersehen ist, kann sich eine Depression auf vielerlei Arten präsentieren. Dies erschwert bisweilen die Diagnosestellung immens. Nichtsdestotrotz ist es gut geschulten und erfahrenen Fachkräften oftmals sehr schnell und präzise möglich, eine etwaige Depression zu bestätigen oder zu negieren.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Die Ursachen der Krankheit sind durch körperliche Untersuchungen ebenso zu ermitteln, wie durch Gespräche. Ein Szintigramm kann klären, ob die Schilddrüse richtig arbeitet und ein Computer-Tomogramm soll Demenzerkrankungen ausschließen. Die körperlichen Beschwerden muss der Arzt durch ein EKG oder Endoskopien untersuchen. Der Ausschluss von somatischen Befunden erhärtet dann im Umkehrschluss die Diagnose einer Depression.

Zusätzlich zum Patientengespräch (Anamnese) oder den klinischen Tests, dienen dem behandelnden Arzt darüber hinaus noch eine ganze Reihe textbasierter Tests als diagnostisches Mittel. Im Rahmen eines solchen stellt er dem potentiell Betroffenen eine Reihe bestimmter Fragen. Anhand der Antworten kann ein erfahrener Mediziner zumeist relativ klar schlussfolgern, ob eine Depression oder zumindest Tendenzen zu einer Depression vorhanden sind.

Ein solcher Test könnte wie folgt aussehen:

  1. Haben Sie ein stark gemindertes oder gar kein Interesse (mehr) daran, Dinge zu unternehmen, Freunde und Bekannte zu treffen oder Ihren Hobbys nachzugehen?
  2. Fühlen Sie sich oft oder ständig traurig und hoffnungslos?
  3. Haben Sie Probleme einzuschlafen oder schlafen Sie deutlich zu viel?
  4. Fühlen Sie sich ständig müde und haben trotz ausreichend Schlaf keine großen Energiereserven?
  5. Essen Sie sehr wenig oder zu viel?
  6. Fühlen Sie sich minderwertig?
  7. Empfinden Sie sich Ihrer Familie und sich selbst gegenüber als Versager?
  8. Haben Sie Konzentrationsschwächen?
  9. Hat sich Ihr Sprechtempo oder ihre Bewegungsgeschwindigkeit merklich verlangsamt?
  10. Denken Sie, dass Sie den Tod oder körperliche Leiden verdient haben?
  11. Sind Sie außer Stande Arbeitsplatz / Schule zu besuchen?
  12. Schotten Sie sich gezielt gegenüber Ihrer Umwelt ab?
  13. Ziehen Sie abgedunkelte Räume gegenüber hellen Zimmern vor?
  14. Brauchen Sie für die Erledigung gewohnter Aufgaben merklich länger als sonst?

Dies sind nur einige der zahllosen Fragen, die ein Mediziner oder Psychologe zu Diagnosezwecken stellen könnte. Sollte der zu beurteilende Patient eine oder mehrere Fragen mit Ja beantworten, so ist davon auszugehen, dass eine Depression oder zumindest eine Tendenz zu einer solchen vorliegt.

Krankheitsverlauf
Bei Depressionen handelt es sich in aller Regel um ein sehr fallspezifisches psychisches Leiden, das sich nur schwer in eine Kategorie zwängen lässt. Sicherlich kann man patientienübergreifend ähnlich Muster beobachten, diese sind jedoch zumeist nur sehr oberflächliche Erscheinungen und dienen daher kaum oder gar nicht der allgemeinen Beurteilung des Leidens als solches.

Nichtsdestoweniger ist es durchaus möglich allgemeine, wenngleich auch sehr grobe, Verläufe nachzuzeichnen, die so oder so ähnlich bei jedem Fall zu erwarten sind. Aber auch an dieser Stele sei abermals erwähnt, dass die Ausnahmen ein häufigeres Phänomen sein dürften als die Regel. Wie dem auch sei, orientieren sich viele Psychologen und Psychiater an diesen allgemeinen Verläufen, um dazu in der Lage zu sein, die Depression des zu behandelnden Patienten zumindest grob einzustufen und zu kategorisieren.

Depressionen beginnen zumeist langsam und schleichend. Symptome sind zunächst kaum wahrzunehmen und nur schwer von gewöhnlichen Missstimmungen zu unterscheiden. Das macht die Diagnose auf keinen Fall einfacher. Darum sollte man stets darauf achten, wenn man sich scheinbar grundlos abgeschlagen fühlt und das über einen längeren Zeitraum hinweg. Es kann darüber hinaus mehr als sinnig sein, auch darauf zu achten, ob es Personen im eigenen Umfeld gibt, die plötzliche und nur schwer zu erklärende oder nachzuvollziehende Tendenzen zu Melancholie und Traurigkeit aufweisen. Bei Depressionen ist es sehr förderlich, wenn Menschen aus denselben Dunstkreisen ein Auge aufeinander haben.

Nach und nach kristallisiert sich die Depression schließlich immer stärker heraus. Die Anzeichen werden immer offensichtlicher und es Betroffene sowie deren Umfeld erkennen das Leiden als das, was es ist. Gleichermaßen verschlimmern sich natürlich auch die allgemeinen Symptome der Krankheit und sorgen zumeist nicht nur für eine seelische Missstimmung des Betroffenen, sondern auch für dessen Rückzug aus seinem sozialen Umfeld. Ein solches Verhalten sollte ganz klar als Warnsignal gedeutet werden. Es ist zwar nicht immer ratsam, einen vermutlich Erkrankten auf sein psychologisches Leiden anzusprechen, dennoch ist es in manchen Fällen die beste Vorgehensweise. Probieren geht hier, dem Sprichwort entsprechend, über studieren.

