Hausarzt

HausarztJeder kennt sie seit der frühen Kindheit. Jeder hat einen und wer keinen hat, sollte sich dringend einen zulegen. Die Rede ist natürlich von Hausärzten.

Diese niedergelassenen Ärzte sind wohl das Sinnbild für Mediziner. Sie betreuen ihre Patienten meist über Jahre oder Jahrzehnte hinweg und dienen darüber hinaus oftmals der ganzen Familie ALS medizinischer Ansprechpartner.

Sie haben wohl unter allen Ärzten die längste Tradition. Auch wenn sie heute nicht mehr oft direkt ins Haus kommen, wie es noch aus alten Zeiten in ihrem Namen steckt, sondern sich die Patienten bei ihnen in der Praxis behandeln lassen, sind sie immer noch die erste Adresse bei Erkrankungen aller Arten.

Was genau zeichnet Hausärzte aus?

Hausärzte sind studierte Mediziner, die sich im Laufe ihrer Karriere für das Spezialfeld „Allgemeinmedizin“ entschieden haben. Aber auch Internisten können sich als Hausärzte mit einer Praxis niederlassen.

Die Spezialisierung auf Allgemeinmedizin ermöglicht es dem Hausarzt, dass er Krankheiten und Leiden aus allen medizinisches Bereichen schnell erkennen, einordnen und kategorisieren kann. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn die Krankheit eines speziellen anderen Facharztes bedarf, da der Allgemeinmediziner die Person ist, die den Patienten zu einem solchen überweist.

Des Weiteren können Hausärzte natürlich auch selbst weitergehende Diagnosen stellen und darüber hinaus medikamentöse Behandlungen einleiten. Außerdem nehmen sie auch sehr kleine Eingriffe vor, die oft keiner Betäubung bedürfen. Dazu zählen Fäden ziehen nach einer Operation, das Aufstechen von eitrigen Abszessen, das Entfernen von Zecken oder anderen Insekten usw.

Auch die Geschichte der Hausärzte ist lang. Ihr Name rührt daher, dass sie früher zumeist über das Land fuhren und direkt zu den Patienten in die Häuser kamen oder bei Notfällen zu den Patienten gerufen wurden. Das geschieht heutzutage nur noch selten, insbesondere bei bettlägerigen Patienten, die es nicht mehr selbstständig in die Praxis schaffen.

Darüber hinaus sind Hausärzte oft nicht nur Ansprechpartner in medizinischen Fragen, sondern treten auch sonst beratend in Erscheinung. Das heißt, dass man mit Fragen rund um gesundheitliche Themen wie Diäten, Fasten, Sport usw. zu ihnen kommen kann. Zudem sind sie auch psychologisch geschult und können auch Probleme mentaler Natur feststellen und Patienten empfehlen einen Psychologen aufzusuchen.

Das Tätigkeitsfeld von Hausärzten umspannt sozusagen den gesamten Bereich der bekannten Medizin, ohne die meisten Fachrichtungen jedoch ersetzen zu wollen oder zu können. Vielmehr befähigt die Allgemeinmedizin den Arzt dazu, Krankheiten korrekt zuzuordnen und dem Patienten somit einen Schubser in die richtige Richtung geben zu können. Dies oftmals mittels einer Überweisung, insofern sich das medizinische Problem nicht durch den Sachverstand des behandelnden Hausarztes lösen lassen kann.

Wie behandelt und therapiert ein Hausarzt seine Patienten?

Diese Frage ist an sich in Kürze kaum zu beantworten, denn die dem Hausarzt zur Verfügung stehenden Methoden zur Behandlung und Therapie seiner Patienten sind zu umfangreich, um sie alle aufzuzählen.

Eine Behandlung findet immer der vorliegenden Krankheit entsprechend statt. Das bedeutet also, dass die Techniken, die der Hausarzt zur Behandlung anwendet, ebenso vielfältig sind, wie die Krankheiten, mit denen Patienten in seine Praxis kommen, selbst. Denn selbst wenn er nicht in der Lage oder dazu befugt ist helfend einzuschreiten, sondern eine Überweisung zu einem anderen Facharzt ausstellen muss, ist es ihm dennoch möglich zumindest erste Versuche zu unternehmen, das Leid des Patienten etwas zu lindern. Dazu gehört das verschreiben von Medikamenten, Physiotherapie oder medizinischen Massagen.

