Allgemeinmediziner

Allgemeinmediziner arzt

Ein Allgemeinmediziner ist darauf spezialisiert, Erkrankungen aller Fachgebiete zu erkennen, schnell geeignete Maßnahmen zu ergreifen und den Patienten gegebenenfalls an einen anderen Spezialisten zu überweisen.

Daher stellt er auch die erste Anlaufstelle für Symptome und Beschwerden aller Art dar. Die meisten Hausärzte haben eine Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin absolviert.

Was ist ein Allgemeinmediziner?

 

Die Allgemeinmedizin ist eine der 33 medizinischen Fachgebiete in Deutschland. Der Arbeitsbereich dieser Ärzte beinhaltet die seelische und körperliche Grundversorgung von akuten und chronischen Gesundheitsstörungen. Auch die Vorsorge (Prävention) und Rehabilitation gehören zu diesem Fachgebiet.

Ein Allgemeinarzt muss also in erster Linie die Symptome einer Krankheit zuordnen. Je nach Diagnose kann er dann entweder selber eine Behandlung vornehmen oder den Patienten an einen geeigneten Facharzt weiterleiten. Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder chronischer Bluthochdruck gehören zum Fachgebiet der Allgemeinmedizin und werden daher von diesen Ärzten behandelt und begleitet.

Neben der Therapie und Prävention von Erkrankungen übernehmen Hausärzte auch eine beratende Funktion. So stehen sie den Patienten für Fragen zu den Beschwerden, der Erkrankung, den Medikamenten, der Ernährung oder Sport zu Verfügung. Anfang 2005 gab es in der Bundesrepublik Deutschland etwa 40.000 Allgemeinmediziner.

 

Zu den häufigsten Anlässen für einen Besuch bei einem Allgemeinmediziner gehören: 

 

Allgemeinmediziner besitzen also Kenntnisse in allen Tätigkeitsfeldern der bekannten Medizin. Sie haben sich allerdings nicht auf ein bestimmtes Fachgebiet spezialisiert, sondern darauf, Symptome aller Bereiche zu erkennen und anschließend einzuschätzen, ob diese direkt behandelt werden können oder von einem Spezialisten begutachtet werden sollten.

Neben den körperlichen Beschwerden können Allgemeinmediziner auch Psychische Erkrankungen feststellen und dem Patienten gegebenenfalls eine Therapie anordnen. Auch die Gewalt- und Suchtprävention gehört zu den Themengebieten der Allgemeinmedizin.

 

 Allgemeinmediziner sind darauf spezialisiert, alle bekannten Krankheiten zu erkennen. Je nach Erkrankung können sie die Behandlung und Prävention dann selbst übernehmen oder aber die Überweisung zu einem angemessenen Facharzt verordnen.

 

Allgemeinmediziner absolvieren nach dem Studium der Humanmedizin eine Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin. Drei Jahre lang wird die Innere Medizin erlernt, die zum Beispiel auch eine unmittelbare Patientenversorgung umfasst. Zwei Jahre der Weiterbildung befassen sich mit der hausärztlichen und ambulanten Versorgung. Hinzu kommen weitere Stunden zur psychosomatischen Grundversorgung. Das Ziel eines Allgemeinarztes ist die bestmögliche medizinische Versorgung seiner Patienten. Diese schließt auch den Schutz von Unter-, Über, oder Fehlversorgung (z. B. von Medikamenten oder Nahrung) ein.

 

Die Aufgaben eines Allgemeinmediziners im Überblick

 

  • Die Früherkennung von Krankheiten
  • Gesundheitsvorsorge, Gesundheitsnachsorge und Gesundheitsförderung
  • Die Diagnose und Behandlung von jeglichen Erkrankungen (z. B. auch Notfallmaßnahmen bzw. die Behandlung von lebensbedrohlichen Krankheitszuständen)
  • Die allgemeine medizinische Betreuung von chronisch kranken, alten und behinderten Menschen
  • Die Veranlassung von Maßnahmen zur Rehabilitation
  • Das Zusammenarbeiten mit anderen Fachärzten, Gesundheitsberufen oder Gesundheitseinrichtungen (z. B. Krankenhäuser)
  • Der Gesamtüberblick über körperliche, seelische und soziale Hilfe für Patienten sowie deren Verknüpfung

Allgemeinmediziner und Hausarzt

 

Allgemeinmediziner und Hausärzte werden oft für ein und dasselbe gehalten. Es stimmt auch, dass ein Hausarzt meistens Allgemeinmedizin studiert hat. Der Hausarzt kann aber auch eine Weiterbildung in der Inneren Medizin oder der Inneren und Allgemeinmedizin abgeschlossen haben. Allgemeinmediziner können außerdem auch in anderen Bereichen der Medizin arbeiten, ob freiberuflich oder in einem Angestelltenverhältnis. Ein Allgemeinarzt kann in folgenden Bereichen tätig sein:

