Radiologe


RadiologeEin Radiologe verwendet elektromagnetische Strahlen, um Bilder von den erkrankten Körperteilen des Patienten zu bekommen.

Diese Bilder werden verwendet, um Krankheiten zu erkennen, eine passende Diagnose zu stellen und die richtige Therapie einzuleiten. Genutzt werden hierzu die Computertomographie, die Sonographie und die Magnetresonanztomographie. Wenn man Radiologe werden möchte, braucht man ein abgeschlossenes Medizinstudium, und eine fünfjährige Weiterbildung zum Radiologen.

Was ist ein Radiologe?

In der Radiologie ist das Thema hauptsächlich die Diagnose bei erkrankten Patienten, so dass der Arzt anschließend über die weitere Behandlung entscheiden kann. Hierzu werden unterschiedliche bildgebende Verfahren eingesetzt. Im Bereich der Behandlung beschäftigt sich die Radiologie mit der Strahlentherapie, die meistens zur Behandlung von Krebspatienten verwendet wird.

Behandlungen & Therapie

In der Radiologie verwendet man elektromagnetische Strahlen (Röntgenstrahlen) und Ultraschall (mechanische Wellen). Beides kann in der Diagnose und in der Therapie der Patienten eingesetzt werden. Grundsätzlich arbeiten Radiologen mehr im Bereich der Diagnose von Erkrankungen.

Mit Hilfe der Radiologie lässt sich beispielsweise ein Krebstumor erkennen. In der Therapie werden radiologische Bestrahlungen sehr häufig bei der Behandlung von Krebspatienten verwendet. Um einen Tumor zu bekämpfen, werden ionisierende Strahlen eingesetzt.

Bei der Nuklearmedizin werden mit Hilfe von Medikamenten sehr kleine radioaktive Teile in den Körper des Patienten gebracht. Die Medikamente gelangen zu den erkrankten Zellen, und zerstören diese von innen heraus. Dadurch wird das umgebende gesunde Gewebe besser geschützt. Die Radiologie wird auch in der Notfallmedizin verwendet, bei ernsten Verletzungen oder bei Schlaganfällen. Die Ärzte erhalten so eine Grundlage für Operationen, die sie durchführen müssen.

Diagnose- und Untersuchungsmethoden

Als Radiologe ist man hauptsächlich in der Diagnostik tätig. Hier verwenden Radiologen viele unterschiedliche Geräte, um gute Darstellungen der menschlichen Körperteile bzw. vom Inneren des Körpers zu bekommen. Sehr wichtig ist der Röntgenapparat, mit dem man Brüche sehr gut darstellen kann oder auch Fremdkörper definieren.

Außerdem wichtig ist die Computertomographie (CT). Hier kann man die einzelnen Gewebeschichten und Gefäße präzise und genau darstellen. Um ein möglichst genaues Bild zu erhalten, werden häufig Kontrastmittel verwendet. Mit ihnen kann man die Stoffwechselaktivitäten in verschiedenen Körperteilen erkennen.

Mit einer Magnetresonanztherapie (MRT) bekommt man eine noch genauere Darstellung des entsprechenden Körperteils, diese Methode ist aber auch teurer. Der Körper des Patienten ist bei dieser Methode keiner Belastung durch Strahlen ausgesetzt, wie z.B. bei der Computertomographie oder bei Röntgenaufnahmen. Außerdem benutzen Radiologen die Sonographie, PET und PET-CT, Szintigraphie und den Ultraschall. Die genauen Bilder des Körperinneren werden immer häufiger für kleinere minimalinvasive Eingriffe genutzt. Wichtige Untersuchungen für Radiologen sind die Durchleuchtung, die Mammographie, die Urographie und die Aniographie (Darstellung der Gefäße).

Bei der Strahlentherapie werden Linearbeschleuniger eingesetzt, hierbei wird aber nur ein Teil des Körpers bestrahlt.(die sog. Teletherapie). Strahlentherapie kann man bei gut und bei bösartigen Erkrankungen verwenden.

Worauf sollte der Patient achten?

Welchen Radiologen man ausfällt, sollte davon abhängen, welche Geräte dieser zur Verfügung hat und wie die Verdachtsdiagnose lautet. Wenn es sich um einen Notfall handelt oder schnell reagiert werden muss, gibt es für den Patienten häufig keine Möglichkeit, einen Radiologen auszuwählen. Wichtig ist die Fähigkeit des Radiologen, die erhaltenen Bilder richtig auszuwerten.

Auch bei einzelnen Untersuchungen sollte man auf bestimmte Dinge achten: z.B. dürfen schwangere Patientinnen nicht mit Hilfe der Computertomographie untersucht werden, da die Strahlen dem Ungeborenen schaden können. Bei Erkrankungen der Schilddrüse sollte man ebenfalls vorsichtig sein: hier kann ein Kontrastmittel, das Jod enthält, für den Patienten gefährlich werden.

Häufig wird der Patient nach der Radiologie an andere behandelnde Ärzte übergeben, und spricht eventuell mit dem Radiologen gar nicht persönlich. Bei einer Strahlentherapie arbeitet der Radiologe länger mit einem Patienten zusammen, hier ist es von Vorteil, wenn auch das persönliche Verhältnis Arzt-Patient positiv abläuft. Bei Problemen sollte man immer das direkte Gespräch suchen.

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