Bedürfen die vorliegenden Krankheiten jedoch keiner Überweisung zu einem anderen Facharzt, um angemessen behandelt werden zu können, so wird der Hausarzt oftmals ein Medikament gegen das Leiden verschreiben. Dies gehört zu den primären Ansätzen seiner Heilungsmethoden. Darüber hinaus wird er einem erklären, wie das Medikament wirkt und warum es gerade dieses Medikament sein sollte. Auch weitere nützliche Hinweise werden oftmals gegeben, die beinhalten zumeist Ernährungstipps oder oder Warnungen welche Aktivitäten während der Einnahmedauer des Medikamentes zu unterlassen sind. Aber auch mahnende Worte bleiben nicht immer aus, insbesondere dann nicht, wenn man den Hausarzt schon länger kennt und er bemerkt, dass man seine Gesundheit schleifen lässt.

In vielen Fällen also agiert der Hausarzt nicht nur als Steller von Diagnosen und Behandler von Krankheiten, sondern auch als Berater des Patienten.

Welche diagnostischen Mittel stehen dem Hausarzt zur Verfügung?

Hausärzte haben oft einen großen und guten Überblick über die gängigsten Krankheiten, darüber hinaus betreuen sie oft eine große Anzahl von Patienten, die darüber hinaus ebenso oft an ähnlichen Krankheiten leiden. Dieser Umstand ermöglicht es dem Hausarzt eine gewisse Routine in der Diagnostik zu entwickeln.

Sind also die Erfahrungen des Hausarztes groß genug, so wird er spielend dazu in der Lage sein, die meisten Krankheiten direkt mit einem Blick diagnostizieren zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Hausärzte sich oftmals der Blickdiagnose bedienen, aber natürlich tasten sie auch ihre Patienten ab und hören mithilfe eines Stethoskops in sie hinein.

Aber auch klinischer anmutende Methoden zur Diagnose stehen dem Arzt zur Verfügung, so ist das Entnehmen von Blutproben, Urin- oder Stuhlproben oder Gewebeabstrichen auch keine Seltenheit und hilft dabei unsichere Krankheitsfälle sicher diagnostizieren zu können. Hierbei wertet der Hausarzt die Proben jedoch nicht selbst aus, sondern schickt sie an ein Labor und stellt seine Diagnose aus den vom Labor gewonnene Erkenntnissen.

Auch eingehende Gespräche können einem Hausarzt oftmals als guter Indikator für das Stellen einer korrekten Diagnose dienen. Denn der Patient weiß immer noch am besten, wo es ihm wehtut. Darum ist es wichtig, dem behandelnden Hausarzt gegenüber stets ehrlich zu sein und keine Symptome, aus welchen Gründen auch immer, zu verschweigen oder herabzuspielen. Im Zweifel kann solch unverantwortliches Verhalten zu Fehldiagnosen führen, die eine Heilung der Krankheit erschweren oder verhindern können.

Auch Beratungen mit Kollegen oder anderem medizinischen Fachpersonal dienen dem Hausarzt oftmals als probates Mittel zum Stellen einer Diagnose.

Worauf sollte man bei der Wahl des Hausarztes achten?

Bei der Wahl des Hausarztes ist es wichtiger als bei der Wahl aller anderen Ärzte, darauf zu achten, dass die Chemie stimmt! Ein Hausarzt begleitet den Patienten oftmals über Jahre oder Jahrzehnte hinweg. Optimalerweise entsteht während dieser Zeit ein vertrauensvolles wenn nicht gar freundschaftliches Verhältnis.

Darum ist tunlichst darauf zu achten, dass man den Hausarzt sympathisch findet. Sollte dies nicht der Fall sein, ist einem dringend dazu geraten, den Arzt zu wechseln, insofern dies möglich ist.

Meistens findet man gute Hausärzte in seiner Umgebung durch Empfehlungen von Verwandten oder Bekannten oder wächst gar mit ihnen auf und übernimmt einfach denselben Arzt wie Eltern und größere Geschwister.

Die Hygiene der Praxis ist ebenso ausschlaggebend. Man wird diesen Arzt häufiger sehen als alle anderen Ärzte, also muss man sich in der Praxis auch wohlfühlen.

Es schadet auch nichts sich vorab beispielsweise im Internet über die Ärzte in seiner Nähe zu informieren. Ein guter Ruf ist schließlich die Visitenkarte eines jeden niedergelassenen Arztes!

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