Nuklearmedizin

Diagnose und Therapien mit radioaktiven Substanzen

Behandlung NuklearmedizinBei der Nuklearmedizin werden radioaktive Substanzen in den Körper eingebracht.

Hierbei wird die Funktion und die Lokalisierung von Organen und Tumoren überprüft.

Dieser Bereich der Medizin wird in der Diagnostik und in der Therapie eingesetzt und erzielt in der Regel gute Erfolge.

In diesem Ratgeber informieren wir Sie umfassend zum Thema Nuklearmedizin. 

Was ist Nuklearmedizin?

Bei der Nuklearmedizin werden radioaktive Substanzen eingesetzt, welche dem Arzt dabei helfen, die Funktion von Organen zu überprüfen. Außerdem werden Tumore und Krebserkrankungen damit behandelt. Mit der Nuklearmedizin können die Funktionen der Organe beurteilt werden.

Der Patient bekommt die radioaktiven Mittel in die Vene gespritzt, über die diese dann in die Organe gelangen. Dort werden die Mittel eingelagert und strahlen dort aus. Diese Strahlen werden von einem Gerät erfasst und ergeben Bilder, welche der Arzt beurteilt.

Zur Behandlung von Schilddrüsentumoren wird radioaktives Jod eingesetzt. Das radioaktive Jod wird hauptsächlich von der Schilddrüse aufgenommen und zerstört so besonders gut Tumore in diesem Organ.

Eine weitere Möglichkeit ist die Behandlung von Knochenmetastasen. Diese haben einen beschleunigten Stoffwechsel und nehmen so die radioaktiven Substanzen besser auf. So werden die Metastasen zerstört. Es lässt sich zudem eine gute Schmerzlinderung erreichen.

Ursprung und Entwicklung:

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Radioaktivität entdeckt. 1923 wurde die Aufnahme von Radioaktivität in einer Pflanzenzelle nachgewiesen. Daraufhin wurde das Verfahren immer weiter erforscht.

Erste radioaktive Mittel wurden schließlich auch am Menschen eingesetzt und deren Wirkung erforscht. 1950 wurde es dann möglich, Bilder zu erstellen, welche durch die Strahlung der Mittel entstehen. Seitdem ist das Verfahren in der Medizin üblich und wird allgemein angewendet.

Funktion, Wirkung & Ziele – Behandlungen und Therapien:

Die Nuklearmedizin wirkt meist sehr gut. Das Ziel der Behandlung ist zum einen die Zerstörung von Krebszellen und die Schmerzlinderung bei Krebspatienten.

Eine andere Möglichkeit der Einsetzung von radioaktiven Mitteln ist die Beurteilung einzelner Organe. So kann der Arzt die Funktion und Gesundheit der Organe überprüfen und beurteilen.

  • Zerstörung von Krebszellen
  • Zerstörung von Tumoren
  • Diagnose

Durchführung und Wirkungsweise:

Der Patient bekommt die radioaktiven Mittel entweder über die Armvene injiziert oder als Kapsel verabreicht. Die Mittel, welche gespritzt werden, gelangen über die Blutbahn in die betroffenen Organe und lagern sich dort ein. Durch die Strahlung, welche die Mittel aussenden, werden Bilder erstellt, welche der Arzt beurteilen kann. Dieser Vorgang kann einige Stunden dauern, da die Mittel erst zu den Organen gelangen müssen.

Die Stoffe weisen meist eine Halbwertszeit von etwa sechs Stunden auf. Das bedeutet, dass nach diese sechs Stunden die Stoffe wieder aus dem Körper verschwinden. Um diesen Vorgang zu unterstützen, sollte der Patient vor der Therapie viel trinken, da die Mittel so schneller ausgespült werden.

