Internist

InternistEin Internist, auch Doktor der inneren Medizin genannt, hat sich für eine Spezialisierung auf die nicht-chriurgische Heilung von Erwachsenen spezialisiert.

Darüber hinaus bieten Internisten meist zusammenhängende Langzeittherapien für gewöhnliche und komplexe Krankheiten an.

Der Internist kann als hauptsächlich behandelnder Arzt in Erscheinung treten und als Berater für andere Ärzte hinzugezogen werden. Auch eine Tätigkeit in Forschung und Lehre ist oftmals ein Feld der Betätigung.

Was genau zeichnet einen Internisten aus?

Wie bereits aus der Einleitung deutlich wird, beschäftigen sich Internisten primär mit der Behandlung innerer, also körperinterner Krankheiten. Rein äußerlich Krankheiten wie z.B. Hautleiden oder Schönheitsmängel sind dagegen die Ressorts von Dermatologen und Schönheitschirurgen.

Insbesondere zeichnet sich seine Methodik in Diagnostik und Behandlung dadurch aus, dass er auf chirurgische Eingriffe verzichtet. Auch können Internisten mitunter eine Funktion als Hausarzt für ihre Patienten einnehmen und sind damit in der Position die Personen in ihrer Pflege zusammenhängend über längere Zeiträume hinweg zu behandeln. Das schafft Vertrauen und hilft dem Arzt bei der Determination etwaiger Krankheiten und dem allgemeinen Stellen von Diagnosen.
Sie können sowohl als niedergelassene Ärzte wirken, als auch in Krankenhäusern angestellt sein, zudem führen sie, beispielsweise in Altenheimen, auch öfters Hausbesuche durch.

Obwohl sie, wie bereits erwähnt, selbst keine chirurgischen Eingriffe vornehmen, koordinieren sie doch oftmals die interne und chirurgische Behandlung ihrer Patienten mit anderen Ärzten wie bspw. Chirurgen usw.

Durch den Einsatz der Internisten als Hausarzt oder Arzt des Vertrauens ist es ihnen möglich persönliche Bindungen zu ihren Patienten aufzubauen – das stärkt das gegenseitige Vertrauen und hilft Arzt und Patient offen und ehrlich miteinander umzugehen.

Hauptaugenmerk ihrer Behandlungen liegt darin, die Patienten zu examinieren, Diagnosen zu stellen und akute Krankheiten zu behandeln (z.B. Infektionen, Grippe usw.) zudem behandeln sie auch chronische Krankheiten wie Diabetes, Blutchhochdruck uvm. Darüber hinaus helfen sie ihren Patienten auch dabei, gegen Krankheiten effektiv vorzubeugen und helfen Suchtkranken dabei, deren Süchte zu überwinden.

Des Weiteren können sie Rezepte für Medikamente ausstellen, Impfungen durchführen, Überweisungen ausstellen und ggf. Langzeit-Behandlungen mit anderen Ärzten oder Fachärzten koordinieren.

Wie behandeln Internisten ihre Patienten?

Noch vor etwa 100 Jahren war beinahe jeder Arzt in erster Linie ein Internist. Chirurgen galten bloß als bessere Metzger und es gab keine formale Ausbildung für sie. War eine Operation nötig konsultierte man meist einen Barbier. Ärzte zu dieser Zeit diagnostizierten beinahe ausschließlich mithilfe ihres Wissens der menschlichen Anatomie und behandelnden ihre Patienten mit Medikamenten und / oder Kuren. Eingriffe blieben, bis auf äußerlich auftretende Krankheiten (Abszesse, Ekzeme usw.), eher selten.

Mit dem Voranschreiten des medizinischen Wissens im letzten und diesem Jahrhundert, spezialisierten sich Ärzte immer mehr, um das größere Wissensspektrum besser abdecken zu können. – So auch Internisten.

Manche diagnostischen Mittel haben sich in den letzten hundert Jahren dennoch kaum verändert. So examinieren Internisten ihre Patienten zunächst immer noch meist mittels direkter physischer Tests. D.h. sie testen die Reflexe des Patienten, betasten dessen Körper um etwaige Knoten und / oder Schwellungen oder dergleichen mehr festzustellen und versuchen durch gezielte Fragen zu klären, woran der Patient möglicherweise leiden könnte.

Inzwischen stehen ihnen aber auch genauere diagnostische Mittel zur Verfügung. So bedienen sie sich häufig Blut- oder Urintests, auch Stuhl- oder Gewebeproben können dem Arzt in gewissen Fällen bei der Diagnose weiterhelfen. Ein erfahrener Internist ist aber oft schon bereits durch bloßes Anschauen des Patienten imstande, dessen Zustand und Gesundheit grob zu identifizieren und dementsprechend weitere Tests vorzunehmen.