Eine unbehandelte Depression kann im Weiteren zwei grundlegende Richtungen einschlagen – sie vergeht entweder mit der Zeit von alleine oder sie verstärkt sich immer weiter und wird zu einem permanent negativen Faktor im Leben des betroffenen Individuums. Leider ist zumeist letzteres zu beobachten. Dennoch ist ein natürliches Verschwinden dieser Erkrankung auch nicht auszuschließen. Ein solches findet allerdings zumeist nur dann statt, wenn für die Entstehung organische oder klar definierbare Äußere Faktoren verantwortlich zu machen waren, die sich erfolgreich ausmerzen ließen oder ebenfalls von alleine vergingen. Man sollte wirklich nicht unterschätzen, wie gravierend eine unbehandelte Depression sich auf das Leben einer Person auswirken kann.

Ist die Depression allzu schlimm geworden bleibt dem betroffenen Menschen oftmals nichts mehr anderes übrig, als sich stationär behandeln zu lassen. Dies ist insbesondere dann notwendig, wenn die Depression mit starken Gedanken über Selbstmord oder gar einer ausgeführten Selbstmordabsicht einhergeht. Alles in allem muss es aber in den meisten Fällen erst gar nicht so weit kommen, wenn man sich bereits frühzeitig Hilfe sucht und diese auch regelmäßig und ohne Scham in Anspruch nimmt.

Abschließend lässt sich also zusammenfassen, dass es grundsätzlich nur sehr schwer oder gar nicht möglich ist, eine Depression in Stufen zu ordnen, sprich einen allgemeingültigen Verlauf zu erarbeiten. Dennoch lassen sich auch bei diesem Leiden, wie bereits erwähnt, partielle feste Muster erkennen, die einem Mediziner dazu dienen können, den Status des Leidens ungefähr einzuschätzen. Mehr als ein Schätzwert ist dies aber tatsächlich nie. Gerade darum ist es von immenser und zu unterschätzender Wichtigkeit, dass man sich möglichst früh in psychologische Betreuung begibt – dies verhindert nicht nur, dass sich die Krankheit unnötigerweise verstärkt, sondern auch, dass die Chance auf eine Selbstverletzung durch das betroffene Individuum steigt.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Depressionen sind ein nicht allzu seltenes Phänomen. Studien und statistische Erhebungen gehen davon aus, dass zwischen 3 und 10% der Weltbevölkerung unter Depressionen leiden. Hierbei kommt es jedoch zu lokal stark unterschiedlichen Ausprägungen und Häufungen. So sind etwa nur sieben Prozent der japanischen Bevölkerung depressiv, während in Frankreich knapp über zwanzig Prozent an dieser Krankheit leiden. Die genauen Ursachen für diese lokal doch sehr unterschiedlichen Ausprägungen sind noch ungeklärt, lassen sich aber wahrscheinlich auf soziokulturelle Gründe zurückführen.

So gibt es Völker, die eine Art von depressiver Verstimmung oder Melancholie als Teil ihrer nationalen Identität akzeptieren und selbige somit nicht als Erkrankung, sondern als Kulturgut ansehen. Insbesondere Russen, Skandinavier und einige Völker des ostasiatischen Raumes weisen die Tendenz zu einer traditionellen Schwermut auf. Deswegen ist der Umgang dieser Völker mit dem dem Thema Depression oftmals wesentlich entspannter und weniger überspitzt als beispielsweise in Nordamerika oder Zentraleuropa.

Man sollte eine dauerhafte seelische Missstimmung dennoch nicht auf die leichte Schulter nehmen und versuchen sich damit zu beruhigen, dass manche Völker dieses Leiden zu einer Art Kunstform stilisiert haben. Die Depression ist eine reale Krankheit, an der von Jahr zu Jahr immer mehr Menschen erkranken. Die nachweislich steigenden Levels von Stress am Arbeitsplatz sind hierfür ein ausschlaggebender Faktor. Aber auch die immer stärkere abnehmende allgemeine Belastbarkeit des Individuums ist nicht zu unterschätzen.

Darüber hinaus sollte man auch darauf achten, ob in der eigenen Familie bereits Fälle von Depressionen bekannt sind. Es lässt sich oftmals beobachten, dass Depressionen innerfamiliär gehäuft auftreten. Die hierfür verantwortlich zu machenden Mechanismen sind zwar noch nicht vollkommen aufgeklärt, aber es ist davon auszugehen, dass an dieser Stelle eine Korrelation besteht. Somit ist zu beachten, dass man größere Gefahr läuft, diesem Leiden zu erliegen, wenn nahe Verwandte ebenfalls betroffen sind, bzw. waren. Somit ist die Häufigkeit des Vorkommens von Depressionen durchaus auch an die Familie gekoppelt und sollte deswegen bei einer Diagnose ebenso in Betracht gezogen werden, wie organische oder äußere Umstände.

Abschließend also lässt sich festhalten, dass zwar diverse Daten und statistische Erhebungen zum Thema Depressionen vorliegen, diese aber zumeist dennoch nur ein unzureichendes Bild wiederzugeben imstande sind. Darum sollte man alle dahingehenden Daten eher als elaborierte Schätzungen betrachten und nicht als unbedingte Abbildung der Wirklichkeit. Dennoch helfen Erhebungen und dergleichen mehr dabei, ein übersichtlicheres Bild der Wirklichkeit zu zeichnen und somit dafür zu sorgen, eine bessere Lobby für Depressive zu schaffen.

Diagnosedaten

Die Diagnosedaten, die man mittels der bereits erwähnten Testverfahren ermittelt, sind zwecks der genauen Einordnung der vorliegenden Depression von äußerster Wichtigkeit. Es ist nämlich ein Leichtes, eine Fehldiagnose anhand der gewonnenen Daten zu stellen. Dieser Umstand ergibt sich meistens daraus, dass viele Krankheiten ähnliche Symptome wie eine Depression aufweisen, sich jedoch in spezifischen Details unterscheiden und nicht zuletzt darum einen anderen Behandlungsansatz erfordern.

