Rehabilitation

Brauch ich das?

Behandlung Rehabilitation Eine Rehabilitation soll Folgen von Krankheiten und Unfällen verringern oder abbauen.

Damit soll die Lebensqualität des Patienten wieder hergestellt, beziehungsweise verbessert werden.

Das vorrangige Ziel einer Rehabilitation wieder in ihren Alltag zu integrieren.

Die Rehabilitation umfasst verschiedene Therapien in unterschiedlichen Bereichen.

In diesem Ratgeber informieren wir Sie umfassend zum Thema Rehabilitation. 

Was genau ist eine Rehabilitation?

Eine Rehabilitation wird in der Kurzform auch Reha genannt und steht für „Wiederherstellung“, abgeleitet von dem mittellateinischen Wort „rehabilitatio“. Wiederhergestellt werden soll der körperliche oder seelische Zustand des Patienten, welchen er vor einem Unfall oder einer Krankheit hatte.

Es gibt mehrere Träger und unterschiedliche Maßnahmen zur Umsetzung der Rehabilitation.
Voraussetzung zur Gewährung einer Reha-Maßnahme ist die Reha-Bedürftigkeit und die Reha-Fähigkeit. Um diese festzustellen, wird ein sozialmedizinisches Gutachten erstellt.

Eine Person ist Reha-bedürftig, wenn diese die persönlichen Bedingungen für eine Reha-Maßnahme erfüllt. Reha-Fähig ist eine Person dann, wenn sie ausreichend belastbar und motiviert ist, um die Reha-Maßnahme zu absolvieren. Dies ist entscheidend für das Erreichen des Reha-Ziels.

Ursprung & Entwicklung

Für deutsche Patienten gibt es die „Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation“ (kurz BAR) und die „deutsche Vereinigung für Rehabilitation“ (kurz DVfR). Diese bestehen aus den Sozialleistungsträgern, den Sozialverbänden, den Ärzteverbänden, den Reha-Einrichtungen und den Selbsthilfegruppen.

In Europa gibt es zur einheitlichen Regelung so genannte Euroforen. Seit 1922 gibt es die Vereinigung „Rehabilitation International“. Diese hat es sich zum Ziel gesetzt weltweit eine „behindertengerechte und offenere Gesellschaft“ zu schaffen.

Funktion, Wirkung & Ziele – Behandlungen & Therapien

Je nach Beeinträchtigung umfasst eine Reha medizinische, therapeutische, berufliche und soziale Maßnahmen. Zu den verschiedenen Therapien gehören die physikalische Therapie, die Ergotherapie, die Physiotherapie, die Psychotherapie, die Neurologie und die Logopädie. Unterstützt wird der Patient durch verschiedene Hilfsmittel, wie z.B. Gehhilfen.

Ein Ziel der Rehabilitation ist es zu testen, ob der Patient wieder in seinen alten Beruf zurück kehren kann und in welchem Umfang er wieder arbeitsfähig ist. Über langfristige Eingliederungspläne soll dieser dabei wieder an den Arbeitsalltag gewöhnt werden. Falls eine Rückkehr in den alten Beruf nicht möglich ist, werden über Umschulungen neue Möglichkeiten der Erwerbstätigkeit offeriert.

Bei vielen Betroffenen ist aber ein grundlegendes Ziel diese wieder zu einem selbständigen Bewältigen ihres Alltages zu verhelfen und diese wieder zu integrieren.
Oft ist es dabei notwendig das gewohnte Umfeld anders zu gestalten oder zu organisieren.

Ältere Personen sollen vor allem selbständig bleiben, und so vor einer Behinderung oder Pflegebedürftigkeit geschützt werden. Bezeichnet wird diese Rehe als geriatrische Rehabilitation.
Die Rentenversicherung ist vor allem bemüht durch eine Reha ihren Beitragszahler zu behalten und etwaige Rentenzahlungen zu vermeiden.

Durchführung und Wirkungsweise

Reha-Maßnahmen können vor Ort beim Patienten, in einem Therapiezentrum, beziehungsweise einer Praxis oder in einer Kurklinik statt finden. So gibt es stationäre, teilstationäre oder ambulante Therapien.
Behandlung RehabilitationDie Übernahme der Kosten muss zunächst bei der jeweiligen Krankenkasse, beziehungsweise der gesetzlichen Unfallversicherung, dem regionalen Träger oder der Deutschen-Rentenversicherung Bund oder sehr selten auch bei der Haftpflichtversicherung beantragt werden.

Verordnet wird eine Reha-Maßnahme durch den behandelnden Arzt. Grundsätzlich gilt immer der Grundsatz: „Reha vor Rente“. Das heißt erst, wenn alle Rehabilitationsmaßnahmen ausgeschöpft sind, kann eine entsprechende Rente beantragt, beziehungsweise gewährt werden.

Auch wenn das Ziel einer Reha-Maßnahme immer dasselbe ist, so unterscheiden diese sich jedoch je nach Krankheitsbild des Patienten. Da die Beeinträchtigungen immer unterschiedlich sind, werden auch unterschiedliche Wirkungen beabsichtigt.

Hilft gegen:

  • Beeinträchtigungen im täglichen Leben durch Folgen von Unfällen oder Krankheiten
  • Soziale, kulturelle und berufliche Ausgrenzung

Durch die Folgen von Krankheiten und Unfällen kann es Beeinträchtigungen im täglichen Leben, im Berufsleben und auch in der Selbstständigkeit kommen. Damit verbunden sind auch Einschränkungen im sozialen und kulturellen Leben.

Durch eine Rehabilitation sollen diese minimiert und abgebaut werden. Dadurch soll der Patient solange, wie möglich selbständig bleiben und selbst für seinen Lebensunterhalt aufkommen können

Fördert & stärkt:

  • Gesundheitsbewusstes Verhalten
  • Selbständigkeit
  • Regeneration und Genesung nach Unfällen und Krankheiten
  • Motivation und Ausdauer
  • Belastbarkeit
  • Kraft und Beweglichkeit
  • Teilhabe in den unterschiedlichen Lebensbereichen
  • Bewältigung des täglichen Lebens
  • Einschränkungen, so weit, wie möglich reduzieren

Wer behandelt?

  • Therapeuten des jeweiligen Fachbereiches in Klinik, Praxis oder beim Patienten vor Ort

Zur Umsetzung der Reha-Maßnahmen gibt es verschiedene Reha-Kliniken und Therapiezentren. Aber auch ambulante und mobile Möglichkeiten der Reha werden angeboten. Durch geführt werden diese von einem fachlich ausgebildeten Therapeuten des entsprechenden Fachbereiches

Unser Fazit

Die Rehabilitation hilft die Folgen eines Unfalls oder einer Krankheit zu bewältigen und damit wieder aktiv an den verschiedenen Lebensbereichen teilzunehmen. Wann immer sich die Möglichkeit bietet, diese zu nutzen, sollte der Betroffene diese in Anspruch nehmen. Schließlich lässt sich dadurch auch die eigene Lebensqualität enorm verbessern.

Oft werden auch sogenannte Präventationsmaßnahmen angeboten. Auch hier lohnt sich die Inanspruchnahme. Natürlich sollte vorher die Übernahme der entstehenden Kosten geklärt sein. Auch die fachliche Eignung des behandelnden Personals sollte nachvollziehbar sein.

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