 

  • Eigene Praxis (Ordination)
  • Gruppenpraxis oder Großpraxis (Ambulatorium)
  • In Krankenhäuser oder Universitätskliniken
  • Im Rettungswesen
  • In Kur- oder Rehabilitationsanstalten
  • Bei der Polizei
  • Bei der Bundeswehr
  • Bei Verwaltungsbehörden

Allgemeinmediziner sind aber auch in weiteren Tätigkeitsfeldern wie zum Beispiel in Schulen, in der Arbeitsmedizin, der Forschung, der pharmazeutischen Industrie, dem Versicherungswesen oder der Planung und Qualitätssicherung zu finden.

Diagnose- & Untersuchungsmethoden

 

Da die Allgemeinmedizin zahlreiche, sehr unterschiedliche Erkrankungen und Beschwerden umfasst, sind auch die Behandlungsmethoden äußerst vielfältig. Der Allgemeinarzt muss erkennen, welche Erkrankungen oder Gesundheitsschädigungen hinter den Symptomen stecken könnten. Der erste Schritt und somit ein Schwerpunkt der Allgemeinmedizin ist also das Zuordnen der entsprechenden Krankheit.

 

Methoden für die Diagnosestellung:

 

  • Anamnese (z. B. Fragen nach Medikamenteneinnahme, Vorerkrankungen, Allergien oder Krankheiten in der Familie)
  • Körperliche Untersuchung (z. B. Abtasten, Stethoskopie oder Blickdiagnose)
  • Apparative (z. B. Ultraschall, Röntgen oder EKG)
  • Labordiagnostik (z. B. Blut-, Urin– oder Stuhlprobe)

Wenn der Allgemeinarzt die Erkrankung ganz oder teilweise zugeordnet hat, kann er entscheiden, ob der Patient direkt behandelt oder zu einem Facharzt überwiesen werden sollte. Insofern der Befund nun in die Themengebieten des Allgemeinarztes fällt, kann dieser die Behandlung selber vornehmem.

Behandlungen & Therapie

 

Da die Themengebiete der Allgemeinmedizin sehr umfangreich sind, gibt es auch eine Vielzahl an Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten. Wenn eine Überweisung zu einem anderen Facharzt notwendig ist, verordnet der Allgemeinarzt oftmals schon im Vorfeld Symptom– und schmerzlindernde Maßnahmen bzw. Medikamente.

Bei Erkrankungen, die in das medizinische Fachgebiet der Allgemeinmedizin fallen, kommen je nach Erkrankung andere Behandlungen und Therapien in Frage. So kann der Arzt beispielsweise bei einer einfachen Erkältung Bettruhe verschreiben, bei einer bakteriellen Infektion Antibiotika verabreichen und wenn nötig eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung aushändigen.

Er kann dem Patienten aber auch eine geeignete Ernährung empfehlen oder zum Beispiel Transfusions-, Infusions- und Blutersatztherapien durchführen. Der Allgemeinmediziner erklärt dem Patienten außerdem was beim jeweiligen Befund zu beachten ist, welche Wirkung und mögliche Risiken die gewählte Behandlung hat und worauf generell zu achten ist.

So können zum Beispiel bei Diabetes die Notfallmaßnahmen geschult, das Insulin-Spritzen erläutert und ein Ernährungsplan verschrieben werden.

Worauf sollte der Patient achten?

 

Da es vergleichsweise viele Allgemeinärzte gibt, ist es in den meisten Fällen möglich, den Arzt zu wechseln, falls es menschlich nicht passt. Allerdings sollte möglichst ein Allgemeinarzt beibehalten werden, da so die beste Diagnose und Behandlung erzielt werden kann. Je länger der Arzt den Patienten kennt, desto schneller kann er mögliche Erkrankungen erkennen und geeignete Behandlungen empfehlen.

Wie bei allen Arztpraxen ist natürlich auch die Sauberkeit und Hygiene sehr wichtig. Außerdem sollte das Praxisteam respektvoll und freundlich sein. Ein guter Allgemeinarzt nimmt sich Zeit für seine Patienten, beantwortet Fragen ausführlich, respektiert die Intimsphäre und berücksichtigt mögliche Wünsche oder Ängste.

Da es viele Allgemeinmediziner gibt, kann auch der Standort für die Patienten ausschlaggebend sein. So kann die Praxis auch trotz Fieber, Gelenkschmerzen oder Übelkeit leicht erreicht werden.

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