Typische Vertreter dieser ähnlichen Krankheiten sind u.a.: Erkrankungen der Schilddrüse, Blutarmut (Anämie), Bipolare Störung, Borderline, Dysthymie uvm.

Es ist deswegen von allergrößter Wichtigkeit, die gewonnenen Erkenntnisse fachgerecht auszuwerten. Selbstdiagnosen führen deshalb oftmals zu Fehlern, da sie die Feinheiten der Unterscheidungen zwischen den o.g. Leiden nicht bedenken. Dennoch ist zu erwähnen, dass Ärzte zumeist die richtige Diagnose stellen und es vergleichsweise selten zu Fehldiagnosen kommt, wenngleich dies nicht auszuschließen ist.

Darüber hinaus sollte man auch nicht allzu viel auf die Meinung außenstehender Dritter geben. Sicherlich kann deren Input bisweilen gute Anstöße geben, aber man sollte sich tunlichst davor hüten, laienhafte Diagnosen als korrekte Auswertung und Bestimmung des vorliegenden Leidens anzuerkennen. Gerade das geschieht im Falle von Depressionen aber relativ häufig. Dieser Umstand lässt sich wohl damit erklären, dass depressive Menschen nicht selten ungleich leichter zu beeinflussen sind als mental gesetztere Individuen. Alles in allem also sollte man sich nach Möglichkeit ausschließlich an fachmännisch gestellten Diagnosen orientieren und Selbstdiagnosen oder laienhaft erstellte Diagnosen entweder nicht beachten oder nur als Ansporn dafür ansehen, sich in korrekte medizinische Behandlung zu begeben.

Abschließend lässt sich also mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit behaupten, dass die diagnostischen Daten zwar weniger eindeutig sind als beispielsweise bei organischen Leiden, ein geschulter und erfahrener Mediziner aber ohne weitere Probleme dazu in der Lage sein sollte, die Situation dennoch korrekt einzuschätzen und somit dafür zu sorgen, dass auch die notwendige Behandlung entsprechend erfolgen kann. Darum sollte man es sich besser zwei mal überlegen, ob man wirklich keine medizinische Behandlung in Anspruch nehmen will.


Komplikationen bei der Krankheit

Bei Depressionen handelt es sich um eine ernstzunehmende psychische Störung, die betroffene Individuen und deren Familien und Freunde ungemein stark belasten kann. Bei schlechter, unzureichender oder vollkommen ausgelassener Behandlung verstärken sich in aller Regel die Symptome und die damit einhergehenden negativen Auswirkungen auf den Betroffenen und sein Umfeld.

Hierzu eine kurze Auswahl etwaiger durch eine Depressionen verursachte Komplikationen:

  • Starke Gewichtszunahme oder Adipositas, die zu Herzproblemen und sonstigen Einschränkungen der Gesundheit führen können.
  • Schmerzen und allgemeines Unwohlsein
  • Drogenmissbrauch (Alkohol, Rauschgifte usw.)
  • Ängstlichkeit, Panikattacken, Angst vor sozialer Interaktion
  • Probleme mit der Familie, dem Ehepartner, mit Freunden und Bekannten sowie Vorgesetzten und Arbeitskollegen
  • Gesellschaftliche Isolation
  • Suizidgedanken, Suizidversuche, Freitod
  • Selbstverstümmelung (Beispielsweise durch Ritzen)
  • Senkung der Lebensspanne durch Schwächung des Körpers und des Geistes

Da die soeben genannten Komplikationen durchaus gravierend sein können, sollte man sie nicht auf die leichte Schulter nehmen und versuchen, deren nachhaltig schadhaften Effekt kleinzureden. Depressionen können immens viele und auch vielseitige Komplikationen nach sich ziehen, von denen die wenigsten als geringfügig einzustufen sind. Die Meisten sind tatsächlich gravierend und nicht selten eine immense Gefahr für Leib und Leben des Betroffenen.

Selbstmord
Viele Personen verbinden Depressionen automatisch mit einer erhöhten Suizidgefahr. Das ist grundsätzlich korrekt. Dennoch sollte man an dieser Stelle anmerken, dass nicht jeder depressive Mensch auch wirklich Gefahr läuft, einen Suizidversuch zu unternehmen. Darüber hinaus sind solche Versuche zumeist nicht allzu kurz durchdacht und geplant und eher als spontane Reaktionen auf besonders starke Symptome des Leidens zu verstehen. Darum ist es nicht wenig überraschend, dass derlei Versuche der Selbsttötung in vielen Fällen nicht über das Versuchsstadium hinauskommen. Der menschliche Körper ist stabiler als man allgemein hin denkt und es ist sehr schwierig und erfordert zumeist einiges an Planung, wenn man sich umbringen will.

Wie dem auch sei, der Freitod als solches tritt, wie bereits erwähnt, zwar häufig in Zusammenhang mit einer Depression auf, ist aber nicht zwangsläufig an eine solche gebunden. Viele Depressive denken lediglich darüber nach, vollenden ihre Absicht aber nicht. Nichtsdestotrotz sollte man solche Gedanken nicht leichtfertig abtun. Es ist absolut notwendig, sich schnellstmöglich Hilfe zu suchen, wenn sich derartige Überlegungen einstellen – an dieser Stelle gilt nämlich ganz klar: Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Eine Behandlung ist im Falle von Suizidgedanken also unablässig und absolut notwendig. Alles andere wäre sich und seinem Umfeld gegenüber vollkommen verantwortungslos. Darüber hinaus sollte man auch als Angehöriger darauf achten, wenn Menschen besonders häufig von diesem Thema sprechen oder sogar mehr oder weniger klar formulierte Pläne präsentieren, auf welche Art und Weise sie eine etwaige Selbsttötung vorzunehmen beabsichtigen. Je konkreter diese Pläne formuliert sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie auch früher oder später in die Tat umgesetzt werden. Darum ist es von absoluter Notwendigkeit, dass man ein wachendes Auge auf sein Umfeld hat, insbesondere auf Personen, von denen man weiß, dass sie an einer depressiven Missstimmung leiden.