Hilft gegen:

Bei der Schilddrüse hilft die Nuklearmedizin dabei, knoten, Entzündungen und Tumore zu erkennen. Bei der Nebenschilddrüse wird ebenfalls auf knoten untersucht. Bei dem herzen wird untersucht, ob und wie stark die Sauerstoffversorgung behindert ist. Ebenfalls werden die Herzkranzgefäße auf Erkrankungen untersucht.

Die Lunge kann mithilfe der Nuklearmedizin auf eine Lungenembolie untersucht werden. Das Skelett kann auf Krebszellen untersucht werden und zudem können schmerzen damit behandelt werden. Die Nieren können hinsichtlich ihrer Funktion beurteilt werden und ob der Harnabfluss gut funktioniert.

Fördert und stärkt:

  • Gesundheit
  • Heilung
  • Zerstörung der Krebszellen

Die Nuklearmedizin fördert die Heilung der Patienten und sorgt dafür, dass die Krebszellen zerstört werden.

Diagnose & und Untersuchungsmethoden:

Um eine Diagnose zu stellen, benötigt der Facharzt die Bilder der Geräte, welche die Darstellung von Durchblutung, Funktion und Stoffwechsel der Organe ermöglichen. Dieser Vorgang ist für den Patienten in der Regel schmerzlos.

Behandlung NuklearmedizinDer Facharzt beurteilt die Bilder und kann auf diesen eventuelle Tumore, oder ähnliches erkennen.

Durch verschiedene radioaktive Mittel, ist es möglich, Krankheiten und Fehlbildungen recht früh zu erkennen.

Der Patient kommt in der Regel mit Schmerzen oder anderen Symptomen zum Arzt und dieser stellt dann bei einem Verdacht auf Krebs die Überweisung zum Facharzt aus.

Dieser wird dann die Organe untersuchen.

Auch Tumore und Krebserkrankungen werden radioaktive Mittel eingesetzt, welche die Struktur der veränderten Zellen zerstören.

  • Beurteilung der Bilder
  • Erkennung von Tumoren
  • Darstellung von Durchblutung
  • Stoffwechsel der Organe
  • Funktion der Organe

Risiken und Nebenwirkungen:

  • Psychische Probleme
  • Schwäche
  • Allgemeines Unwohlsein
  • Wasseransammlungen
  • Entzündungen

Im Normalfall treten bei den Patienten keinerlei Nebenwirkungen auf. Gelegentlich leiden Patienten jedoch unter örtlichen Reizungen, Wassseransammlungen oder Entzündungen.

Viel öfter leiden die Patienten jedoch unter psychischen Beschwerden. Die Diagnose Krebs stellt für die Betroffenen eine große Belastung dar und oftmals lässt sich der Tagesablauf nicht mehr normal strukturieren, da die Behandlung im Vordergrund steht.

Auch Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit gehören zu den belastenden Symptomen der Therapie. Es sind jedoch auch Spätfolgen, wie ein Strahlentumor möglich.

Gegenanzeigen und Wechselwirkungen:

  • Geschwächter Patient
  • Keine Hoffnung auf Heilung

Wechselwirkungen bei der Nuklearmedizin können auftreten, wenn der Patient generell geschwächt ist. Dann sollte abgewogen werden, ob die Therapie im Nutzen überwiegt, in der Regel ist die Nuklearmedizin aber die einzige Therapie gegen Krebs.

Wer behandelt?

Ein Facharzt für Nuklearmedizin, also ein Radiologe.

Fazit:

Die Nuklearmedizin ist eine durchaus wichtige und wirksame Behandlungsmethode in der Krebstherapie. Diese ist minimalinvasiv und birgt nicht all zu viele Nebenwirkungen. Natürlich ist die Behandlung auch mit Risiken verbunden, da Krebs aber eine schwere Erkrankung ist, sind diese Nebenwirkungen und Risiken jedoch kaum zu vermeiden.

Die Mittel, welche heutzutage eingesetzt werden, weisen eine geringe Halbwertszeit auf, sodass der Körper nach einigen Stunden wieder entlastet wird.

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