Pendel

Diagnosestellung mit Radiästhesie

Behandlung Pendel

Der Begriff Radiästhesie setzt sich aus dem lateinischen Wort radius (dt. Strahl) und dem griechischen Wort aísthesis (dt. Empfindung) zusammen.

Es bezieht sich auf das Erspüren von „Vibrationen“, welche mit physikalischen Messgeräten nicht erfassbar sind.

Neben dem Pendel zählt auch die Wünschelrute zu den radiästhetischen Instrumenten.

In diesem Ratgeber informieren wir Sie umfassend zum Thema Pendel. 

Was bezeichnet man ALS Pendeln?

Beim Pendeln handelt es sich um eine sehr alte Technik, bei der die die Schwingung eines Pendels bzw. deren Interpretation als Informationsquelle verwendet wird. Das gewöhnliche Pendel setzt sich aus einem Pendelkörper, einer Befestigung sowie einem Anhänger zusammen. Allerdings können beispielweise auch Amulette oder jeder andere Gegenstand, der an einer Schnur schwingen kann, als Pendel verwendet werden.

Diesem Pendel wird beim als Pendeln bezeichneten Vorgang nun z.B. eine Frage gestellt, auf die es mit einem Ausschlag oder Schwingen „antwortet“. Im Grunde kann man das Pendeln allerdings als eine Art von „Selbstgespräch auf verschiedenen Ebenen“ bezeichnen, bei der das Bewusstsein des Pendlers vom Unterbewusstsein Antworten auf seine Fragen erhält. Dies hängt damit zusammen, dass es die pendelnde Person selbst ist, der die Bewegung des Pendels unbewusst auslöst (s. auch Durchführung und Wirkungsweise).

Die wissenschaftliche Bezeichnung für diesen Vorgang lautet Ideomotorik. Es bleibt also festzuhalten, dass es sich beim Pendeln um kein magisches, sondern ein physikalisches Phänomen handelt. Dies macht auch verständlich, warum die „Antwort“ des Pendels auf vielerlei Arten beeinflussbar ist (s. auch Das Pendeln beeinflussende Faktoren).

Der Klient sollte sich immer bewusst sein, dass die Antworten von ihm selbst oder der pendelnden Person, nicht aus dem Kosmos, stammen und nur eine Momentaufnahme darstellen. Es ist und bleibt der Klient, der den Lauf seines Lebens bestimmen und gegebenenfalls auch ändern kann und somit die Verantwortung für sein Schicksal trägt. Wissenschaftlich konnte der Wahrheitsgehalt des Pendelns bis heute nicht nachgewiesen werden.

Ursprung & Entwicklung:

Im Norden der Sahara gibt es Felsmalereien, die Pendel darstellen – aus dem Jahr 6000 v. Chr. Ein weiteres Beispiel für die lange Tradition des Pendelns ist das alte Ägypten, wo Pendel in vielen Fällen auch in die Sarkophage der Pharaonen gelegt wurden.

In Europa sorgten die beiden französischen Pfarrer Abbé Bouly und Abbé Mermet dafür, dass das Pendeln Ende des 19. Jahrhunderts sehr beliebt wurde. Die beiden stellten das Pendel nämlich als ein sehr präzises Diagnoseinstrument für jegliche Erkrankung dar. Dies führte letzten Endes dazu, dass es um die Jahrhundertwende zu einer wahren Massenausbreitung des Pendels kam. Noch heute zählt das Pendel unter alternativen Heilkundigen zu den am weitesten verbreiteten Diagnosemethoden.

Funktion, Wirkung & Ziele:

Mithilfe des Pendels kann das Unterbewusstsein einer Person als Informationsquelle verwendet werden. Das Unterbewusstsein, welches auch Verdrängtes, Vergessenes, Ängste, Hoffnungen, Befürchtungen und Wünsche beinhaltet, löst letzten Endes die Schwingung des Pendels aus. Wissenschaftlich wird dieser Vorgang als Ideomotorik bezeichnet.

Interessanterweise scheinen beispielweise Ängste dabei einen größeren Einflussfaktor darzustellen als Hoffnungen.