Somit lässt sich also ganz klar schlussfolgern, dass der Freitod wohl die gravierendste Komplikation ist, die aus einer Depression hervorgehen kann. Nicht zuletzt darum ist es von absoluter Notwendigkeit, dass man sich, um diesem Schicksal zu entgehen und sich Schmerzen sowie seinem Umfeld Leid zu ersparen, möglichst frühzeitig in Behandlung begibt und seine Suizidabsichten im Rahmen einer solchen auch klar kundtut. Wer damit hinter dem Berg hält, dem kann nur schwer oder gar nicht geholfen werden.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Wer sich deprimiert oder melancholisch fühlt, sollte so früh wie möglich einen Arzttermin vereinbaren. Wer sich aus welchen Gründen auch immer weigert oder es hinauszögert, einen Arzt oder Psychologen, aufgrund seiner psychologischen Leiden, aufzusuchen, kann dies sehr schnell bereuen. Eine Depression kuriert sich meist nicht von alleine, sondern verschlimmert sich im Laufe ihres Fortbestandes zusehends.

Personen, denen es gerade zu Beginn schwer fällt, sich an medizinisches Fachpersonal zu wenden, sei geraten, sich zunächst an ein Familienmitglied oder Freund zu wenden und diese um Unterstützung hinsichtlich der Terminvereinbarung bitten. Diese sind oft sehr verständnisvoll und helfen gerne weiter.

Alles in allem kann man an dieser Stelle wirklich nicht überbetonen wie immens wichtig es ist, dass man sich als von Depressionen betroffener Mensch professionelle Hilfe sucht und sich nicht in ein allzu tiefes Loch ziehen lässt. Wer die Chance darauf versäumt, sich in fachmännische Behandlung zu begeben, vernichtet damit oftmals seine kompletten Chancen auf Heilung und senkt überdies auch seine allgemeinen Überlebenschancen – schließlich und endlich ist der Selbstmord als Konsequenz einer depressiven Missstimmung zwar nicht immer ein zwangsläufiges Phänomen, dafür aber durchaus häufig genug, um als Warnung zu gelten, eine Behandlung nicht hinauszuzögern.

Somit ist jedem zu raten, der denkt, dass er an einer depressiven Störung leidet, sich schleunigst und ohne Zögern und Wanken Hilfe zukommen zu lassen. Es kann ansonsten ein böses Ende nehmen. Auch Angehörige von Betroffenen sind an dieser Stelle dazu aufgerufen, dem Betroffenen dabei zu helfen, sich einen Platz in einer Therapie zu organisieren. Oftmals sind die Erkrankten nicht mehr alleine dazu in der Lage, dahingehend tätig zu werden. Eine helfende Hand ist darum nicht nur oftmals willkommen, sondern auch notwendig. Aber auch hierbei sollte man nach Möglichkeit behutsam vorgehen und einen Erkrankten nicht überrumpeln. Auch kann es sehr hilfreich sein, ein unverbindliches Beratungsgespräch mit einem Psychologen im eigenen Haus zu vereinbaren. Die gewohnte Umgebung hilft Patienten dabei, sich zu öffnen und es mindert ihre Nervosität und Angst dem Therapeuten gegenüber oftmals merklich.

Behandlungsmethoden & Therapie

Man unterscheidet bezüglich einer Therapie in drei große Teilgebiete:

  1. Medikamentöse Behandlung
  2. Psychotherapeutische Behandlung (Stationär oder ambulant möglich)
  3. Experimentelle Behandlungen

Hierzu im Folgenden nähere Einzelheiten:

Medikamentöse Behandlung
Zur Heilung einer depressiven Verstimmung steht dem behandelnden Arzt eine große Auswahl antidepressiv wirkender Medikamente zur Verfügung. Diese können jedoch teilweise große Nebenwirkungen verursachen, weshalb es sich lohnt, selbige im Vorfeld mit dem zuständigen mediziner zu erörtern:

  • Serotonin-Wiederaufnahmehemmer: Medikamente mit dieser Wirkung finden besonders häufig zu Beginn einer Therapie Verwendung, da sie vergleichsweise wenige Nebenwirkungen nach sich ziehen und eher mild sind.
  • Atypische Antidepressiva: Hierbei handelt es sich weder um Serotoninhemmer, noch um Dopaminhemmer, sondern eher um eine Beruhigungsmittel. Daher sind sie zumeist abends einzunehmen und gewährleisten einen ruhigen Schlaf und einen sorgenfreien Morgen.
  • Trizyklisches Antidepressivum: Trizyklisches Antidepressiva gelten zwar als hochgradig effektiv, zeiehen aber auch sehr viele ungewollte Nebeneffekte nach sich. Aus diesem Grunde sieht der Arzt zumeist von einer Verschreibung solcher Wirkstoffe ab, insofern es sich nicht vermeiden lässt.
  • Monoaminooxidase-Hemmer: Medikamente, die sich diesen Wirkstoff zunutze machen, findet man ebenso vergleichsweise selten, da sie wie die trizyklisches Antidepressiva zwar sehr wirkungsvoll sind, aber darüber hinaus häufig starke Nebenwirkungen verursachen. Des Weiteren regieren diese Wirkstoffe sehr schlecht mit vielen anderen dem Körper zugeführten Dingen, wie Nahrung und Flüssigkeiten. Hierdurch ergibt sich für den Patienten eine strikte Diät, die es zwecks Steigerung der Wirksamkeit einzuhalten gilt.
  • Andere Wirkstoffe: Bisweilen kommen auch noch andere Psychopharmaka zum Einsatz. Dies ist jedoch stark fallspezifisch und direkt vom behandelnden Arzt zu entscheiden.

