Die Bio-Falle

bioWas gut für die Umwelt ist, muss auch gut für den Körper sein?
Darüber dass Hersteller von Light-Produkten den Verbrauchern etwas vorgaukeln, sind die Menschen inzwischen weites gehend aufgeklärt. Da wo beim Fett gespart wird, wird dieses durch Unmengen Zuckerzusatz ersetzt. Das ist weder gesünder, noch hilft es Abnehmwilligen bei einer Diät.

Neuerdings scheint sich jedoch ein neuer Mythos unter Verbrauchern, die eine Diät halten, breit zu machen. Jetzt achtet man verstärkt auf Bio-Qualität. Keine Zusatzstoffe, kein Zucker, nur frische, gesunde Zutaten. Diese Lebensmittel sind unumstritten gut für die Gesundheit und natürlich auch zum Abnehmen- oder?

Bio macht nicht schlank
Grundsätzlich ist auf das Bio-Siegel Verlass. Nur Produkte, die die strengen Anforderungen erfüllen, dürfen die Auszeichnung tragen. Das gilt auch für die Discounter Eigenmarken, die den Begriff im Namen führen. Gewiss ist es auch gesundheitsfördernd, wenn bei der Herstellung auf Zusatzstoffe verzichtet wird, aber kann man davon abnehmen?

Es gilt zwar nicht mehr die Regel, die Cola hat nur halb so viele Kalorien, also darf ich die doppelte Menge trinken, aber warum sollte das bei Bio-Schokokeksen anders sein. Wer sich damit nicht leichtgläubig den Bauch vollstopft, sondern einmal kritisch die Zutatenlisten beäugt, entdeckt ebenfalls Rohrzucker, Rohrzucker, Rohrzucker (selbstverständlich aus kontrolliertem, biologischem Anbau).

Ob man nun aber normalen Haushaltszucker, Maltose, Invertzucker, Fruchtzucker oder Melasse verzehrt, spielt bezüglich der aufgenommenen Kalorien keine Rolle. In diese Hinsicht gibt es keinen Unterschied zwischen Bio-Produkten und Discounter-Keksen.

Ist Bio immer frisch?
Außerdem werden Bio-Lebensmittel gewiss ohne Düngemittel angebaut, doch hierzulande verlieren sie leider schnell dieses Privileg. Bio steht zwar für regional, aber zählt das auch für Lebensmittel wie Bananen? Diese legen den gleichen Importweg zurück wie herkömmliche Früchte und verlieren dabei ihre Frische.

Bio-Produkte führen dazu, dass die Verwendung von Schadstoffen im Lebensmittelanbau abnimmt. Zur Gewichtsreduktion des Konsumenten tragen sie jedoch nicht bei.

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