Besonders wenn es um körperliche Aspekte geht, wird beim Pendeln auch die „Weisheit des Körpers“ miteinbezogen, beispielweise wenn ein Heiler zwischen zwei Alternativen mithilfe des Pendels das zum Klienten am besten passende Medikament auswählen möchte. Ziel ist es immer, mithilfe des Unterbewusstseins Informationen für den Klienten zu beschaffen, die diesem zur Beantwortung wichtiger Lebens- oder Gesundheitsfragen helfen können.

  • Das Unterbewusstsein und der Körper werden als Informationsquellen verwendet.
  • Die Information wird an den Klienten weitergegeben, um diesen beispielweise bei der Entscheidungsfindung in wichtigen Lebens- und Gesundheitsfragen unterstützen zu können.

Durchführung & Wirkungsweise:

Doch wie genau funktioniert das Pendeln nun? Voraussetzung für das Pendeln ist das dichte Netz von unzähligen Muskeln und Nerven, die unseren Körper durchziehen. Dieses wird von jedem Gedanken bzw. Gefühl eines Menschen beeinflusst. Von diesem Umstand wird nicht nur beim Pendeln, sondern auch bei Lügendetektoren und bei der Interpretation von Körpersprache Gebrauch gemacht.

Während die körperlichen Reaktionen, die wir allgemein als Körpersprache wahrnehmen, gut sichtbar und nachvollziehbar sind, reagiert das Pendel auf körperliche Reaktionen, die mit dem bloßen menschlichen Auge in der Regel nicht wahrnehmbar sind. Wenn das Pendeln richtig durchgeführt wird (s. Das Pendeln beeinflussende Faktoren), ist es stets der Körper, der die Antworten gibt.

Dies geschieht hauptsächlich über die unzähligen Nervenzellen, die aufgrund einer körperlichen Reaktion auf eine Frage aktiviert werden. Interessanterweise zählen die Hände, mit denen das Pendel gehalten wird, zu den Körperteilen mit dem dichtesten Nerven- und Muskelnetz. Wird dem Klienten nun eine Frage gestellt, beantwortet er die Frage also unbewusst selbst mit „Ja“ oder „Nein“.

Bei der medizinischen Diagnose wird oft auch der gesamte Körper oder ein Ganzkörperfoto des Patienten „abgependelt“. Je nach Fragestellung soll ein Ausschlag des Pendels dann einen Hinweis auf eine mögliche Störung oder Erkrankung geben. Der ermittelte Problembereich kann mithilfe von anatomischen Skizzen oder Auflistungen von Organen, Knochen, Nerven etc. weiter eingegrenzt werden.

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit besteht darin, mithilfe von Tabellen die möglichen Ursachen (z.B. Entzündungen) herauszufinden und dann mit Listen das geeignete Medikament oder die passende Therapieform zu finden.

Auch in bestimmten Lebenssituationen wie beispielweise einer Schwangerschaft wird das Pendeln oft verwendet, um beispielweise das Geschlecht des Kindes zu bestimmten. Die Wahrscheinlichkeit für die Richtigkeit der Antwort des Pendels liegt hier naturgemäß bei 50 Prozent.

Anwendungsgebiete:

 

  • Familie und Partnerschaft
  • Gesundheit
  • Finanzielle Angelegenheiten
  • Belastungen im seelischen und körperlichen Bereich
  • Beruf und Karriere
  • Lebensweg

Das Pendeln kann im Grunde in allen Lebensfragen als Informationsquelle verwendet werden, wobei die oben genannten Bereiche heutzutage den Hauptanwendungsbereich des Pendelns ausmachen. Da jeder der oben genannten Bereiche einen bedeutenden Einfluss auf die Stresssituation einer Person, und damit auch ihre Gesundheit, haben kann, kann sich das Pendeln auch dann auf die Gesundheit auswirken, wenn es nicht direkt als Diagnosehilfsmittel verwendet wird.