Die Behandlung selbst ist meist rein medikamentöser Natur und beinhaltet das gezielte Verschreiben von Medikamenten gegen die Gebrechen des Patienten. Dazu gehören Kurz- sowie Langkuren, aber auch klassische Kuren können vom Internisten angeordnet werden. Stimmt die Krankenkasse hinsichtlich eines Kuraufenthalts mit dem Internisten überein, kann der Patient für einen kürzeren oder längeren Zeitraum seiner Beschwerden entsprechend einen Kurort besuchen.
Suchtkranke Menschen behandeln Internisten meist ebenso medikamentös, geben ihnen aber auch nützliche Tipps und Adressen an die Hand.

Da sie selbst keine chirurgischen Eingriffe vornehmen, außer sie sind geringfügiger Natur, wie bspw. Warzenentfernung, Fäden ziehen und dergleichen, übermitteln sie Patienten, die einer OP bedürfen, an einen Chirurgen, der ihnen helfen kann.

Welche diagnostischen Mittel hat ein Internist?

Diese Frage wurde zum Teil schon in den vorhergehenden Punkten beantwortet. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass sich Internisten der gängigen diagnostischen Mittel bedienen, wie z.B. Bluttests, Gewebeproben, Sekretproben, auch Urin und Kot können zu Testzwecken untersucht werden.

Die entnommenen Proben werden jedoch meist nicht durch den behandelnden Internisten selbst ausgewertet, sondern an ein Labor geschickt. Der Internist prüft und interpretiert nach Erhalt der Ergebnisse aus dem Labor lediglich die Werte und stellt aus ihnen eine Diagnose. Stimmt diese mit den Symptomen und dem Empfinden des Patienten überein, initiiert er eine Behandlung mit Medikamenten oder weist, die jedoch meist nur bei Patienten mit chronischen Erkrankungen, einen Kuraufenthalt an.

Vermutet der Internist ein Leiden im Patienten, das nicht durch die Gabe von Medikamenten behandelt werden kann, stellt er Überweisungen an andere Fachärzte aus. – Auch ist es ihm, je nach Ausstattung der Praxis oder des Krankenhauses möglich, den Patienten mittels Röntgenaufnahme, Ultraschall oder anderer Imaging-Therapien zu untersuchen. Dadurch erhält der Internist einen Einblick ins Innere des Patienten, ohne dass es dazu aggressiver Behandlung bedarf. Solche Scannings finden aber meist unter Aufsicht eines Radiologen statt, da dies in der Regel nicht in die exakte Expertise des Internisten fällt.

Aber auch die gute alte Examination des Patienten mithilfe der Hände des Arztes ist noch Gang und Gäbe. Also das Abtasten und Erfühlen möglicher Krankheiten oder Fehlbildungen. Einem erfahrenen Internisten reicht dies oft schon aus, um eine recht sichere Diagnose stellen zu können. Damit kann er auf weitergehende Tests verzichten, was ihm und dem Patienten Zeit und Nerven spart.

Alles in allem sind die diagnostischen Mittel, die einem Internisten zur Verfügung stehen, sehr zahlreich und zur Identifikation der meisten Krankheiten mehr als ausreichend.

Worauf sollten Patienten achten?

Bei der Wahl des passenden Internisten sollten Patienten tunlichst darauf achten, dass sie Vertrauen zu ihrem Arzt fassen können. Können sie das nicht oder ist der Arzt ihnen von vorneherein unsympathisch, sollten sie darüber nachdenken, insofern die Möglichkeit besteht, den Arzt zu wechseln. Die Bindung zwischen Arzt und Patient ist besonders bei Internisten sehr wichtig, da sie, wie bereits erwähnt, in vielen Fällen als Hausärzte fungieren und deshalb in regelmäßigen Abständen konsultiert werden. Da kann es immens störend sein, wenn der Patient dem Arzt gegenüber Ressentiments hat.

Ansonsten ist auf Hygiene und Ausstattung der Praxis oder Klinik wertzulegen.
Beachtet man diese Tipps, sollte einer guten Beziehung zwischen behandelndem Arzt und Patienten auch auf lange Sicht nichts im Wege stehen.

Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns:

Bitte bewerten Sie diesen Artikel
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (99 Stimmen, Durchschnitt: 4,49 von 5)
Loading...

 Rechtliche Hinweise