Psychotherapeutische Behandlung
In beinahe allen Fällen von Depression bedient man sich zwecks heilung der Psychotherapie. Diese kann begleitend zur medikamentöse Behandlung stattfinden oder im Rahmen eines Klinikaufenthaltes in nämlichen eingebunden sein. Psychotherapien können Betroffenen oftmals große Hilfe leisten und zielen meist auf folgende Effekte ab:

  • Anpassung an die die Depression auslösende Situation
  • Die Erkennung schlechter Verhaltensmuster und der anschließende Austausch derselben mit gutem und gesundem Verhalten
  • Stärkung vorhandener Beziehungen zu anderen Personen
  • Das Auffinden und Erarbeiten guter Lösungsstrategien bei Problemen
  • Die Kontrolle über sein eigenes Leben und Selbstwertgefühl zurückgewinnen
  • Das Setzen realistischer Ziele im Leben
  • Die Steigerung der Stressresistenz

Experimentelle Behandlungen

In besonderen Einzelfällen kann es vorkommen, dass der behandelnde Arzt experimentelle Behandlungen vorschlägt:

  • Elektrokrampftherapie: Hierbei leitet ein Sachverständiger mittels einer eigens dafür konzipierten Maschine, gezielt Elektroschocks durch das Gehirn des Patienten. Selbiges soll hierdurch an Stimuliert und Angeregtheit gewinnen. Bisweilen ist diese Therapie aufgrund des entstehenden Schmerzes nur unter Narkose durchzuführen. Des Weiteren gibt es eine ganze Reihe etwaiger Nebenwirkungen, darunter etwa Kopfweh, Verbrennungen, Schwindel, Übelkeit und mehr.
  • Transkranielle Magnetstimulation: Personen, die nicht auf Antidepressiva anschlagen, behandelt man häufig mithilfe dieser Methode. Dazu sendet man kurze magnetische Impulse durch das Gehirn des Betroffenen, in der Absicht, dass hierdurch die Stimmung desselben zu regulieren sei. Die Wirkung ist eher diskutabel. Dennoch findet diese Methode nicht selten Anwendung.

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Es gibt zwar keinen sicheren Weg, wie man Depressionen sicher vermeiden kann, dennoch kann man auf einige Strategien zurückgreifen, die zumindest deren Entstehung unwahrscheinlicher machen.

  • Lernen mit Stress umzugehen – Wer lernt, wie man gut mit Stress umgehen kann, der stärkt seine charakterliche Festigkeit und steigert sein Selbstwertgefühl. Beide Faktoren helfen dabei, einer Depression zu entgehen.
  • Familie und Freunde involvieren – Wer über ein gutes soziales Netzwerk verfügt, der hat in aller Regel weniger oft mit Depressionen zu kämpfen. Darum ist ein guter und offener Umgang mit Familie und Freunden ein mögliches prophylaktisches Mittel.
  • Prophylaktische Psychotherapie – Insofern man Tendenzen zu depressiven Verstimmungen aufweist oder sich interfamiliär solche Tendenzen häufen, kann es durchaus nützlich sein, eine Therapie zu beginnen, ohne das ein spezieller Fall von Depression vorliegt.

Prognose zur Heilung

Die Prognose zur Heilung ist in aller Regel sehr gut. Allerdings sollte man dabei bedenken, dass man nur erfolgreich gegen eine Depression vorrücken kann, wenn man die Lebensumstände, die diese begünstigten, ändert. Das heißt, dass man sich selbst und ggf. sein Umfeld dergestalt neu strukturiert, dass das Eintreten einer neuerlichen Depression unwahrscheinlich ist.

Einige Betroffene, insbesondere jene, die aus einem schweren familiären Umfeld kommen, müssen bisweilen jeglichen Kontakt zu selbigem Abbrechen, um eine vollständige Heilung zu gewährleisten. Hierüber berät aber der behandelnde Arzt und erarbeitet dazu etwaige Langzeit-Lösungen mit seinen Patienten.

Bei Fällen, in denen nur eine unzureichende oder gar keine Betreuung stattfindet, ist damit zu rechnen, dass es die Krankheit einen wesentlich gravierenderen Verlauf nimmt und sie durchaus im Tode des Patienten enden kann. Zumeist tritt dieser allerdings nicht aufgrund organischer Mängel oder Fehlleistungen ein, sondern in aller Regel durch einen gezielte Selbsttötung des betroffenen Individuums. Um solchen Fällen zu entgehen ist es unablässig, eine gute Prävention zu schaffen und darüber hinaus eine therapeutische Behandlung in Anspruch zu nehmen. Sollte dergleichen ausbleiben ist grundsätzlich mit dem Schlimmsten zu rechnen.

Darüber hinaus kann es sehr sinnig sein, zwecks der Prognose im Einzelfall, in die Familie des Betroffenen zu gucken. Gibt es oder gab es dort bereits Fälle von Depressionen ist es möglich und probat, sich an den Verläufen dieser Fälle zu orientieren. Insbesondere was etwaige Selbsttönungen angeht. Personen aus Familien mit einer Geschichte von Freitoden sind dahingehend oftmals wesentlich enthemmter als Personen aus Familien ohne dieses Phänomen. Somit kann es durchaus sinnvoll sein, sich zwecks einer persönlicheren und nicht allgemeinen Prognose in der eigenen Verwandtschaft umzusehen und ggf. daraus Konsequenzen zu ziehen.