Fördert & stärkt:

 

  • Vertrauen in die Zukunft

In der Regel stärkt das Pendeln das Vertrauen in die Zukunft, da man sich aufgrund der zusätzlichen Informationen sicherer und den Irrungen und Wirrungen des Lebens weniger ausgesetzt fühlt. Dies ist besonders bei positiven Antworten der Fall. Bei Informationen, die vom Klienten als negativ aufgefasst werden, kann es dagegen zu einer ausgeprägten Angst vor der Zukunft kommen. Aus diesem Grund sollten psychisch instabile Personen auf jeden Fall vom Pendeln absehen.

Das Pendeln beeinflussende Faktoren:

Behandlung Pendel

Das Pendeln lässt sich durch eine Reihe von Faktoren beeinflussen. Dies sollte man bei der Interpretation der vom Pendel gegebenen Antwort unbedingt berücksichtigen. Ein Pendel aus Metall schlägt z.B. schon allein aufgrund seines Gewichts wesentlich später aus als eines aus Plastik oder Holz.

Bei starker psychischer oder körperlicher Erregung kann es zu einem ausgeprägten Zittern der Hand kommen, was sich ebenfalls auf das Schwingen des Pendels auswirkt. So kann ein nervöses Zittern z.B. starke Schwingungen auslösen.
Auch Wind oder Zugluft können das Pendel beeinflussen, weswegen man unter solchen Bedienungen auf jeden Fall ein schwereres Pendel verwenden sollte. Es sollte ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden, dass das Pendel durch Wunschdenken beeinflusst werden kann, welches dann durch minimale Muskelanspannungen eine Schwingung auslöst (s. Durchführung und Wirkungsweise).

  • Beschaffenheit des Pendels (z.B. Material, Gewicht, Verarbeitung)
  • Starke psychische Erregung
  • Starke psychische Erregung
  • Starke körperliche Erregung
  • Witterungsverhältnisse
  • Wunschdenken

Medizinische Diagnosestellung durch Pendeln:

Die Schwingung des Pendels wird nicht, wie von manchen behauptet, von kosmischen Energien oder einer höheren Intelligenz hervorgerufen, sondern durch kleinste Änderungen des Muskeltonus in den Fingern. Dieser wird unbewusst vom Pendler gesteuert, der wissenschaftliche Ausdruck hierfür lautet „ideomotorische Bewegung“.

Da die Aussagekraft der Pendeldiagnose streng wissenschaftlich weder dokumentiert noch nachgewiesen werden konnte, wird von medizinischen Experten vom Pendel als Diagnosemittel strikt abgeraten. Aus diesem Grund sollten auch Medikamente nicht mit dem Pendel getestet werden.

Gegenanzeigen & Wechselwirkungen:

 

  • Starke Abneigung oder Skepsis beim Klienten
  • Psychische Störungen
  • Psychische Instabilität

Bei einer ausgeprägten Abwehrhaltung des Klienten sollte vom Pendeln Abstand genommen werden. Ebenso sollte bei Personen mit psychischen Störungen oder psychischer Instabilität auf das Pendeln verzichtet werden.

Wer behandelt?

 

Beruflich nutzen vor allem Esoteriker, alternative Heiler und Heilpraktiker das Pendel als Informationsquelle für ihre Klienten. Besonders in Bezug auf die Heilpraktiker muss allerdings festgehalten werden, dass dies nur bei einer Minderheit der Fall ist und diese das Pendel als zusätzliches Hilfsmittel und nicht als alleinstehende Diagnosemethode verwenden.

Unser Fazit:

Beim Pendeln handelt es sich unbestritten um eine ungemein faszinierende Angelegenheit. Wir raten jedoch wie auch die Experten davon ab, es zur Diagnosestellung von Krankheiten zu verwenden. Zudem weisen wir darauf hin, dass man den Mechanismus der Selbsterfüllenden Prophezeiung nicht unterschätzen darf. Das Pendeln kann richtige und falsche Informationen liefern, wobei es erst der Klient ist, der diese wahr macht oder wiederlegt, da dieser das wahrmacht, was er – bewusst oder unbewusst – befürchtet oder erhofft.

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