Hodenhochstand

HodenhochstandWas ist ein Hodenhochstand?

Ein Hodenhochstand wird in der medizinischen Fachsprache auch als Maldescensus testis bezeichnet – so bezeichnet man eine Entwicklungsstörung beim Jungen, wenn einer oder beide Hoden nach der Geburt nicht ertastet werden können.

Bezeichnen kann man dies auch als Gleithoden. Dies ist der Fall, wenn der Hoden entweder noch in der Bauchhöhle liegt oder aber sich im Eingangsbereich des Hodensacks befindet. Eine Sonderform ist der sogenannte Pendel– oder Wanderhoden – in diesem Fall liegt der Hoden zwar im Hodensack, wird aber aufgrund bestimmter Einflüsse nach oben gezogen.

Bei den meisten Jungen, die unter einem Hodenhochstand leiden, normalisiert sich dieser innerhalb des ersten Lebensjahres von alleine und gelangt in seine eigentliche Form. Bei Frühgeborenen ist der Hodenhochstand besonders häufig zu beobachten; hier liegt die Häufigkeit bei etwa 30 Prozent. Vor allem Kinder sind von einem Hodenhochstand betroffen, ein Erwachsener hat dieses Sympton eher selten.

Ursachen

Die Ursachen für einen Hodenhochstand sind vielfältig. So kann dieser beispielsweise durch körperliche Anamolien hervorgerufen werden. In diesem Fall verbauen diese den Weg zum Hodensack und die Hoden können nicht in diesen gelangen. Ebenso kann eine hormonelle Störung vorliegen, welche eine normale Entwicklung des Ungeborenen behindert.

Symptome

Beschwerden verursacht ein Hodenhochstand nicht. Das Symptom dieser Erkrankung ist, dass sich der Hoden nicht im Hodensack, sondern in der Leiste oder im Bauchraum befindet.

Diagnose

Die Diagnose des Hodenhochstandes erfolgt beim Kinderarzt. Dieser kann durch Abtasten der Genitalien den genauen Ort bestimmen, wo sich der Hoden befindet. Ist dies mittels Ertasten nicht ersichtlich, wird eventuell ein Hormonstimulationstest durchgeführt.

Dieser kann beispielsweise auch die sogenannte Anorchie bestimmen – der Fall, wenn der Hoden gänzlich fehlt. In seltenen Fällen wird auch eine Bauchspiegelung durchgeführt. Dies geschieht bei Säuglingen grundsätzlich unter Vollnarkose.

Therapie

In einigen Fällen des Hodenhochstandes ist eine Hormontherapie nötig. Diese sollte wenn möglich innerhalb des ersten Lebensjahres erfolgen, da ansonsten Unfruchtbarkeit oder gar Hodenkrebs die Folge sein können.

Jedoch ist es nicht ratsam, diese in den ersten sechs Lebensmonaten durchzuführen – in diesem Zeitraum wandert der Hoden bei den meisten Jungen von selbst in seine normale Lage. Zeigt diese Hormontherapie nicht die gewünschten Folgen, bleibt als letzte Möglichkeit nur noch die Operation.

Diese ist auch dann erdorderlich, wenn gleichzeitig ein Leistenbruch vorliegt. Jedoch ist diese ein Standardeingriff ohne nennenswerte Komplikationen.

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