Abschließend jedoch ist zu bemerken, dass die Prognose, wie eingänglich erwähnt, zumeist recht gut aussieht. Dennoch sollte man immer im Hinterkopfe behalten, dass man eine Depression niemals komplett loswird. Sicherlich kann sie temporär verschwinden, aber Menschen, die einmal depressiv waren, haben immer in größeres Risiko, abermals eine neue depressive Missstimmung zu entwickeln, sollten die vorherrschenden Umstände dies begünstigen. Nicht zuletzt darum ist es von äußerster Wichtigkeit, selbst nach einer erfolgreichen Therapie immer die nötigen Vorsichtmaßnahmen zu treffen und sofort dann wieder mit seinem Therapeuten in Kontakt zu treten, wenn sich auch nur das kleinste Anzeichen einer Wiederkehr des vorliegenden Leidens einstellt.


Selbstmord und Selbstverletzung

Wie bereits schon mehrfach erwähnt, verbinden viele Menschen Depressionen automatisch mit Selbstmord und / oder gezielten Selbstverletzungen. Das mag zunächst richtig sein, schrammt aber doch am Kern vorbei. Nicht jede Depression muss zwangsläufig in einem Freitod enden oder den Betroffenen dazu veranlassen, sich selektiv Schmerzen zuzufügen. Nichtsdestotrotz ist dies wesentlich wahrscheinlicher als beispielsweise bei Menschen, die nicht an einer depressiven Missstimmung leiden.

Auch sollte man bei jedem Selbstmord oder Selbstmordversuch nicht allzu oberflächliche Betrachtungen anstellen – oftmals steckt weitaus mehr dahinter als nur eine Depression. Es benötigt schon einiges, um einen Menschen dazu zu drängen, sich freiwillig dem Tode anzubefehlen, anstatt am Leben zu bleiben. Dies liegt nicht zuletzt an dem natürlichen Überlebenstrieb des Menschen, der jedem Individuum grundsätzlich innewohnt. Erst wenn dieser in einem nicht mehr zu reparierendem Maße geschädigt wurde, ist es wahrscheinlich und plausibel, dass es zu einer Selbsttötung kommt. Der Aushebelung dieses natürlichen Überlebenswillens muss jedoch nicht immer gezwungenermaßen eine Depression vorausgehen. Es kann es hierfür auch viele andere Gründe geben. Zumeist handelt es sich dann um spontane Überreaktionen auf Ereignisse, die unüberwindlich scheinende Prämissen schaffen.

Ebenso gilt es ganz klar zu unterscheiden, ob eine tatsächliche Absicht zur Selbsttönung vorlag oder lediglich eine Absicht einen Selbstmordversuch zu unternehmen. Manche Personen benutzten die reinen Versuche dazu, Aufmerksamkeit zu erregen und das allgemeine Interesse in ihre Richtung zu lenken. Derlei Vergalten geht aber oftmals keine Depression voraus, sondern eine Persönlichkeitsstörung – oftmals sind es Narzissten oder Menschen mit einer histrionischen Persönlichkeitsstörung, die zu solchen Mitteln greifen. Individuen, die an einer reellen Depression leiden, unternehmen weitaus seltener reine Versuche, einer Selbsttötung, sondern begehen diese Taten mit der tatsächlichen Absicht, aus dem Leben zu scheiden.

Die Methoden, die für einen solchen Akt Anwendung finden sind oftmals sehr geschlechtsspezifisch. Männer bevorzugen in der Regel sog. „harte Methoden“, während Vertreter des weiblichen Geschlechts tendenziell eher mit „weichen Methoden“ Vorlieb nehmen. Harte Methoden sind beispielsweise Erschießen, Erhängen, Schienensuizid oder Verbrennen. Weiche Methoden dagegen sind häufig die Einnahme von Gift, das Aufschneiden der Pulsadern oder eine Überdosierung mit Schlaftabletten. – Erwiesenermaßen sind die weichen Methoden oftmals weniger zielführend, weshalb statistisch gesehen Frauen Selbstmordversuche wesentlich häufiger überleben als Männer. Auch sollte man bedenken, dass durch das Aufschneiden der Pulsadern nur schwerlich ein Blutverlust zu erzeugen wäre, der ausreichte, um den Tod hervorzurufen. Dieser Prozess kann bis zu einer Stunde und länger dauern und ist darüber hinaus hochgradig unangenehm. Auch die Einnahme einer Überdosis Schlaftabletten ist nur sehr selten von Erfolg gekrönt. Dies liegt primär daran, dass modernen Schlafpräparaten ein Stoff beigemischt ist, der eine Überdosierung schlicht verhindert – nimmt man zu viele dieser Tabletten auf einmal ein, erbricht man sich automatisch und scheidet somit die meisten Wirkstoffe wieder aus.

Auch die Selbstverletzung kann bei depressiven Menschen ein Thema sein. Gleichwohl sie eine immens untergeordnete Rolle spielt und wesentlich häufiger bei anderen Erkrankungen des Geistes auftritt, wie beispielsweise dem Borderline Syndrom. Selbstverletzungen werden oftmals durch sog. „Ritzen“ durchgeführt. Hierbei schneiden sich Betroffene mit Rasierklingen oder anderen besonders scharfen Klingen in die Haut, zumeist die Haut des Armes. Der durch dieses Verhalten bedingte Schmerz kann entweder als notwendige Selbstbestrafung angesehen werden oder gilt den Ausführenden als Medium sich davon zu überzeugen, physisch überhaupt noch am Leben zu sein.

Alles in allem also lässt sich zusammenfassen, dass Selbstmord und Selbstverletzungen zwar im Rahmen einer Depression auftreten können, dies aber nicht gezwungenermaßen müssen. Auch sind die Ausprägungen dieser Phänomene von Fall zu Fall sehr unterschiedlich und kaum verallgemeinert zu betrachten. Man sollte aber dennoch als betroffene Person selbst und als Angehöriger darauf achten, ob eventuell eine Absicht zur Selbsttönung bestehen könnte. Zwar liegt eine solche Absicht schlussendlich immer beim Individuum selbst und es ist sein Recht, sollte dies seinem Willen entsprechen, die Tat auch vorzunehmen, dennoch kann man sehr viel bewegen und potentielle Kandidaten durch gutes Zureden und dergleichen mehr von ihrem Vorhaben abringen und somit deren Leben retten.


Alternative Behandlungsmethoden

Alternative Heilmittel werden immer populärer und das oftmals aus guten Gründen, dennoch sollte man nicht gänzlich nur auf solche setzen, denn auch die Schulmedizin, gleichwohl wie schlecht ihr Ruf bisweilen sein mag, kann diesbezüglich wahre Wunder vollbringen und Patienten heilen. Alternative Heilansätze sind darum eher als Unterstützung zu einer herkömmlichen Therapie anzusehen und sollten eine solche auf keinen Fall zu ersetzen versuchen.
Derartige alternative Heilmittel stehen in ausreichender Zahl zur Verfügung. Hierzu eine kurze Übersicht:

  • Omega-3 Fettsäuren: Viele Heilpraktiker schwören auf die wohltuende Wirkung dieser Präparate und benutzen sie daher zur Behandlung von Depressionen.
  • Hobbys: Wer viele Hobbys hat, der hat meist keine Zeit, über Depressionen nachzudenken. Im Grunde handelt es sich hierbei um eine Art der Beschäftigungstherapie.
  • Glaube: Nicht selten entstehen Depressionen dadurch, dass man sich verloren in der Welt fühlt. Manche Menschen profitieren darum davon, wenn sie sich einer Religion zuwenden, in der sie sich geborgen und aufgenommen fühlen können.

Etwaige alternative Behandlungsmethoden sind unter anderem:

  • Akupunktur
  • Yoga
  • Tai Chi
  • Meditation
  • Autogenes Training
  • Intuitives Malen oder Schreiben
  • Spiritualität
  • Aerobic
  • Lichttherapie

Welche Hausmittel können helfen?

Es gibt eine ganze Reihe potentieller Hausmittel, die bei einer depressiven Verstimmung Abhilfe leisten können. Hierzu gehören unter anderem:

  • Selbststudium: Es lohnt sich sehr, wenn man sich während einer Behandlung oder bereits im Vorfeld mit seiner Erkrankung auseinandersetzt. Hierdurch kann sich das Bild für den patienten aufklaren und er hat eine bessere Kontrolle über sich selbst und sein Leiden.
  • Keinen Alkohol: Alkohol verstärkt negative Emotionen oftmals. Darum führt der Konsum häufig zu einer Verschlechterung der allgemeinen psychischen Symptome. Es ist also tunlichst davon abzuraten.
  • Sich selbst etwas Gutes tun: Depressive Menschen zweifeln nicht selten an ihrem eigenen Wert und behandeln sich dementsprechend eher schlecht. Um aus diesem Teufelskreis zu entkommen, ist es jedoch wichtig, dass Betroffene lernen, sich als wertvoll anzusehen und sich hin und wieder auch mal etwas gönnen. Das stärkt Körper und Seele.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Baldrian
  • Johanniskraut
  • Kardobenedikte
  • Melisse
  • Rosmarin
  • Kirschblüten

Die oben genannten Heilkräuter sind am effektivsten als Tee, Aufguss oder in Pillenform anzuwenden. Hierfür sind selbige zu zerstoßen und oder zu überbrühen und im Anschluss daran entsprechend weiterzuverarbeiten.

Heilpraktiker bieten oftmals bereits fertige Präparate an. Es gilt jedoch im Vorfeld zur Anwendung etwaige Allergien zu erörtern, damit man während der Therapie mit Kräutern keine allergischen Reaktionen an sich selbst verursacht.

Zwecks Dosierung und Anwendungsweise ist es ebenso ratsam, einen Heilpraktiker zu rate zu ziehen.

Man sollte an dieser Stelle jedoch nicht vergessen und außer Acht lassen, dass pflanzliche Präparate keine psychologische Behandlung ersetzen können und sollten. Vielmehr dienen sie dazu, eine solche zu unterstützen und zu begleiten. Darum sind insbesondere die Beruhigung fördernde Pflanzen empfohlen.

Ätherische Öle

  • Basilikum
  • Bergamotte
  • Muskat
  • Rose
  • Lavendel
  • Schafgarbe

Die genannten ätherischen Öle sind entweder im Rahmen einer Aromatherapie anzuwenden, das heißt, dass sie in eine Duftlampe zu geben und dort unter Zugabe von Hitze und Wasser in die Raumluft verdampfen zu lassen sind. Man sie aber auch äußerlich anwenden. Hierbei sollte man allerdings bei einige ätherischen Ölen Vorsicht walten lassen. Besonders Bergamotte kann bspw. phototoxisch wirken. Beide Methoden sind ähnlich probat.

Die Dosierung ist in beiden Fällen von der persönlichen Präferenz abhängig, ist aber bei etwaigen Unsicherheiten mit dem zuständigen Heilpraktiker erörtern.

Aber auch bei Aromatherapien gilt dasselbe wie für alle anderen alternative oder ganzheitlichen Behandlungsansätze: Sie sollte lediglich begleitend zu einer psychotherapeutischen Behandlung zur Anwendung kommen und eine solche nicht zu ersetzen streben. Insbesondere Öle sind empfehlenswert, die das Individuum beruhigen und Stress abbauen können. Es kommt hier nicht nur auf Empfehlungen seitens des Heilpraktikers an, sondern auch ganz klar auf persönliche Präferenzen. Etwas Experimentierfreudigkeit ist also durchaus angebracht und kann darüber hinaus zusätzlich dabei helfen, sich von seinen Depressionen abzulenken. Man schlägt sozusagen zwei Fliegen mit einer Klatsche.

Homöopathie & Globuli

  • Ignatia
  • Causticum hahnemanni
  • Calcium carbonicum
  • Pulsatilla
  • Speia
  • Ambra

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Obgleich es keine speziellen Diäten gibt, die primär der Verhinderung oder der Behandlung von Depressionen dienten, gelten doch einige Vorgaben, inwieweit eine gesunde Ernährung positive Effekte auf eine Depression haben kann. Hierzu gehören unter anderem:

  • Kein Junkfood
  • Auf sog. „Comfort Food“ verzichten
  • Viel Obst und Gemüse
  • Viel frischen Fisch
  • Auf Alkoholika verzichten

Des Weiteren sei abermals erwähnt, dass es keine speziellen Diäten oder Ernährungspläne gibt, die speziell für Depressionspatienten erstellt worden wären. Nichtsdestotrotz kann eine allgemeine gesunde Ernährung diesbezüglich sehr förderlich sein und überdies noch vorbeugend wirken.
Allgemeine Tipps sind daher:
Bedenkenlos konsumieren kann man:

  • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
  • Meeresfrüchte
  • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
  • Hülsenfrüchte
  • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
  • Vollkornprodukte

Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

  • Rotes Fleisch
  • Tabakwaren
  • Raffinierter Zucker
  • Stark fetthaltige Speisen
  • Fertiggerichte
  • Alkoholika
  • Weißes Mehl
  • Fast Food

Man sollte außerdem stets im Hinterkopfe behalten, dass Übergewicht eine immense Belastung für die Psyche darstellen kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie bereits durch andere Vorleiden belastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seine Psyche keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


FAQ – Fragen & Antworten

Begleiten mich meine Depressionen ein leben lang?
Können sie, müssen es aber nicht! Hier liegt es ganz am Patienten. Ist dieser in der Lage dazu, die Gründe zur Entstehung der Depressionen führten zu erkennen, kann er diese aus seinem Leben verbannen und somit einer erneuten Erkrankung aus dem Wege gehen. Gelingt ihm das nicht, bleibt er zeit seines Lebens Opfer seiner Trägheit.

Dennoch sollte man bedenken, dass es sich bei Depressionen ähnlich verhält wie bei Süchten. Man kann eine Sucht zwar überwinden und beispielsweise „trocken“ oder „clean“ sein, man bleibt aber dennoch Zeit seines Lebens potentiell rückfallgefährdet. Ähnlich verhält es sich also auch mit Depressionen. Personen, die dieser Gemütserkrankung einmal anheim gefallen sind, laufen ständig Gefahr, dies wieder zu tun. Selbst nach längeren Phasen der mentalen Gesundheit und Stabilität. Darum müssen Erkrankte stets und stetig darauf achten, sich nicht nur korrekt, sondern auch vorbeugend zu verhalten und zu versuchen, etwaigen Auslösern nach Möglichkeit aus dem Wege zu gehen. Hält man sich an diese Vorsätze und Maßregeln, dürfte es einem jedoch nicht allzu schwer fallen, auch der der Krankheit selbst dauerhaft aus dem Wege zu gehen.

Endet jede Depression in Selbstmord?
Glücklicherweise nicht. Dennoch kommt es vergleichsweise häufig vor. Gerade darum ist es wichtig, sowohl für Patienten als auch für Angehörige, dass sie versuchen, die Situation zu lösen, bevor es zu spät ist.

Dennoch sollte man auch an dieser Stelle die Persönlichkeitsrechte des Individuums nicht allzu stark einschränken. Der Freitod mag ein gesellschaftlich verpöntes Image besitzen, dennoch ist es das gute Recht jedes Menschen, nach eigenen Konditionen aus dem Leben zu scheiden. Eine Selbstmordabsicht mit allzu drastisch Mitteln unterbinden zu wollen erfüllt darum in den meisten Fällen nicht den erwünschten Zweck und wirkt sogar eher kontraproduktiv. Dennoch kann es hilfreich sein, selbstmordgefährdeten Personen ein Gespräch anzubieten und versuchen sie schonen davon zu überzeugen am Leben zu bleiben. Sollte dies misslingen, ist es für den Außenstehenden, so hart es auch sein mag, am sinnigsten, die Entscheidung des Gegenübers zu akzeptieren und zu lernen sich damit abzufinden.

Müssen Depressionen immer medikamentös behandelt werden?
Sicherlich nicht. Dennoch ist ein solches Vorgehen in vielen Fällen sehr hilfreich und auch nicht weiter abzulehnen. Personen, die jedoch komplett auf Medikamente verzichten wollen, können einer Depression auch in 90% der Fälle durch Psychotherapie alleine entkommen. Dennoch sollte man an dieser Stelle zu bedenken geben, dass ein solches Vorgehen ungleich schwerer ist und größere Anstrengungen erfordert. Anstrengungen jedoch erfordern Kraft und Kraft ist eine Ressource, über die depressive Menschen oftmals nur in besonders geringfügigem Maße verfügen. Darum sollte man sich die Entscheidung, ob man auf Antidepressiva verzichten möchte oder nicht, nicht allzu leicht machen und tief in sich gehen und sich fragen, ob man sich selbst als stark genug einschätzt, um auch ohne diese Hilfe in der Lage dazu zu sein, der Krankheit Herr zu werden. Außerdem ist es sehr zu empfehlen in diesen Fällen den Anweisungen der Ärzte Folge zu leisten und diese nicht leichtfertig zu ignorieren. Depressionen sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern immer als die potentiell lebensbedrohliche Krankheit verstehen, die sie ist.

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